Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Evolution? No have, no can do!

Homo erectus auf der JagdDie Gründe warum “südost” Asiaten oft so anders handeln und denken wie wir weissen liegen offensichtlich klar auf der Hand, sie leben in einem anderen Kulturkreis und haben eine andere Religion. Das klingt ersteinmal einleuchtend, oder? Die Frage die sich nun stellt ist die, ob eine Kulturkreis oder/und eine Religion den Menschen dazu bringen kann in sehr vielen Bereichen des Lebens wieder jeglicher Logik und des menschlichen Verstandes zu handeln?

Die Menschen hier, egal ob Frauen oder Männer und egal welchen Bildungsstand sie haben, scheinen in der Lage zu sein ihr Gehirn komplett abzuschalten und nur noch aus dem Bauch herraus zu handeln oder den menschlichen Urinstinkten zu folgen. Daraus resultierende Probleme kann man in allen gesellschaftlichen Schichten erkennen, angefangen in den obersten Reihen wo der Marine General an der Schule seiner Tochter zwei Lehrer und einen Schüler aus nichtigem Grund brutal, körperlich attackiert, bis hin zur armen Reisbauernfamilie, wo der Sohn aus Eifersucht seiner Freundin den Kopf abschlägt. Das alles sind hier keine Einzelfälle.

Auch jeder weisse Mann der sein Glück mit einer südost Asiatin versucht wird sehr bald feststellen das die Dame seines Herzens etwas anders tickt als er das aus der zivilisierten, westlichen Welt gewohnt ist. Da treten aufeinmal aus dem Stehgreif und aus oft nicht nachvollziehbaren Gründen exzessive, emotionale Entgleisungen auf womit der ahnungslose Verehrer niemals gerechnet hätte.

All das gibt dem interessierten Beobachter natürlich zu denken auf aber ich bin da eher zufällig auf eine interessante, frühgeschichtliche Information gestossen, die ich in Zusammenhang mit dem Erlebten, Gelesenen und Gesehenen gebracht habe. Auf wissen.de kann man als registrierter Benutzer folgendes nachlesen:

Die Übergangszeit vom Homo erectus zum archaischen Homo sapiens wird von den Anthropologen heute vor rund 400 000 Jahren in Europa und Afrika und vor 300 000 bis 200 000 Jahren in Asien angesetzt.

Zur Erklärung, ein Homo erectus ist ein aufrecht gehender Mensch und ein Homo sapiens ist ein kluger oder verständiger Mensch.

Für mich heisst das, das die Evolution des Menschen vom “nur” aufrecht gehenden Menschen zum bereits klugen oder verständigen Menschen in Asien 100 000 bis 200 000 Jahre später als in Europa und Afrika stattgefunden hat. Wahrscheinlich liege ich mit meiner Hypothese kilometerweit daneben aber wenn man wie ich lange Zeit hier lebt kann man sich des Eindrucks sehr oft nicht erwehren, das sehr vielen Menschen in südost Asien wirklich ein paar tausend Jahre Evolution fehlen.

Eine Ausnahme, in diesen Breitengraden, scheinen die Vietnamesen zu sein aber warum das so ist muss ich erst noch herrausfinden.

(Bildquelle: aarrgh auf Flickr)

Posted in Kambodscha.

8 Comments

  1. Sehr interessanter Denkansatz!
    Wobei ich gar nicht bis in die früheste Evolution zurückgehen würde, um das manchmal unbegreifliche Handeln der Kambodschaner zu erklären.
    Schließlich haben die Khmer vor tausend Jahren Angkor Wat errichtet. Die zu der Zeit weltgrösste Metropole, klug durchdacht bis hin zur Infrastruktur und Architektur. Ohne Logik und strukturiertes Denken wäre das unmöglich gewesen.
    Ich glaube eher, dass dieser Fatalismus und die merkwürdige Planlosigkeit ihre Gründe in der jüngsten Vergangenheit haben. Die Roten Khmer haben schliesslich mit erschreckender Gründlichkeit die gesamte Intelligenz des Landes ausgerottet. Wissen, Bildung, Kultur waren obsolet, da fehlt immer noch eine ganze Generation an Lehrern. Und selbst die heutigen Lehrkräfte haben nach unserem Verständnis noch gewaltige Wissensdefizite. Ich fand es oft erschreckend, wie ahnungslos viele Kambodschaner in Bezug auf Geografie, Ökonomie, Gesundheit, Technologie sind. Selbst einfachste Zeitebenen scheinen ihnen unbegreiflich zu sein. Wer weiss dort schon sein eigenes Geburtsdatum?
    Das ist das spezielle Trauma in Kambodscha.
    Für Südostasiaten allgmein sehe ich die Lehrmethoden als Grund für manch unverständliches Verhalten.
    Da wird nicht analytisches Denken gefordert, sondern Kopieren. In-Frage-Stellen ist verpönt, weil damit auch eigene Unwissenheit offenbart wird. Außerdem bringt das die Autorität des Lehrers ins Wanken. Und wer von Kindesbeinen an nur nachplappert ohne nachzudenken, wird später eben kaum in der Lage sein, das Ursache-Wirkung-Prinzip im Alltag anzuwenden.
    Bei den Vietnamesen sieht es etwas anders aus. Zum einen orientiert sich deren Mentalität eher an Ostasien. Südchina, Hongkong, Taiwan ist ihnen näher als Phnom Penh, Bangkok oder Laos. Dazu mag kommen, dass in den 70ern und 80ern sehr viele Vietnamesen in Ostdeutschland lernten und arbeiteten. Nicht umsonst werden sie manchmal als die “Preussen Asiens” bezeichnet. Nach ihrer Rückkehr waren sie dann meist in leitenden Positionen tätig und haben Arbeitsdisziplin und eine gewisse Strebsamkeit durchgesetzt. Vor 25 Jahren begann schliesslich die vietnamesische Perestroika, die eigenverantwortliches Handeln ermöglichte und honorierte.
    Davon sind Kambodscha und Laos noch weit entfernt. Thailand hat zwar eine wirtschaftliche Sonderstellung, aber in der archaischen Denkweise stehen die Thai den Khmer oft nicht nach. Aber das weisst du ja selbst viel besser!
    Das sind so meine Überlegungen zu den vielen Ungereimtheiten im kambodschanischen Kosmos. An unseren unterschiedlichen Interpretationen kann man auch gut erkennen, wie absonderlich einige Verhaltensmuster dem gelernten Westeuropäer erscheinen.
    Man kann es manchmal einfach nicht fassen…

  2. Olaf, danke dir für deinen informativen Kommentar. Ich stimme mit dir in fast allem was du geschrieben hast überein. Jedoch ist die besondere Situation Kambodschas nicht Gegenstand meines Beitrages als vielmehr die Basisverhaltensmuster der Menschen im ganzen asiatischen Raum.

    Die alte Khmer Hochkultur und ihre Bauwerke sind ohne Frage faszinierend jedoch ist z.B. die Kultur der Römer noch um einiges älter und hat nach meinem Wissensstand einiges mehr als nur Steine für die Menschheit zurückgelassen. Auch in der Zeit bevor die Franzosen ins Land kamen war Kambodscha ja wohl nicht gerade eine Stätte der Denker und Gelehrten gewesen. Was heissen könnte, das die Khmer Kultur nur ein kurzes Aufflackern im unendlichen Raum der Geschichte war und wovon schon vor der Kolonialzeit der Franzosen nicht mehr viel geistiger Inhalt übrig gewesen ist.

  3. “Auch jeder weisse Mann der sein Glück mit einer südost Asiatin versucht wird sehr bald feststellen das die Dame seines Herzens etwas anders tickt als er das aus der zivilisierten, westlichen Welt gewohnt ist. Da treten aufeinmal aus dem Stehgreif und aus oft nicht nachvollziehbaren Gründen exzessive, emotionale Entgleisungen auf womit der ahnungslose Verehrer niemals gerechnet hätte.”

    Ommmmmmm. Genau. Absolut richtig. Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmm.
    Ommmmmmm. Genau. Absolut richtig. Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmm.
    Ommmmmmm. Genau. Absolut richtig. Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmm.
    Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm. Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm.
    😉

  4. > Da treten aufeinmal aus dem Stehgreif und aus oft nicht
    > nachvollziehbaren Gründen exzessive, emotionale Entgleisungen
    > auf womit der ahnungslose Verehrer niemals gerechnet
    > hätte.

    Gut dass das bei Frauen aus dem Westen niemals vorkommt. 😀

  5. >>>Die Frage die sich nun stellt ist die, ob eine Kulturkreis oder/und eine Religion den Menschen dazu bringen kann in sehr vielen Bereichen des Lebens wieder jeglicher Logik und des menschlichen Verstandes zu handeln?<<<<

    Absolut ja – die Genetik hat da kein Sterbenswörtchen mitzureden. Oder sind Amerikaner und Europäer mit südostasiatischen Wurzeln für von dir genanntes Verhalten bekannt? Wäre mir neu.

  6. Sebastian, Danke für die Richtigstellung. Das meine wilde Theorie mit der Evolution etwas hinkt habe ich mir schon fast gedacht. Jedoch entsprechen alle hier beschriebene Handlungen der reinen Wahrheit und das obige Bild sieht ja auch nicht schlecht aus.

    …. schön das solche Beiträge die Leserschaft zum kommentieren anregen.

  7. Hallo Don Kong,
    toller Bericht, ich musste echt einige male schmunzeln. Da ich ja seit 12 Jahren glücklich mit einer Khmer verheiratet bin, kann ich sagen das es schon Ausnahmen gibt. Ich glaube es hilft echt wenn Kambodschaner längere Zeit im Ausland leben und begreifen wie die Welt woanders funktioniert.
    Ich sehe auch einen Grund in der ungenauen Sprache, ich habe schon oft erlebt das meine Frau etwas 20 Minuten lang genau erklärt hat (bzw. versucht hat ) und es dann immer noch falsch verstanden wurde.
    Wenn ich etwas erklären will mache ich immer Zeichnungen das funktioniert noch am besten.
    Auch geschriebenes wird oft recht unterschiedlich interpretiert.
    Ich melde mich mal demnächst, an Neujahr bin ich in Sihanouk zum entspannen was ich dringend brauchen kann.
    Schöne Grüße Wolfgang

  8. Wolfgang, ich glaube wir haben alle die selben Kommunikationsschwierigkeiten mit unseren asiatischen Frauen egal aus welcher Ecke sie hier kommen. Ich bin nun 11 Jahre mit meiner Frau zusammen und es ist noch niemals vorgekommen das wir das gleiche sehen auch wenn wir das selbe Objekt betrachten, in mancher Hinsicht wird sie mir immer ein Rätzel bleiben. Aber vielleicht ist es genau das was den Reiz ausmacht, eine Partnerin die man nach kurzer Zeit schon kennt wie seine eigene alte Hose ist doch langweilig, oder?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.