Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Feuchtes Kambodscha, Firma, Familie und nachts in Sihanoukville

In Kambodscha ist es feucht geworden, dunkle Regenwolken ziehen über das Land der Wunder. Hier in Sihanoukville sind die Touristen seltener geworden, nur die ganz Hartgesottenen sind jetzt noch unterwegs. Seit Tagen regnet es mit nur kurzen Unterbrechungen. Für mich persönlich ist das Einsetzen der Regenzeit jedesmal eine willkommene Abwechselung zu den sonnigen, heissen Monaten der Trockenzeit. Die Luft kühlt sich angenehm ab, ich schlafe besser und beim Kraftsport und Thaiboxen kann ich wieder frei durchatmen.

Die Firma

Mit der Firma werden wir zum Monatswechsel in das neue Firmengebäude umziehen. Der Mietvertrag für das alte Gebäude ist abgelaufen und wurde nicht verlängert. Der Vermieter, ein kambodschanischer Geschäftsmann aus der Import- Exportbranche, hat uns aber sofort ein nagelneues Ersatzhaus, zu fast identischen Konditionen, angeboten. Das fanden wir soweit in ordnung und ziehen nun, mit der gesamten Fertigung, in ein ca. 1 km entferntes, speziell unseren Bedürfnissen angepasstes, Neubauobjekt.

Alle Jahre wieder! Meine Freunde vom kambodschanischen Arbeitsministerium haben sich für eine Inspektion der Firma angekündigt. Wieder das selbe Schreiben mit der Auflistung von dem was sie alles prüfen wollen u.s.w.. Die unglaubliche Forderung, das wir eine Krankenschwester und einen Arzt einstellen sollen ist auch wieder dabei. Alle unsere Mitarbeiter sind Sozialversichert was die Firma zu 100% bezahlt. Die Versicherung schreibt uns mehr oder weniger vor in welche Klinik unsere Mitarbeiter, im Falle eines Unfalls, gehen sollen. Bei den 3 leichten Unfällen die wir in 2 Jahren hatten hat das auch alles wunderbar funktioniert. Die Mitarbeiter wurden vernünftig behandelt und die Versicherung hat alle Kosten direkt mit der Klinik abgerechnet. Wohlbemerkt kann ein Betrug beim Abführen der Sozialversicherungsbeiträge in Kambodscha mit Gefängnis bestraft werden.

Nun kommen die Brüder vom Arbeitsministerium zu uns und werden wieder fordern das wir medizinisches Personal beschäftigen, sie bezahlen und auch Räume zur Verfügung stellen sollen. Ob wir auch eine Praxis einrichten sollen kann ich noch nicht sagen. Wahrscheinlich würde der Arzt dann auch seine Privatpatienten in unserem Gebäude behandeln. Ja, so läuft das in Kambodscha wenn man nicht aufpasst. Ich bin der Meinung das sollen die mit der Sozialversicherung direkt ausdiskutieren und das werde ich ihnen auch sagen. Die ganzen Papiere und Dokumente die sie sehen wollen können sie haben, den grössten Teil müssen wir sowieso jeden Monat im Arbeitsministerium, bei den selben Leuten die nun in die Firma kommen, vorlegen. Ich bin immer wieder aufs neue sprachlos wie konfus das hier alles Organisiert ist.

Die Familie

Unser Sohn hat heute den letzten Tag mit seinem besten Freund, bevor der morgen für 2 Monate mit seinen Eltern nach Frankreich fliegt. Sie hängen schon seit heute morgen zusammen und meine liebe Frau hat eben Pizza für die beiden kommen lassen. Ab morgen wird es dann wohl erstmal langweilig werden für Don Kong Junior aber Oma kommt ja bald an geritten.

Nachts in Sihanoukville

Heute morgen erreichte mich eine mysteriöse SMS in der mir etwas von “letzte Nacht im Utopia und zuschlagende Polizisten in zivil” angekündigt wurde. Mann wolle mir mehr über den Vorfall mitteilen wenn “man das Mädel losgeworden ist”. Das war’s. Ob da noch was kommt und was es sein wird kann man nicht sagen aber auf jeden Fall bleibt es spannend in Kambodscha.

Posted in Sihanoukville.

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