January 5th, 2009 admin
Der Fortschritt ist unaufhaltsam in Kambodscha, denn Sihanoukville hat jetzt auch ein paar Verkehrsampeln bekommen. Was in den meisten Teilen der Welt ganz normaler Alltag ist, nämlich an einer Ampelkreuzung bei Rot halten und bei Grün fahren, kann hier in Kambodscha schon mal zu verwirrung bis hin zu Unverständnis und Ignoranz führen.
Normalerweise sollte eine Verkehrampel der Ordnung und Disziplin im Strassenverkehr dienen und somit helfen Unfälle zu vermeiden, nicht so an der Strassenkreuzung an der Total Tankstelle mitten in der Innenstadt von Sihanoukville.
In den ca. 3 Wochen seitdem die Ampelanlagen installiert und funktionstüchtig gemacht wurden hat sich die Unfallrate speziell an dieser stark befahrenen Kreuzung, gerade in den ersten Tagen nach der Ampel erhöht. Ein Teil der lokalen Bevölkerung weiss wie eine Ampel funktioniert und wie man sich als aktiver Verkehrteilnehmer zu verhalten hat. Ein anderer Teil weiss es nicht und verhält an der Strassenkreuzung je nach Wetterlage, das heisst mal bei Grün fahren und mal bei Rot bis hin zu abruptem Stehenbleiben mitten auf der Kreuzung während nervös hin und her geschaut wird. Und schlussendlich der dritte Teil, der Verkehssignale grundsätzlich ignoriert und einfach stur weiterfährt, egal ob bei Rot oder Grün.
Das alles ist lustig mitanzuschauen und genau das denken sich wohl auch die kambodschanischen Ordnungshüter, die an manchen Tagen wenn die Sonne nicht allzu heiss brennt, in rauen Mengen an allen vier Ecken der Kreuzung stehen und sich das Spektakel ansehen ohne übermässig einzugreifen.
Man kann von Glück sagen, das es nicht noch mehr Unfälle gibt und das ist einzig und allein nur dem Unstand zu verdanken, das die Kambodschaner im allgemeinen sehr langsam fahren. Ich schätze die Durchschnittsgeschwindigkeit in Sihanoukville auf 30-40 km/h.
Wir sind aber alle guter Hoffnung, das in naher Zukunft auch der letzte Eingeborene verstanden hat was es da mit den drei bunten Lampen über der Fahrbahn auf sich hat.
Der Kambodscha Reisetip
Solltet ihr vorhaben in Kambodscha aktiv am Strassenverkehr teizunehmen, gibt es folgendes zu beachten:
- Hier in Sihanoukville sind Verkehrsampeln erst neu installiert worden, nicht jeder verhält sich so wie man es erwarten würde.
- Versucht grossen Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern zu halten, das gillt nicht nur für jemanden der vor einem fährt, sondern auch für die Seiten.
- Jederzeit können andere Verkehrsteilnehmer wie aus dem nichts auf die Fahrbahn schiessen ohne den ankommenden Verkehr zu beachten. Das gleiche gillt für Hunde.
- Es gibt keine eindeutigen, erkennbaren Regeln im Verkehr.
- Kambodschanische Verkehrsteilnehmer haben grosse schwierigkeiten Entfernungen und Geschwindigkeiten abzuschätzen. Sie sind sehr unsicher im Strassenverkehr, speziell wenn sie grosse Fahrzeuge wie Geländewagen fahren.
- Es gibt keine Rechtssicherheit für Ausländer in Kambodscha, ein Unfall kostet euch auf jeden Fall Geld egal ob ihr ihn verschuldet habt oder nicht.
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January 3rd, 2009 admin
Es lohnt sich noch die etwas längere Anfahrt auf sich zu nehmen um den Otres Beach in Sihanoukville zu besuchen weil hier stehen noch keine Hotels und Guesthouses, man findet noch Ruhe und Entspannung. Der Strand ist für kambodschanische Verhältnisse sehr sauber, das Wasser glassklar und man wird nicht alle 3 Minuten von Bettelkindern und Massagedamen belästigt. Am Strand lang stehen Restaurants die durchweg einen guten Eindruck hinterlassen, hier und da kann man auch ein billiges Zimmer mieten.
Lange wird es aber wohl auch hier nicht mehr so beschaulich zugehen weil natürlich auch in dieser Ecke von Sihanoukville schon Hotels und andere Touristeneinrichtungen geplant sind. Wenn sich dann in ein paar Jahren Müllers, Meiers und Schulzes hier am Otres Beach tummeln die ihre weisse Haut in knappen Badeanzügen und C&A Badehosen zur Schau tragen, es überall nach Sonnencreme richt und man sich vom Liegestuhl nebenan anhöhren muss, das der Arzt von Frau Müller in Muffenhausen ein Mann ist der wirklich sein Handwerk versteht, ja dann ist es Zeit sich einen neuen Strand zu suchen.
Der Kambodscha Reisetip:
Kauft kein Marihuana bei kambodschanischen Polizisten, das muss nicht aber kann böse enden.
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December 31st, 2008 admin

Ocheteaul Beach in Sihanoukville
Vorhin war ich am Ocheteaul Beach gewesen und habe im Dolphin Shag einen Kaffe getrunken. Der ganze, sonst eher ruhige, mehrere Kilometer lange Strand ist in ein hektisches Treiben gefallen. Man könnte denken, man befindet sich an der Küste einer spanischen Ferieninsel und nicht im beschaulichen Sihanoukville. Menschen über Menschen soweit das Auge reicht. In den 39 Strandbars und Retaurants werden die letzten Vorbereitungen für die grosse Sylvester Party am Strand von Sihanoukville getroffen. Es liegt überall eine freundige Spannung in der Luft auf das was da kommen mag. Kommen werden viele, sehr viele! Tausende von Menschen werden sich heute Nacht am Ocheteaul Beach versammeln und eine mordsmässige Strandparty feiern.
Meine Familie, einige Freunde und ich werde nach einem Sylvesterdinner in der Lone Brothers Bar (da gibt es heute Spanferkel) auch zum Ocheteaul Beach runtergehen und in den Massen der Feiernden untertauchen.
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December 27th, 2008 admin
Als ich neulich Nacht bei uns in der gut gefüllten Lone Brothers Bar draussen auf der Terasse saß um ein wenig mit den Kumpels zu plaudern, erregte ein Vorfall in der direkten Nachbarschaft meine Aufmerksamkeit.
Zwei Häuser weiter gibt es eine kleine kambodschanische Karaoke Bar in der, für mein dafürhalten, ziemlich junge Mädels als Animierdamen arbeiten. Plötzlich stürzt eine junger Man aus der Bar, gefolgt von einer Meute ebenfalls junger Frauen und Männer die alle mit langen Knüppeln auf ihn einschlugen. Der Geschlagene versuchte sich so gut es ging mit den Armen den Kopf zu schützen und torkelte unter den Hieben der aufgebrachten Menge auf die gegenüberliegende Strassenseite zu.
Dort befindet sich eine grosse, freie Fläche die mit mannshohem Grün bewuchert ist. Die Tobenden trieben den gepeiniget ins Dickicht wo er wohl zu Fall gekommen sein muss denn man konnte sehen das die Schlagenden stehengeblieben sind und sich um einen Mittelpunkt vereint haben. Aber der am Boden liegende ist doch entkommen weil man sehen konnte wie die Gruppe sich wieder in Bewegung setzte und die Verfolgung aufnahm.
So lässt es sich sehr bequem Land und Leute kennenlernen, ich saß sozusagen direkt in der ersten Reihe, nur das ganze Grünzeug behinderte meine Sicht etwas.
Das alles dauerte nur wenige Momente und sofort sind die Service Damen aus der Lone Brothers Bar rübergerannt und haben Informationen eingehohlt aber dazu später mehr. Nachdem es wieder ruhig geworden ist weil alle auf der Suche nach dem jungen Kambodschaner waren kam auch schon die Polizei. Erst einer auf dem Mofa in Badelatschen dann eine Pkw mit zwei Polizisten, zwar in Uniformhosen aber obenrum nur in Unterhemden gekleidet. Das waren welche die was zu sagen hatten, das sah man gleich. Hektisches telefonieren mit dem Handy setzte ein und die in der Karaoke Bar zurückgebliebenden wurden befragt und immerwieder die verstohlenden Blicke der Polizisten zu uns rüber, einer bunten Schar aus fröhlichen Bikern, Touristen und Bar Ladies, die alle bei lauter Hard Rock Musik vor der Lone Broters Bar dem Spektakel zusahen. Ich meine sie haben sich geschämt weil sie wussten, das wir wussten was da vorgefallen war aber dazu später mehr.
Die Verfolger kamen nach und nach zurück und ein Polizei Pickup fuhr lansam an uns vorbei, die Ladeklappe war nicht hochgeklappt und auf der Ladefläche lag ein lebloses, dunkles Bündel. Jetzt nach all dem wurde es voll in der Karaoke Street in Sihanoukville, Polizei überall. Es wurden sogar zwei junge Kambodschaner in Handschellen abgeführt, das waren angeblich die die dem Mädchen geholfen haben. Man fragt sich als Mitteleuropäer was das soll, wir werden es wohl nie erfahren. Nach und nach zogen alle wieder ab und der normale Nachtbetrieb in der Karaoke Street setzte wieder ein.
Was war da los in jener nacht in dieser Karaoke Bar, die nichts mehr wie eine ausgebaute Garage ist? Der junge, alkoholisierte Kambodschaner der da nachher leblos auf der Ladefläche lag hat versucht ein 11 jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Als das Mädchen sich zur Wehr gesetzt hat, hat er es geschlagen. Da plötzlich hat der Bruder des Mädchens es mitbekommen und den Angreifer mit der Machete in den Arm gehackt. Der ist dann wie beschrieben unter den Schlägen der Anderen nach draussen getorkelt, wo wir dann alles beobachten konnten.
Das sind ja wohl zustände wie im alten Rom, man kann es kaum fassen. Was macht ein 11 jahre altes Mädchen in der Nacht in einer Karaoke Bar?
Zur Erklärung:
In einer Karaoke Bar hier in südost Asien sind die allermeisten jungen Damen, die dort beschäftigt sind, käuflich. Karaoke Bars werden fast ausschliesslich von Einheimischen besucht weil ein längerer Aufenthalt dort für uns weisse schwere Höhrschäden hervorrufen kann und auch zu geistiger Verwirrung führen kann.
Wie ist es möglich das niemand der Gäste schon vorher bemerkt hat, das das Mädchen belästigt wurde und das in einem Raum so gross wie ein Baucontainer?
Der Reisetip
Ab dem 01.01.2009 besteht auch in Kambodscha eine Helmpflicht für Motorrad und Mopedfahrer. Ob das auch für den Sozius gillt konnte ich noch nicht rausfinden.
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December 23rd, 2008 admin
Liebe Leben in Kambodscha Blog leser und Sihanoukville Freunde, ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2009!
Wir haben morgen am 24., am Nachmittag meinen Freund aus Berlin, der hier gerade Urlaub mit einem Arbeitskollegen macht, zu besuch. Danach gehen wir zu einer Weihnachtsveranstaltung in der Schule meines Sohnes und am Abend dann zum vorbestellten Weihnachtsmenü im “Bavarian” Restaurant. Danach wird das ganze wahrscheinlich in der Lone Brothers Bar ausklingen. Das Fitness Studio hat am 24. 12. leider geschlossen, so das ich eine Trainingseinheit ausfallen lassen muss aber was tut man nicht alles für den lieben Weihnachtsmann.

Auf dem Reisfeld in Kambodscha
Dieses wunderschöne Photo und noch einige mehr könnt ihr auf dem Reiseblog von Sven-Uwe Janietz sehen.
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December 10th, 2008 admin
Es gibt zwei neue Dinge in meinem Leben, zum einen ist endlich meine neue Digitalkamera aus Deutschland eingeroffen und zum anderen habe ich im Leben in Kambodscha Blog ein Tool eingebaut was es euch erlaubt die Photos auch in einer Slideshow anzusehen.
Hier mal ein paar Momentaufnahmen aus Phnom Penh und Sihanoukville. Ich muss mich da erstmal einfummeln mit der Kamera, das sind also meine ersten Versuche (es kann nur besser werden).
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December 5th, 2008 admin
Nach längerer Schreibpause habe ich mich nun entschlossen wiedermal etwas aus dem schönen Sihanoukville in Kambodscha zu berichten. Es hat sich einiges in Sihanoukville getan, der Vortschritt lässt sich nicht aufhalten auch wenn man das so auf den ersten Blick nicht sieht. Auf Grund diverser Vorfälle in jüngster Vergangenheit wird der Touristenstrom in diesem Jahr wohl etwas dünner ausfallen. Zum einen gab es vor einigen Wochen den Zwichenfall in der Grenzregion, wo sich Thais und Kambodschaner um einen alten Hindutempel streiten und zum anderen haben die letzten Vorfälle in Thailand die meisten Touristen dazu bewogen ihre Flüge nach Asien zu stornieren. Südost Asien wie es leibt und lebt, viel Menschen mit schwarzen Haaren und nach westlichen Vorstellungen mit dem Verstand von Kindern. Der wirtschaftliche Schaden für Thailand ist noch garnicht abzusehen und die lieben Kambodschaner haben mal wieder geschlafen und es versäumt diese missliche Situation in Thailand für sich auszunutzen. Das alles soll aber nicht unser Problem sein, das Wetter ist schön, das Meer ist blau und die Preise sind im Verhältnis zu Deutschland immernoch sehr billig, was will man mehr?
Trotz aller Konflikte die die Leute hier so unter sich austragen, kommen aber doch etliche westliche Ausländer hierher um ihre Zelte aufzuschlagen (die Sonne scheint und das Meer ist blau). Ich bekomme immerwieder Emails von Bloglesern, die Informationen über das Leben in Kambodscha haben möchten. Meistens geht es da um Wohnungs.- oder Haussuche. Hier nocheinmal ein kurzer Abriss der jetzigen Wohnraumsituation.
Es wird sehr viel gebaut in Sihanoukville, Apartment und Condo Komplexe, Einkaufscentren und Einfamilienhaus Siedlungen. Sehr viel davon in gehobenem Standart bis hin zur Luxusherberge (man will garnicht glauben wieviele sehr reiche Menschen es in Kambodscha gibt und mann will sich auch garnicht ausmahlen wo die das viele Geld herhaben). Aber wie geschrieben, es wird gebaut aber es ist noch nichts fertig. Dazu noch eine Anmerkung: Nach der Erfahrung eines Freundes von mir, der hier jahrelang als Architekt grosse Bauprojekte leitet, werden ganz im Gegensatz zu Thailand Bauvorhaben in Kambodscha tatsächlich fertiggestellt. Natürlich zur Freude der Investoren. Wer allerdings jetzt kommt wird nur das vorfinden, was wir schon vor 2 jahren gesehen haben als wir hier angekommen sind. Villen mit 5-7 Zimmern und eigenartiger Raumaufteilung zwichen 1.000,- und 2.500,- $ Monatsmiete. Bei kleineren Häusern sieht es da schon enger aus weil die meist von den Eingeborenen bewohnt werden. Es gibt hier und da mal etwas zu mieten (was meine Frau dann meist auch im Angebot hat) aber die Auswahl ist sehr begrenzt. Wohnungen und Condos sind zur Zeit fast überhaupt noch nicht auf dem Markt, was sich aber sehr schnell ändern wird.
Zum Beispiel bei mir gegenüber wird gerade ein neues Apartmenthaus für Ausländer gebaut. Es werden dort 26 Apartments in ruhiger Lage entstehen. Man kann jetzt schon sehen, das es ein sehr schönes Gebäude werden wird mit Grossen Säulen links und rechts des Haupteinganges. Regelmässig kommen jetzt schon wärend der Rohbauarbeiten weisse Ausländer als Mietinteressenten und schauen sich die Grundrisse an.
Das alles lässt darauf schliessen, das sich in kürzester Zukunft das Wohnraumvolumen in Sihanoukville um ein vielfaches erweitern wird. Man setzt hier natürlich auf die Erdölfunde vor der Küste, schon in 1- 2 jahren wird man anfangen hier zu fördern. Da werden tausende von Leuten der grossen Erölgesellschaften hier eintreffen und arbeiten. Wenn jemand nur ein bischen Fantasie hat kann er sich ausmahlen was das für Sihanoukville und Kambodscha bedeutet. Wir sind jedenfalls schon mal da und wenn ihr beabsichtigt hierher zuziehen dann sind dafür zukünftig beste Vorraussetzungen gegeben.
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August 22nd, 2008 admin
Nach längerer Pause habe ich mir nun selber in den Arsch getreten um wieder etwas in den Leben in Kambodscha Blog zu schreiben. Nicht das ihr denkt, das ich auf einmal nur noch faul in der Hängematte liege. Das Gegenteil ist der Fall, ich arbeite immernoch wie ein wilder an einem Webseitennetzwerk eines Kunden, nebenbei halte ich mein eigenes Netzwerk auf dem neuesten Stand, bin als Sekretär und Webmaster (ehrenamtlich versteht sich) aktiv mit der Organisation unseres Motorradclubs Lone Brothers MC, Cambodia beschäftigt und habe wie meine Stammleser alle wissen auch noch eine Familie. Im Augenblick unterscheidet sich mein Tagesablauf vom Stressfaktor her wohl kaum von dem eines selbständigen in Deutschland. Morgens um 07:00 Uhr fängt der Tag an und wenn ich Glück habe komme ich vor 24:00 Uhr ins Bett.
Im Augenblick sieht es folgendermassen in Sihanoukville aus, das Wetter ist sehr wechselhaft, es gibt sonnige Abschnitte aber auch stürmische Regentage wie man sie wohl nur in den Tropen erlebt (siehe auch das Wetterwidget am rechten Rand). Trotz Regen und Sturm zwichendurch sind die Busse aus Phnom Penh kommend gefüllt mit Rucksack Touristen. Bis zur nächsten Saison sind es noch gut 2 1/2 Monate Zeit aber die hartgesottenen südost Asien Reisenden wollen eben das volle Regenzeit Programm und kommen daher schon jetzt.
Es tut sich aber nochmehr in Sihanouk Ville, es wird viel gebaut und es ist von Säuberungsmassnahmen am Ochheuteal Beach die Rede. Plastiktüten, Wasserflaschen und Essensverpackungen sollen endlich vom Stand verschwinden. Eine neue Disco wird gerade hergerichtet und zum 1. Nevember 2008 soll die Lone Brother Bar eröffnet werden. Die Motorradtaxis und Tuk-Tuk’s dürfen jetzt nicht mehr auf das Pier am Hafen wo die grossen Kreuzfahrtschiffe anlegen weil sie die Passagiere, die zum Landgang das Schff verlassen haben, belästigen und Horrorpreise von bis zu 20,- $ für eine fahrt in die Stadt verlangen. Recht geschieht es ihnen, diesen Ratten, sie sind eine wahre Seuche hier in Sihanoukville. Wenn man in Siam Rep oder Phnom Penh ein Motordub oder Tuk Tuk vom Strassenrand nimmt kann man sicher sein das man zwar mehr als ein einheimischer Fahrgast bezahlt aber die Preise für weisse Barang liegen in einem gewissen, festgelegten Rahmen. Nicht so in Sihanoukville, hier ist die Preisspanne nach oben offen und die Dreistigkeit dieser, kleine, dunklen Schmarotzer kennt keine Grenzen.
Dann gibt es noch eine gute Neuigkeit, ich bekomme im Oktober eine neue Digitalkamera aus Deutschland mitgebracht. Ich habe lange überlegt ob ich nach Phnom Penh fahren soll um mir dort eine zu kaufen aber habe mich doch entschieden zu warten und dann sicher zu sein, das ich keine gute Kopie gekauft habe und auch einen Handelsüblichen Preis bezahlt habe (bin ja kein Millionär). Wie auch immer, es wird dann jedenfalls wieder neue Fotos aus Kambodscha auf meinem Blog geben. Ich habe auch nicht vergessen, das ich Bilder von meinem Bekannten Jonah Amer, dem Missionar in Sihanoukville hier einstellen wollte aber muss gestehen, das ich bisher nichteinmal dazu gekommen bin sie mir aus seinem Archiv auszusuchen.
Ich könnte glatt jemanden gebrauchen der für mich Recherchearbeiten macht und neues Material aus Kambodscha zusammenträgt, welches ich dann hier veröffentlichen kann. So werden übrigens die sehr erfolgreichen Blogs wie z.B.: I Can Has Cheezburger? oder Dosh Dosh oder Boing Boing betrieben, da sind ganze Teams von hochbezahlten Fachleute unterwegs um Inhalte für den Blog ranzuschaffen. Trendspezialisten und Analysten werten dann aus was die Leute gerne lesen und sehen wollen, da geht es zu wie bei einem grossen Nachrichtenmagazin.
Das solls erstmal gewesen sein aus Sihanoukville in Kambodscha, weiteres folgt…. Stay Tuned!!!
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August 7th, 2008 admin
Das sind vielleicht ein paar trübe Tage hier in Sihanoukville. Wenn man aus dem Fenster sieht könnte man meinen man wäre in Deutschland and der Nord.- oder Ostsee und es ist Herbst. Es Stürmt und Regnet seit Tagen. Sicherlich ist es hier in Kambodscha wärmer als in Deutschland im Herbst aber auch bei 25 Grad Celsius kann man frieren, ob ihr es gleubt oder nicht.
Ich bin aber ein positiver denkender Mensch und darum kann ich auch diesen Tagen, wo man keinen Hund vor die Tür jagen würde, erwas gutes abgewinnen. Ich habe wärend der Regenzeit die Ruhe ungestört von morgens bis nachts am Computer zu arbeiten, vorrausgesetzt die Leitung hält durch. Es gibt nur wenig Anrufe, keine Besuche und man selber verspürt auch nicht das Verlangen sich an den Strand zu setzen oder mit den Lone Brothers eine Motorradtour zu machen. Ich habe absolute Ruhe für die Arbeit an den Webseiten meiner Kunden.
Die einzigsten Wege die ich in den letzten Tagen unternommen habe waren die in Pierres Sportstudio. Sport ist wichtig, speziell dann wenn man den ganzen Tag über sitzt. Diese Kombination ist optimal für meinen Muskelaufbau, ich gehe jeden zweiten Tag ins Studio und trainieren sehr schwer für ca. 1 - 1 1/2 Stunden. Bis zu meinem nächsten Trainingstag habe ich sehr wenig Bewegung, so das die Muskulatur viel Ruhe hat und sich gut entwickeln kann. Mein Gewicht steuere ich über meine Mahlzeiten. Zur Zeit habe ich 96 kg Lebendgewicht und arbeite auf die 100 zu, das reicht mir dann erstmal.
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July 14th, 2008 admin
Ich habe in den letzten paar Monaten des öfteren Anfragen nach seriösen Maklern bzw. Häuser und Apartments in Sihanoukville erhalten, der Leben in Kambodscha Blog hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, das Auswanderungswillige mir schreiben.
Wir sind keine Immobilienmakler aber meine Frau hat viel Zeit und Hummeln im Hintern. Also hat sie sich schon vor Monaten auf den Weg gemacht und Sihanoukville, nach für Westler geeigneten, Objekten durchkämmt. Die Situation am örtlichen Immobilenmarkt ist die selbe wie man sie in Thailand vorfindet, eher noch korrupter.
Es funktioniert folgendermassen, jeder Kambodschaner der einen Ausländer zu einem Vermietwilligen Hauseigentümer bringt bekommt in 95% der Fälle eine Provision von durchschnittlich einer Monatsmiete. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen was das bedeutet. Das ist so als wenn man ein Kopfgeld auf Kauf.- und Mietinteressenten ausgesetzt hätte. Die ersten in diesem Geschäft sind die unzähligen Motorrad Taxifahrer die hier an jeder Ecke rumlungern. Sie, normalerweise sind die ersten die Kontakt zum Barang (sowie der weisse Ausländer hier genannt wird) bekommen, weil wen spricht man an wenn man aus dem Hotel oder Guesthouse kommt und ein bestimmtes Ziel vor Augen hat? Richtig, den Motorrad Taxifahrer der genau vor dem Eingang auf einen wartet.
Taxifahrer: Where you go?
Du: I am looking for an real estate agency!
Taxifahrer: I know, I know come with me, I show you House.
Du: Ok, lets go.
Und schon hat es angefangen, man wird sie schwer wieder los.
Dieser Junge hat natürlich überhaupt keine Ahnung wovon er da redet, er sieht jetzt nicht mal mehr dein Gesicht, er hat nur noch die Provision vor Augen. Auf jeden Fall kennt er etliche Hauser die zum Verkauf oder zur Vermietung stehen und die wird er dir nun alle zeigen wollen. Der Taxifahrer spricht im Regelfall ein paar einstudierte englische Sätze die sich hauptsächlich auf seinen Job als Fahrer beziehen (es gibt einige Ausnahmen) und die Hauseigentümer sprechen in den allerseltensten Fällen mehr Englisch als “Hallo” und “Bye Bye”. Und nun verhandle mal mit den Beteiligten über einen Mietvertrag oder sogar Kaufvertrag für deine künftige Bleibe, viel Erfolg.
Ich kann nur dringendst davon abraten sich mit Leuten die man auf der Strasse kennenlernt, sei es nun ein Taxi oder Tuk-Tuk Fahrer oder der Hotelpage oder, oder, oder…., auf Vermietungs oder Kaufangelegenheiten einzulassen. Auch die Webseiten der lokalen Immobilien Büros haben meist Objekte im Angebot die ich schon seit einem Jahr dort sehe und bei denen man nicht unbedingt weiss ob sie überhaupt jemals zur Disposition gestanden haben.
Es gab auch schon Fälle da haben eingewanderte, weisse etwas von jemanden gemietet dem das Mietobjekt garnicht gehöhrt hat. Ich könnte mir in die Hosen pissen vor Lachen wenn ich sowas höhre, ich meine wie Lebensunerfahren muss man den sein damit einem sowas passiert? Da kommt dann irgenwann nachdem man neu gestrichen und alles eingerichtet hat der wahre Eigentümer aus Phnem Penh und bittet zu Recht um sofortige Räumung. In diesen Fällen wird von dem Betrüger auch gleich einen Jahresmiete im vorraus kassiert damit es sich auch lohnt.
Das alles soll aber niemanden abschrecken sich hier niederzulassen (Spass ein > Bitte nur nicht allzuviele, Mallorca ist die andere Richtung < Spass aus) und jeder kann das ja auch so machen wie er will und wieder andere haben vielleicht ganz andere Erfahrungen als meine Frau und ich gemacht.
Wir haben uns jedenfalls entschieden denjenigen von euch zu helfen die in Sihanoukville eine Haus oder ein Apartment kaufen oder mieten wollen. Ich möchte betonen, das wir kein Maklerbüro sind und es auch nicht vorhaben eines zu werden. Wir kennen hier aber seriöse Makler und meine Frau kennt etliche Objekte die man dann direkt vom Eigentümer mieten oder kaufen kann ohne gefahr zu laufen betrogen zu werden. Versierte Dolmetscher stehen uns jederzeit zur Verfügung.
Bitte beachtet, das wir euch keine verbindlichen Informationen über kambodschanisches Steuer.- und Grundbuchrecht geben können, hierfür haben wir aber eine kompetente Adresse für euch.
Der beste Weg ist, wenn ihr einfach hier auf diesen oder auch jeden anderen Artikel in meinem Blog einen Kommentar schreibt. Da könnt ihr dann loswerden was ihr sucht und wann ihr hier eintrefft. hinterlasst einfach eure Email Adresse (ein Eingabefeld dafür ist vorhanden) und ich antworte euch. Sollte dann zwichen euch und dem Eigentümer ein Miet.- oder Kaufvertrag zustandekommen (auch hierfür gibt es professionelle Betreuung) wird meine Frau von euch für ihre Bemühungen eine kleine Gebühr erheben. Na, wie höhrt sich das an?
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July 10th, 2008 admin
Wer hätte das gedacht, mein Leben in unserem beschaulichen Städtchen Sihanoukville fängt an stressig zu werden. Kein negativer Stress wie man ihn noch aus dem Alltagsleben damals in Deutschland in Erinnerung hat, sondern positiver Stress. Hervorgerufen durch Dinge die man freiwillig und gerne macht.
Es sind drei Dinge die mein eher gemütlichen Tagesablauf verändert haben, das erste ist das ich nun zusätzlich zu meinem persönlichen Online Geschäft nun den ersten, ernstzunehmenden Auftrag zur Gestaltung von fremden Webseiten angenommen habe. Eine hoch interessante Tätigkeit die sich bestens in mein gewohntes Arbeitsfeld einfügt.
Nun aber kommen wir zu den Aufregenden Ereignissen, kurz vor meinem 42. Lebensjahr kann ich nocheinmal die Erfahrung machen wie es sich so als Mitglied eines offiziellen Motorrad Clubs anlässt. Ich passe zwar mit einer derzeit Offroad Maschine nicht ganz so ins Bild der Chopper fahrenden Biker aber was nicht ist kann ja noch werden. Mein Kutte mit den Colors, so wie die Lederweste mit den Clubemblemen gennt wird, ist jedenfalls schon beim Schneider in Arbeit. Der Lone Brothers MC, Cambodia ist praktisch noch in der Gründungsphase, also gillt es etwas neues aufzubauen und auf die Beine zustellen und das ist genau mein Ding. Zweiter Vorteil, Kameradschaft wird gross geschrieben bei den Lone Brothers, eine Tugend die man nicht allzu oft bei im Ausland lebenden Deutschen vorfindet. Ich freue mich jedenfalls auf eine gute Zeit in meinem ersten Motorrad Club.
Hier könnt ihr nachlesen wie es zum ersten Kontakt mit den Lone Brothers kam: Kambodscha hat seinen ersten Motorrad Club
Zu guter letzt ist hier in Sihanouk Ville nun auch ein Expats Club, für hier lebende Ausländer in der Entstehungsphase und ich habe meine volle Unterstützung zugesagt. Es wird ein Club in dem sich Ausländer treffen um Erfahrungen, Tips und Meinungen auszutauschen und sich natürlich auch gegenseitig zu unterstützen. Viele der Ausländer hier haben eigene Geschäfte, so das nachher ein ernstzunehmendes Geschäftliches Netzwerk entstehen kann, die Vorteile kann sich wohl jeder selber ausmahlen.
Ich denke, das reicht mir dann auch erstmal an zusätzlichen Aktivitäten. Nachdem ich nun 2 jahre wie angekettet (mit wenigen Ausnahmen) täglich am Computer gesessen habe ist es wieder mal etwas ganz neues ein paar Stunden Pause einzulegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
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July 3rd, 2008 admin
Das letzte mal habe ich über die grosse Ansammlung von diversen christlichen, ausländischen Missionen in Sihanoukville berichtet und ganz speziell über einen Inder der hier so eine karitative Mission leitet.
Der Mann heisst Jonah Ahma, er ist ein Reverent und Direktor der “Samaritan Love Mission” Sihanoukville, Kambodscha. Wenn ihr öfters in meinem Blog lest dann wisst ihr, das ich gerne interessante Menschen kennenlerne und hier haben wir so eine Person.
Schon bei unserem ersten Treffen haben ich ihm aus einer Laune herraus zugesagt, das ich ihm eine Webseite bzw. einen Blog einrichten werde auf dem er dann seinen heilige Mission in die unendlichen Weiten des Internet hinaustragen kann. Weiss auch nicht warum ich das zugesagt habe aber es zeigt mir wieder das ich irgenwo doch ein gutes Herz habe (genug des Eigenlobs).
Heute haben wir uns nun wieder zum Lunch verabredet und ich habe wieder einigen Geschichten aus seinem Leben gelauscht. Das das ein interresanter Mensch ist steht ausser Frage, auch wenn er dem mir völlig suspektem Christentum anhängt oder vielleicht gerade deshalb. Dem einen oder anderen mag mein Lebenswandel vielleicht abenteuerlich erscheinen aber wenn man diesem Manne lauscht erscheint mein 10 jähriger südost Asien Aufenthalt wie eine Pauschalreise von Neckermann.
Er lebt jetzt seit 9 Jahren in Kambodscha und die meiste Zeit davon in Sihanoukville, er lehrt selber English und leitet eine Schule mit ca. 200 Schülern. Ein Teil dieser Schüler sind Kinder aus einem kleinen sehr armen Dorf im Umland von Sihanoukville die er jeden Morgen mit einem eigens dafür angeschafften Schulbus abhohlen lässt und nach dem Unterricht nachhause bringen lässt. Das alles ist kostenlos für die Familien weil sie eh kein Geld haben. In ihrem Dorf existiert keine Schule und auf einer mageren Kuh können die Kinder die 40 km bis Sihanoukville ja auch nicht zurücklegen.
Neben dem Versuch den armen kambodschanischen Kindern etwas Bildung beizubringen, leistet er noch medizinische Grundversorgung für diejenigen die es am nötigsten haben und füttert unzählige kleine und mittelgrosse, zerlumpte Lümmel mit durch, von denen einer der ersten es in all den Jahren bis auf die Universität gebracht hat. Es gibt da noch einiges mehr was er hier auf die Beine gestellt hat aber das könnt ihr dann selber in seinem zukünftigen Blog nachlesen, den ich euch dann hier vorstellen werden wenn er fertig ist.
Und wie sollte es anders sein, das alles finanziert er ausschliesslich durch Spendengelder, nach denen er hinterher ist wie der Teufel hinter der Seele (ein bischen Spass muss sein). Da Jonah kein blöder, sonder ein studierter Mann ist hat er ein weltumspannendes Netzwerk von Spendern aufgebaut welches seine Unternehmungen hier in kambodscha finanziert.
Hut ab Herr Reverent, das könnte ich nicht, dafür bin ich zu egoistisch. Und da wir gerade dabei sind, habe ich mir natürlich auch einen kleinen Vorteil aus dieser Verbindung herrausgeschlagen. In diesem Falle kommt er uns allen zu gute, weil mir Bruder Jonah Zugang zu seinem einmaligem Fotoarchiv gewährt hat. Das sind hunderte von teilweise erstklassigen Fotografien mit Motiven und Menschen aus Gegenden in Kambodscha in denen man noch nie einen weissen Menschen gesehen hat. Zu vielen dieser Bilder kann Jonah eine spannende Geschichte erzählen von Abenteuern die ihr da in der westlichen, zivilisierten Welt nicht einmal im Fernsehen seht. Zum Beispiel von einem kranken Kind in einem unzugänglichen Dorf, wo auschliesslich ehemalige Rote Khmer Soldaten mit ihren Familen leben. Das Kind wurde bei seinem Eintreffen dort von der Mutter zu ihm gebracht, als er sich das Kind, das auf einem Holztisch lag ansah ist es ihm unter der Hand weggestorben, da hat er fürchterliche Angst bekommen weil er erwartet hat das man ihn nun dafür verantwortlich machen würde. Also hat er wie ein Verrückter versucht das Kind wiederzubelebn und hat es auch geschafft. Das Kind ist zu sich gekommen und hat seine Mutter gefragt ob es nun endlich die Medizin bekommen würde. Man muss ich das mal vorstellen was für eine Situation.
So, nun genug von den Missionaren hier in Sihanoukville. Ich werde mich schleunigst dranmachen und mir die besten Bilder aus seinem Archiv aussuchen und sie dann hier in den Leben in Kambodscha Blog für euch posten. Also bleibt am Ball!
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June 21st, 2008 admin
Wusstet ihr, das Sihanoukville und wahrscheinlich auch Phnom Penh ein Tummelplatz für christliche Sekten der unglaublichsten Konstellationen ist? Hier sind chinesische, indische, koreanische und u.s. amerikanische Christen in Gruppen,- oder in Einzelmissionen unterwegs die den Leuten hier irgendwie ihren Glauben aufschwatzen wollen. Alles geschiet selbstverständlich im Auftrag des Herren. Nein, ganz so eingennützig sind sie dann auch wieder nicht, jeder dieser tapferen Streiter ist ersteinmal aus karitativen Beweggründen hier und ganz nebenbei wird dann eben die Bibel mit eingeschoben. Das Prinzip ist einfach und von der Kirche über Jahrhunderte zur Perfektion gebracht worden. Der einfach strukturierte, gemeine Kambodschaner freut sich über jede Hilfe die er bekommen kann, was er aber nicht ahnt ist das, wenn er die Hilfe solcher mystiriöser Gruppen annimmt auch gleich in ihre religöse Weltanschauung eintritt. Asiaten sind sehr leicht zu manipulierende Menschen und daher ein gefundenes Fressen für christliche Missionare. Das der grösste Teil dieser scheinheiligen aus anderen asiatischen Ländern kommt gab mir dann doch zu denken.
Auslöser warum ich mich dazu entschlossen haben eine kurze Notiz zu diesem Thema für euch in meinem Blog zu hinterlassen war die Verabredung zum Lunch mit einem Missionar aus Indien vor zwei Tagen.
Wir haben uns im Reisebüro vor einer Woche kennengelernt, er viel mir auf weil ihn offenbar alle dort kannten und er jeden mit Bruder angesprochen hat. Da ich aber ganz genau weiss, das der Engländer hinter dem Schreibtisch, dem der Laden gehöhrt, keinen dunkelhäutigen, indischen Bruder hat wurde ich hellhöhrig. Er setzte sich auch prompt auf den Stuhl neben mich. Mein Sohn spricht grundsätzlich jeden an der ihn irgenwie interessiert und da er in der Lage ist in Sekunden innerhalb mehrerer Sprachen hin und her zu springen ist er meist auch ein unterhaltsamer Smalltalker für die Erwachsenen. Die Verbindung war geschaffen und dauerte nicht lange und der Inder und ich waren im Gespräch. Er ist übrigens von der “Samaritan Love Mission” und seit 9 Jahren in Sihanoukville, ein Mann der ersten Stunde. Da ich noch nie mit einem Missionar und schon garnicht mit einem so exotischen zu tun hatte habe ich mich mit ihm zum Lunch verabredet. Ich kann nur sagen ich war sehr postiv überrascht, was das für ein feiner Mensch ist. Meine ganz persönliche, schonunglose Einstellung zur Kirche und zum Christentum allgemein hat er gut weggesteckt und ich glaube sogar soetwas wie Verständnis in seinen Augen gesehen zu habe. “Vielleicht eigene ich mich ja zum Sektenführer, muss ich mal drüber nachdenken.”
Es wird jedenfalls nicht das letzte mal gewesen sein, das ich mich mit ihm treffe. Persönliche Kontakte und Gespräche mit besonderen Menschen, die besonderes tun und auch ein besonderes Leben führen und sei es ein indischer Missionar einer mir völlig unbekannten, christliche Sekte sind für mich immer eine Bereicherung.
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June 15th, 2008 admin
Ich habe heute bei einem Abendessen im Bavarian Restaurant einen sehr interessanten Typen kennengelernt. Ein deutscher, der in Koh Kong eine kleinen, lokalen Fersehsender betreibt, der Sender heisst R TV KOH KONG. Ich kenne Koh Kong von einigen Kurztrips her und halte es eher für ein Grenznest wo sich die Füchse guten Nacht sagen aber das es dort einen lokalen Fernsehsender gibt, der auch noch von einem Deutschen betrieben wird, ist bemerkenswert. Deutscher Unternehmergeist im kambodschanisch / thailändischen Grenzland.
Wärend ich mein Wiener Schnitzel mit Pommes gegessen habe erzählte mir Roni, das er drei Kanäle anbietet:
- 1 English Movie Channel
- 1 German Movie Channel
- 1 Misic Channel
Zusätzlich legt er noch den Koh Kong Visitors Guide auf, eine kostenlose kleine Broschüre mit Tips und Hinweisen zu Koh Kong und Umgebung. Und eine Webseite betreibt er auch noch, die ihr hier besuchen könnt Koh Kong Travel Info and Advertising (in englischer Sprache).
Koh Kong scheint sich für den Tourismus zu rüsten, wie Roni mir erzählt hat kann man dort jetzt auch Tunfisch in Dosen und Frühstücksfleisch kaufen und sogar Milch. Ein Zustand der noch vor 2 Jahren undenkbar gewesen wäre. Der Tourismus hat aber schon vor etlichen Jahren zuvor in Koh Kong Einzug gehalten. Die nähe (16 km) zum Grenzübergang Cham Yeam (auf thailändischer Seite heisst es Klong Yai) führt schon seit eh und je Rucksacktouristen auf ihrer Route von Koh Chang in Thailand nach Sihanoukville durch Koh Kong. Doch das ist bei weitem nicht der einzige Tourismus den man dort vorfindet, es gibt noch eine andere wesentlich lukrativere Art von Touristen. Wie überall in Kambodscha stehen gleich nach den Grenzübergängen nach von Thailand nach Kambodscha Hotels der gehobenen Klasse mit integrierten Spielcasinos. Asiaten sind zum grössten Teil Spieler und da in Thailand das Glücksspiel verboten ist sind die Hotels und Casinos an den Wochenenden proppenvoll mit wohlhabenden und reichen Thais. Das dürfte bei weitem mehr in die kasse spielen als der durchreisende Rucksacktourist, der am liebsten in der Hängematte schläft und einen Fried Rice isst. Ob das Glüchsspiel Geschäft in Koh Kong auch in den Händen von ehemaligen Roten Khmer Schergen ist kann man nur vermuten, siehe dazu meinen Beitrag: Pailin in Kambodscha die Provinz der Massenmörder
Solltet ihr also Koh Kong in eurem nächsten Kambodscha Urlaub einplanen, braucht ihr keine Bedenken wegen standesgemässer Unterbringung haben. Das Preisleistungverhältnis fand ich zur damaligen Zeit durchaus angemessen.
Roni hat hier in Sihanoukville einiges zu erledigen gehabt vor allem aber wollte er sich hier noch eine stärkere Brille machen lassen bevor er wieder zurück fährt weil ein Optiker gibt es in Koh Kong noch nicht.
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June 8th, 2008 admin
Wir haben uns sehr gut in unserer neuen Wohnung eingelebt, es ist direkt ungewohnt nachdem wir ein Jahr sehr exotische Raumaufteilung geniessen durften alle Räume wieder da vorzufinden wo man sie gewohnt ist. Was ich damit sagen will ist, das sich kambodschanische Innearchitektur komplett von der aus der westlichen Welt unterscheidet. Hier baut man bei ausreichendem Platzangebot möglichst viele Schlafzimmer ein. Das Haus in dem wir gewohnt haben war ein klassisches Beispiel dafür. Drei der fünf Schlafzimmer mit Fenster zum Wohnzimmer die vergittert sind. Stellt euch mal vor ihr sitzt im Wohnzimmer beim Fernsehen und werdet durch ein vergittertes Fenster aus dem Schalfzimmer raus gebeten etwas leiser zu stellen. Der Grund dieser Bauweise ist folgender, hier in Kambodscha wohnen in so einem grossen Haus oft mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach, da hat dann jeder seinen privaten Bereich in einem eigenen Schlafzimmer. Eine anderer Grund ist der, das wenn man dort eine kleine Familienpension betreiben möchte man den Gästen die Sicherheit eines mit Stahlgittern gesichertem Zimmers geben kann. Andere Gründe für eine solche Bauweise kann ich mir nicht denken. Warum einige der Schlafzimmer keine Fenster nach draussen hatten ist mir allerdings ein Geheimnis geblieben, vor allem bei den Strompreisen hier.
Wie auch immer, jetzt haben wir ein Wohnzimmer mit Zugang sum Kinderzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer, Küche und Terasse so wie man sich das in einer mitteleuropäische Wohnung vorstellt. Sehr angenehm weil jetzt fallen auch die langen Fusswege vom Wohnzimmer in die Küche weg oder das Treppensteigen ins Büro in der ersten Etage. Nun aber genug der schwärmerei was ich eigentlich schreiben wollte ist, was an einem typischen Sonntag in Sihanoukville los ist.
Heute morgen bin ich um 07:30 Uhr von einer kreischenden Schleifhexe geweckt worden. In dem Haus neben unserem (welches übrigens für 250,- $ im Monat zu vermieten ist) hat irgendjemand Rohre zugeschnitten, also war es das dann gewesen mit auschlafen was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Meine Frau und Sohn waren schon wach und die übliche Morgenprozedur begann. Ginseng Extrakt trinken (auf nüchternen magen) und danach 2 Bananen. Laptop einschalten, Badezimmer. Eine Kanne Tee denn meinen geliebten NessKaffe habe ich mir abgewöhnt weil soll nicht gut für den Magen sein wenn man soviel davon trinkt wie ich das gemacht habe. Checken was so über Nacht auf den Webseiten los war und schauen wieviel Geld man verdient hat, einige Emails beantworten und kleinere Korrekturen vornehmen, das wars erstmal. 10:00 Uhr, schönes Wetter, leicht bewölkt ich würde sagen ca. 32 Grad bei leichtem Wind. Erstmal einen meiner Spezial Milkshakes damit die Muskulatur das bekommt was sie braucht nach einem harten Training im Sihanoukville Gym am Vortag.
So es kann nun losgehen, zuerst ins Bavarian Restaurant und Guesthouse zu Loe. Der hat sich einen Computer gekauft, damit seine Gäste zukünftig kostenlos das Internet Benutzen können, hat aber keine Ahnung davon. Ich habe ihm dann ein Skyp und angemessene Antivirensoftwaer installiert und habe dafür “Bavarian” T-Shirts und ein Essen umsonst bekommen, nicht schlecht. Dann weiter zu der netten französischen Familie die uns den Makler empfohlen hat von dem wir die Wohnung haben. Als Dankeschön hat meine Frau ein paar Orchideen für sie gekauft. Diese Leute sind gerade damit beschäftigt ein schönes kambodschanisches Holzhaus auszubauen, unten Restaurant und oben Wohnung. Dort gabs einen guten Espresso und angenehme Konversation, mein Sohn hat mit der Tochter gespielt. Nun war es bereits später Nachmittag und Zeit wieder nachause zu fahren, um 17:00 Uhr geht meine Frau zum Aerobic und ich musste um meine Arbeit im Netz kümmern.
So zum Beispiel sieht unser Sonntag hier in Sihanoukville aus. Am nächsten Sonntag haben wir ein BBQ Picknick mit Freunden an einem einsamen Strand geplant, hoffentlich regnet es nicht.
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