Der Eingang in die deutsche Botschaft in Phnom Penh.

Den deutschen Reisepass in Kambodscha beantragen

Wer in Kambodscha lebt und einen neuen deutschen Reisepass beantragen muss, kann das in der deutschen Botschaft in Phnom Penh machen. Bei mir war es nun so weit gewesen, mein Reispass läuft im April 2017 ab und mein Visum im Dezember 2016. Um ein neues Visum für Kambodscha zu bekommen, muss der Reispass noch mindestens 6 Monate Gültigkeit haben, was in meinem Fall nicht mehr gegeben ist. Also habe ich mich am vergangenen Dienstag von Sihanoukville auf den Weg in die Hauptstadt gemacht.

Die Informationen zur Passbeantragung auf der Webseite der deutschen Botschaft Phnom Penh habe ich mir ein paar Tage vorher telefonisch von einem Botschaftsmitarbeiter bestätigen lassen. Für die Beantragung eines neuen deutschen Reispasses sollte ich die folgenden Dinge und Unterlagen mitbringen:

  • aktueller Reispass
  • Geburtsurkunde
  • Abmeldebestätigung meines letzten Wohnsitzes in Deutschland
  • Stammbuch der Familie, oder Heiratsurkunde
  • Von jedem Dokument eine Kopie, auch vom Visum im Reisepass
  • 1 biometrietagliches Passfoto
  • Bargeld

Gegen Mittag bin ich eingetroffen und die Wahl meines Hotels, wie immer über Booking.com gebucht, habe ich schon nach etwa 15 Minuten bereut. Keine Ahnung, was mich da geritten hat, das Paragon Hotel an der Riverside zu buchen, ein Hotel, in dem ich eigentlich gar nicht mehr absteigen wollte. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich suchte jedenfalls erst ein Mal einen der auf der Botschaftswebseite emfohlenen Fotoläden auf, um biometrietagliche Passfotos anfertigen zu lassen.

Ich bin zu Good Luck, Digital Print Service gegangen und habe nach etwa 15 Minuten Wartezeit, 4 genormte Passbilder für 5.000 Riel erhalten.

Good Luck, Digital Print Service
No. 84 Eo, Preah Sihanouk Boulevard
Phnom Penh
Tel. 023-721 222
Mobil: 092-814 889, 016-814 889

Da die deutsche Botschaft für Passangelegenheiten nur Montag, Mittwoch und Freitag zwischen 08:30 Uhr und 11:30 Uhr zur Verfügung steht, bin ich am Mittwoch nach dem Frühstück, dort hin. Beim Pförtner musste ich erst den Passantrag ausfüllen und wurde dann eingelassen. Die übliche Sicherheitsüberprüfung fand durch einen gut Deutsch sprechenden kambodschanischen Wachmann statt. Als ich in den kleinen Warteraum mit den beiden verglasten Schaltern geleitet wurde, war ich der einzige Kunde dort. Ich wurde sofort von einer kambodschanischen Mitarbeiterin an den Schalter gerufen, deren Deutsch, bis auf den Akzent, ausgezeichnet war.

Unglücklicherweise hatte ich vergessen von allen Unterlagen Kopien zu machen, was die Dame zwar nicht erfreute, aber sie war bereit, alles selber zu kopieren, wenn ich die Kopien bezahlen würde. Dann wollte sie auf ein Mal meinen Mietvertrag sehen, den ich natürlich nicht dabei hatte, weil davon nichts auf der Webseite stand und auch der freundliche Herr am Telefon keinen Mietvertrag erwähnt hatte. Wir einigten uns darauf, dass ich meinen Mietvertrag gleich, wenn ich wieder zu Hause bin, scanne und per E-Mail nachreiche.

Am Ende gab es dann die Rechnung über 92 $, die sich aus 66 $ für den Reispass, 24 $ Auslandszuschlag und 2 $ für die Kopien zusammensetzte. In etwa 4 bis 6 Wochen soll mein neuer Reisepass mit 32 Seiten und 10 Jahren Gültigkeit fertig sein. Man wolle mich dann entweder telefonisch oder per E-Mail informieren, ab wann, ich ihn abholen kann. Nach etwa einer 3/4 Stunde war ich wieder raus und habe mir noch einen angenehmen Tag in Phnom Penh gemacht. Heute Morgen ging es wieder zurück nach Sihanoukville.

Alle Informationen zur Beantragung eines Reisepasses: Deutsche Botschaft Phnom Penh

Posted in Auswandern.

57 Comments

  1. @G.S. und Manfred

    Ach, so eine Diskussion kann ruhig schonmal ein bisschen ausufern, finde ich. Allerdings, ein Gastbeitrag zu diesem Thema ist doch wohl etwas zu hochgestochen, es hat nun wirklich nicht konkret was mit dem Leben in S’ville und dem Thema Auswandern zu tun. Ausserdem gibts zu VPN unzählige Erklärungen im Netz. Wollte mit meinem Hinweis eigentlich nur zur Vorsicht auffordern.

    Was die Beitragsfrequenz von Don angeht glaube ich, dass es für ihn schlicht und ergreifend schwierig ist, diesen Blog mit neuen Themen interessant und am Leben zu halten. Man muss sich als Autor zwangsläufig wiederholen. Es passiert einfach nicht genug neues. Überlegt mal, wie lange das Don nun schon macht. Wenn mann dann in 8 Jahren zum ?. Mal den Beitrag „Leben als Auswanderer leicht gemacht“ bringt, erreicht der Spaßfaktor beim Autor nicht unbedingt das Level vom Kitesurfen. Ich glaube, alle die an diesem Blog Spass und Interesse haben, sollten Don ab und zu mal mit ein paar Themen-Ideen versorgen.

    Eine Idee, hätte ich und ich würde auch was schreiben, Titel: ADAC auf kambodschanisch.
    Don, Du hast meine Emailadresse, falls es Dich interessiert.

  2. Achso, G.S., zur Frage bzgl. Tropenkoller, Kambodschakoller:
    Es gab früher in Westberlin den Mauerkoller. Die dort lebenden Berliner litten teilweise stark darunter, niemals oder nur schwierig die Stadt verlassen zu können. Symptome waren Depressionen, Lachanfälle, Nägelkauen, Vielweiberei usw. usw. Auch in Ostberlin gab es natürlich den Mauerkoller, nur in die andere Richtung. Ist eben alles eine Frage der Perspektive, wahrscheinlich auch in Kambodscha.

  3. @Jonathan
    Mit Deinen letzten beiden Beiträgen gibst Du gute Stichworte die mich glauben lassen dass es ganz viele spannende Beiträge gäbe! Immer wieder neue! Z.B. „Kitesurfen“, ADAC auf kambodschanisch…! -Aber ein Punkt wo ich mit Dir nicht einig bin dass die Themen-Vielfalt am aussterben wäre wegen „Es passiert einfach nicht genug neues“! Zugleich sehe ich wie Du dass der Don Kong mit „seinen neuen Geschäftsfelder“ (gute Formulierung von Manfred!) ziemlich absorbiert wird!
    Das Leben in Kambodscha ist ja spannend! -Also gäbe es von vielen Expats viel zu berichten, -denke ich! „Es chunnt scho guet“ -würde ich als Schweizer in meinem komischen Dialekt sagen! -Und meist kommt es eben schon gut… -auch dann, wenn ich schon die Hände auf meinen Kopf schlage…

  4. So lange ein Betrag über ein emotional eher unaufgeladenes Thema wie Reisepass mehr als 50 Kommentare generiert und nach wie vor geklickt wird, gibts allerdings für Don keinen Grund zur Eile. Im Vordergrund dürfte eh nicht die Bedürfnisbefriedigung von G.S., Manfred and Friends stehen sondern die solide Balance von Werbeeinblendungen, Klickzahlen und Googlelisting.
    Und eure zarte Vermutung, dass Don wahrscheinlich in seinem Leben lukrativeres zu tun hat, würde einer eingehenden Prüfung garantiert standhalten. Neben der langen Tradition sind es vielleicht auch einfach nur die zahlreichen hervorragenden Kommentare, die diesem Blog das gewisse Etwas geben und Don immer weiter schreiben lassen. Also bitte: kommentieren, kommentieren!

  5. @Jonathan
    Eine bessere Beschreibung hätte ich nicht hingekriegt! Toll was Du geschrieben hast! Ich wünschte mir auch dass dieser Blog bestehen bleibt!
    Beste Grüsse G.S.

  6. Lieber Don Kong,

    zum ‚Leben in Kambodscha‘ (dem Titel Deines erfolgreichen Blogs) gehört leider auch der ‚Tod in Kambodscha‘ – und dieser hat vor ein paar Tagen bei einem langjährigen Expat brutal zugeschlagen. Es liegt mir fern, hier Ratschläge zu erteilen, was veröffentlicht werden sollte und was nicht. In Tom’s Kambodscha-Forum ist jedenfalls Näheres zu lesen, u.a. auch ein link zu schlimmen Fotos auf Facebook, die ich im Fall des Todes eines langjährigen Bekannten unwürdig finde. Was die Veröffentlichung(en) betrifft -und auch deren Unterlassung- seid Ihr ja keine Konkurrenten, sondern Ihr ergänzt Euch wohlwollend, wie ich das empfinde.

  7. Du hattest Glück mit der dreiviertel Stunde Wartezeit, ich hatte nur sechs Nummern vor mir und musste drei Stunden warten. Selbst für meinen Antrag hat die nette Dame mehr als eine halbe Stunde gebraucht, der Fingerabdruckscanner machte Probleme. Bei mir reichte es einfach eine Adresse in Kambodscha anzugeben, Belege wollte sie nicht. Zwei Kopien von meinen Dokumenten hatte ich nicht parat, hat sie für mich gemacht, umsonst.

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