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Was gibts bei uns neues aus Sihanoukville ?

Wer hätte das gedacht, mein Leben in unserem beschaulichen Städtchen Sihanoukville fängt an stressig zu werden. Kein negativer Stress wie man ihn noch aus dem Alltagsleben damals in Deutschland in Erinnerung hat, sondern positiver Stress. Hervorgerufen durch Dinge die man freiwillig und gerne macht.

Es sind drei Dinge die mein eher gemütlichen Tagesablauf verändert haben, das erste ist das ich nun zusätzlich zu meinem persönlichen Online Geschäft nun den ersten, ernstzunehmenden Auftrag zur Gestaltung von fremden Webseiten angenommen habe. Eine hoch interessante Tätigkeit die sich bestens in mein gewohntes Arbeitsfeld einfügt.

Nun aber kommen wir zu den Aufregenden Ereignissen, kurz vor meinem 42. Lebensjahr kann ich nocheinmal die Erfahrung machen wie es sich so als Mitglied eines offiziellen Motorrad Clubs anlässt. Ich passe zwar mit einer derzeit Offroad Maschine nicht ganz so ins Bild der Chopper fahrenden Biker aber was nicht ist kann ja noch werden. Mein Kutte mit den Colors, so wie die Lederweste mit den Clubemblemen gennt wird, ist jedenfalls schon beim Schneider in Arbeit. Der Lone Brothers MC, Cambodia ist praktisch noch in der Gründungsphase, also gillt es etwas neues aufzubauen und auf die Beine zustellen und das ist genau mein Ding. Zweiter Vorteil, Kameradschaft wird gross geschrieben bei den Lone Brothers, eine Tugend die man nicht allzu oft bei im Ausland lebenden Deutschen vorfindet. Ich freue mich jedenfalls auf eine gute Zeit in meinem ersten Motorrad Club.

Hier könnt ihr nachlesen wie es zum ersten Kontakt mit den Lone Brothers kam: Kambodscha hat seinen ersten Motorrad Club

Zu guter letzt ist hier in Sihanouk Ville nun auch ein Expats Club, für hier lebende Ausländer in der Entstehungsphase und ich habe meine volle Unterstützung zugesagt. Es wird ein Club in dem sich Ausländer treffen um Erfahrungen, Tips und Meinungen auszutauschen und sich natürlich auch gegenseitig zu unterstützen. Viele der Ausländer hier haben eigene Geschäfte, so das nachher ein ernstzunehmendes Geschäftliches Netzwerk entstehen kann, die Vorteile kann sich wohl jeder selber ausmahlen.

Ich denke, das reicht mir dann auch erstmal an zusätzlichen Aktivitäten. Nachdem ich nun 2 jahre wie angekettet (mit wenigen Ausnahmen) täglich am Computer gesessen habe ist es wieder mal etwas ganz neues ein paar Stunden Pause einzulegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

An einem Sonntag in Sihanoukville

Wir haben uns sehr gut in unserer neuen Wohnung eingelebt, es ist direkt ungewohnt nachdem wir ein Jahr sehr exotische Raumaufteilung geniessen durften alle Räume wieder da vorzufinden wo man sie gewohnt ist. Was ich damit sagen will ist, das sich kambodschanische Innearchitektur komplett von der aus der westlichen Welt unterscheidet. Hier baut man bei ausreichendem Platzangebot möglichst viele Schlafzimmer ein. Das Haus in dem wir gewohnt haben war ein klassisches Beispiel dafür. Drei der fünf Schlafzimmer mit Fenster zum Wohnzimmer die vergittert sind. Stellt euch mal vor ihr sitzt im Wohnzimmer beim Fernsehen und werdet durch ein vergittertes Fenster aus dem Schalfzimmer raus gebeten etwas leiser zu stellen. Der Grund dieser Bauweise ist folgender, hier in Kambodscha wohnen in so einem grossen Haus oft mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach, da hat dann jeder seinen privaten Bereich in einem eigenen Schlafzimmer. Eine anderer Grund ist der, das wenn man dort eine kleine Familienpension betreiben möchte man den Gästen die Sicherheit eines mit Stahlgittern gesichertem Zimmers geben kann. Andere Gründe für eine solche Bauweise kann ich mir nicht denken. Warum einige der Schlafzimmer keine Fenster nach draussen hatten ist mir allerdings ein Geheimnis geblieben, vor allem bei den Strompreisen hier.

Wie auch immer, jetzt haben wir ein Wohnzimmer mit Zugang sum Kinderzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer, Küche und Terasse so wie man sich das in einer mitteleuropäische Wohnung vorstellt. Sehr angenehm weil jetzt fallen auch die langen Fusswege vom Wohnzimmer in die Küche weg oder das Treppensteigen ins Büro in der ersten Etage. Nun aber genug der schwärmerei was ich eigentlich schreiben wollte ist, was an einem typischen Sonntag in Sihanoukville los ist.

Heute morgen bin ich um 07:30 Uhr von einer kreischenden Schleifhexe geweckt worden. In dem Haus neben unserem (welches übrigens für 250,- $ im Monat zu vermieten ist) hat irgendjemand Rohre zugeschnitten, also war es das dann gewesen mit auschlafen was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Meine Frau und Sohn waren schon wach und die übliche Morgenprozedur begann. Ginseng Extrakt trinken (auf nüchternen magen) und danach 2 Bananen. Laptop einschalten, Badezimmer. Eine Kanne Tee denn meinen geliebten NessKaffe habe ich mir abgewöhnt weil soll nicht gut für den Magen sein wenn man soviel davon trinkt wie ich das gemacht habe. Checken was so über Nacht auf den Webseiten los war und schauen wieviel Geld man verdient hat, einige Emails beantworten und kleinere Korrekturen vornehmen, das wars erstmal. 10:00 Uhr, schönes Wetter, leicht bewölkt ich würde sagen ca. 32 Grad bei leichtem Wind. Erstmal einen meiner Spezial Milkshakes damit die Muskulatur das bekommt was sie braucht nach einem harten Training im Sihanoukville Gym am Vortag.

So es kann nun losgehen, zuerst ins Bavarian Restaurant und Guesthouse zu Loe. Der hat sich einen Computer gekauft, damit seine Gäste zukünftig kostenlos das Internet Benutzen können, hat aber keine Ahnung davon. Ich habe ihm dann ein Skyp und angemessene Antivirensoftwaer installiert und habe dafür “Bavarian” T-Shirts und ein Essen umsonst bekommen, nicht schlecht. Dann weiter zu der netten französischen Familie die uns den Makler empfohlen hat von dem wir die Wohnung haben. Als Dankeschön hat meine Frau ein paar Orchideen für sie gekauft. Diese Leute sind gerade damit beschäftigt ein schönes kambodschanisches Holzhaus auszubauen, unten Restaurant und oben Wohnung. Dort gabs einen guten Espresso und angenehme Konversation, mein Sohn hat mit der Tochter gespielt. Nun war es bereits später Nachmittag und Zeit wieder nachause zu fahren, um 17:00 Uhr geht meine Frau zum Aerobic und ich musste um meine Arbeit im Netz kümmern.

So zum Beispiel sieht unser Sonntag hier in Sihanoukville aus. Am nächsten Sonntag haben wir ein BBQ Picknick mit Freunden an einem einsamen Strand geplant, hoffentlich regnet es nicht.

Die Gefängnis von Sihanoukville in der Strasse wo wir jetzt wohnen

Die Strasse in der wir jetzt wohnen unterscheidet sich grundlegend von der in der wir vorher gewohnt haben. Zu uns muss man jetzt bergauf gehen, auf einer schmalen Strasse von streckenweise unterschiedlicher Beschaffenheit. Von den Resten einer ehemals betonierten Strecke bis zur Sandpiste, mit Löchern wo sich das Regenwasser sammelt, ist alles dabei. So ca. nach 200 bis 300 Metern, von der Hauptstrasse gesehen hat man es dann aber geschafft.

Wenn man an unserem Haus vorbeifährt, die Strasse weiter hoch steht nach ca. 30 Metern die Moschee von Sihanoukville. Wer jetzt allerdings meint das wäre ein Bauwerk nach islamischem Muster wie aus Tausend und einer Nacht der hat weit gefehlt. Diese Moschee ist ein kleiner, schmuddeliger Bau ohne Turm für den Muezzin der teilweise  mit verrostetem Wellblech abgedeckt ist. Von Samstag bis Donnerstag ist dort überhaupt niemand und nur am Freitag höhrt man für kurze Zeit dort ein paar gläubige beten. Ich denke wenn das die Glaubensbrüder in den islamischen Hochburgen sehen würden, würden sie sich die Haare raufen.

Dann die Strasse noch ein Stück weiter, fährt man direkt auf den Schlagbaum des örtlichen Gefängnisses zu. Ich bin vorgestern mal bis kurz davor gefahren und mir das Ganze angesehen. Das Gefängnis von Sihanoukville in Kambodscha sieht ungefäht so aus wie man es in einem dieser Rambo oder Chuck Norris Filme erwartet. Keine hohe Mauer, neben dem schiefen Schlagbaum steht eine Hütte wo ein paar schlampige Aufseher Karten gespielt haben. Was ich aus meiner Position sehen konnte waren nur ein paar windschiefe Hütten und Verschläge gesehen. Nach den Informationnen sitzen dort etliche Ausländer ein, meist deutsche und meistens wegen sexuellen Kindesmissbrauch. Es ist eine Schande für alle Deutschen, das wir wieder mal die Spitze anführen. Man möge es mir nicht verübeln aber von mir aus können diese Schweine in diesem Loch von einem Gefängnis verrecken. Manchmal sehe ich von meiner Terasse wie weisse Ausländer mit Tüten und Kisten beladen, von einem Tuk Tuk in Richtung Gefängnis gefahren werden um einen Häftling dort zu besuchen.

Hier sind zwei Links zu dem Thema ” Deutsche Kinderschänder in Kambodscha “aus dem Jahr 2007:

Deutsche Kinderschänder in Kambodscha verurteilt (vom 16.11.2007)

Kambodscha macht Ernst – erneut deutscher Pädophiler verhaftet (vom 03.12.2007)

Hier ist es so das die armen Leute ihre Kinder an zahlende Ausländer verkaufen. Ich gebe allen beteiligten Schuld an diesen Missständen, sowohl den armen Familien sowie den Ausländern. Man muss aber nicht denken, das nur Ausländer Kinder in Kambodscha schänden, die Anzahl von Fällen von Kindesmissbrauch in kambodschanischen Familien soll gross sein nur werden wir diese wohl niemals erfahren. Mit einem Volk wo Kindesmissbrauch so häufig autritt kann etwas nicht stimmen, da kann mir auch keiner erzählen das die Armut sie dazu treibt. Es gibt andere arme Völker auf unserer Erde die ihre Kinder immernoch als höchstes Gut betrachten das es um jeden Preis zu schützen gillt. Ich persönlich halte das für einen Gendefekt der Kambodschaner der nicht unbedingt dazu beiträgt ihr Land attraktiver für westliche Touristen und Investoren zu machen. Das sie nun angefangen haben haben gegen Kindesmissbrauch von Ausländern in Kambodscha vorzugehen ist sicherlich ein guter Schritt in die richtige Richtung aber wie das so oft in südost Asien ist, diehnen diese Juristischen Schritte nicht in erster Line dem Schutz der Kinder sondern eher der Gesichtswahrung gegenüber der westlichen Welt, der man zeigen will das man auf dem Weg zu einem zivilisierten Land ist. Wer auch immer es glauben mag!

Umgezogen in die Wohnung mit Sihanoukville Meerblick

Zwei Tage hats gedauert um von dem 5 Zimmerhaus in die Wohnung mit Sihanokville Meerblick umzuziehen. Da unsere jetzige Behausung total neu ist brauchte auch nichts gemacht werden, nur Möbel rein und fertig. Wobei, mit Möbel sind hier 2 – 3 Pickup Ladungen gemeint, eine Schrankwand besitzen wir nicht und ich kenne auch keinen der sowas hier hat. Der Transport und 2 Leute die ordentlich mit angepackt haben, haben 35,- $ gekostet. Das ganze haben wir gestern früh begonnen, noch schnell nen neuen Fernseher gekauft und heute vormittag waren fertig, bis auf nen paar Tassen die noch eingeräumt werden müssen. Und falls ihr euch fragt ob da vielleicht schon ein Internetanschluss in der neuen Wohnung lag dann kann ich euch sagen, nein hier war nichts. Ich war gestern früh im Laden von meinem Internet Provider und haben bescheid gesagt und heute um 18:00 Uhr Ortszeit waren die Techniker fertig mit meiner neuen Leitung, das soll denen mal ein Anbieter nachmachen.

Vorher musste ich wenn ich etwas essen wollte von meinem Büro in der ersten Etage der Villa runterlaufen ins Erdgeschoss in die Küche, also übertrieben gesagt von den Ost.- in den Westflügel. Jetzt gehe ich einfach nur ein paar Schritte rüber in die hübsche kleine Küche und das wars. So schön ein grosses Haus auch ist, muss ich aber sagen das ich mich in dieser schicken Wohnung beinahe wohler fühle und das höhre ich auch von meiner Familie. Na dann ist ja alles im Lot würde ich sagen.

Heute deutsch morgen philippinisch in Sihanoukville, Kambodscha

Ich weiss ja nicht was ihr macht aber bei uns wird es ein kulinarisches Wochenende geben. Heute abend sind wir zu einer Promotionveranstaltung von Wurst Otto im “Bavaria Restaurant und Guesthouse” eingeladen. Otto ist ein deutscher Wurst und Teigwaren Produzent, der in Thailand ansässig ist. Einer der wenigen Ausländer die in Thailand das grosse Geld gemacht haben. Ab heute werden wir also auch hier in Sihanoukville, Kambodscha die erstklassigen Wurst und Teigwaren aus Otto’s eigener Produktion geniessen dürfen. Das ganze wird heute abend sozusagen hier eingeführt mit einer kostenlosen Verköstigung im “Bavaria”. Es werden viele hier ansässige deutsche dasein und es wird auch deutsche Volksmusik Live geben. Ihr werdet euch wahrscheinlich totlachen aber hier ist das für uns ein grosses Ereignis worüber schon tagelang vorher gesprochen wird. Hier kommt man zurück zu den Wurzeln des deutsch seins wie es vielleicht noch in kleineren Ortschaften der Fall ist.

Morgen dann haben wir die Verköstigung bei uns im Haus, 12 Personen. Die komplette Lehrer “Frau”schaft aus der Schule meines Sohnes kommt zu uns zum Essen. Der grösste Teil der Damen kommt von den Philippinen und 2 sind glaube ich aus Indien. Gekocht wird von der Schulrektorin Madam Yem persönlich. Es wurde meinem Wunsch folge geleistet und es gibt Philippinische Küche. Meine Frau und Madam Yem waren heute früh um 08:00 Uhr schon auf dem Markt und haben alles für morgen eingekauft, ich bin sehr gespannt.

Ab Montag fangen wir dann mit dem Umzug an, ich werde berichten!

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