Kambodschanische Landschaft im Morgengrauen.

Wie das neue Jahr bei uns in Kambodscha anlief

Es war dieses Mal ein komischer Jahresanfang hier in Kambodscha. Im Januar war es häufig bewölkt und es hat sogar ab und zu geregnet, das habe ich vorher noch nie erlebt. Auch das ich dieses Mal zum Jahreswechsel auf die Anwesenheit meines Freundes aus Deutschland verzichten musste, war vorher noch nie da gewesen. An seinem Arbeitsplatz gab es Veränderungen, sodass er seinem alljährlichen Urlaub in Kambodscha streichen musste.

Aus geschäftlicher Sicht lief das Jahr bisher bei mir recht vielversprechend an. Dass ich mit meinem Webdesign Service westliches Know-how zu kambodschanischen Preisen anbiete, findet offensichtlich langsam auch in Europa Beachtung. Aber auch sonst kam bisher in diesem Jahr noch keine Langeweile auf. Meine Frau kommt regelmäßig vorbei und will Dinge für ihre Arbeit, am Computer erledigt haben, oder braucht Beratung in der Mitarbeiterführung. Der Junior steht kurz davor, sein erstes eigenes Motorrad zu bekommen und nach Phnom Penh sind wir auch schon gefahren, um für ihn bei der Botschaft einen neuen Reisepass zu beantragen.

Blick über die Dächer von Phnom Penh vom Balkon des Town View II Hotel.

Blick über Phnom Penh vom Balkon in der 7. Etage des Town View II Hotels.

Da hieß es, morgens um 04:30 Uhr mit dem Taxi losfahren, damit wir noch alles rechtzeitig erledigen konnten, bevor die Passstelle der Botschaft um 11:30 Uhr schließt. Für unsere einzige Übernachtung habe ich das Town View II Hotel nahe der deutschen Botschaft ausgesucht. Ein Hotel mit super Preis-Leistungs-Verhältnis, das ich jederzeit wieder buchen würde. Am Nachmittag ging es dann shoppen und danach zum Abendessen, in ein schickes kambodschanisches Design-Restaurant, gleich um die Ecke vom Hotel. Am nächsten Morgen holte uns das Taxi um 08:00 Uhr wieder ab, sodass wir gegen Mittag zurück in Sihanoukville waren.

Auf eine Nachricht vom Arbeitsministerium, wegen der, Ende letzten Jahres, beantragten, Verlängerung meiner Arbeitserlaubnis, warte ich immer noch. Von meiner Seite aus, habe ich alles getan, was verlangt wurde. Bin gespannt, wann und wie es da weitergeht.

Posted in Auswandern.

17 Comments

  1. Ich persoenlich fand das Wetter im Januar 2017 ausgezeichnet, so in etwa wie in der Regenzeit bei 24 bis 30 Grad, oft bewoelkt, nur zwei-dreimal Regen im gesamten Januar, angenehm kuehl und etwas windig, vorallem morgens zwischen 6.00 und 9.00 Uhr.
    Musste fast niemals schwitzen, ausser auf der Baustelle beim renovieren / sanieren unseres Hauses.
    Seit nunmehr drei Tagen haben wir Sonnenschein pur mit ueber 30 Grad.

  2. „Lust und Frust“ wechseln sich offenbar ab, -oder gehört schlicht zum Leben; -auch im neuen Jahr! Ab und zu ein kurzer „Landregen“ finde ich sogar wünschenswert! Der erste Monat im neuen Jahr (und auch jetzt im Februar) in SHV: Massiv viele Stromausfälle, -täglich mehrere; kürzere oder längere! Und noch ein Frust: Vergammelte und verlöcherte -äusserst dicht befahrene Verbindungsstrassen lässt man weiterhin vergammeln, währenddessen an andern Orten am Rande der Stadt und sehr „mickrig“ befahren, das Geld für „Prestige-Strassen“ nur so hingeschmissen wird…! Noch etwas zur Lust: Hab’s grade vergessen…

  3. @G. S.
    Ist das echt etwas, was dich frustriert? 😀 Was kümmert es dich, lass die Leute doch machen wie sie wollen in ihrem Land.

    Die wohlgeordneten Zustände, die sich hier viele Expats herbeiwünschen, waren einer der Gründe, warum ich Deutschland damals verlassen habe. 🙂

  4. Hast recht Don Kong.
    Wieso aufregen, irgendwann wird es gemacht.
    Wem es nicht gefällt hier, bitte ins nächste Flugzeug steigen und weg !

  5. @Don Kong
    @R&A
    Halt! Stop! Einspruch!
    „Lass die Leute doch machen wie sie wollen“—> Ich glaube wir Expats tragen einen grossen finanziellen Beitrag in unser Gastland Kambodscha, -das mit unseren westlichen „Allüren“ ziemlichen Fortschritt erfährt! Wenn ich Deinen Wortlaut wortwörtlich verstehen würde, wärst Du nie am Limit gewesen mir Deiner Beantragung des Workpermits, -aber genau da wurde auch Dein Frust spürbar für den Leser! Desweiteren müsste es Dir egal sein wenn die Korruption grassiert und wenn Dein Sohn wegen der Unbekümmertheit der Verantwortlichen Khmers mit seinem Motorrad so unglücklich in ein „Strassenloch“ fährt dass er in das Spital müsste! Du würdest es gar tolerieren dass man des Nachts ohne Licht herumfährt und dass man Leib und Leben Anderer gefährdet, wenn man während des Fahrens telefoniert und zwischen 2 Fahrspuren hin -und her pendelt -und Du würdest sogar gelassen bleiben wenn durch die vielen Stromausfälle auch Deine Internet-Arbeit unterbrochen würde…! Vieles mehr wäre zu erzählen!
    Jeder der mich kennt, kennt auch meinen Spruch: „Das Schöne überwiegt“!
    Darf da nicht einbisschen Frust mal dabei sein?

    @R&A: Ich hatte Dich eigentlich nie lachen sehen in Sihanoukville, von wo Du weggezogen bist! -Warum denn das?

  6. @G. S.
    Du schreibst: „Ich glaube wir Expats tragen einen grossen finanziellen Beitrag in unser Gastland Kambodscha, …“. Glaubst du wirklich nur, weil du hier deine Rente ausgibst, hast du in Kambodscha irgendetwas mitzureden? 😀 Da unterliegst du aber einer Fehleinschätzung. Und was den Fortschritt angeht, da sehen wir ja gerade in Europa, wo das hinführt. Da sind die ganzen Verbesserer am Werk und haben eine Welt geschaffen, aus der ja letztendlich auch du geflüchtet bist.

    Was den von dir unterstellten Frust angeht, musst du mich falsch verstanden haben. Ich habe mich beim Arbeitsministerium lediglich über das Benehmen der Mitarbeiterin geärgert, das kann einem auch auf einem Amt in Deutschland passieren. Aber deshalb habe ich doch keinen Frust und war auch nicht an meinem Limit.

    Zu den anderen Dingen, die du hier anführst, ja, ich toleriere das alles und es ist mir auch egal. Mit dem chaotischen Verkehr, wie er nun Mal in Südostasien üblich ist, komme ich gut klar, mit der Korruption auch, und wenn der Strom ausfällt und ich nicht arbeiten kann, mache in eben etwas anderes in der Zeit. Ich habe mich als Gast an die Bedingungen meines Gastlandes angepasst. Wenn ich mit solchen Sachen ein Problem hätte, wäre ich bestimmt nicht all die Jahre hier geblieben. 😉

  7. Und wieder kann ich nur zustimmen was der Don Kong schreibt.
    G.S.
    Wir sind nur weggezogen weil wir in der Preisklasse und super Gegend nichts so schönes mehr gefunden haben. Das ist der Grund.
    Ich kann auch ohne immer ein Lächeln im Gesicht, zufrieden und glücklich sein.

  8. @Don Kong
    Uebersehe bitte nicht was ich oben geschrieben habe!
    1. „„Lust und Frust“ wechseln sich offenbar ab, -oder gehört schlicht zum Leben; – auch im neuen Jahr!“ und:
    2. „Darf da nicht einbisschen Frust mal dabei sein?“

    Mit anderen Worten: Schreiben kann fatal missverstanden werden! Mit Sprechen könnte man sofort korrigieren! Wie z.B. Thema Verkehr: Auch ich komme selbstverständlich klar mit chaotischem Verkehr, denn ohne dieses Klarkommen hätte ich in Thailand nie 6400 Auto-Km unfallfrei geschafft in meinen vielen Ferienjahren! Aber ich hatte von der Gefährlichkeit gesprochen von hier! -Die mich frustriert weil die Polizei gegen Telefonierer nichts macht, -aber gegen Touristen, die mit Licht am Tage unterwegs sind schon!
    Sehr wohl weiss ich auch dass ich hier nie etwas mitzureden habe! Aber mein Rentengeld bewirkt den Fortschritt in diesem Land, wo bei mir zuhause in der Khmer-Familie seine Ursprünge hat und „abfärbt“ auf mein Töchterchen, das mit guten Schulen und später mit gutem Job, eine gute Alters-Versicherung ihrer Mutter sein soll! Dieser Domino-Effekt passiert langsam; -und er passiert wegen unserer finanziellen Unterstützung! -Nicht wegen der finanziellen Unterstützung des Staates! -Das hatte ich oben gemeint mit „Ich glaube wir Expats tragen einen grossen finanziellen Beitrag in unser Gastland…“!

    Don Kong, -es gibt viele Leute hier, die anderen (unbewusst…?) suggerieren dass sie mit allem „klar“ kommen und schlimmer noch: „Umsverrecken“ nicht zugeben wollen dass sie ab und zu auch Frust empfinden in ihrem Gastland! -Oder andere, die offenbar gedankenlos noch in den Blog schreiben „Wem es nicht gefällt hier, bitte ins nächste Flugzeug steigen und weg !“
    All dies wegen missverstandenen geschriebenen Worten…

  9. @Beobachter
    Ich wollte im vorherigen Blogbericht auf Deinen Kommentar „Ist das jetzt wirklich ernst gemeint“ antworten; -geht aber nicht weil „Comments are closed“!

  10. Sihanoukville hat seit Jahresbeginn, bezw. seit heute Freitag 10. Februar offiziell seine 1. Kehrricht-Verbrennungsanlage in Betrieb! Judihui! -Geht jetzt eindeutig in die Abteilung „Lust“ bei mir! Weitere Anlagen sollen folgen!
    Und natürlich passierte dieser kleine Fortschritt auch wieder auf Initiative hin eines deutschsprechenden Barangs…! Entwicklungshilfe an unser Gastland! Für den Fortschritt! -Denn wir alle schimpfen doch über den Müll, -oder? Wir schimpfen ja auch über den Müll in den weltweiten Meeren…
    Eine solche Kleinst-Anlage kann in 24 Std. 960 Kg Kehricht verbrennen. Nicht sehr viel! „Ein langsam passierender Domino-Effekt“ halt! 6 weitere solcher Anlagen in der Stadt seien geplant, wenn ich das richtig in Erinnerung habe…

  11. G.S.

    Kehrrichtverbrennungsanlage. Hä? Ihr Schweizer seid ja manchmal schwerverständlich und gleichzeitig braucht mein Hirn nach einer ausschweifenden Nacht meist etwas Anlauf um auf Betriebstemperatur zu kommen. Aha, da haben wir es ja, übersetzt ist eine Müllverbrennungsanlage gemeint.
    Es geht um Anlagen die zwischen 1 und 12 Tonnen Müll schadstoffrei täglich verbrennen können. Die sollen dezentral in der Stadt verteilt werden. Mit im Boot sitzt die Royal Group. Ziel soll sein das ganze Land mit solchen Anlagen auszustatten. Wie mir gesagt wurde gibt es anscheinend zwischenzeitlich ein Gesetz welches (ab einer bestimmten Größenordnung) die Betreiber von Hotels, Krankenhäuser etc. verpflichten soll sich solche Anlagen zuzulegen. Wer mehr wissen will googelt mal green-codex.com.
    Sicherlich wird Kambodscha das Müllproblem noch lange Zeit beschäftigen, aber ich glaube ein wichtiger (und nicht kleiner Schritt) ist getan. Eine Entwicklung über die man sich, wie du G.S., wirklich freuen kann.

  12. @Don Kong

    Keine Kritik nur eine Fesstellung. Das Thema Müllverbrennungsanlagen hätte aus meiner Sicht mehr Aufmerksamkeit (sprich einen eigenen Artikel) und Diskussion verdient. Es laufen dazu inzwischen eigene Aktionen wie z.B. von „Olive&Olive“. Da du sicherlich auch mit vielen anderen Dingen beschäftigt bist wäre es, an diesem Beispiel gesehen, ganz gut Gastschreibern deinen Blog zu öffnen.

  13. @M.Sindelar
    Mein Blog steht schon lange für Gastbeiträge offen, sind doch auch schon einige veröffentlich worden. Wenn du gerne über Müllverbrennungsanlagen in Kambodscha schreiben willst, nur zu.

  14. @M.Sindelar
    Hervorragend! -Hat mich sehr gefreut, Deine Antwort zu meinem „Müll-Kommentar!“ Schön zu wissen dass es doch noch Leute gibt, die unser Gastland durch ein „herangezoomtes Weitwinkel-Objektiv“ betrachten! Die Sache mit dem „Kehricht“: War schon immer ein Schlendrian in Fremdsprachen! Musste auch lernen was ein „Lütte“ ist…smile…

  15. @Don Kong
    Man kann auf Deine letzten Blog-Beiträge keine Kommentare mehr schreiben. Es steht da „Comments are closed“! Was ist der Hintergrund dieser Tatsache? Und falls jetzt jemand einen Gastbeitrag veröffentlichen möchte, müsste dieser „jemand“ damit rechnen dass Kommentare plötzlich „geschlossen“ würden…?

  16. @G. S.
    Zu Testzwecken habe ich die Kommentarfunktion für Beiträge, die älter als 30 Tage sind, deaktiviert. Inzwischen ist aber alles wieder beim Alten.

  17. @Don Kong
    Danke für obige Mitteilung betreffend Kommentarfunktion! -Auch für Deine Einladung zu Gastbeiträgen! Ich sehe Deinen Blog nicht nur als Mitteilungsplatform unter den hier lebenden Expats, sondern auch als Informationsquelle für und von deutschsprechenden Touristen, bezw. Reisenden! Es schlummern bei vielen Leuten bestimmt interessante Erfahrungen, die ich persönlich als Bereicherung betrachte und gerne weitererzählen würde! (Man kann ja selber nicht immer auf dem Laufenden sein!)
    Gut dass es Deinen Blog überhaupt gibt! -Auf anständigem Niveau -wo auch verschiedene Meinungen platziert werden dürfen, -denn ohne „verschiedene Meinungen“ gäbe es ja keine Kommentare! Happy Days!

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