Prostituierte in Kambodscha

Wie die deutsche Presse armen Ländern in Asien schadet

Prostituierte in Kambodscha

Kambodschanische Prostituierte

Heute Morgen bin ich auf einen Artikel über Kambodscha auf Bild.de, vom 26. Januar 2009, aufmerksam geworden. Es ist von einer 19 jährigen Khmer die Rede, die in einem Bordell in Phnom Penh ein grauenhaftes Schicksal erlitten hat und in letzter Sekunde gerettet wurde. Ein schockierendes Beispiel dafür was Menschen anderen Menschen aus reiner Profitgier antun können.

Mit 13 wurde ‘Pros’ von einer so genannten Job-Vermittlerin aus ihrem Heimatdorf, in der Provinz Prey Veng, an der vietnamesischen Grenze, nach Phnom Penh gelockt. Dort wurde sie in einer Bar abgeliefert, wo für sie ein jahrelanger Alptraum begann. Pros wurde zur Prostitution gezwungen, misshandelt, gefoltert und es wurde ihr ein Auge ausgestochen. Zum Glück konnte die mittlerweile 19 jährige bei einer Polizei Razzia in einem Bordell gerettet werden.

Dieser Vorfall ist ohne Frage ganz furchtbar aber wie er hier der Öffentlichkeit in Deutschland dargestellt wird halte ich für mehr wie Fragwürdig. Die gewohnten Halbwahrheiten, Verallgemeinerungen und die Effekthaschereien der ‘Bild Zeitung’ sorgen dafür, das nicht nur das Verbrechen an dem Mädchen sondern das ganze Land Kambodscha in einem möglichst negativen Licht dasteht. Aber nicht nur das, es wird auch gleich der böse Sextourist wieder auf die Bühne gestellt, der in Kambodscha in den Bars ausschließlich von Kindfrauen angelächelt wird.

Ich lebe nun schon seit 10 Jahren hier in Südostasien und ich habe viel gesehen und erlebt aber eine Bar wo Sexsklavinnen gehalten werden oder Minderjährige angeboten werden, ist mir noch nie unter gekommen. Auch hier in Kambodscha gibt es Alterskontrollen in den Bars durch die Polizei und wenn dabei Minderjährige entdeckt werden, wird der Laden umgehend geschlossen und der Betreiber wandert ins Gefängnis. Sicherlich gibt es Schlupflöcher für Kriminelle, schon wegen der hohen Korruption, aber das ist auf keinen Fall die Regel.

In den Bars in die der Tourist geht gibt es so etwas jedenfalls nicht. Dort arbeiten alle Girls freiwillig und haben die vorgeschriebene Altersgrenze überschritten. Sie kommen von ganz alleine, meist aus der Provinz, und fragen nach Arbeit weil sie einen Ausländer kennenlernen wollen mit dem sie sich eine bessere Zukunft versprechen. Prostitution gibt es in Kambodscha genau so wie in Thailand auf jedem kleinen Dorf. Die Karaoke-Bars sind allabendlich gut gefüllt mit einheimischen Männern, nur dort kommt wahrscheinlich nie ein Tourist hin.

(Quelle: Das Gesicht der Sklaverei auf Bild.de)

Posted in Kriminalität.

5 Comments

  1. Da Sie fast ausschließlich über Bars, Saufen, Fressen und Prostitution schreiben, nimmt man auch an, dass Ihr Kulturverständnis ebendort endet.

    Prostitution als (asiatische) Landeskultur zu bezeichnen ist daher etwas kühn. Ich würde sagen, es handelt sich bei der Prostitution, egal in welchem Land, um eine Männer-Kultur. Genauer : Um das “Kulturverhalten” gewisser Männer. Wobei der Begriff Kultur doch noch etwas präziser definiert werden sollte.

    Dass es weltweit Millionen von Sexarbeiterinnen in sklavischen Verhältnissen gibt, einen großen Teil davon in Asien, mögen Sie zwar heftig abstreiten, diese Tatsache wird allerdings von den zuständigen UN-Gremien ständig untersucht und durch unzählige Fakten bestätigt, – und jedes Jahr zahlenmäßig auch nach oben korrigiert.
    Diese Annual UN-Reports sind über Internet einlesbar. Allerdings müssten Sie hierfür richtiges Englisch lernen.

    Das Land K. hat ein Image, das offensichtlich doch mit dem Status quo des Landes korreliert. Wenn ausländische Hurenböcke und Pädophile in K. besonders fündig und heimisch werden, sollte sich das Land K. schleunigst um Gesetze und Maßnahmen kümmern, die verhindern, dass weiterhin Massenprostitution und Pädophilie den Imagecharakter dieses Landes designen.
    Dann würde zumindest die Bild-Zeitung nicht mehr so leicht fündig werden.

    Aber solange das Land K. Einwanderer mit beschränkten Interessen (wie Fressen, Saufen und Huren) bedient, werden sich Besucher mit echten Kultur- und Landesinteressen wohl tunlichst fernhalten.

  2. Da tummeln sich doch immerwieder Leser im Internet die zwar Uno-Reports in englisch lesen können aber offensichtlich Blogartikel in deutscher Sprache nicht der richtigen Webseite zuordnen können. Ich kann mich nicht erinnern, das ich als absoluter Alkoholabstinenzler nur übers Saufen schreibe, übers essen dann schon lieber aber die kambodschanische Küche ist nicht so sensationell als das man da dauernd drüber schreiben müsste. Was die Bars und auch die Prostitution angeht, habe ich ein paar Artikel in meinem Kambodscha Blog verfasst die das wiedergeben was ich seit Jahren persönlich in südost Asien sehe und höhre. Habe auch nie bestritten das es in Asien Prostitution gibt (wie übrigens überall auf der Welt). Vielleicht sollten sie doch lieber weiterhin UNO-Reports lesen

    Und noch zum Schluss lieber Kommentator um der Realität wieder etwas näher zu kommen – wenn ausschliesslich Menschen mit echtem Interesse an der Kultur eines Landes reisen würden, würde die eh schon stark angeschlagene Tourismusindutrie wohl gänzlich ihre Forten schliessen können. Das sollten sie auch mal der kambodschanischen Tourismusbehörde vorschlagen, die würden sie wahrscheinlich aus dem Land werfen.

  3. Ausländische (Sex-)Touristen haben die Prostitution in Kambodscha und SO-Asien nicht verursacht, sie profitieren nur von der vorhandenen und allgegenwärtigen Prostitution. Das ist ein Fakt ohne jegliche Wertung meinerseits.
    Es gehört unbestreitbar zur kambodschanischen Kultur, dass Männer aller Einkommensschichten regelmäßig Prostituierte aufsuchen. Der Lohn für die Frauen, die wie Tiere behandelt werden, beträgt für eine Nacht 5 bis 10$. Wer sich mal überzeugen will wie sich diese Männer stinkbesoffen eine Hure krallen, der sollte sich mal eine Karaokeshow abseits der touristischen Pfade anschauen.
    Was Wunder, daß sich die Frauen gerne Touristen als Freier suchen. Jede Bar -ohne jegliche Ausnahme- ist voll mit Huren, die einen möglichst langfristigen Kontakt zu reichen Ausländern suchen. Oder wenigstens für “short time”, was den mehrfachen Preis gegenüber den Einheimischen einbringt.
    Viele Ausländer “verlieben” sich in diese Frauen weil sie denken, sie hätten eine Zufallsbekanntschaft gemacht. Diese armen Schweine werden in der Regel nach kurzer Zeit rigoros ausgenommen. Geld für die Mutter, die im Krankenhaus liegt, die kleine Schwester die eine neue Schuluniform braucht, der Vater muss Dünger fürs Reisfeld kaufen, usw.
    Wer aber seiner “Freundin” nicht genug bezahlt läuft Gefahr, dass die Hure ihn bei der Polizei anzeigt. Unter den fadenscheinigsten Gründen steht dann bald ein Polizist vor der Tür, der mehrere hundert Dollar fordert. Wer nicht zahlt, riskiert seine Verhaftung mit noch höheren Forderungen.
    Auf einmal ist der liebesblinde Ausländer ein ganz gemeiner Vergewaltiger der auch noch die minderjährige Schwester missbraucht hat.
    Wenn jetzt noch eine NGO sich der armen Opfer annimmt dann hat der “Täter” (Verzeihung) ausgeschissen. 10 bis 30.000$ sind dann fällig um nach einigen Monaten wieder aus dem Knast raus zu kommen. Das Geld wird übrigens ganz ungeniert zwischen Richter und Polizei verteilt. Das vermeintliche Opfer erhält eine compensation von einigen hundert Dollar.
    Noch was zum Kindermissbrauch in diesem Lande:
    Wer regelmäßig die Phnom Penh Post liest wird fast jeden Tag einen Artikel zu dem Thema lesen. Ein- bis 14-jährige Kinder werden vergewaltigt und teilweise umgebracht. Die Dunkelziffer dürfte um ein vielfaches höher liegen als die Fälle, die es in die Zeitung schaffen. Das dieses Klima pädophile Ausländer anzieht ist schrecklich aber diese Menschen nutzen das vorhandene amoralische Potential der Eltern die ihre Kinder regelrecht an Ausländer verkaufen.
    Das Verhalten der Eltern ist nicht durch ihre Armut zu rechtfertigen. Sorry, aber nach fünf Jahren Kambodscha bleibt bei mir der Eindruck, daß die Geldgier in diesem Lande so groß ist, daß es keine moralischen Hemmschwellen gibt.
    Ich denke, die NGO’s sollten sich viel mehr um die Eltern der missbrauchten Kinder kümmern um ihnen klar zu machen, daß sie ihre Kinder nicht (lukrativ) verkaufen können um nach einer Verurteilung des Täters auch noch laut schreiend zusätzlich compensation fordern.
    Zum Thema Sexsklaven:
    Auch ich habe davon gehört, gesehen aber noch nie. Vielleicht weil ich noch nie in einem Puff war der ausschließlich von Einheimischen besucht wird. Die Huren, die mir bisher begegnet sind arbeiten auf eigene Rechnung in Touristenbars und zählen zu den wohlhabenden Menschen in Kambodscha.
    Schlimmer sind da die Frauen dran die als echte Sklaven in großen Nähereien arbeiten um coole Klamotten für “uns” zu produzieren. Teilweise interniert hinter Werksmauern mit Stacheldraht. Wer raus will (auch bei Krankheit) muss etwa einen Jahreslohn als Auslöse bezahlen. Adidas, Puma, Nike, H&M, Zara, usw. bringen einer Näherin in Kambodscha ein Monatsgehalt von etwa 65$ pro Monat bei einer 50 bis 60 Stundenwoche ein. Das verdient eine Hure an einem guten Tag mit Touristen.
    Darüber sollten auch mal die NGO-Mitglieder nachdenken wenn sie in ihren schicken 70.000$ Landrovern fröhlich durch die Lande ziehen um mit ihren Fingern auf Sextouristen zeigen.

    Meine persönliche Meinung:
    Ich finde diese dickbäuchigen, sabbernden Männer, die nach Kambodscha zum fi…. kommen auch nicht symphatisch aber das macht wohl einen großen Teil der Attraktivität des Landes für diese Menschen aus. So lange sie von Kindern wegbleiben und ihre Nutten anständig behandeln und bezahlen bedienen sie eine vorhandene Kultur und bringen mehr Devisen an die Basis als der kulturinterressierte Touri, der sein Geld in Luxushotels ausgibt die ausländischen Investoren gehören.

  4. Sorry – aber wegen der hervorragenden Optik und der sexuellen Performance hiesiger Damen, muss wohl kein Mann nach Kambodscha kommen!
    Da gibt es benachbarte Länder, welche statt langweiligem Horrorkabinett, richtig gute Gesamtpakete bieten!

    Auch glaube ich nicht, dass die große Anzahl Pädophiler in Kambodscha ihr Unwesen treibt – wo macht man das – genau – da wo man nicht auffällt und sich auskennt und das ist heute immer noch in der eigenen Heimat und besonders im eigenen Umfeld! (Dazu gibt es genau Statistiken – auch in Englisch…für unseren Bek(l)ehrer!)

    So wird man dann dies auch auf Kambodscha adaptieren können und kommt somit zum Schluss, dass der Missbrauch von Kindern, auch in Kambodscha in deren persönlichen und kulturellen Umfeld stattfindet.

    Aber schauen wir uns doch mal an, wie viele der Menschen hier, mit ihren Kindern umgehen?! Die Kleinkinder werden unter den Arm geklemmt und so fährt man schnell, in einem Höllentempo mit dem Moped zum Markt…passiert schon nichts – und wenn – wird halt wieder ein Neues gemacht.

    Die Mehrheit der Ausländer die hier lebt – ist hier, weil sie anders leben wollen und die noch herrschenden, liberalen Visa-Bedingungen, bei erträglichen Lebenshaltungskosten schätzen.
    Halligali und bumsfallera – machen in Thailand jedenfalls sicher mehr Spass…

  5. Bauer (51) sucht Vogelscheuche mit gemustertem Pyjama für ca.3 Monate!
    Sein Saatgut muss unbedingt geschützt werden.
    Ein gebastelter “Spitzhut” ist nicht zwingend erforderlich. (man will nicht,dass sich die Vögel schon beim Landeanflug zu Tode lachen!)

    Ehrliche Anfragen mit Bild werden hier vertrauensvoll beantwortet!

    Peter/Basel

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