Wie man als deutscher Auswanderer in Sihanoukville, Kambodscha lebt
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Thailändisches Militär besetzt Tempel in Kambodscha

September 14th, 2008 admin
Kambodschanische Soldaten

Kambodschanische Soldaten

Am 12.09.2008 schreibt die Russische Informations- und Nachrichtenagentur Novosti, das mehr als 100 thailändische Soldaten den kambodschanischen Tempel Ta Krabey besetzt haben. Von 50 Wachsoldaten kam keine Gegenwehr.

Der Vizekommandeurs der kambodschanischen Grenzschutzeinheit 402, Ho Bunthy, gab danach bekannt, das innerhalb der letzten Jahre schon mehrere Übergriffe des thailändischen Militärs, mit Warnschüssen abgewehrt werden mussten. Das sei diesmal leider fehlgeschlagen.

Zitat von Ho Bunthy: “Sie trauten sich herein, weil sie ganz genau wussten, dass die kambodschanische Wache keine Gewalt anwenden darf”.

Lese mehr dazu auf RIA Novosti

Meine rein persönliche Meinung zu Thailand bzw. zu seinen Bewohnern ist den jenigen, die meinen Blog öfters besuchen sicherlich bekannt. Diese Aktion des thailändischen Militärs bestätigt meine Einstellung zu unseren lieben Nachbarn um so mehr. Kambodscha, eines der ärmsten Länder unserer Erde, wo das Pro-Kopf-Einkommen 2007 bei 513 Dollar im Jahr lag und wo ein grosser Teil der Bevölkerung ums nackte überleben kämpft, maschiert das thailändische Militär ein um einen hinduistischen Tempel zu besetzen. Sind die eigentlich noch ganz normal? Nein natürlich nicht, wenn man nur bedenkt was in den vergangenen Wochen in Thailand selber los war. Unstabile politische Situation, seit Monaten eine rückläufige Wirtschaft und blutige Unruhen in Bangkok. Da haben diese Brüder nichts anderes zu tun als sich noch unsyhmpatischer zu machen indem sie fremdes Staatsgebiet besetzen. Mit Kambodscha dem schwachen Nachbarland kann man es ja machen, von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet und sowiso als etwas unangenehmes eingestuft, da wird schon keiner was sagen. Thais waren schon immer schlüpfrig wie die Aale, die Nase immer im Wind drehend und ausschliesslich auf den eigenen Vorteil bedacht, bis hin zur Unfairness. Ich habe auf all meine Reisen noch nie ein Volk erlebt welches ihre Religion so hoch verehrt und deren Gebote täglich mit Füssen tritt wie in Thailand. Dort lebt man nach dem Motto, mit ein bischen Lächeln kann man ruhig auch mal seine Grossmutter verkaufen.

In Bangkok herrscht Ausnahmezustand!

September 3rd, 2008 admin
Thai mit Machete

Thai mit Machete

Touristen aus aller Welt sind beunruhigt wegen dem in Bangkok ausgerufenen Ausnahmezustand. Flüge werden storniert und geschäftliche Konferenzen werden verschoben weil in Bangkok gibt es die schwersten Ausschreitungen seit 16 Jahren. Wie weit wird das ganze noch gehen? Kann sich die Situation zu einem Bürgerkrieg ausweiten? Das sind die Fragen die sich jetzt vermutlich tausende von Deutsche stellen die in Thailand bisher ein angenehmes Leben geführt haben oder dort alljährlich ihren Urlaub da verbracht haben.

Von dem erklärten Ziel der thailändischen Tourismusindutrie für das Jahr 2008, die 700 Milliarden Baht Grenze anzukratzen dürfet damit verfehlt werden und ich kann nicht sagen, das ich darüber in Tränen ausbreche. Ich habe knapp 9 Jahre ununterbrochen in Thailand gelebt, ich habe die Thais kennengelernt, nicht nur das was der Tourist sieht und höhrt wenn er seine 3 Wochen dort verbringt. In einem Land wo das Lügen als normale Umgangsform mit Mitmenschen akzeptiert wird kann etwas nicht stimmen. Meine Frau ist Thai und auch eine der schärfsten Kritikerin ihrer Landsleute. Sie sagt auch es war nicht immer so in Thailand, der Wandel der Gesellschaft zum negativen hat sich erst in den letzten etwa 30 Jahren vollzogen.

Wenn man als Asiankenner die Situation ganz nüchtern betrachtet entpuppt sich das ganze Problem welches die Thais haben als Bizarre Komödie. Zur Zeit geht es darum den einen korrupten Politiker gegen den anderen auszutauschen. Der Unterschied ist der, das der eine eher unfähig ist und der andere clever und gerissen. Bleibt abzuwarten wie weit man geht, in der Vergangenheit gings schon mal recht blutig zu.

Wir wollen nur hoffen, das der Flughafen in Bangkok, jetzt zum Anfang der Saison, geöffnet bleibt und wenigstens der Transitverkehr nach Kambodscha planmässig abgewickelt wird. Die armen brauchen Futter und wir alle hier mehr Touristen damit wir fett und reich werden (nehmt diesen letzten Satz bitte nicht so ernst weil hier kann man als Ausländer nicht reich werden).

Hier kannst du lesen was das Auswärtige Amt dazu schreibt

R TV Koh Kong in Kambodscha

June 15th, 2008 admin

Ich habe heute bei einem Abendessen im Bavarian Restaurant einen sehr interessanten Typen kennengelernt. Ein deutscher, der in Koh Kong eine kleinen, lokalen Fersehsender betreibt, der Sender heisst R TV KOH KONG. Ich kenne Koh Kong von einigen Kurztrips her und halte es eher für ein Grenznest wo sich die Füchse guten Nacht sagen aber das es dort einen lokalen Fernsehsender gibt, der auch noch von einem Deutschen betrieben wird, ist bemerkenswert. Deutscher Unternehmergeist im kambodschanisch / thailändischen Grenzland.

Wärend ich mein Wiener Schnitzel mit Pommes gegessen habe erzählte mir Roni, das er drei Kanäle anbietet:

  • 1 English Movie Channel
  • 1 German Movie Channel
  • 1 Misic Channel

Zusätzlich legt er noch den Koh Kong Visitors Guide auf, eine kostenlose kleine Broschüre mit Tips und Hinweisen zu Koh Kong und Umgebung. Und eine Webseite betreibt er auch noch, die ihr hier besuchen könnt Koh Kong Travel Info and Advertising (in englischer Sprache).

Koh Kong scheint sich für den Tourismus zu rüsten, wie Roni mir erzählt hat kann man dort jetzt auch Tunfisch in Dosen und Frühstücksfleisch kaufen und sogar Milch. Ein Zustand der noch vor 2 Jahren undenkbar gewesen wäre. Der Tourismus hat aber schon vor etlichen Jahren zuvor in Koh Kong Einzug gehalten. Die nähe (16 km) zum Grenzübergang Cham Yeam (auf thailändischer Seite heisst es Klong Yai) führt schon seit eh und je Rucksacktouristen auf ihrer Route von Koh Chang in Thailand nach Sihanoukville durch Koh Kong. Doch das ist bei weitem nicht der einzige Tourismus den man dort vorfindet, es gibt noch eine andere wesentlich lukrativere Art von Touristen. Wie überall in Kambodscha stehen gleich nach den Grenzübergängen nach von Thailand nach Kambodscha Hotels der gehobenen Klasse mit integrierten Spielcasinos. Asiaten sind zum grössten Teil Spieler und da in Thailand das Glücksspiel verboten ist sind die Hotels und Casinos an den Wochenenden proppenvoll mit wohlhabenden und reichen Thais. Das dürfte bei weitem mehr in die kasse spielen als der durchreisende Rucksacktourist, der am liebsten in der Hängematte schläft und einen Fried Rice isst. Ob das Glüchsspiel Geschäft in Koh Kong auch in den Händen von ehemaligen Roten Khmer Schergen ist kann man nur vermuten, siehe dazu meinen Beitrag: Pailin in Kambodscha die Provinz der Massenmörder

Solltet ihr also Koh Kong in eurem nächsten Kambodscha Urlaub einplanen, braucht ihr keine Bedenken wegen standesgemässer Unterbringung haben. Das Preisleistungverhältnis fand ich zur damaligen Zeit durchaus angemessen.

Roni hat hier in Sihanoukville einiges zu erledigen gehabt vor allem aber wollte er sich hier noch eine stärkere Brille machen lassen bevor er wieder zurück fährt weil ein Optiker gibt es in Koh Kong noch nicht.