Eine Ladenfront in Sihanoukville mit chinesischen Schriftzeichen über dem Eingang.

Wird Sihanoukville zu Kambodschas China Town?

Chinesische Werbung an einer Gebäudewand in Sihanoukville.Dass die Chinesen die kambodschanische Küstenstadt Sihanoukville für sich entdeckt haben, ist kaum noch zu übersehen. Überall stehen chinesische Casino-Hotels (etliche sind noch im Bau), es gibt chinesische Restaurants, chinesische Supermärkte, chinesische Sprachschulen und chinesische Geschäfte, wo man von außen überhaupt nicht erkennt, was die verkaufen, wenn man kein Chinesisch kann.

Immer häufiger sieht man nun auch an kambodschanisch geführten Geschäften Werbetafeln, die mit chinesischen Schriftzeichen versehen sind. Jeder will ein Stück vom Kuchen abhaben und so passt man sich den immer zahlreicher auftretenden Besuchern aus China an, so gut es geht. Sogar eines der deutschen Restaurants wirbt bereits, mit einer chinesisch übersetzen Speisekarte.

Eine chinesisches Nudelsuppen-Restaurant,Egal wo man in Sihanoukville hingeht, Chinesen tauchen immer häufiger im Stadtbild auf. Ganz egal, ob im Straßenverkehr, in Supermärkten, auf der Tankstelle, in Restaurants oder an den Swimming Pools der Hotels. Am Anfang kamen sie nur in Gruppen, aber nun sieht man hier und da auch einzelne Familien und sogar einzelne Personen. Bei jungen Chinesen scheint die Gegend am Victory Hill besonders beliebt zu sein, dort wuseln etliche von ihnen am Abend durch die Straßen.

Wie bei Ausländern anderer Nationen auch gibt es zwei Gruppen von Chinesen in Sihanoukville. Zum einen Touristen, die ihren Urlaub hier verbringen und zu Anderen Leute, die sich dauerhaft hier aufhalten. Gerüchte besagen, dass die meisten davon in der online Glücksspiel-Industrie arbeiten, also irgendwo in der Stadt an einem Computer sitzen. Das hier chinesische Sekretärinnen, Buchhalterinnen, Übersetzerinnen, sowie chinesisches Casino- und Hotelpersonal in Führungspositionen arbeiten, ist dagegen ein Fakt.

Einer der chinesischen Supermärkte.Bis auf gelegentliche Besuche in einem chinesischen Restaurant und einem eine Ewigkeit zurückliegenden einwöchigen Aufenthalt in China Town, New York hatte ich in meinem Leben bisher nur sehr wenig Berührungspunkte mit Chinesen. Aus diesem Grund beobachte ich die momentane Entwicklung in Sihanoukville mit einer gewissen Spannung. Mein Umfeld hier setzt sich aus Menschen der unterschiedlichsten Nationen zusammen, warum sollten nicht auch irgendwann ein Mal Chinesen dazugehören.

Momentan nehmen die Chinesen immer mehr Wohnraum in Sihanoukville für sich in Anspruch. Sie mieten nicht etwa nur ein Einfamilienhaus oder eine einzelne Wohnung, sondern gleich ganze Gebäudekomplexe und sie sind offenbar auch bereit jeden Preis dafür zu zahlen. Viele kambodschanische Haus- und Grundbesitzer warten nur darauf, bis auch bei ihnen ein finanzstarker Chinese an die Tür klopft und alles mietet, oder sogar kauft.

Posted in Sihanoukville.

50 Comments

  1. Schon lange nicht mehr hat ein Blog-Thema dermassen interessiert. Ich selber weiss aber immer noch nicht, ob ich das „Glas halbvoll oder halbleer“ vor mir habe.
    Da ich hier zu Miete lebe (was schon immer mein „Credo“ war) könnte es durchaus passieren dass meine Vermieterin auch mal „den Braten“ riecht und mich höflich bittet einem Chinesen Platz machen zu wollen! (Was grade vor paar Tagen einem deutschen gut begüterten Landsmann in meinem Wohnquartier wieder passiert ist!)

    Geld -und Glücksspiele und Prostitution gehören zur Menschheitsgeschichte, wie auch Krebsgeschwüre dazu gehören. Damit müssen wir Menschen halt leben! Zu Beginn des Jahres hatte man in den Zeitungen gelesen dass es im Grenzstädtchen Poipet 10 Casinos gäbe! 8 davon sogar thailändischen Elite-Leuten, wobei ich mir fast sicher bin dass mindestes eines dem neuen thailändischen König gehörte (oder ev. immer noch gehört)!
    Wenn man Verbote erlässt soll man auch deren Einhaltung kontrollieren. Für die Khmers sind „Casino-Gänge“ -also Glücksspiele auch verboten! -Genau die Ärmsten mit ihrem akuten Geisterglauben flüchten sich in solche Häuser und erhoffen sich das Ende ihrer Armut! Aber dabei kommt das Gegenteil raus und zudem noch sehr üble familiäre Probleme, -ob es jetzt Khmerfamilien sind oder Barangfamilien! Selbst die Polizei verkehrt in solchen „Glückshäusern“ obwohl es auch für sie verboten wäre!
    Dass es im Thai-Staat keine Casinos gibt, hat wohl seinen wohlweislichen Grund!

    (@Klaus: Wenn Glückspiele in China verboten sind, warum zelebriert man sie Macao? -Und welchen Sonderstatus hat den Macao, das chinesisch ist?)

    Wenn die grossen Casino-Bunker in Sihanoukville nur eine vorübergehende Zeiterscheinung oder gar eine Seifenblase ist, -was passiert danach mit diesen leerstehenden „Kästen“? Muss man dann den „Westler-Tourismus“ wieder neu ankurbeln -weil der Ruf und die Begehrlichkeiten der schönen Strände von Sihanoukville durch die Casino-Stadt längst abgemurkst wurde…?

    Grade heute Morgen hatten wir wieder einen 1-stündigen Stromausfall. Diese grossen Casino-Kästen werden zum Wohl ihrer Gäste massiv runtergekühlt, was eine Unmenge von elektrischer Energie verbraucht. Es kommt mir bald vor dass deswegen die massiven Stromausfälle täglich seit Beginn des neuen Jahres die Leute verärgern; -und nicht eine Sache von Wartungsarbeiten sein kann…! -Und trotz vermehrter Energie durch Wasser-Staudämme und Kohle-Kraftwerken wurde der Strom meines Wissens noch nirgendwo billiger! Als man den chinesisch erbauten Kamchay-Staudamm in Kampot eröffnete, begann man, selbst die entlegenen Reisfelder-Gebiete mit Strom zu versorgen. (Habe Fotos gemacht, als man die Masten setzte in das Gebiet wo meine Khmer-Partnerin herkommt). Regierungsleute prognostizierten Strom für die Reisbauern! „Und billig sei er auch noch, wegen eines „eigenen“ Staudammes!“ Die Realität: 1 kWh kostet 2000 Riel
    dort draussen bei den Ärmsten…

    In dieser hitzigen „Casino-Chinesen Debatte“ hatte gestern ein Deutscher Landsmann ein Argument verlauten lassen, das mir sehr einläuchtend erscheint:
    „Die Schuld z.B. an Wohnungsängsten, sei nicht beim Chinesen zu suchen, sondern an Khmers die in ihrer Geldgier ihre Mietobjekte lieber an besser zahlende zuschlagen…!“ Hut ab vor diesem Khmer, der einem Kollegen und mir vor kurzem sagte dass er strickte nicht an Chinesen vermietet…! Mein Kollege wohnt unterdessen mit seiner Khmer-Family dort drinnen und kann jetzt wenigstens diese Ängste ausklammern…

  2. @cosmopolit:
    Wer Alle hier in primitivster Weise beleidigt, der sollte auch einstecken koennen, nicht wahr Herr „ángeblicher“ Cosmopolit !!
    All das was Du hier aufzaehlst und in Cambo wohnen soll, trifft gerade ja auf Dich persoenlich zu !!
    Du musst genau mit diesen Leuten zutun gehabt haben, bzw. mit denen gewohnt haben !
    Zum Glueck verlassen solche Jankies wie Du immer mehr / wieder das Land oder werden auf die rote Liste (lebenslanges Einreiseverbot)gesetzt, denn diesen Abschaum der Menschheit, solche Cosmopoliten, braucht hier niemand !

  3. Macao war bis 1999 portugiesische Kolonie; aus dieser Zeit stammen auch die Casinos; der Sonderstatus wurde bei der Rückgabe an China ausgehandelt, ähnlich wie bei Hongkong. Der grosse Unterschied zwischen Macao und Kambodscha ist, dass die chinesische Regierung hier nicht kontrollieren kann, es sei denn auf diplomatischem Weg. Abwarten, was in ein paar Jahren passiert. Mehr auf Wikipedia.

  4. Ob rassistisch motiviert oder pseudocosmopolitisch. Ich habe keine Lust auf diese Sprache. Sie steckt voll mit Abwertung und Gewalt.
    Ansonsten bin ich nach dieser Ansammlung von Vorurteilen und Bezeichnungen, schon etwas stolz sagen zu können, mir hier im Forum den Titel des „Sire“ erworben zu haben. Solche Titel trägt man (mit der Ihnen gebührenden Eitelkeit)schließlich ein ganzes Leben lang. Deswegen verzichte ich, als „preußischer Cosmoplit“ und „Sire“, gerne auf weitere Betitelungen und will mich nicht weiter mit diesem Unsinn beschäftigen.

    Zurück zu m eigentlichen Thema. Um ehrlich zu sein. Diese Entwicklung einzuschätzen fällt mir unheimlich schwer. Es ist das Gefühl, „Es liegt was in der Luft.“ Etwas Neues. Vermutlicherweise in einer Größenordnung wie ich sie „So“ noch nie in meinem nicht ganz so kurzem Leben erlebt habe.

    Da sind auf der einen Seite Behauptungen von nahezu massenhaft auftauchenden, umherspuckenden, sich schlecht benehmenden Chinesen, die ich so nicht bestätigen kann. Ich jedenfalls habe noch keinen gesehen der sich aus meiner europäisch geprägten Sicht schlecht benommen hat. Wobei ich nicht ausschließe, daß sich der Eine oder Andere von Ihnen mal richtig daneben benehmen wird. Da wäre er allerdings nicht der Erste in SHV. Da gab es schon etliche Vorreiter.

    Das was mich aber eigentlich beunruhigt sind die Veränderungen die im Moment hier stattfinden. In den letzten Monaten mußten teilweise Langzeitgäste innerhalb kürzester Zeit ihre Guesthäuser verlassen. Aus der ganzen Stadt wird von solchen Vorkommnissen berichtet. Der Fakt ist: Chinesen sind im Moment dabei massenhaft Wohnraum anzumieten und anscheinend in Größenordnungen und einer Geschwindigkeit die atemberaubend ist.
    Dazu kommt: Die letzte Saison war die schlechteste seit Jahren. Die Besucherzahlen sind für viele deutlich rückgängig.

    Für mich ist Sihanoukville interessant aufgrund der unterschiedlichen Angebote westlicher Kultur. Das fängt, bei der internationalen Küche (zusätzlich zur guten khmerküche) an, geht über die Fußballangebote im Beergarden, das Doplhin,bis zu den Hippies am Otresvillage etc. Angebote die sowohl Langzeitler, aber auch andere Touristen angezogen haben.
    Können wir solche Angebote (ob Engländer, Franzose, Slowake, Australier ist mir egal) noch aufrecht erhalten? Wenn ja, wie und in welcher Form?
    Was passiert mit dem Wohnraum?
    usw.usf

    Viele offene Fragen.

    Mein Wunsch: Eine spanende, weiterführende Auseinandersetzung.

  5. Lieber Sire,
    schoen von Dir wieder – ausfuehrlich-kommentarmaessig – zu hoeren !
    Moechte nur mal auf den zweitletzten Absatz – „was mich beunruhigt sind die Veraenderungen“ – eingehen.
    Die Chinesen haben in der Zwischenzeit einige Generalmieter hier in Kambodscha etabliert und die mieten zu enormen Preisen alles Verfuegbare, vorallem ganze Haeuser/Wohnungen/Hotels/Gaesthaeuser und Blogs fuer ihre Leute an, damit dann teuer untervermietet werden kann.
    Das kann ich Dir allerdings auch aus eigener Erfahrung in D bestaetigen. Bei mir hatte mal ein Chinese eine 4-ZW angemietet und am Ende haben 10 Chinesen auf Matratzen uebernachtet und an den Hauptmieter jeweils 400.–Euro/mtl. pro Matratze bezahlt, ein lohnendes Geschaeft fuer den Hauptmieter, bis ich ueber die hohe Wasserverbrauchsrechnung dahinter kam.
    War gerade letzte Woche in Siem Reap, dort die gleiche Situation: Ganze Hotelbloecke sind an Chinesen general vermietet ! In Angkor Wat waren m.E. 90 % chinesische Touristen, ueberall hatten sich lange Warteschlangen gebildet, vorallem an den Ticketschaltern.
    Abschliessend kann ich nur das alte und doch so wahre dt. Sprichwort bestaetigen, das da lautet:“Das einzig Bestaendige im Leben sind die Veraenderungen“!

  6. Und für mich ist Sihanoukville interessant weil: Es ist eine überschaubare Stadt am Meer, das die Temperaturen im Vergleich zu zentralen Landesteilen doch nicht dermassen hoch schnellen lässt! Jeder der vielen Strände lockt mich immer wieder ans Meer, obwohl ich überhaupt keine Wasserrate bin! Zudem ist die Faszination des Meeres erst noch in der südostasiatischen Kultur, der ich irgendwie eh verfallen bin. Als Schweizer bin ich in die Faszination der Berge verliebt und bin deshalb sehr oft auch auf dem relativ nahen Bokor! Welch ein Glück doch, hier leben zu dürfen…! Dass hier sogar noch eine breite Auswahl an günstigem Barang-Food zur Verfügung steht, setzt meine Zufriedenheit fort. Voraussetzung für all das ist natürlich eine minimale eigene Mobilität -und Gesundheit!

    Die Schnelligkeit der „Chinesischen Invasion“ in Kambodscha erstaunt mich. Und wenn sie Bedenken auslöst (Ängste sogar!), wo ich meine Zufriedenheit in Gefahr sehe, -dann erschaudert sie mich! Ich vergleiche diese Invasion mit einem Taifun:
    Er kommt nach seiner Entstehung im östlichen südchinesischen Meer garantiert sicher über Vietnam auf Kambodscha zu. Man weiss nie welchen Schaden er wo anrichten wird, aber in Sihanoukville hat er meines Wissens noch nie eine Hütte abgedeckt!

    @M. Sindelar
    Du siehst, -für mich ist Sihanoukville aufgrund ganz anderer Bedürfnisse interessant! -Aber was denken sich die Khmers, die die Chinesen auch nicht besonders schätzen über unsere westliche Kultur, wenn sie an den Stränden Halbnakige, respektlose westliche Freizügigkeit sehen…? Und ich selber werfe als Westler „einigen“ Chinesen Respektlosigkeit vor…?
    (Nur als kleine Nebenbemerkung!)

    Der „Chinesische Taifun“ kommt! Ausweichen kann man ihm „nicht wirklich“, -auch nicht nach Kampot; -weil man „seine Bahn“ nicht kennt! Seinen persönlichen Schutz muss (und wird!) jeder selber finden…
    http://www.khmertimeskh.com/news/38106/kampot-seaport–construction-to-start/

  7. Manfred, wenn du Lust hast melde dich bei Don Kong wg. mail. Vielleicht können wir uns mal treffen wenn du hier bist.

    Ansonsten ist das was du zu berichten hast aus meiner Sicht nicht so erfreulich. Es stimmt eigentlich mit meinen Befürchtungen überein. Bisher waren hier die Barangs die Mehrheit bezügl. Ausländer in Kambodscha. Zukünftig werden wir von den Chinesen wohl ziemlich an den Rand gedrängt. Wir werden abgelöst. Haben unsere Aufgabe erfüllt. Irgendwie lag so eine starke Veränderung schon seit Beginn des Jahres in der Luft.

    Nun vor Veränderung ist mir nicht bange. Ich möchte hierbleiben. Das Land ist mir ans Herz gewachsen. Habe Frau und Kind und möchte nicht mehr nach Deutschland zurück. Ausserdem wäre das wahrscheinlich das Schlimmste was ich meiner Frau antun kann.
    Bloß ich lebe auch ein bißchen vom Tourismus und es wird mir, so wie einigen anderen auch, richtig weh tun, wenn er regelrecht wegbrechen würde. In der Meinung das ganze lindern zu können suche ich nach Guesthäusern die auch zukünftig noch an Barangs für einen vernünftigen Preis zu vermieten sind. Es wird in Zukunft ncht mehr so leicht sein diesen Wohnraum zu finden. Ob es was hilft weiß ich nicht. Ich weiß nur das wir als Barangs unsere Nischen benötigen ansonsten wird keiner mehr kommen.
    Wie wir diese erhalten können ist mir im Moment allerdings ein Rätsel. Jetzt wäre der Zeitpunkt wo es angebracht wäre als Europäer zu denken. Denn diese Diskussion betrifft nicht nur uns deutschsprachigen.

  8. Im ganzen „Ernst der Sache“ sollte man aber nicht resignieren und „das Licht am Ende des Tunnels“ richtig interpretieren! (Vielleicht blöde Worte für den Einen oder den Anderen!)

    Als ich heute bei Leo in seinem „Bavarian“ zum Morgenkaffee gesessen bin, musste ich schmunzeln: Ich hatte einen Kleinbus vorbeifahren sehen, der mit grossen Lettern angeschrieben ist mit „NEW MACAU“! Auw, -auch das noch! Da wusste ich dass ich demnächst mit der „blöden“ Idee durch die Stadt „motorradeln“ werde und einen Kugelschreiber und Notizblock mitnehme! Ich will die Casinos zählen; -und gucken, wie weit die Internet-Macau-Zahlen von Sihanoukville auseinander liegen…sehr blöd! -Aber ich tue es!
    In diesem „China-Desaster“ von Sihanokville (einst war es dass Russen-Desaster) kann man sich kaum vorstellen dass auch Amerika „klein beigeben“ will. Wusste ich aber erst, als mir ein Schweizer Guesthouse Besitzer hier davon berichtete: „Marriott“ kommt! Mit ihrer „Courtyard“-Kette! Wer hätte das gedacht? Siem Reap und Phnom Penh sollte demnächst bezugsbereit sein; -Sihanoukville im nächsten Jahr…! „Courtyard“ ist ja nicht auf dem 5-Sterne Level, -aber auf einem guten Comfort Level, wo der Preis akzeptabel sein wird…
    Dass die Hotelkette „Mövenpick“ (schweizerischen Ursprungs) auch auf der ehemaligen Kambodscha-Insel (heute vietnamesisch Phu Quoc) Fuss gefasst hat, hätte ich vor Jahren auch nicht geglaubt! -Will damit nur sagen dass es in jedem Tunnel, plötzlich und am Ende -doch wieder Licht gibt…

    http://www.hospitalitynet.org/news/4076744.html

    http://seeds.theborneopost.com/2016/12/18/courtyard-by-marriott-siem-reap-resort-is-set-to-open-in-april-2017/

    http://www.movenpick.com/en/press/news/detail/vietnams-first-ever-integrated-destination-resort-to-be-managed-by-moevenpick-hotels-resorts/

  9. Man hoere und staune:
    IN PP gibt es seit ca. zwei Monaten einen neuen, 15-stoeckigen Appartment-Complex in der 63-zigsten Strasse, gebaut und geleitet von einem Franzosen.
    Man kann App. kaufen und auch mieten.
    Allerdings und das war mir wirklich neu, werden dort keine Afrikaner (wegen evtl. Kriminalitaet) und auch keine Chinesen (wegen schlechten Manieren)aufgenommen, wie man mir an der Rezeption sagte !
    @M.Sindelar: Wo bist Du in SHV unterwegs z.B. zum Kaffee oder zu einem Bier ?
    Bin fuer ein paar Tage hier.

  10. @ Manfred

    Melde dich bei Leo (Bavarian) und frag nach dem „roten Hühnerbaron“. Er wird dir dann meine Telefonnummer geben. Meistens bin ich erreichbar, rufe defintiv zurück. Würde mich wirklich freuen dich mal ausserhalb des Internets kennenzulernen.

  11. moin

    auf spon ist gerade ein artikel zu chinas ambitionen eine neue seidenstrasse zu etablieren.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-entwicklungsprogramm-neue-seidenstrasse-a-1147588.html
    das phänomen der stark auftretenden chinesen ist demnach nicht auf kambodscha beschränkt.
    im artikel ist eine grafik zu sehen, in der kambodscha genau in einem der geplanten wirtschaftskorridore liegt.
    so gesehen ist das mit den casinos und wohnnunggsübernahmen in shv nur ein nebeneffekt gezielter chinesischer politik, die für dieses projekt 900 mrd dollar ausgibt.

    ändert natürlich nix an der situation für euch vor ort
    aber die motivation der chinesen geht wohl doch etwas über das zocken und huren hinaus.

    wie ist die chinesische übersetzung von „krise“?

    „chance“!

    buddel

  12. @buddel:
    Danke buddel, hab’s auch gerade gelesen.
    Allerdings steht bei den Chinesen bezgl. Tourismus auch und vorallem Griechenland im Focus.
    Man will in den naechsten Jahren dort einige Millionen Chinesen hin karren/fliegen.
    Gerade wurden mit den dortigen Tourismusbehoerden Vertraege geschlossen, auch ueber neue, von Chinesen zu finanzierende/bauende Hotel-Complexe plus Infrastruktur !
    Trotzdem finde ich es schon gewaltig und ueberfrachtet, was die Chinesen hier in SHV alles bauen und bereits bewohnen !

  13. moin

    2018 will ich erstmals für volle 3 monate anreisen und wollte deswegen auch erstmals ein apartment anmieten. bin ja mal gespannt ob das noch klappt.
    aber @manfred,
    meinst du, dass die chinesen überwiegend den tourismus im auge haben
    oder doch eher eine schleichende übernahme ganzer nationaler wirtschaftssysteme?
    es sind nun mal mittlerweile 300mio (?) chinesen, die sich urlaub leisten können und südostasien ist für die natürlich naherholungsgebiet.
    aber sie bringen auch infrastruktur.
    im prinzip ist das aufkommen der chinesen in kambodscha sogar ein glücksfall.
    strom, wasser und ich glaube, sogar der beliebte samudera sind chinesischer herkunft.
    ehrlich gesagt, die arbeitsmoral der khmer geht gegen nahe null und die chinesen mit ihrem kapital und der masse der menschen stürzt sich in diese lücke, nicht nur in kambodscha.
    vor- und nachteile abzuwägen ist hier insbesondere eine frage der perspektive.
    bekomme ich im nächsten jahr nicht mein apartment, weil die chinesen da alles weggemietet haben, sind das natürlich alles scheiss-schlitzaugen.
    kriege ich das apartment aber doch, und das mit permanenter stromversorgung, dann danke ich dem chinesischen volk für seine solidarische mitverantwortungsübernahme seiner kleinen brüder in cambo.
    licht und schatten,
    gut und böse.
    für sihanoukville wünsche ich mir natürlich eine atmosphäre wie sie vor 15 oder 20 jahren geherrscht hat
    aber das wünsche ich mir auch für mein heimatstädtchen in norddeutschland
    und es sind eben nur noch
    wüünsche.

    buddel

  14. @buddel:
    Hallo Buddel, danke fuer Deine ausfuehrliche Stellungnahme.
    Komme gerade aus SHV und es waren noch genuegend App. zur Vermietung sichtbar.
    Sollte Du in 2018 keines mehr bekommen, dann bauen wir Beide einfach ein paar Appartments, OK !!
    Gestern hatte ich in meiner Wohnanlage einen chinesischen Agrar-Ingenieur kennen gelernt der mir sagte, dass die chinesische Regierung vorallem auch den Agrarsektor in Kambodscha aufbaut, gerade Grundnahrungsmittel wie Gemuese, welches natuerlich auch nach China exportiert werden. Ich fragte den Mann, ob er auch alles schoen bio-maessig anbaut, daraufhin sagte er, leider wird immer noch viel Chemie verwendet aber man ist dran, als Endziel den Bio-Aus-und Anbau zu forsieren !
    Ja, die alten Zeiten in SHV, die unverwechselbare Atmosphaere vor ca. 20 Jahren wuerde ich mir auch nochmals gerne zurueck sehnen…..als am Sokha-Beach nur die Kuehe weideten und mich oft als einzigsten Touristen wie einer vom Mond ansahen. Nicht zu vergessen das tolle Nachtleben unten am Hafen (New Village) als wir mit den Maedchen einen Eimer voll grosse Krabben (ca. 5 USD aus Stung Hau) kochten und verspeissten, bevor wir uns dann den angenehmen „Massagen“ fuer 5.000 Riel hin gaben !
    Lass uns das alles mal in unserer Erinnerung wieder aufleben, denn Du weisst doch, Erinnerungen sind das Paradies, aus dem einem niemand vertreiben kann !
    In diesen Sinne, halt durch, hau rein, Gruss Manfred

  15. moin

    hallo @manfred,
    ja, erinnerung aufleben lassen.
    kurioserweise zum thema passend habe ich eine dame des landes 1989 für weniger als heute eine massage in shv kostet für eine ganze nacht bei mir beherbergen können.
    der witz war (oder jetzt zum thema ist), dass die lady bleichgeschminkt wie ein geist war,
    wie eine chinesische geisha. da waren die chinesen eigentlich noch kein thema in kambodia
    aber scheinbar wurde zumindest in diesen kreisen diese kultur schon gerne adaptiert.

    hmmm? sind geishas nicht eigentlich japanisch?

    whatever,
    mein plan war immer irgendwann nach shv auszuwandern,
    entweder mit kohle
    oder als rentner.
    kohle langt nicht,
    rentner is noch 12 jahre hin.
    und jetzt noch die chinesen.
    so zerplatzen träume.

    bauen ist nicht, @manfred.
    zu ungeklärte eigentumsverhältnisse.
    obwohl…
    ich bin maurergeselle und hochbautechniker,
    was meinst du wie mich das immer juckt, wenn ich bei den baustellen vorbei laufe,
    da schlage ich innerlich die hände über dem kopf zusammen was die da veranstalten.
    ne ausbildungsstätte nach einigermassen europäischen (oder besser: bautechnischen) standards wäre vielleicht ne option sinnvoll und relativ entspannt fuss zu fassen.

    ok, thema weitgehend verfehlt,
    my 2 cent

    buddel

  16. @ buddel
    @ manfred

    Spannend zu lesen, Eure letzten Kommentare: Du buddel mit dem Link zur „neuen Seidenstrasse“; -und Du Manfred über den Agrar-Sektor in Kambodscha und das Treffen mit einem chinesischen Agrar-Engineer! Vielen Dank!
    (@Manfred: Das sagen wir natürlich niemandem dass wir in Sihanoukville klangheimlich einen Friedensvertrag beschlossen haben; -und dies erst noch in Anwesenheit Deiner hübschen Frau und Deiner herzigen kleinen Tochter…!)

    Zum Agrar-Sektor noch eine betrübliche Geschichte: Ein Deutscher Landsmann (mein Nachbar, der dazumal auch KAZ herausgab, die „Kambodschanische Allgemeine Zeitung“) hatte viel Zeit -und vorallem Geld in ein Bio-Projekt investiert. Als sein fester Glaube daran zerschlagen wurde und seine Investitionen durch „Treten an Ort“ seine liquiden Mittel „aufgefressen“ hatten, endete seine hoffnungslose Geschichte mit einem tragischen Freitod…

  17. Wieviele Casinos gibt’s in „unserem“ Dorf eigentlich…?

    Bis ich einen kompetenten Beamten gefunden hätte, würde ich sie lieber selber zählen! Und so hatte ich heute das Dorf während 3 Std. in allen Himmelsrichtungen „durchwühlt“ und bin dabei wieder auf „Dinge“ gestossen, die in meinen erst 4 Jahren Wohnsitz in Sihanoukville und zuvor seit 5 Jahren Ferien hier, bisher im Verborgenen blieben!

    Also habe ich heute 21 Paläste oder Häuser gezählt, die mit „Casino“ angeschrieben -und ziemlich sicher in Betrieb sind!
    Einige haben, man staune, eigene Stromversorgung mit grossen Generatoren, die 24h am Knattern sind…

    5 weitere sind offensichtlich im Bau -und einige mehr werden wohl dazukommen…! New Macau eben…in einem der ärmsten Länder der Welt!
    Eines von diesen Fünfen steht unten an der Hawaii-Beach gleich hinter dem mächtigen Eingangsbogen des „Emario Resort“, den ich „Arc de Sihanoukville“ nenne! Ich hatte den Pförtner gefragt, ob das ein Casino gäbe. „No“! -Ob es denn ein Hotel sei? „No“…! Ja gut; -dann wird es wohl ein riesiges Getreide-Silo werden, denn die haben auch keine Fenster…

    Bei einem anderen Casino, das in Betrieb ist, bin ich vor die Schranken gefahren beim Pförtner-Haus. Dort hatte mich der Pförtner gleich weggejagt: „Go, -go!“ Auweia! Yes I go! -„Go now…!“ Uups! Der grosse Parkplatz war voller
    Luxus-Limousinen, -Zeitpunkt: 13:15! Ob dort alles mit rechten Dingen zugeht…?

    Mein Weg führte mich die Strasse hoch zum Victory-Quartier!
    (Es ist aber nicht die Strasse, die bei der Lichtampel links runter an Doroshenko’s „Snake-House“ vorbeiführt! „Snake-House“? Gibt’s nicht mehr! Irgend ein anderer komischer Name steht dort! Zugang übrigens gesperrt!)
    Dort wo auf halbem Weg „hochfahren“ rechts das grosse Backsteingebäude der Nationalbank zu sehen ist, geht links eine Abzweigung den Hügel hoch! Am Ende dieser Street 128, hoch oben mit bestem Blick auf den Container-Hafen,
    liegt das „Victory Paradise Hotel Casino“ dessen „besondere Aussenumgebung“ ich speziell erwähnen will…!

    …Aber dazu mache ich einen gedanklichen Abstecher nach Bangkok in das grosse Areal des König-Palastes!
    Dort ist ein Modell des Angkor Haupttempels, des bekannten „Angkor Wat“ zu bestaunen! Eine hervorragende Nachbildung!
    Davor steht eine Schrift-Tafel die besagt dass in Kambodscha das Original dieses Thailändischen Tempels steht!
    Ist das jetzt „eine stinkfreche Behauptung“ des Thailändischen Königshauses oder sollte der thailändische König mal besser „googeln“…? -oder gar ich selber…?
    Und natürlich, trotz allen Gerichtsentscheiden, gehört der „Preah Vihear“-Tempel auch noch den Thailändern!
    (Wer das anzweifelte im Jahr 2008 -oder immer wieder zuvor in der Umgebung, musste mit Gewehrkugeln rechnen…!)
    Apropos Preah Vihear: Auch von diesem Tempel gibt’s in „unserem“ Dorf eine verkleinerte Nachbildung! Man kann sogar hindurchlaufen ohne „eins auf den Kopf“ zu kriegen! Wo? -Natürlich auch im Victory-Quartier…

    Nun wieder zurück zur „besonderen Aussenumgebung“ des „Victory Paradise Hotel Casino“.

    Vom schönen Swimmingpool oder vom Innern des Hotels hatte ich leider keine Bilder gemacht. Aber dafür von der schönen Aussichtsplatform mit Blick zum Container-Hafen, vom Tennisplatz -und zu guter Letzt von der, bis in das Detail gefertigten Nachbildung des „Angkor Wat“, die, um es hier zu sagen, noch viel schöner ist, als die Nachbildung in Thailand…!

  18. @buddel:
    Mensch Buddel, es ist fast so, als wenn ich geahnt haette, dass Du in der Baubranche bist !
    Da haben wir was gemeinsam, das freut mich sehr ! Lehrwerkstatt hat ein dt. Freund von mir in Svay-Rien mit EU-Hilfe aufgezogen ! Eigentumsverhaeltnisse m.E. kein Problem mehr, da immer mehr Grundstuecke mit Grundtiteln ausgestattet werden/sind, u.a. auch von der dt. GEZ (heute GIZ), damaliger Leiter, Herrn Dipl.Ing. Zimmermann aus Freiburg und der Fin-Map (aus Finland) die zusammen mehrere Millionen Grundstuecke geklaert, sprich vermessen und katastermaessig erfasst/angelegt haben, mit amtl. Grundstuecksnummer + Eigentuemernamen, genauso wie in D z.B.der amtliche Lageplan !
    Wenn Du willst, kannst ja mal Dong Kong Deine dt. Tel-Nr. geben mit der Bitte, diese an mich weiterzuleiten, denn dann wuerde ich Dich gerne mal kontaktieren, wenn ich naechste Woche wieder in D ueber den Sommer bin.
    @G.S.: Ja Guido, das war ne‘ Ueberraschung vor ein paar Tagen in SHV, als Du mich rein zufaellig ansprachst. Danke auch fuer das angenehme Gespraech, das wir kurz zusammen fuehrten. Gerne koennen wir uns in wenigen Monaten wieder mal dort unten treffen, auch mit M.Sindelar, ein sehr netter -junger- Mann, der auch zu uns passt !
    Uebrigens, ich hatte auch diesen Arc de Triumpf am Hawaii Beach passiert und wollte mich mal erkundigen, was dort die Haeuser ect. kosten. Aber alles ist an Chinesen, die dort in der IT-Branche arbeiten, bereits vermietet.

  19. @G.S.:
    Fast haette ich vergessen Dich zu fragen, ob Dein ehemaliger Nachbar, den ich vermutlich auch kannte und der vor ca. zwei Jahren noch in PP am Centralmarkt, vor ca. drei Jahren beim Oktoberfest in PP sowie vor ca. einem Jahr noch in einer sueddeutschen Stadt zusammen mit einem Freund von mir traf, ein etwa 60 Jahre alter, grauhaariger Herr war und in seinem Familiennamen das Wort – Mann – vor kam ?! Dass er Freitod waehlte, war mir neu, denn er hatte immer viel Energie + Tatkraft ausgestrahlt !

  20. @manfred
    Ja, -Du meinst absolut sicher den richtigen Mann!

    Uebrigens: Einer der weltweit grössten Agrochemie-Konzerne, die schweizerische
    „Syngenta“, wurde vor ca. 2 Monaten auch an die Chinesen verkauft! Eine Uebernahme durch die amerikanische „Monsanto“ wurde verworfen!
    Wir können also den Aufstieg einer neuen Weltmacht regelrecht mitansehen! Gewaltig was da abgeht -und z.Teil fast beängstigend wirkt, -nicht wahr…?
    Selbst „Airbus-Industries“ kann fortan im asiatischen Markt „in die Röhre gucken“ wenn im nächsten Jahr die chinesische Airbus-Kopie C-919 in die Serienproduktion geht! -Ich denke also -dass wenn man von „China-Town“ in Kambodscha spricht, durchaus auch eine globale Bedeutung dahinter steht, wie im Link von „buddel“ aufgezeigt wird…
    Wünsche Dir und der „Family Manfred“ schöne Sommertage in Deutschland…!

  21. ²G.S., Danke fuer die guten Wuensche und vorallem fuer den Kommentar bezgl. chinesischer Macht, in der zukuenftigen „China-Town“ bei Euch da unten !
    Trotz allem finden wir paar westl. Auslaender immer wieder ein freies Plaetzchen in SHV, gell !

  22. Nach neusten Informationen, soll da wo früher der Nachtmarket in Sihanoukville war, ein neues Hotelcasino werden. Sihanoukville wird zum neuen MACAU. HALLELUJA !

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