Vor ein paar Jahren habe ich irgendwo gelesen, dass es zukünftig in Südostasien, im Zuge des Klimawandels, feuchter werden wird. Darüber, ob die momentanen Regenfälle mitten in der Trockenzeit schon die Vorboten sind, lässt sich nur spekulieren. Sicher ist jedoch, dass ich es noch nie erlebt habe, dass es im Januar, Februar, oder März in Kambodscha regnet, und ich bin schon eine ganze Weile hier.

Von strahlend blauem Himmel und permanenten Sonnenschein, wie es zu dieser Jahreszeit normal wäre, können Touristen und alle, die mit ihnen ihr Geld verdienen, momentan nur träumen. Stattdessen ist der Himmel häufig grau und es besteht jederzeit die Gefahr, dass dunkle Wolken aufziehen, die Regen und Gewitter mit sich bringen. Auch die sonnigen Abschnitte zwischendurch täuschen nicht darüber hinweg, dass etwas anders ist.

Kein Wunder also, das die Stadt, was westliche Touristen angeht, ziemlich leer ist. Die einzigen Urlauber, die vom Regen unbeeindruckt bleiben, sind Chinesen, denn die Spiel-Casinos sind natürlich alle überdacht.

Auf den Straßen sieht es teilweise aus, wie man es sonst nur vom Beginn einer Regenzeit her kennt. Der Müll aus den über die Ufer getretenen Kanälen liegt überall herum und an tiefer gelegenen Stellen, haben sich Sandbänke auf den Fahrbahnen gebildet. Das alles wird selbstverständlich im Laufe der Zeit durch Reinigungskräfte beseitigt, aber nach jedem starken Regen ist alles wieder dreckig wie vorher.

Für mich persönlich heißt es dadurch nun, dieses Jahr etwas früher in den Regenzeitmodus zu wechseln. Das bedeutet, ich kaufe mir im EBC Schreib- und Gemischtwarenladen einen neuen Regenponcho, in freundlichem Armeegrün, für 7,50 $.