Wie man als deutscher Auswanderer in Sihanoukville, Kambodscha lebt
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Wir ziehen um in Sihanoukville

May 23rd, 2008 admin

Es gibt wieder etwas neues zu berichten aus Sihanoukville in Kambodscha ! Wie vielleicht einige meiner treuen Leser schon wissen wohnen wir hier in Sihanoukville in einer Stadtvilla mit 5 Schlafzimmern, wo der Eine oder Andere vielleicht sagen würde das ist ein bischen gross für eine 3 köpfige Familie und damit hat er auch recht.

Mein Sohn kann hier wunderbar rumrennen und spielen aber im Grunde bezahle ich hier einen Menge Raum den wir überhaupt nicht nutzen können. Letztes Jahr als wir hier angekommen sind kannten wir uns in Sihanoukville noch nicht gut aus und da kam das Angebot vom Makler gerade recht. Jetzt haben wir aber genügend Zeit gehabt uns zu Orientieren und sind genau pünklich zum Ablauf des Jahresmietsvertrages für die Villa fündig geworden. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen wir haben für uns die Idealbehausung gefunden. Wieder über einen Makler diesmal ein anderer, ein Belgier.

Am Ende des Monats ziehen wir nun von der Villa in ein erst kürzlich fertiggestelltes 3 Zimmer Apartment mit 8 qm Terasse mit Blick zum Meer und über sie Bucht von Sihanoukville. Der Hammer, das absolute Sahnestück!!! Da es hier in Kambodscha mit genauen Angaben immer etwas schwer ist, würde ich die Wohnung mal so auf knapp 100 qm Wohnfläche schätzen. Das Haus steht nicht weit von unserer jetzigen Behausung entfernt, jedoch noch mehr im Grünen und noch ruhiger, auf einem kleinen Hügel darum auch die gute Aussicht.

Alles dort ist im europäischen Styl gebaut (sowas kann man hier suchen wie die nadel im Heuhaufen) und sehr geschmackvoll noch dazu. Badezimmer mit gemauerter Duschabtrennung, Designer WC Keramik, Edelamaturen und Kristallspiegel selbstverständlich alles sehr schön gefliest mit Riemenleiste. Küche ist klein aber in gleicher Qualität wie das badezimmer. Ein kleines und ein grosses Schlafzimmer, ebenfalls mit Blick über die Bucht zum Meer hin. Grosses Wohnzimmer, Kabelfernsehen (damit ich mein heissgeliebtes Deutschland Bizarr Programm auf der Deuteschen Welle sehen kann), Klimaanlage und auch Deckenventilatoren noch dazu, alles nagelneu.

Das Haus selber gehöhrt einem reichen, älteren Kambodschaner, der sein halbes Leben in Frankreich gelebt hat und sich als Altersruhesitz dieses wünderschöne Haus gebaut hat. Er und seine Frau wohnen im gesamten unteren Bereich und auf zwei Etagen verteilen sich 3 Apartments zum vermieten, wir wohnen zukünftig in der ersten Etage des Hauses. Mein Nachbar ist ein Italiener mit kambodschanischer Freundin mit dem ich gestern schon mal einen kleinen Schwatz gehalten habe. Das Haus ist absolut klinisch rein vom abgeschlossenen Parkplatz mit seinen Terracotta Bodenfliesen bis hin ins Treppenhaus, was den Vostellungen von meiner Frau und mir von Sauberkeit und Hygiene sehr entgegen kommt. Das Haus hat auch einen sehr hohen Sicherheitsstandart was man ja hier in Sihanoukville, Kambodscha ja grosser Bedeutung beimessen muss, nur alleine die Eingangstüren zu den Wohnungen sind Spezialanfertigungen mit Stahlplatte und einer Querverrieglung von 8 Bolzen wie man sie von Banktresoren her kennt, der absolute Wahnsinn.

So, jetzt ist noch interessant was man hier in Sihanoukville für so eine kleine Luxusbehausung an Miete zahlt, oder? Wir haben das Apartment für ein Jahr und einer 5 prozentigen Mietsteigerung bei Verlänerung für 270,- $ im Monat gemietet zzügl. Strom. In Deutschland wäre so eine Wohnung für mich unbezahlbar weil sie müsste ja irgendwo an der Nord.- oder Ostsee liegen wegen dem Meerblick.

Unser jetziger Vermieter war natürlich etwas geschockt, das wir jetzt am Anfang der Regenzeit und wo er doch schon den Vertrag fürs nächste Jahr aufsetzen wollte, hier ausziehen. Im Grunde ist er aber selber schuld, weil wir hätten nicht wieder angefangen uns nach einer neuen Bleibe umzuschauen wenn er nicht vor einer Woche zu uns gekommen wäre mit der Botschaft, das das was wir mit ihm und seiner Frau 1 1/2 Monate vorher besprochen haben plötzlich ganz anders ist. Ich habe die Beiden rechtzeitig vor Ablauf unseres Vertrages darüber informiert, das ich nicht mehr bereit bin die komplette Jahresmiete im vorraus zu bezahlen und auf monatliche Zahlung wechseln möchte. Wir haben uns dann auf eine Miete von 350,- $, monatlich zahlbar geeinigt. Nun kam er neulich, kurz bevor wir ja praktisch den neuen Vertrag abschliessen müssten und meinte, er habe nochmal mit seiner Frau gesprochen und sie sind der Meinung, das ich eine halbe Jahresmiete im vorraus zahlen müsste. Ich weiss das das hier so üblich ist bei den Vermietern weil die sich dadurch für ein Jahr die Mieten sichern können aber wenn ich etwas mit jemanden vereinbare dann stehe ich zu meinem Wort und das erwarte ich auch von Anderen, wenn nicht können sie nicht mehr meine Verhandlungspartner sein, ganz einfach.

Zum Schluss noch ein schöner Spruch der gut zum Thema, deutsche Auswanderer mit hohem Niveau und staatlich geprüfter Bildung in allen Teilen dieser Welt, passt (lol):

Immer wird es Eskimos geben, die den Eingeborenen von Belgisch-Kongo Verhaltensregeln für die Zeit der großen Hitze geben werden.
(Stanislaw J. Lec, polnischer Satiriker, 1909-1966)

Was für ein Geschäft eröffnet man in Sihanoukville ?

April 19th, 2008 admin

Das ist die Frage die sich viele stellen die den Plan haben hierher auszuwandern. Ich will mal so anfangen, seit dem wir letztes Jahr hier angekommen sind halten wir Augen und Ohren offen was das Thema Geldverdienen als Ausländer in Sihanoukville angeht. Das wird einem so zur Routine wenn man so wie wir ein Arbeitgeber freies Leben führt. Mit dem Erwerb eines Einjahresbuisnessvisas hat man auch das Recht hier eine bezahlte Tätigkeit anzunehmen aber die Entlohnung wird in den allermeisten Fällen nach kambodschanischem Lohnniveau bemessen. Wenn man nicht von einer grossen, ausländischen Firma angestellt wird muss man hier über ein festes Arbeitsverhältnis garnicht nachdenken. Die einzigste Möglichkeit die ich kenne ist, das man in Phnom Penh als Englischlehrer Arbeit finden kann bei der man ein Gehalt bezieht was es möglich macht angenehm dort zu leben.

Also bleibt nur die Selbständigkeit und da fängt es an haarig zu werden weil was soll man tun? Viele machen den Fehler und wählen ein Geschäftfeld mit dem sie niemals im Leben etwas zu tun hatten nur weil es gerade in die Region passt. Und viele sind sich auch nicht im Klaren darüber was es überhaupt bedeutet selbständig zu sein und das auch noch im Ausland wo man weder die Sprache beherrscht (von schreiben und lesen wollen wir garnicht erst sprechen) noch den Markt oder die lokalen Geschäftsgebahren genau zu kennen. Ich schreibe das hier weil ich genau diese Fehler in meinen ersten Jahren in südost Asien gemacht habe. Im Endeffekt hat es mich Zeit, Geld und Nerven gekostet. Nicht jeder ist bereit all das auf sich zunehmen was ich erlebt habe.

Man sollte denken, das es sich anbietet etwas in der Tourismusindustrie zu machen, was ich allerdings für keine gute Idee halte. Was soll das sein? Ein Hotel, ein Guesthouse, ein Restaurant? Oder vielleicht eine Tauchschule? All diese Dinge sind mit teilweise nicht unerheblichen Investitionen verbunden. Jetzt wieder die Frage, bin ich Koch, bin ich Gastronom oder Hotelier? Habe ich die notwendige Qualifikation als Tauchlehrer oder wieviel Sprachen beherrsche ich eigentlich? Dann ist noch zu bedenken, das hier nicht unbedingt der Tourismusboom ausgebrochen ist und Fremdenzimmer und Restaurants gibt es mitlerweile ausreichend. Ihr seht es ist nicht ganz so einfach. Hinzu kommt dann noch, das teure Produkte hier garnicht laufen, ein Markenartikel oder Delikatessengeschäft hätte hier keine Chance. Kambodscha hat so wenig Kaufkraft das selbst McDonalds oder KFC hier nicht eröffnet.

Also was ist zu tun? Doch als steuerzahlender Staatssklave in Deutschland bleiben? Das kommt nun auf eure Risikobereitschaft an. Nach meinen Beobachtungen bieten sich Ansätze in den folgenden Bereichen: Vermittlung von KnowHow, Organisation und soziale Dinge. Was man daraus macht kann ich nicht sagen, das ist jedem seiner eigenen Kreativität überlassen. Es gibt mit Sicherheit auch noch mehr Möglichlkeiten die mir dann aber bisher verborgen geblieben sind. Es empfiehlt sich einfach loszuziehen und selber die Lage zu sondieren, so habe ich das jedenfalls damals gemacht. Wer vorher allzuviel plant, wie es ja des Deutschen Mentalität ist, plant oft umsonst weil hier kommt immer alles anders als man denkt. Bevor ich mich dem Computer zugewendet habe, haben wir es immer so gehalten ein Geschäft zu betreiben was sowohl von Touristen als auch von Einheimischen frequentiert wird, das kann man sehr schön über die Preisgestaltung steuern. Wir haben zum Beispiel in unserem kleinen Resort damals auch sehr billige, einfache Zimmer angeboten die hauptsächlich von Einheimischen belegt waren. Das Resultat war, das wir übers Jahr mit den billigen Zimmern mehr verdient haben als mit den teuren Bungalows die ja schon von den Baukosten viel höher waren. Wer sich nur auf ausländische Touristen einstellt muss sich nicht wundern wenn die mal nicht kommen und dann auch nichts in der Kasse ist.

Flexibilität, das ablegen von Sicherheitswahn getriebenen Einstellungen und Kreativität sind die Eckpfeiler für einen soliden Geschäftsaufbau in Sihanoukville und das gillt wohl für ganz südost Asien. Zur finanziellen Ausstattung eines Auswanderes gibt es hier einen schönen Spruch den ich zum ersten mal in Thailand  gehöhrt habe:

- Wie macht man in südost Asien ein kleines Vermögen?

- Indem man ein grosses mitbringt!

Ich bin damals mit einem sehr, sehr kleinem Vermögen nach Asien gekommen, die meisten von euch wären damit garnicht erst losgeflogen. Sicherlich ist es von Vorteil ein wenig Geld in der Tasche zu haben weil ohne geht es nirgends. Es gibt da aber keine Richtwerte, ich habe Leute gesehen die kamen mit grossen Plänen und viel Geld und die waren nach 2 Jahren pleite und von der Bildfläche verschwunden und ich sehe mich der oft mit garnichts dagesessen hat und sich immer durchbeissen musste aber heute glücklich und zufrieden in seinem ganz persönlichen Paradies lebt. Die Meisten die sich mit dem Auswandern in so weit entfernte Länder beschäftigen werden den rest ihres Lebens damit verbringen das alles zu planen und geeignete Vorraussetzungen zu schaffen aber niemals dort ankommen wo sie eigentlich hinwollen und das ist auch gut so weil wenn allzuviel Landsleute hier aufschlagen haben wir bald Verhältnisse wie auf Mallorca und das wäre Grund genug wieder weiterzuziehen.

Was man auch ueber Kambodscha wissen sollte

March 23rd, 2008 admin

Nun sind wir fast ein Jahr hier in Sihanoukville und fühlen und auch noch sehr wohl aber ich finde man sollte auch einmal die Dinge erwähnen die man nicht unbedingt in den Dokumentationen aus und über Kambodscha findet, durch die rosarote Brille gesehenes gibt es überall aber es kann ja nicht angehen, das in einem dritte Welt Land, das auch noch in jüngster Vergangenheit soviel Schreckliches durchgemacht hat, plötzlich das Paradies entstanden sein soll. Wohl bemerkt, alle Dinge die ich hier in diesem Artikel aufführe sind für meine Frau und mich kein Grund diesen Ort zu verlassen weil wir damit umgehen können und die positiven Aspekte überwiegen worüber ich ja auch schon ausführlich hier in meinem Blog berichtet habe. Diejenigen die hier Urlaub machen wollen wird das nicht vorrangig berühren aber jemand der beabsichtigt hier herzuziehen wie wir es gemacht haben sollte auf jeden Fall das eine oder andere wissen.

Ich möchte hier nicht missverstanden werden aber ich schreibe es einfach mal ganz banal, die allermeisten Menschen hier mit denen man es zu tun bekommt sind ganz einfach dumm. Der Eine oder Andere würde vielleicht sagen, sie sind ungebildet. Ich sage das kommt zur Dummheit noch dazu. Die Gründe dieser Massendummheit dürften jedem bekannt sein der sich mit Kambodscha seiner Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Ich meine das auch nicht abwertend, sondern stelle lediglich fest. Schon das alleine kann für einen Mitteleuropäer mit durchschnittlicher Schulbildung zu einem Problem werden. Viele der hierlebenden Deutschen die ständigen Kontakt zu Kambodschanern haben, z.B. durch ein Geschäft, stehen früher oder später am Rande des Nervenzusammenbruchs, die meisten erhohlen sich zum Glück wieder. Angemerkt soll sein das es den Ausländern in Thailand nicht viel anders geht, wir haben es ja auch jahrelang durchgemacht.

Das zweite was man wissen sollte ist, das wenn man hier ein Geschäft betreiben möchte und das auch wirtschaftlich tun will, Kambodscha nicht unbedingt so billig ist wie man annehmen sollte. Speziell in den letzten Monaten sind die Preise drastisch angezogen, sowohl für Lebensmittel als auch für Mieten und das teilweise in einem ungerechtfertigtem Verhältnis. Das hat selbstverständlich mit dem schwachen Dollar zu tun aber nicht nur. Wir haben uns in den letzten Wochen nach einem Haus für einen Bekannten aus Deutschland umgesehn und haben viel interessante Informationen gesammelt. Zum einen habe ich festgestell, das viele Leute hier an Selbstüberschätzung leiden. Selbstüberschätzung was den Standort Kambodscha und speziell Sihanoukville angeht. Man hat versucht uns zu erklären, das eine Mietsteigerung um 33,33 % in einem halben Jahr mit der verbesserten Infrastruktur in Sihanouville zu rechtfertigen sei. Das sehe ich anders, es gibt immernoch regelmässige Stromausfälle von bis zu einer Stunde, das Kabelfernsehen setzt auch immernoch regelmässig aus und von der miserablen und viel zu teueren Internetverbindung wollen wir garnicht erst sprechen. Die Müllabfuhr die 8 Autos zur Verfügung hat, von denen immernoch 6 kaputt sind, so das manchmal der Müllsack 4-5 Tage vor unserem Eingangstor steht und vor sich hin stinkt. Da kommen dann die armen Leute und reissen den Müllsack auf um nach brauchbarem der Wohlstandsgesellschaft zu suchen und lassen ihn dann so stehen. Den Rest machen dann die Hunde. Also ehrlich gesagt ich sehe hier null Verbesserung der Infrastruktur aber vielleicht meint man ja die neu installierte Ampel and der Kreuzung die noch nicht funktioniert. Alles in allem ist es zwar bei weitem billiger als in Europa aber viel zu teuer für das was man für sein Geld bekommt.

Wir waren heute am Strand und haben einen Schreck bekommen. Unser Stammrestaurent hat den Besitzer gewechselt. Vorher war das Geschäft in der Hand eines Hong Kong Chinesen jetzt haben es Kambodschaner übernommen. Ich habe mir einen Kaffe bestellt wie immer und habe ihn diesmal in einer Tasse bekommen die 100%ig nicht abgewaschen wurde nachdem sie in Gebrauch war, also haben wir das mit der Essenbestellung erstmal  ausgelassen. Der Strand vor dem Restaurant war Müllverseucht bis ins Wasser rein, was auch das Schwimmengehen erstmal vermiest hat. Wir wissen jetzt das es für uns das letzte mal an diesem Strand gewesen sein wird, zum Glück gibt es ja hier auch noch andere Strände die sauberer sind.

So, das sollte erstmal genug unkerei sein, ich könnte jetzt noch eine Stunde lang über die Verkehrsverhälnisse schreiben aber das lasse ich mal lieber. Ich halte das für wichtig, das Auswanderer das wissen weil auch wer schon mal hier war und in einem Hotel oder Guesthouse gewohnt hat bekommt davon meist sehr wenig bis garnichts mit.

Neues aus Sihanoukville: VEB auch hier und das Menue meiner Frau

January 31st, 2008 admin

Hatte viel zu tun und keine Lust was aus Kambodscha zu berichten aber neulich habe ich was gesehen wo ich meine, das gehöhrt hier her. Als ich am Schalter im Hauptpostamt von Sihanoukville stand (wie immer als einzigster) und auf den einzigsten Postbeamten wartetet (auch wie immer) sprang mir zu meiner rechten ein graues, gusseisernes Ungetüm ins Auge und nach näherer Betrachtung konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hier am anderen Ende der Welt und fast 19 Jahre nach der Selbstbefreiung der deutschen Arbeiter und Bauern aus dem Regiem der Erich H.. Eine echte, alte Postwaage hergestellt in dem VEB Wägetechnik Weimar, Betriebsteil Schnellwaagenfabrik Eisenach. Das ist mit Sicherheit noch ein Überbleibsel aus dem damahligen Techniktransfer unter den Kommunistischen Bruderstaaten (schmunzel).

VEB_Postwaage.jpg
Ostdeutsches Kulturgut in Kamboscha
Alte_DDR_Postwaage.jpg
VEB Wägetechnik Weimar auf dem Postamt in Sihanoukville

Genug der Nostalgie, hier noch etwas über meine Frau. Nun, sie ist nicht gerade vom Stress geplagt seit dem wir in Kambodscha angekommen sind, ganz wieder ihrer Natur. Wie ich schon vorrausgesehen habe hält sie das nicht lange aus und so ist sie zu dem Entschluss gekommen, das umzusetzen was sie am besten kann und das ist Kochen. Der neue Plan ist nun, sie möchte ein kleines Thairestaurant eröffnen! Ich habe diese Entscheidung begrüsst unter der Vorrausstzung, das sie nicht mit allzu grossen Kosten verbunden ist. So hat sie was zum fummeln und alle sind zufrieden. Da ich ja weiss das hier in Asien auch schon ein Strohdach mit ein paar Plastikstühlen ein Restaurant sind sehe ich der Sache gelassen entgegen. Ich rede ihr da auch garnicht rein und sie hat schon mal angefangen eine Speisekarte zusammenzustellen. Da hier viele anderssprachige Menschen unterwegs sind hat sie klugerweise auch Bilder von ihren Gerichten gemacht und mich gebeten einfach mal eins hier einzustellen.

Thai_Curry.jpg
Das ist ein grünes Thai Hühner Curry, normalerweise scharf!

Ist alles lecker und sehr gesund aber wenn ich mal die Schnauze voll habe von Reis dann gibts ja immernoch das hier:

Cheeseburger.jpg

Mehr Blogposts zum Thema Kambodscha:
fairplanet blog » Kambodscha verhindert Dream For Darfur Fackelzeremo..
itchyfeet-de - Kambodscha ohne Angkor Wat?
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15 Tage Opfern Tempelfest in Sihanoukville

November 4th, 2007 admin

So, da bin ich wieder. Ich bin nicht im Jungel verloren gegangen und es haben mich auch keine Eingeborenen aufgefressen, ich hatte einfach nur keine Zeit und manchmal auch keine Lust etwas in den Kambodscha Blog zu schreiben. Hier ist aber nun etwas neues, was ich selber noch nie gesehen habe.

Einmal im Jahr vom 27. September bis zum 11. Oktober findet in allen Tempeln Kambodschas ein buddhistisches Opferfest mit dem Namen “Pat Chum Ben” (ich schreibe das mal so wie ich es höhre) statt. Meine Frau, die streng gläubige Buddhistin ist und meinte alles zu kennen was mit ihrem Glauben zu tun hat, hat nicht schlecht gestaunt als sie davon erfahren hat, in Thailand ist dieses Fest unbekannt.

In diesen 15 Tagen wird um 05:00 Uhr morgens für ungefähr eine Stunde den verstorbenen gedacht und geopfert. Ihr habt richtig gelese, das ganze geht 15 Tage lang. Da ich weder ein religiöser Mensch noch jemand bin der morgens um 04:00 Uhr in den Strassen von Sihanoukville spazieren geht hat es genau 14 tage gedauert bis mich meine Frau, mein Sohn und alle Nachbarn breitgeschlagen haben dieser sehr frühen Opferveranstaltung beizuwohnen.

Also habe ich mich dann, um 04:00 Uhr morgens noch nicht ganz Herr meiner Sinne, mit meiner Familie und unseren kambodschanischen Nachbarn (alle zusammen 10 Personen) auf den Fussmarsch aus unserer Strasse zum nächsten Tempel gemacht. Jetzt im nachhinnein kann ich sagen, das sich der Aufwand mehr als gelohnt hat. Um 04:30 sind wir am Tempelgelände angekommen. Nach und nach füllte sich das gesamte Gelände mit Opferwilligen Eingeborenen. Schon Tage vorher haben die Frauen beieinander gesessen und Kokosnussreisbälle geformt die hier zu Opferzwecken dienen. Jeder der Tempelbesucher hat einen gutgefüllten Korb davon bei sich, dazu Früchte, Bonbons und “Tub”, das sind die Räucherstäbchen die im Tempel abgebrannt werden. Zu dieser frühen Stunde ist es hier in Kambodscha noch stockfinster. Um kurz vor 05:00 war das Tempelgelände voll mit Menschen, ausser meiner Person habe ich noch einen weiteren Ausländer dort gesehen, eine tolle Atmosphäre. Um 05:00 Uhr war es dann soweit, die Tempeltore öffneten sich und die Menschen strömten ein. Die Zeremonie begann und für mich als Westeuropäer mit Asienerfahrung machte sich eine unglaubliche Atmosphäre breit. Es war als wenn man einer heiligen, mittelalterlichen Zeremonie beiwohnt, wie in einem Film. Der wunderschön gestaltete Tempelhauptraum das schlagen der grossen Trommel, die Schwaden von hunderten von Räucherstäbchen, die Gebete der Mönche und der Besucher, es war beindruckend und ich werde es nie vergessen. Nachdem die Gebete beendet waren strömten die Menschen wieder raus und formierten sich zu einer Schlange, die um das Tempelgebäude rumläuft. Beim rumlaufen werden dann die Reisbälle und Obststückchen auf dem schmalen Sims, der um das gesamte Gebäude verläuft, Stück für Stück abgelegt. Ihr könnt euch vorstellen wie es danach aussieht wenn hunderte von Menschen unzählige Reisbälle und Obststücken dort abladen. Aber in Kambodscha verkommt so schnell nichts, denn überall zwichen den Opfernden sind die armen, elternlosen Kinder die sich mit den Opfergaben eimal so richtig den Bauch vollschlagen können, sie haben es auf jeden Fall nötig.

Ich habe hier ein paar Aufnahmen gemacht um euch einen kleinen Einblick in eine fremde und fanszinierende Welt, die sich Südost Asien nennt, zu geben. Es bereitet mir ein ganz besonderes Glücksgefühl so etwas persönlich mitzuerleben, fremde Kulturen und andere religionen kennenzulernen. Man lernt das Leben mit den Augen unkomplizierterer Menschen als dem Mitteleuropäer zu sehen. Es ist ein einfach schön hier zu sein und wir sind glücklich, was will man mehr.

Tempelfest in Sihanoukville / Kambodscha Tempelfest in Sihanoukville / Kambodscha
Tempelfest in Sihanoukville / Kambodscha Tempelfest in Sihanoukville / Kambodscha
Tempelfest in Sihanoukville / Kambodscha Tempelfest in Sihanoukville / Kambodscha
Tempelfest in Sihanoukville / Kambodscha Tempelfest in Sihanoukville / Kambodscha

Kambodschanischer Alltag - So lässt es sich aushalten

July 23rd, 2007 admin

Unsere Bekannten sind wieder Richtung Thailand abgefahren und bei uns ist der Alltag eingekehrt. Die meiste Zeit sitze ich am Computer und meine Frau lässt es sich mit meinem Sohn gutgehen was ihr auch wirklich zusteht, immerhin hat sie über Jahre unsere ehemalige Bungalowanlage fast alleine bewirtschaftet. Sonnenschein und starke Regenfälle wechseln sich ab, es ist schwühl geworden. Die Haut ist ständig von einem dünnen Schweißfilm überzogen. Das ist genau das Klima was ich so mag, feuchtwarmes Tropenwetter, allerdings vermisse ich den Jungel der mich an unserem vorigen Standort jahrelang umgeben hat. Bemerkbar macht sich diese schwühle Hitze besonders beim trainieren im Sportstudio. Pierres Sihanoukville Gym ist lediglich mit kleinen Wandventilatoren ausgestattet und die quirlen die nach Schweiß riechende Luft nur etwas durcheinander. Mich hat dieser Umstand dazu bewegt meine Trainingsintensität noch zu erhöhen, schwitzen soll ja gesund sein.

Wenn wir Glück haben und es ist gleich morgens eine sonnige Priode dann machen wir uns sofort auf den Weg zum Strand (inzwichen haben wir Serendipidy Beach als unseren Hausstrand auserkohren). Eigentlich würde ich auch noch diese Zeit vor meiner Kiste sitzen aber wenn ich dann sehe wie sich mein Sohn über den Starndausflug freut gibt es gar keine Alternative als loszugehen. Meist kommen wir dann gegen mittag nachhause und ich kann mich wieder meiner heissgeliebten Arbeit zuwenden.

So lässt sich das Leben aushalten und ich bin ganz ehrlich, mich überkommt auch nach fast neuen Jahren noch ein schmunzeln wenn ich so darüber nachdenke was meine Freunde in Deutschland zum Beispiel an einem Montag morgen um 10:35 Uhr so anstellen wärend ich im lauwarmen Golf von Thailand plansche.

Dunkle Wolken über Kambodscha - Die Regenzeit!

July 5th, 2007 admin

Alle reden vom Klimawandel aber hier in Kambodscha scheint sich das Klima noch nicht gewandelt zu haben. Wir haben Regen, Regen und nochmal Regen, so wie es für diese Jahreszeit auch normal ist. Der Regen sieht manchmal aus wie eine graue Wand. Die Wolken kommen übers Meer aus Süd-Westen, da sagt man dann in den Tropen glaube ich Süd-West Monsun dazu.

Ich mag die Regenzeit die hier in dieser Region Asiens von Juni bis etwa Oktober geht, je nach dem. Alles ist wunderbar grün und es ist nicht so heiss wobei ein Regen in den Tropen kein Vegleich mit dem kalten Nass in Deutschland ist. Viel unternehmen kann man nicht in dieser Jahreszeit, das ist wahr aber ich habe sowiso keine Zeit am Strand zu liegen, ich sitze am Computer weil von irgendwas muss die Reisschüssel ja gefüllt werden. Jetzt zahlt sich auch aus, das wir ein sehr grosszügiges Platzangebot in unserem Haus haben, so hat mein Sohn immernoch genug Auslauf auch wenn er nicht draussen spielen kann und ich kann in Ruhe arbeiten. Die einzigen Wege die ich zur Zeit mache sind zu Pierres Sportstudio oder mal zum Markt nen leckeres Baguette essen und nen guten kambodschanischen Kaffe trinken. Eigentlich wollte ich noch mal bei nacht zum Blue Mountain fahren und nen paar Fotos von den Bordellen und den Mädchenmeuten schiessen aber das werde ich wohl auf trockenere Zeiten verschieben.

Übrigens, der Geldtransfer per Western Union nach Kambodscha funktioniert tadellos, wir haben hier eine grosse Western Union Filiale und mein Geld ist ohne Probleme ausgezahlt worden. Auch meine bisherigen Bankgeschäfte bei der ANZ Royal Bank Cambodia haben gut funktioniert, Konto mit täglicher Verfügbarkeit und EC Kart, Geld ziehen kann man an allen Bankautomaten innerhalb Kambodschas. Der Service ist sehr freundlich und bemüht bei gutem Englisch (die Damen sehr attraktiv), ob professionell in der Abwicklung von grösseren Geldgeschäften kann ich nicht beurteilen aber fürs normale hin und her ausreichend. Was bei mir noch in regem Gebrauch ist wenn es um Geldeingänge geht ist meine ePassporte Karte. Mit deiser Karte kann ich hier an jedem Bankautomaten Geld ziehen und das dazu sehr kostengünstig. Für meine Zwecke ist die Karte ideal. Kurz gesagt es ist hier kein Problem internationale Überweisungen und Geldtransfers zu empfangen. Gutes kann ich auch von der Post hier sagen, die von mir nach Deutschland geschickte Foto CD ist pünklich auf den Tag genau nach einer Woche, unbeschadet angekommen. Genau das hat mir der Postbeamte auch vorrausgesagt und ich fand es bemerkenswert in Süd-Ost-Asien eine so präzise Vorraussage zu bekommen.

Beobachtungen zum Buddhismus

July 1st, 2007 admin

Es ist Sonntag morgen in Sihanoukville und es ist bewölkt, angenhem kühl. Vor 10 Minuten hat es aufgehöhrt zu regnen. Ich schaue hier aus dem Fenster und sehe einen sanften, grünen Hügel. Zwichen mir und dem Hügel stehen Palmenhaine über denen sich der feuchte Dunst sammelt. Ein Hahn kräht, Vögel fangen wieder an zu singen die wärend des Regenschauers verstummt sind. Auf dem weg hinter meinem Haus ziehen zwei buddhistische Mönche in orangen Wickelgewändern und mit Regenschirmen ausgestattet ihres Weges. Es herrscht eine unglaublich sanfte und friedliche Atmosphäre.

Ein herrlicher Sonntag morgen und das obwohl in Buddhistischen Ländern der Sonntag ein Tag wie jeder Andere ist. Selbst nach so vielen Jahren in Asien habe ich den deutschen Rhytmus immernoch im Blut, der Sonntag ist heilig und etwas anderes als der Rest der Woche.

Dieses friedliche Miteinander was man sowohl in Thailand als auch in Kambodscha beobachten kann halte ich für einen direkten positiven Einfluss der Religion auf die Menschen hier! Man kommt einfach nicht drum rum Vergleiche anzustellen. Aber wie komme ich nun auf die Theorie, das friedliches Miteinander und soziales Verhalten mit der Religion eines Landes zu tun hat? Zwichendurch sollte ich noch erwähnen, das ich Atheist und das mir Religion und Glaube immer ein Fremdwort war. Zurück zum Vergleich, zum einen erlebe ich diesen zusammenhang immer wieder bei meiner Frau, die strenggläubige Buddhistin ist. Zum anderen habe ich selber vor einigen Jahren eine Zeit in einem Tempel bei Mönchen gewohnt, wo man sich zwangsläufig mit dem Buddhismus auseinandersetzt.

Kambodscha ist ein schönes Beispiel, das Land ist arm und die Korruption blüht, das ist bekannt. Ein Polizist verdient hier im Monat ca. 30 - 40 $ womit er nicht weit kommt, selbst bei den geringen Preisen hier. Dieser brave Polizist nun, sieht natürlich keine Veranlassung sich für diesen Hungerlohn mit besonderem Einsatz seiner Aufgabe zu widmen. Besonders viele Gesetze scheint es hier sowiso nicht zu geben und im Strassenverkehr wahrscheinlich überhaupt keine. Trotzdem ist die Kriminalitätsrate denkbar gering weil die Leute hier von sich herraus eine andere Einstellung zum Umgang mit Mitmenschen haben. Das führe ich auf ihren Glauben zurück. Was ich sagen will ist, das im Vergleich zu ähnlich armen Ländern, wo die Bevölkerung zum grössten Teil katholisch ist, eine vielfach höhere Kriminalitätsrate herrscht. Ich bin auch der Meinung, das wenn man z.B. in Deutschland den Leuten soviele Freiheiten lassen würde wie sie die Leute hier geniessen und eine Armut wie hier herrschen würde, wäre man sich auf der Strasse seines Lebens nicht mehr sicher. Warum? Weil ja auch Deutschland einst auf einem christlichen Fundament errichtet wurde.

Sihanoukville hat ein Fitness-Studio

June 25th, 2007 admin

Ich bin Sportsman, seit meinem sechsten Lebensjahr bin ich in Sportvereine gegangen und als das keinen Spass mehr gemacht hat ab ins Fitness-Studio, da war ich 20. Es kam mir daher sehr entgegen das es in Sihanoukville ein “Gym” (wie man in saloppen Englisch sagt) gibt. Ich hatte das schon bevor wir hier angekommen sind auf einem Touristenstadtplan gesehen. Am dritten Tag hier vor Ort war ich auch schon gleich da und habe mir das Studio angesehen. Ich war sehr positiv überrascht über das was ich da vorfand.

In einem sehr geräumigem kambodschanischen Stadthaus, gibt es über zwei Etagen so ziemlich alles was das Gewichthebers Herz begehrt. Maschinen, Laufbänder, Fahrräder und natürlich viele freie Gewichte mit den dazugehöhrigen Bänken. Alles sehr einfach aber Komplett und mit Herz und Verstand eingerichtet. Ich war begeistert!

Der Eigentümer Pierre und seine zur Zeit schwangere Lebenspartnerin sind zwei sehr freundliche und hilfsbereite Leute, Pierre hat obendrein auch noch eine Ausbildung in den Bereichen Fitness und Sport, die er natürlich in Frankreich gemacht hat. Bei einer netten Plauderei unter Sportlern erzählte er mir dann, das er die Ausstattung für sein Studio in monatelanger Arbeit und Organisation teilweise aus Kambodscha, Vietnam, China und Thailand zusammengekauft hat. Niemals hat er alles zusammen an einem Ort erstehen können und das es teilweise recht problematisch und teuer gewesen ist alles nach Kambodscha über die Grenzen zu bekommen. Da kann ich nur sage, meine Anerkennung hat Pierre auf jeden Fall, ich weiss was es bedeutet in Süd-Ost-Asien als Ausländer ein Geschäft aufzubauen.

Das Gym wird mehr von einer Handvoll hierlebender Ausländer aller Nationalitäten besucht als von Kambodschanern aber auch die kommen ab und an vorbei um eine Hantel zu schwingen auch wenn sie kleiner ist. Sogar weisse Frauen aus Europa, die natürlich auch hier leben, gehen zu Pierre ihre Figur trimmen. Alles in allem eine sehr gemütliche Fitnessrunde in einer angenehmen Umgebung wo das Trainieren Spass macht und alles  für 23,- $ Monatsbeitrag, Handtuch und Wasser inclusive! Da kann man nicht meckern.

Baguette Restaurant am Markt von Sihanoukville

June 24th, 2007 admin

Eine andere Überraschung war für mich gewesen, das man in Sihanoukville an jeder Ecke frische Baguette Brote kaufen kann owohl mir bekannt ist, das Kambodscha damals von den Franzosen Kolonialisiert wurde. Genauso wie ich damals überrascht war als ich feststellen musste, das Thailand kein Teetrinker Land ist. Wahrscheinlich liegt das daran, das ich immer überall eher schlecht vorbereitet ankomme. Ich habe mir angewöhnt erst vor Ort meine Informationen zu sammeln, so komt man gleich besser mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt. Also kurz gesagt ich habe noch nie einen Reiseführer besessen und gehöhre auch nicht zu den Leuten die schon immer alles wissen über den Ort wo sie hingehen. Ich würde dann gar nicht mehr dahinfahren sondern nur noch im Reiseführer lesen, ist auch viel bequemer zuhause im Sessel.

Zurück zu den Baguettes in Kambodscha. Hier am zentralen Makt von Sihanoukville mitten in Downtown (zu deutsch: Innerstadt) gibt es an jeder Ecke kleine Verkaufswagen oder auch kleine Fressbuden wo es ein ausgezeichnetes mit Pastete belegtes Baguette gibt. Natürlich ist das frische Baguette nicht nur einer sehr leckeren Pastete belegt sondern auch noch von innen mit verschiedenen Pasten bestrichen. Woraus diese Pasten gemacht sind habe ich noch nicht erfragt aber das Ganze mit einem Krautsalat serviert ist eine sehr köstliche Angelegenheit. Das ganze gibt es natürlich auch zum mitnehmen (das belegte Baguette hat man mir mal in ein amtlich aussehendes Formular eingewickelt mit gegeben). Für diesen Imbiss zahlt man hier um die 0,30 €.

Der Besuch in einem kleinen, namenlosen Restaurent am Markt, in dem eben diese leckeren Baguettes verkauft werden, hat sich bei uns mitlerweile zur Routine entwickelt und guten süd-ost-asiatischen Kaffe gibt es dort auch.

Hier das Baguette und Kaffe Restaurent am Markt von Sihanoukville

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Nochmal nebenbei bemerkt

June 21st, 2007 admin

Ich bin hoch erfreut, eben habe ich eine E-Mail von “Bangkok Bob” bekommen. Wir kennen und schon aus früheren Zeiten, da hat er sich damals in Thailand bei mir ein Zimmer gemietet. Wir hatten viel Spass mit noch ein paar anderen Lümmeln. Ein Grillabend wird mir da immer in Erinnerung bleiben. Bangkok Bob ist auch ein richtiger, alter Süd-Ost-Asien Hase der sich nicht in die Flinte pissen lässt. Er hat mir nun mitgeteilt, das er zum Ende des Jahres nach Kambodscha rüber kommt und wir uns dann nach bestimmt 2 Jahren wiedersehen.

Ja so ist das bei uns Weltenbummlern, man sieht sich manchmal 2 Jahre nicht aber wenn man sich wiedertrifft ist es so als ob man letzten Abend noch zusammen ein Dinner hatte. Ich habe viele Kumpels aller Nationalitäten die man alle Jahre mal wiedersieht aber jedesmal ist man sofort wieder vertraut. Manchmal sieht man sie auch niemals wieder, je nach dem. Ich nenne das freie Lebensart und für mich und viele Andere Abenteurer gibt es nichts schöneres, jeder schlägt sich so gut er kann durch in diesen Ländern ohne Finanzamt und Hausratversicherung.

Ein ganz normaler Tag in Sihanoukville

June 19th, 2007 admin

Heute habe ich um 08:00 Uhr vor dem Computer gesessen und mein Tagewerk begonnen. Um 10:00 Uhr Frühstück, danach die Familie rauf aufs Mofa und zur Bank, wo ich mir vor ca. einer Woche ein Konto eingerichtet habe (geht übrigens nur gegen Vorlage eines Buisness Jahresvisas), um mir die EC-Karte abzuhohlen, schnell noch Geld gezogen und dann zum Postamt. Wir haben meinen Eltern eine CD gebrannt mit über hundert photos drauf und die habe ich schon vor einer Woche versprochen gehabt. Also die CD eingetütet, beschriftet und abgegeben. Da ich schon mal auf der Post war habe ich mir auch gleich, für 20,- $ Jahresgebühr, ein Postfach gemietet. Jedem Ausländer der hier lebt und auch postalisch erreichbar sein möchte ist zu empfehlen sich ein Postfach zu nehmen da eine Briefzustellung nahezu unmöglich ist. Jedenfalls hier in Sihanoukville gibt es für kleinere Strassen weder Namen noch Hausnummern.

Hier noch ein schönes Bild zum Thema Big Buisness, gesehen nähe Ocheteaul Beach.

Eine E-Mail und Internet Hütte in der Nähe von Ocheteaul Beach

Die ersten Freunde treffen in Sihanoukville ein

June 17th, 2007 admin

Einen lokalen Führerschein habe ich zwar noch nicht, dafür aber ein Provisorium mit einmonatiger Gültigkeit (Preis: 5,- $ Gebühr). Auch diese Prozedur, diesmal  mit dem Verkehrsministerium, hat wiedermal unser so hilfsbereiter Makler erledigt und hat mir das Provisorium sogar nach hause gebracht. Den normalen Führerschein mit einjähriger Gültigkeit soll ich  innerhalb der nächsten vier Wochen bekommen, so sagt der Makler. Was das dann genau kostet, konnte er mir allerdings noch nicht sagen, ich werde mich mal überraschen lassen.

Letzte Woche Mittwoch sind zwei Freunde von uns nach Sihanoukville gekommen um uns zu besuchen. Beide verbringen einen grossen Teil des Jahres in Thailand, so das es kein Problem war schnell von Bangkok nach Phnom Penh zu fliegen (Air Asia hatte shr günstige Angebote). Die beiden Scandinavier waren schon einige male in Sihanoukville und kannten sich weit besser aus als ich. Ist ja auch kein Wunder wenn ich immer nur vor dem Computer sitze kann ich ja nichts von der Aussenwelt sehen.

Das nun meine beiden Kumpels gekommen sind gab mir einen guten Anlass, mit ihnen zusammen, ein wenig Sihanoukville  bei Nacht zu erforschen und das war ein Erlebnis der besonderen Art,

Möbelkauf, Mototaxis und ein neues Mofa

June 16th, 2007 admin

Viel braucht man ja nicht in diesen Breiten, das heisst das Glanzstück der deutschen Wohnkultur, die heissgeliebte Schrankwand kann man sich sparen und so einiges andere auch. Wir haben uns dann mit den notwendigen Dingen ausgestattet, wobei ein DVD Spieler und ein entsprechendes Lautsprechersystem für mich zu den notwendigen dingen gehöhren. So, nun waren wir fast komplett aber ein sehr wichtiges Utensil fehlte uns noch.

Überall wo man hier geht und steht gibt es die sogenannten “Motos”, also Motorrad Taxis. Das ist sehr praktisch und bequem aber es nervt auch mit der Zeit. Vor jedem Fahrtantritt mit dem Moto gehen die Preisverhandlungen los. Als Ausländer bekommt man zuerst immer den höchstmöglichen Preis genannt. Da hier der Fahrpreis nach der Länge der Fahrstrecke berechnet wird, ist es für jemanden der sich hier nicht auskennt unmöglich zu ermitteln welcher Preis für welche Strecke der angemessene ist. Wenn man nun einen der Fahrer (es stehen meistens mehrere bis viele zur Auswahl) nach dem Preis fragt bekommt man meist die Antwort “two (2) dollar”. Diese zwei Dollar sind meist das vierfache des eigentlichen Fahrpreise, mindestens aber das doppelte. Es empfiehlt sich dem Fahrer zu sagen, das das zu teuer ist und einfach weiterzugehen. Kommt er nun hinterher und bietet einen niedrigeren Preis kann man das Angebot annehmen. Kommt er nicht hinterher war der erst genannte Preis wohl korrekt gewesen und man nimmt sich das nächste Moto und fährt eben für diesen Preis zu seinem Ziel.

Wenn man aber nun hier lebt und mehrmals am Tag eine Besorgung oder Erledigung machen muss und das über einen längeren Zeitraum gerechnet (vom lästigen feilschen mal abgesehen) geht das ständige Mototaxi fahren ins Geld. Also ein eigenes Mofa muss her, ganz klar. Ich bin dann mit unserem hilfsbereiten Makler zu einem Honda Vertragshändler gegangen um wieder ein, von mir heissgeliebten, Honda “Dream” zu erwerben. Der Makler hatte soweit alles mit dem Verkäufer auf kambodschanisch geklärt und ich habe dann den Kaufvertrag unterschrieben. Für 1.240,- $ war ich nun wieder stolzer Besitzer einer nagelneuen Honda “Dream” mit 125ccm. Solch ein unverwüstliches Modell hat mich vorher schon tausende von Kilometern in Süd-Ost-Asien transportiert ohne irgendwelche Probleme.

Danach sind wir sofort zum Verkehrsministerium in Sihanoukville gefahren um die Maschine zuzulassen und Nummernschilder zu beantragen. Alles ging Problemlos und hat 24,- $ gekostet. Der Vorgang ist jetzt bereits eine Woche her und ich habe immernoch keine Nummernschilder aber ein amtliches Schreiben das ich zumindest ein Nummernschild beantragt habe, das soll in einer Verkehrskontrolle ausreichen, so sagte man mir jedenfalls. Nun war nurnoch die letzte Hürde zu nehmen, nämlich ein Kambodschanischer Führerschein.

Das neue Domizil in Sihanoukville

June 15th, 2007 admin

Unser Makler von der Angkor Real Estate Co., LTD hat mit uns 4 Häuser besichtigt die nach meinen Vorgaben in Frage kommen könnten. Wir wurden in einem grossen Lexus Geländewaagen von Objekt zu Objekt gefahren bis wir uns entschieden haben (Luxus in Kamboscha? Wir waren erstaunt).

Wir haben uns für eine Stadtvilla mit 5 Schlaftimmern, 4 Badezimmern und einem riesigen Wohnzimmer, in der besten Lage der Stadt entschieden. Kostenpunkt 275,- $ im monat. Ich habe die Miete für ein Jahr im vorraus bezahlt dann ist da erstmal ruhe. Dazu kommen noch Stromrechnung (wie hoch die ausfallen wird kann ich noch nicht sagen) und 5,- $ im Monat für die Müllabfuhr.

Am 29.05.2007 haben wir dann zusammen mit unseren neuen Vermietern den Mietvertrag unterschrieben, was hier mit einem Daumenabdruck erledigt wird (das hat man wahrscheinlich hier eingeführt weil noch immer ein grosser Teil der Bevölkerung nicht schreiben können). Unsere Vermieter sind ein nettes, junges Ehepaar die gleich zwei Häuser neben uns wohnen. Er hat hier mit einer Anti Aids Kampangne zu tun und sie ist Krankenschwester. Sehr nett, sehr freundlich und sehr bemüht es uns recht zu machen.

Das ist nun mit abstand das grösste Haus in dem ich alleine mit meiner Familie gelebt habe. Wie sollen wir das nur möblieren, bis auf einem alten Fernseher, massiven Holzbettgestellen und einer Holzsitzgruppe ist das Haus leer.

Hier seht ihr die Vorderansicht des Hauses vor dem Eingangstor
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und hier hinter dem Eingangstor mit meinem Sohn auf seinem neuen Fahrrad
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