Seit meinem letzten Beitrag ist etwas Zeit vergangen. Genauer gesagt etwas über 8 Monate, in denen sich hier in Sihanoukville viel verändert hat. Seitdem chinesische Investoren die Stadt für sich entdeckt haben und hier ein zweites „Macao“ entstehen lassen wollen, ist fast nichts mehr so, wie es war.

Es sind unzählige neue Hotels und Spielkasinos entstanden, eines größer wie das Andere, und die Bautätigkeiten nehmen kein Ende. Die ersten Hochhäuser prägen bereits die Skyline der Stadt. Dazu kommen neue Nachtklubs, Restaurants, Supermärkte und Geschäfte. Schon jetzt sind einige Tausend Chinesen in der Stadt, die hier arbeiten, oder Urlaub machen. Viele weitere sollen noch folgen.

Obwohl ich persönlich mit Chinesen bisher gute Erfahrungen gemacht habe, gibt es doch einiges, was mich an der neuen Situation stört. Nicht nur, dass es mir hier langsam zu voll, zu laut und zu hektisch geworden ist, sondern vor allem, dass es kaum noch bezahlbaren Wohnraum zu mieten gibt.

Zunächst blieb ich in meiner alten Wohnung von den Mietsteigerungen noch unbehelligt, aber dann begann auch unser Vermieter, die sich für mich bereits am oberen Limit befindende Miete noch ein Mal hochzusetzen. Glücklicherweise ergab es sich genau zu diesem Zeitpunkt, das ein anderer deutscher Expat jemanden suchte, der sein Hauspersonal im Auge behält. Also zogen mein Sohn und ich in das hübsche kleine Häuschen gleich neben seiner Villa.

Anfänglich sah es so aus, als ob wir nun erst mal eine Bleibe für die nächsten paar Jahre gefunden haben, aber wir hatten uns zu früh gefreut. Vor einigen Tagen erhielt ich von unserem neuen Vermieter die Nachricht, dass auch er nun sein Haus verkaufen will und das wir darum zum 31. Juli wieder ausziehen müssen. Zum Glück können wir noch gut 2 Monate hier wohnen, was ausreichend sein sollte, um etwas Neues zu finden.

So wie es aussieht, werden wir Sihanoukville wohl verlassen und uns an einem anderen Ort in Kambodscha niederlassen. Da mein Sohn schon seit einigen Monaten die Highschool online im Internet absolviert, sind wir zum Glück nun nicht mehr auf eine internationale Schule angewiesen. Selbstverständlich haben wir uns auch schon einen Ort ausgesucht, an dem es zumindest für die nächsten paar Jahre noch genauso schön ruhig bleiben dürfte, wie es in Sihanoukville ein Mal war.