Eine Infektion am Bein durch einen aufgekratzten Mückenstich.

Vom Mückenstich zur üblen Infektion

Im feuchtwarmen Klima Kambodschas können sich selbst kleinste Wunden entzünden und zu einer Infektion führen. Eine Erfahrung, die ich im Laufe der Jahre schon einige Male selber machen musste, aber noch nie so heftig, wie das bei meiner Frau in der letzten Woche der Fall war. Der Auslöser war ein Mückenstich, am rechten Bein in Knöchelnähe, den sie aufgekratzt und sich nicht weiter drum gekümmert hatte.

Am vorletzten Freitag begann sich, diese Nachlässigkeit dann zu rächen. Der aufgekratzte Mückestich entwickelte sich zu einer waschechten Infektion, die mit Schmerzen und dem Anschwellen des Beines begann. Im Laufe des Samstags setzten auch Energielosigkeit, Kopfschmerzen und Schmerzen im Unterleib ein. Am nächsten Morgen hatte sie zusätzlich 40 Grad Fieber, Schüttelfrost und geschwollene Lymphknoten in der Leistengegend.

Nun konnte sie sich nicht mehr weigern, ich entschied, dass sie sofort ins Krankenhaus musste. Wir wussten das der Arzt unseres Vertrauens, Dr. Pavel Panivanov, mittlerweile von der International Clinic in die CT Clinic gewechselt hatte, an Sonntagen aber nicht war. Also rief ich ihn privat an, erklärte die Situation und bat ihn, sich eine halbe Stunde später mit uns in der Klinik zu treffen.

Als wir dort ankamen traf auch gerade Dr. Pavel ein, der veranlasste, dass meine Frau in einem Rollstuhl in sein Behandlungszimmer gefahren wurde. Wie in diesem Teil der Welt üblich, dürfen die nächsten Familienangehörigen bei den Untersuchungen dabei sein, was der Junior und ich auch taten. Der Arzt schaute sich das Bein meiner Frau an und untersuchte den Unterleib mittels Ultraschall.

Dass der aufgekratzte Mückenstich entzündet war und eine Infektion verursacht hatte, war nicht zu übersehen, aber die Ultraschall-Untersuchung ergab, dass meine Frau zusätzlich auch unter einer Entzündung der Gebärmutterschleimhaut litt. Er erklärte dazu, dass eine Infektion, wie sie meine Frau am Bein hatte, das Immunsystem eines Menschen derart belasten kann, dass der Körper extrem anfällig für weitere Infektionen wird. Dies gelte nicht nur für Frauen.

Er empfahl meiner Frau im Krankenhaus zu bleiben, damit sie unter Beobachtung steht und eine entsprechende Therapie mit Antibiotika durchgeführt werden könne. Wir willigten selbstverständlich ein und so wurde meine Frau, nachdem ihr Datenblatt ausgefüllt war, in die dritte Etage, in ein fensterloses Einzelzimmer mit Gästebett, modernem Bad, Flachbildfernseher, Wifi Internet und Telefon gebracht.

Dort verbrachte sie 4 Tage, in denen tägliche Bluttests durchgeführt und die Wunde regelmäßig gesäubert und versorgt wurden. Sie bekam in diesem Zeitraum 5,7 Liter Flüssigkeit durch einen Tropf, sowie 16 Spritzen verabreicht, und musste 3 Mal am Tag Pillen schlucken. Morgens und Abends kam Dr. Pavel in Begleitung des kambodschanischen Oberarztes, der auch Manager und Inhaber der CT Clinik ist, zur Visite vorbei.

Nach weiteren zwei Tagen des Leidens, nun unter ärztlicher Aufsicht, ging es meiner Frau am dritten Tag schon wieder deutlich besser, denn sie begann bereits den Oberarzt und die Krankenpfleger anzumeckern, weil ihr dieses oder jenes nicht passte. Am Donnerstag war es dann endlich so weit, laut Befund von Dr. Pavel war es nicht mehr nötig meine Frau im Krankenhaus zu behalten, wenn sie zu Hause das Bein ruhig und hochhält, weiterhin Medikamente nimmt und täglich zur Säuberung der immer noch vorhandenen Wunde erscheint.

Etwas später, während die Papiere für die Entlassung fertiggemacht wurden, erzählte mir Dr. Pavel, hinter verschlossenen Türen, dass der Oberarzt und Besitzer der Klinik, über seine Entscheidung nicht erfreut war, denn der hätte meine Frau aus Kostengründen gerne noch 1 bis 2 Tage dort behalten. Gegen Mittag war alles erledigt, meine Frau erhielt ein offizielles Schreiben des Krankenhauses, als schriftlichen Nachweis für ihren Arbeitgeber und ich bekam die Rechnung, auf der stand, dass der ganze Spaß 913,75 $ kostete.Rechnung für einen 5-tägigen Krankenhausaufenthalt in der CT Clinic in Sihanoukville.

Anzumerken bleibt noch, dass die CT Clinic keine eigene Küche zur Patientenverpflegung hat. Wer essen möchte und nicht täglich von seinen Angehörigen verpflegt wird, kann von der Speisekarte eines italienisch-kambodschanischen Restaurants mit Lieferservice wählen.

Trotz zahlreicher kursierender Negativberichte über die CT Clinic in Sihanoukville, waren wir im Fall meiner Frau mit der medizinischen Versorgung so weit zufrieden gewesen.

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23 Comments

  1. Das ist für mich auch eine lehrreiche Geschichte über das „Leben in Kambodscha“! Besten Dank Don Kong! Mit „Leben in Kambodscha“ meine ich selbstverständlich ganz allgemein das „Leben in den Tropen“; -das auch, man staune, Deine Frau die eigentlich tropenresistent sein „müsste“ in eine arge Sache gezogen hatte! Ähnliche Symptome hatte vor 2 Jahren ein Besucher-Kollege erlebt: Sein Unterbein wurde von einem Sandfloh auf Koh Rong „ausgewählt“! (In der Mitte der Schwarze Punkt, wo die Eier abgelegt sind und rund herum die immer grösser werdende rote Entzündung mit dem fast unerträglichen ewigen „Beissen“…) Seine Geschichte nahm dann erst in der Schweiz ein gutes Ende!
    So ist die lehrreiche Geschichte für mich: Ich oder eine Frau kann auch „lange Hosen“ tragen in Form eines Mückensprays oder eingeölten Unterbeinen und Füssen!
    Danke auch für den Tipp mit dem Arzt in der CT-Klinik! Man weiss ja nie… (Übrigens gäbe es dort die einzige Computer-Tomographie Maschine „im Dorf“…)
    Ich wünsche Deiner Frau gute Rehabilitation! -Und keine Ängste dass es wieder passiert…

  2. Auch ich hatte bei meinem letzten Kambodschaaufenthalt einen Mückenstich aufgekratzt, ihn jedoch ständig mit Betaisadonna behandelt. Trotzdem entzündete sich der Mückenstich ähnlich wie bei Deiner Frau. Da es kurz vor der Heimreise war, liess ich mich in Deutschland behandeln. Ich hatte zwar kein Fieber, mußte dann das Antibiotikum Augmentan einnehmen, worauf es sich wesentlich gebessert hat aber auch nach 3 Wochen ist es immer noch leicht gerötet.
    Ob die Infusionen nötig waren mag ich bezweifeln, da Deine Frau das Antibiotikum schluckte.

  3. Hallo Don Kong,
    so wie die Wunde auf dem Bild aussieht, muss es sich meines Erachtens um einen Sandflohstich – wie schon von @G.S. vermutet – handeln.
    Solche Wunden sollen niemals mit den Fingern aufgekratzt werden, weil dadurch vorallem der eventuelle „Dreck / Bakterien“ unter den Fingernägeln die Sache erheblich verschlimmert.
    Bei mir persönlich fühlen sich diese Sandflöhe besonders wohl, denn kaum gehe ich im Sand z.B. meistens an einem Strand in SHV, werde ich auch schon – oft mehrfach – gestochen, bzw. die „Viecher“ legen unter der Haut pro Stich mehrere hundert Eier ab.
    Diese unangenehmen Vorkommnisse spielen sich sehr oft in Sihanoukville ab und man sieht viele Touristen mit diesen Wunden herumlaufen, scheinbar sind die Einheimischen immun dagegen.
    Es ist natürlich sehr ärgerlich, denn diese Sache kann sich mehrere Monate hin ziehen, oft auch mit Eiter verbunden. Natürlich juckt das wie „verrückt“ und man kann es keinem / keiner verdenken, wenn da mit den Fingernägeln auch mal unbewusst gekratzt wird.
    Im Prinzip gibt es kein ädequates Mitttel gegen diese Sandflohstiche.
    Habe persönlich die Stiche immer nur ausheilen lassen, sonst nichts dagegen unternommen, nach dem Motto: „Mit Medikamenten dauert es zwei Monate, ohne 60 Tage“ !

  4. Schön das deiner Frau geholfen wurde, nur erscheinen mir die Kosten viel zu Hoch. Gestern hatte ich in dieser Klinik auch einen sogenannten Abdominal Ultrasound Scan, geschätzte Dauer zirka 15 min., mit Fotoprint, Preis: 6,25 und nicht 15$!
    Tipp: Neulich war ich im neu renovierten Sihanoukville Provincial Hospital mit einer leichten Augenverletzung, Untersuchung von kompetentem Arzt an neuem Gerät und Augentropfen für 15.000 Riel (3.75$). Dort hängt auch eine große Preisliste am Empfang.

    Sihanoukville Provincial Hospital auf OpenStreetMap: http://osm.org/go/4NeDvdtsk-

  5. @ Andi

    Hallo Andi! Ich möchte mich Deiner Meinung über die hohen Kosten in der CT anschliessen.
    Ich glaube nicht dass ich übertreibe wenn die CT-Clinic zu den teuersten überhaupt südlich
    von Phnom Penh zählt! Dass aus einem „Mückenstich“ eine 900Dollar-Rechnung entstehen kann ist gewaltig und kann offenbar sehr schnell passieren in den Tropen! Um diesen Kostenschock besser verdauen zu können haben ja viele Expats eine Versicherung. Hinzu kommt vielleicht noch die Sache „eines Arztes des Vertrauens“, der jetzt „blöderweise“ in die CT gewechselt hat. Ein Arzt des Vertrauens zu finden ist ja hier beileibe auch nicht selbstverständlich!
    Und noch zu Deinem Tipp über das Sihanoukville Provincial Hospital: Danke! -Denn sein Ruf als „tot-sicheres“ Spital zu gelten sollte man vielleicht langsam vergessen!
    Schade dass es 1 1/2 Std. weit weg ist: Das „Sonja Kill Memorial Hospital“ in Kampot! Es war, -es ist -und es bleibt für mich das beste Spital im Südlichen Kambodscha! Deutsche Stiftung! Schweizerische Leitung! In Sachen Preislage absolut vertretbar! In Sachen Qualität unanzweifelbar…

  6. @ Manfred
    Hallo nach Deutschland!
    -Nein, -mein Kollege aus der Schweiz hatte einen Sandfloh-Stich! Ich selber habe keine Vermutung! -Vielleicht ganz automatisch deshalb, weil ich davon ausgehe dass ein hiesiger Arzt einen Mückenstich von einer Sandfloh-Attacke unterscheiden kann…! (muss!)
    Holy Maccaroni; -wenn er das nicht könnte und Du Recht hättest, dann wäre mein Vertrauen zu den Ärzten komplett erschüttert…

  7. Ich möchte an dieser Stelle eine kleines Erlebnis beisteuern: Vor etwas mehr als einem Jahr machte ich eine Strandwanderung aus Richtung Serendipity Beach bis hin zum Otres Beach. Einige Meter vor dem MK Beach Hotel steht eine monströse furchteinflössende graue Villa mit 4 Stockwerken. Sie steht teilweise leer, einige Zimmer sind bewohnt, von Aussteigern und ein paar einheimischen Familien, so zumindest mein Eindruck. Ich wollte mir das mal näher anschauen und bewegte mich Richtung Durchgang zum Hof. Ein freundlicher Hund wedelte mit dem Schwanz, alles schien friedlich, nichts aufregendes. Ich erreichte den Innenhof, dort ebenfalls nichts los.
    Plötzlich jedoch, wie aus heiterem Himmel, packte mich etwas am Fussgelenk und lies nicht mehr los. Es war der freundlich dreinblickende Hund, der mich beim hineingehen begrüsst hatte. Ich fing an zu schreien und nach wenigen Sekunden hatte der Hund ein Einsehen und lockerte seinen Biss, ging ein paar Meter beiseite und legte sich in die Sonne. Ich entschied mich spontan, den Hund nicht weiter anzuschreien. Stattdessen machte ich Bekanntschaft mit einer älteren Khmer-Frau, die ich durch klopfen an eine Tür ausfindig gemacht hatte. Durch ständiges Wiederholen des Wortes Sky (Hund auf Khmer, eines der wenigen Khmer-Wörter die ich zu diesem Zeitpunkt kannte) und gleichzeitigem Zeigen auf meinen blutenden Knöchel begriff die Frau sehr schnell, welches Schicksal mir widerfahren war. Sie setzte mich auf einen Stuhl und holte 2 Fläschchen aus ihrem Zimmer. Damit stillte sie die Blutung und desinfizierte die Wunde. Ich sah, dass sich 2 Eckzähne des Hundes durch meine Haut ins Fleisch gebohrt hatten. Ein Verband sei nicht nötig, meinte sie.
    Nach der Behandlung blieb ich noch eine halbe Stunde sitzen, bis alles getrocknet war. Mein Peiniger lag 5 Meter neben mir und beobachtete mich freundlich winselnd.
    Später brachte die Frau mich vom Hof zurück an den Strand und ich setzte meine Wanderung fort. Die Wunde heilte hervorragend, nach einigen Wochen war schon fast nichts mehr zu sehen.
    Seit diesem Erlebnis begegne ich Hunden mit großem Respekt. Und habe nun immer etwas zum desinfizieren dabei.
    Übrigens: Die 5 Dollar, die ich der netten Frau anbot, wollte diese partout nicht annehmen.

  8. @ rolf

    „Abgezockt, aber gründlich.“ —> Was hättest Du gemacht in dieser Stadt Sihanoukville mit diesen Symptomen Deiner Liebsten, welche in einer akuten Blutvergiftung hätten enden können…? (Meine das nicht negativ, sondern wäre interessant zu erfahren!)
    In meiner Nachbarschaft ist eine über 60-jährige deutsche Frau so unglücklich mit dem Hinterkopf auf eine Steinkante gestürzt dass dies ev. mit Hirnblutung oder Schädelbruch auch tödliche Folgen hätte haben können! Ihre Haare waren blutgetränkt!
    Die Angehörigen wussten aber dass die CT-Clinic teuer ist; bezw. „Abzockerpreise“ herrschen! (relativierbare Abzockerpreise!)
    Was hättet Du gemacht…? (Es ist eine liebe Ehefrau; -und eine liebe Mutter auch noch)

  9. nach Moskitostichen will man gerne kratzen. Es gibt für ein paar Euro ein kleines Gerät, mittels dessen man die gestochene Stelle gezielt erwärmen kann. Nach ein bis dreimaliger Behandlung hört das Jucken auf. Definitiv !! Ich mache hier keine Werbung für das Produkt. Es hat mir jetzt seit 16 Monaten sehr gute Dienste geleistet (ich wohne in Thailand), es verhindert daß man sich kratzen will. Es heisst „bite-Away“ und man kann es in Deutschland über amazon beziehen. Riemser Pharma Bite Away Stichheiler, 23,95.- Euro.

    Es ist ein wenig gewöhnungsbedürftig . . es wird verdammt heiss . . aber wenn man sich einmal vergegenwärtigt hat, daß man sich nicht dabei verbrennen kann, weil die Hitze kontrolliert abgegeben wird, kann man es aushalten. Vor allem, weil das Ergebnis die 6 Sekunden Hitzeeinwirkung absolut kompensieren.

  10. @G.S.
    Ja, der Krankenhausbesuch war bei dieser Verletzung mehr als angebracht.
    Und dann macht man die Erfahrung, dass sich die in Kambodscha empfundene Freiheit mit wenigen Regeln und vielen individuellen Lösungen nicht nur auf die angenehmen Seiten des Lebens erstreckt. Es gibt nun mal keine GOÄ im Königreich. Und wenn man in einer Notlage mit einer angehörigen Person, der es wirklich schlecht geht, im Krankenhaus eintrifft, möchte man nicht wirklich über Geld verhandeln in diesem Moment.
    Das machen sich eben vielleicht manche Kliniken zu nutze. Allerdings würde man meinen, dass diese Kliniken wissen müssten, ob ein Tourist oder ein vor Ort lebender Mensch vor ihnen steht.
    Insofern wäre es vielleicht für alle sehr hilfreich, wenn bei einem so wichtigen Thema, der Erfahrungsaustausch unter den Arztbesuchern noch stärker ermöglicht werden würde. Vielleicht kann ja Don Kong mal in einer ruhigen Minute ganz oben einen Link „Ärzte“ schalten, unter dem die Adressen und vielleicht Erfahrungsberichte von Patienten erscheinen könnten? Das wäre wirklich super!

  11. Hallo.
    Wir ziehen naechste Woche nach mehr als 7 Jahren come and go aus Thailand endlich nach Kampot. Wir werden dich natuerlich mal in Snooky besuchen bei Gelegenheit. Gruss mal von Kai.
    Es gibt schon seltsame Zufaelle.
    Als wir im letzten April in Kampot waren, sassen wir an der Hotelrezeption und ein junger Franzose kam herein. 2 Tage zuvor las ich einen interessanten Bericht mit vielen Bildern ueber bakterielle Nekrosen, eine ueble LEIDER auch noch voellig schmerzlose, hochgefaehrliche Bakterien Infektion, die auch in Kambodscha verbreitet ist. Die Linke Wade des Jungen Mannes war dick geschwollen und bereits gruenlich schwarz verfaerbt und entsprach genau den Bildern von Phlegomonen. Als ich ihn fragte ob er Schmerzen hatte , verneinte er gluecklich. Ich war schockiert. Schlimmer konnte es kaum sein. Die Anzeichen deuteten klar auf innere Nekrose mit fortschreitender Zerstoehrung der Nerven(daher keine Schmerzen). Er lachte mich aus und sagte mir , das es schon besser sei, da keine Schmerzen mehr habe und in einer Apotheke eine Spritze bekommen haette. Wir sagten ihm was wir darueber wussten und rieten Ihm UMGEHEND zu einem Krankenhausaufenthalt, was er ablehnte(Er wuerde in 3 Tage heimfliegen). Er war nicht zu ueberzeugen. Ich wusste schon vom reinen Anblick des Beins das der Mann in akuter Lebensgefahr schwebte und jederzeit durch freigesetzte EIGENE Leichengifte oder Gefaessverschluesse tot umfallen koennte. Bei dieser Form einer Infektion verfault man praktisch(voellig schmerzlos) von innen. Er war nicht zu ueberzeugen. Wir haben das dann nicht weiter verfolgt. Manchen ist einfach nicht zu helfen. Ach ja, bevor ichs vergess, verursacht war das durch aufgekratzten Insektenstich, der aehnlich aussah wie hier bebildert. Ich haben 15 Jahre SO Asien Erfahrung und kann JEDEM nur raten selbst winzigste Verletzungen antibiotisch SOFORT zu behandeln. Am besten hat sich reinigen mit Alkohol Quadriderm Creme bewaehrt gut mit TIGERPLAST verpflastert und taeglich so lange widerholt , bis alles weg ist. Wir haben bei Reisen das Zeug immer dabei. In Thailand gibts das ueberall. In Kambodscha weiss ich nicht. Hab immer gute Vorraete dabei. Das Zeug gehoert in JEDE Reiseapotheke in Asien. In Kambodscha gilt klar: Waehret den Anfaengen(von jeglicher Infektion). Wer glaubt mit Krankenhausvermeidung Geld sparen zu koennen ist schlicht irre. Bei fortgeschrittenen Infektionen wird das dann RICHTIG teuer, wie der gute Bericht hier zeigt.
    Gruesse aus (Noch) Thailand
    Zensamui

  12. Lieber Jonathan.
    Boahhh. Dein Kommentar laesst mich an der Intelligenz der Westler zweifeln. JEDER in Asien weiss, das nach einem Hundebiss UNBEDINGT ein Krankenhausbesuch ansteht. Da kann man praktisch ALLES kriegen , was die Tropen zu bieten haben. Du hast da SAUMAESSIG Glueck gehabt. Mehr aber auch nicht. Ich fasse soviel Naivitaet einfach nicht.
    Gruss
    Zensamui

  13. @crazy Greg.
    Braucht keiner. Der Metalring eines Einwegfeuerzeugs tut es auch. Anzuenden, kurz warten bis er warm ist und draufdruecken auf den Stich:-))). Besser gar ist Lemonensaft mit etwas Asche. Ich persoenlich beuge Stichen vor , indem ich 15-40er deed morgens nach dem Duschen auf die feuchte Haut GANZKOERPER(incl. Haare) auftrage und dann lufttrockenen lassen. Da kommts auf die Genauigkeit der Verteilung an. Auch die Kleidung leicht bespruehen. Das hilft gegen alles was sticht. Man muss sich das nur zur Gewohnheit machen. Am besten geht auf die Hand gespruehtes Sketoline deet 20%(kann man besser verteilen als direkt auf den Koerper gesprueht) . Da kannst selbst Dschungeltouren ohne einen einzigen Stich machen, wenn du so vorgehst. Jaja, Ich weiss: Fuer die Meisten ist es wichtiger zu wissen wo das Bier am billigsten ist;-)))

  14. Lieber Don Kong.
    In Thailand waere man da locker mit dem Doppelten dabei in einer privaten Klinik. Wer bei solchen Infektionen aufs Geld guckt ist lebensmuede…..oder einfach dumm. Wer laenger in Kambodscha lebt und reist , ist gut beraten sich an seinem Standort im VORFELD eine bezahlbare Klinik seines Vertrauens auszuspeahen. Genug Expats stehen ja fuer Beratungen zur Verfuegung ;-)))Du hast absolut richtig gehandelt(na ja, vielleicht haettest du sie schon etwas frueher da hinschleifen sollen;-)), dann waere es billiger geworden. Es werde immer und immer wieder die selben Fehler gemacht.

  15. @ Jonathan
    Ich bin komplett Deiner Meinung zu beiden Deiner Kommentare! Es kann sich wirklich aus einem kleinen Mückenstich eine üble Sache entwickeln! Immerhin haben wir hier kein hochgefährdetes Malaria-Gebiet! Und immerhin dürfen wir hier im Blog Erfahrungen untereinander austauschen; -was ich super finde! Aber ich denke dass so eine Aerzte-Liste
    auch so seine Tücken hätte…(?) -Auch in Europa machen Leute mit den einen Ärzten gute Erfahrungen; -während andere Leute den gleichen Arzt vielleicht verpönen…(?)

    @zensamui
    Du bringst Deine Geschichte auf den Punkt! Eigentlich bin ich Jedem für jeden Erfahrungsbericht dankbar! -Was ich dann daraus mache, wäre eine andere Story! -Und wenn es arg kommen müsste, spielt die Geldfrage die letzte Rolle! Man kann nur hoffen! -Auch dass niemals ein Verkehrsunfall eintritt! Guter Umzug nach Kampot!

  16. @zensamui
    Ja, Du hast das mich völlig richtig gescannt. Ich bin und war schon immer ein Glückspilz! Intelligenz eher so mittel. Wenn ich vom Pech verfolgt gewesen wäre in meinem bisherigen Leben, wär ich vielleicht sofort ins Krankenhaus gefahren. Allerdings hat mir meine Mutter (die war Ärztin) immer geraten, nicht vorschnell in ein Krankenhaus zu gehen mit dem Hinweis, was man sich dort alles einfangen kann.
    Und sie hat mir weiter mit auf den Weg gegeben: Bei kleineren Wunden, die nicht genäht werden müssen, sofort desinfizieren und die ersten Stunden mal selber beobachten. Wenn es dann komisch wird, ab zum Doc!

    Übrigens, falls es jemanden interessiert: Menschen mit Wohnsitz in Deutschland, die nicht privat versichert sind, können sehr günstig beim DRK für 70 EUR p.a. eine Rückholversicherung abschließen. Die bringt einen First Class mit einem Lear Jet in ein deutsches Krankenhaus. Mehr Infos findet ihr hier: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/gesundheit-und-praevention/flugdienst/

  17. @G.S.
    „Und wenn es arg kommen müsste, spielt die Geldfrage die letzte Rolle!“ – gilt grundsätzlich auch für die, die kein Geld haben!

  18. lieber jonathan, daß das Rote Kreuz für den Preis der Mitgliedschaft (dergestalt auf deren Website zu lesen!!) auch eine Rückhol-Versicherung „weltweit“ anbietet, kommt mir von der Organisation sehr übertrieben dargestellt vor. Deren Konditionen kann man nirgends einsehen! Schon gar nicht kommen sie mit einem „Lear Jet“ nach Thailand oder Cambodia geflogen! Auch der schwammige Begriff „medizinische Notwendigkeit“ kann man dehnen wie man will, schliesslich hat man ja das Potenzial vor Ort befindlicher Krankenhäuser zuerst auszuschöpfen, bevor deren Plan B in Kraft tritt. Zudem, hat man Pech und liegt im Halb- oder Vollkoma, kann man ja nicht seine Versicherung anrufen. Es gibt Rückführ-Transporte mit Charterflugzeugen normaler Airlines, und die dazu passende Versicherung. Nee,da bleibe ich bei der örtlichen Ärzte- und Krankenhaus-Liste, und die Nummer des Notarzt-Transports und spare eine Notfallkasse an.

  19. Lieber CrazyGreg,
    ich bin kein Versicherungsfachmann und bin auch Gott sein Dank noch nicht in diese Situation gekommen, von einem derartigen Angebot gebrauch machen zu müssen. Es gibt jedoch ein Informationsblatt, das ich mit der Bitte es an Dich weiterzuleiten an Don Kong schicken werde. Wenn man ganz genaue Informationen einholen möchte, sollte man sich bei der Barmenia schlau machen, da das DRK diesen Service in Verbindung mit der Barmenia anbietet.
    Ich habe nicht mit der Barmenia telefoniert, um Details herauszufinden, da ich eine private Krankenversicherung habe, die diesen Fall der Rückholzung abdeckt. Bei meiner Versicherung verhält es sich wie folgt:
    Unkomplizierte Sachen werden selbstverständlich nicht ausgeflogen. Alle Fälle, wo eine Behandlung vor Ort vergleichbar mit einer Behandlung in Deutschland möglich ist, bleiben auch vor Ort. Ich denke schon, dass es in S’ville vergleichbare Krankenhäuser geben müsste (?). Bei schwierigeren Fällen gibt es einen Transport in ein nahegelegenes Krankenhaus, was in etwa deutschen Standard anbietet, wahrscheinlich wäre von S’ville das nächstgelegene in Bangkok. Wenn es jedoch ganz schwierige Dinge sind, wie zB Schlaganfall, Verlust von Körperfunktionen usw., wird, sofern der Patient reisefähig ist, definitiv nach Deutschland geflogen, wen es nicht anders geht auch im Lear Jet, auch wenn die Erstbehandlung in einem Land wie zB. USA oder Japan stattgefunden hat und die weitere Behandlung in diesen Ländern medizinisch gleichwertig wäre.

    Klar muss jeder seine eigene Philosophie verfolgen in dieser Frage. Ich persönlich fände es jedenfalls besser, etwas derartiges abzuschließen, als im Ernstfall in S’ville linksseitig gelähmt auf der Strasse zu sitzen und auf die Hilfe von Freunden oder vielleicht sogar der eigenen (Khmer-)Frau angewiesen zu sein. Sicherlich wäre die Pflege durch nahe Angehörige schöner aber nicht unbedingt besser, und ob man diese Pflege im Ernstfall überhaupt bekäme, sei auch noch dahingestellt.

    Zu von Dir angesprochenen Punkten „Koma“ und „Charter bei normalen Airlines“: Wieso sollten „normale“ Airlines billiger sein als das DRK? Was sind überhaupt „normale“ Airlines? Und: Ich kann mir vorstellen, dass es manchmal auch Flugzeuge mit speziellem medizinischem Equipment benötigt, die „normale“ Airlines ganz sicher nicht zu bieten haben. Vielleicht kannst Du uns das noch etwas genauer erklären und uns an Deinen Erfahrungen diesbezüglich teilhaben lassen.
    Und die Frage, ob man noch jemanden anrufen kann, wenn man im Koma liegt, sollte man definitiv im Vorfeld krisensicher geregelt haben. Da helfen einfache Maßnahmen. Beispielsweise habe ich auf der Rückseite meines Handys einen kleinen Aufkleber mit der Telefonnummer und der Emailadresse einer Vertrauensperson, die alle Versorgungsinformationen über mich hat. Und in meinem Pass habe ich unter Wohnort ebenfalls diese Infos geschrieben. Da der in jedem Hotel der Pass kopiert wird, wissen die im Hotel dann auch, an wen sie sich zu wenden haben.
    Sicherlich werden sich jetzt machen über mich wundern oder mich belächeln. Das ist mir aber egal. Ich arbeite seit vielen Jahren in einer Branche, bei dem es um komplizierte Abläufe mit Menschen geht. Und ich habe in dieser Zeit gelernt, dass man alles, was man im Ernstfall nicht 100% selbst beeinflussen kann, vorher organisieren sollte. Sonnst landet man im Falle des Falles im Chaos.

    Es sei noch hinzugefügt, dass nicht jede DRK-Mitgliedschaft diesen Rückholdienst beinhaltet, sondern nur manche Bezirksverbände. Das sollte man vorher telefonisch abklären.

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