Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Thailändisches Militär besetzt Tempel in Kambodscha

Kambodschanische Wachsoldaten am Tamoan Tempel

Kambodschanische Soldaten am Tempel.

Am 12.09.2008 schreibt die russische Informations- und Nachrichtenagentur Novosti, das mehr als 100 thailändische Soldaten den kambodschanischen Tempel Ta Krabey besetzt haben. Von den 50 Khmer Wachsoldaten kam keine Gegenwehr. Der Vizekommandeur der kambodschanischen Grenzschutzeinheit 402, Ho Bunthy, gab danach bekannt, das innerhalb der letzten Jahre schon mehrere Übergriffe des thailändischen Militärs, mit Warnschüssen abgewehrt werden mussten. Das sei diesmal leider fehlgeschlagen.

Zitat von Ho Bunthy: “Sie trauten sich herein, weil sie ganz genau wussten, dass die kambodschanische Wache keine Gewalt anwenden darf”.

(Quelle: RIA Novosti)

Persönlich finde ich diese Aktion vom thailändischen Militär ziemlich mies. Kambodscha, eines der ärmsten Länder der Erde, wo das Pro-Kopf-Einkommen 2007 bei 513 Dollar im Jahr lag und ein großer Teil der Bevölkerung um das nackte Überleben kämpft, marschiert das thailändische Militär ein, um einen hinduistischen Tempel zu besetzen. Sind die eigentlich noch ganz normal? Wohl eher nicht, wenn man bedenkt was in der vergangenen Zeit in Thailand selber los gewesen ist.

Da haben sie seit Monaten eine instabile, politische Situation, eine rückläufige Wirtschaft und blutige Unruhen in in der Hauptstadt und bei all dem haben diese Brüder nichts besseres zu tun als sich noch unsympathischer zu machen indem sie fremdes Staatsgebiet besetzen. Aber mit dem schwachen Nachbarland Kambodscha kann man es ja machen, von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet und sowieso als etwas unangenehmes eingestuft, wird sich schon keiner besonders aufregen.

Thais waren schon immer schlüpfrig wie die Aale, die Nase immer im Wind drehend und ausschließlich auf den eigenen Vorteil bedacht, manchmal bis hin zur Unfairness. Ich habe auf all meine Reisen noch nie ein Volk erlebt welches seine Religion so hoch verehrt und die Gebote der Religion täglich mit Füßen tritt, wie die Thais. Dort lebt man frei nach dem Motto, mit ein bisschen Lächeln kann man ruhig auch mal seine Großmutter verkaufen.

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