Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Was einem nachts in Sihanoukville so alles passieren kann

Ein lieber Bekannter von uns, der gerade seinen Kambodscha Urlaub in Sihanoukville verbringt, war vorgestern Nacht auf ein paar Getränke in einer Kneipe am Serendipity Beach unterwegs. Damit er nicht jedesmal zum Bezahlen sein Portmonee aus der Hosentasche ziehen muss, ließ er ein kleines Bündel Geldscheine genau vor sich auf dem Tisch liegen. Nun trug es sich zu, das eine der Bedienungen im Vorbeigehen einfach die Geldscheine griff, sie in die Tasche steckte und damit im Getümmel der Gäste untertauchen wollte. Alles vor den Augen unseres Bekannten, der sofort Einspruch einlegte und die junge Dame aufforderte ihm sein Geld wieder zurückzugeben.

Die kambodschanische Bedienung war davon nicht begeistert, schimpfte auf ihn ein und zog wiederwillig einen der Scheine aus der Tasche. Sie reichte ihm die 1,- $ Note rüber und wollte auch schon wieder verschwinden als er ihr sagte, das er auch gerne seine anderen Geldscheine wiederhaben würde. Sie hielt inne, griff wieder in ihre Tasche, zog das restliche Geld raus und hielt es ihm hin. Im selben Moment griff sie mit der anderen Hand nach seinem Glas und schüttete ihm den Gin Tonic mitten ins Gesicht. Diese Tat blieb natürlich von den Umstehenden und auch vom Chef der Kneipe nicht unbemerkt und nach einigem Hin und Her wurde die diebische Bedienung, von ihrem Arbeitgeber, einfach auf die Straße gesetzt. Unserem Bekannten, der dachte das die Angelegenheit damit nun erledigt sei, wurde zu seiner Überraschung geraten, das auch er nun besser das Lokal verlässt um sich an einen sicheren Ort zu begeben. Sie sagten ihm, das zu befürchten sei, das die junge Khmer Dame wiederkommen würde um Rache an ihm zu nehmen.

Rache, Aggressionen oder sogar Gewalt sind Überhaupt nichts für unseren Bekannten und so sah er zu, das er schleunigst weg kam vom Ort des Geschehens. Er zahlte, verließ die Kneipe und kam ca. 20 Meter weit als ihn die junge Kambodschanerin mit einer Glasflasche in der Hand, aus einer dunklen Ecke herraus, attackierte. Sie schlug einmal zu, traf unseren Bekannten seitlich am Kopf und war so plötzlich wie sie erschienen war auch wieder in der Dunkelheit verschwunden. Bis auf eine mächtige Beule und einen ordentlichen Schrecken hat der Gute zum Glück keinen weiteren Schaden davon getragen. Gestern beim Abendessen in einem französischen Restaurant, wo er uns die Geschichte erzählte, haben wir sogar gemeinsam darüber gelacht.

Ja meine lieben Leser, so kann es einem gehen im wilden Kambodscha wenn man sein Geld offen rumliegen lässt, Gelegenheit macht eben Diebe. Für viele hier, die von den Touristen leben, ist die Hauptsaison 2012 nicht gut verlaufen und die Regenzeit steht kurz bevor. Wenn in der Saison nichts hängen bleibt gibt es in der Regenzeit nichts zu beissen, ist doch ganz klar oder?

Posted in Kriminalität.

8 Comments

  1. Tja Pech gehabt mir haben die Brüder im Februar 25dollar von der Strandliege geklaut war 3meter entfernt habe ihn gesehen und trotzdem nichts bemerkt und die Bedinungen auch nicht haben geschlafen wie immer.Schlimmer hats einen 65jährigen Japaner erwischt den armen Kerl hat mann aufgehängt am Hafen bei der cicken farm gefunden angeblich selbsmord meint die Polizei. Man hat nähmlich schleifspuren von seinen Füßen gefunden das sagt einiges Leute die dort waren sagen er wurde wahrscheinlich ausgeraubt betäubt und dann gehängt kenner von Sihanouk wissen was auf der cicken farm los ist also immer brav aufpassen und nie nie abends alleine ausgehen

  2. Das sind ja richtige Horrorgeschichten! 🙁 Fazit: Immer schön vorsichtig bleiben und sich nicht “in die Karten schauen lassen”… Gesundes Misstrauen eben 😉

  3. So lustig ist das überhaupt nicht. Hätte auch ein Messer sein können … Viecher halt.

    Geht auch anders, eine Angestellte einer Bar hat mir vor meiner Abreise (keine Bange, Marc kommt wieder!) einen Schal geschenkt – “Because in germany maybe very cold”. Bis auf ab und an ein paar ladydrinks ist da nix gelaufen. Wirds wohl auch in Zukunft nicht …

    Apropo, ich war vor meinem Abflug (natürlich) noch ein paar Tage in Phnom Penh, so auch in der “Lone Brothers Bar Phnom Penh”, betrieben von Claus (vormaliger Betreiber der LB Bar in SHV). Dummes Gequatsche und Gerüchte sind Schall und Rauch – Bei ihm arbeiten ca. 9/10 Mädels und es war eine hervorragende Stimmung (bis morgens ca. 8 Uhr). Es hat einfach nur Spaß gemacht, so viel Spaß wie ich bspw. in SHV lange nicht mehr hatte.

    Wer mich kennt weiß daß ich grundlos eigentlich keine Ladydrinks mehr ausgebe. Den Grund hatte ich, die Stimmung war super und so waren halt ein paar drinks fällig. Wenn ich in ein paar Monaten nach Kambodscha zurückkehre werde ich jedenfalls ein paar Tage Phnom Penh einlegen bevor es dann weiter nach SHV gehen wird.

  4. Da ist der gute nicht alleine. Vor 2 Tagen wurde ich von einer Vietnamesin um die 50 mit Kind derart dreist um mein Portmonnaie beraubt, dass mir die spucke wegblieb. Sie hat mich wohl beim zahlen des Bustickets beobachtet und als ich dann in den bus einsteigen wollte derart dreist in die bustuer gedraengt und dabei das kind an mich gepresst, dass ich dachte dass die total bloed sein muss. Dreist ist sie dann im bus an ihren platz gegangen und hat sich mit sohn hingesetzt als waere nix passiert. Als ich mich auf meinen platz setzte fiel mir auf dass der reissverschluss meiner seitlichen hosentasche auf war. als ich in die tasche hineingriff war die geldboerse weg. Als ich anfing sie zu beschuldigen schrie sie sofort, wie bei den vietnamesen hier so ueblich, los und wollte mir an den hals gehen. Es half alles nix, das geld und die boerse die ich noch sekunden vorher in der hand hatte blieb weg. Von durchsuchung oder polizei war ganz zu schweigen. der bus rollte los und sie stieg einfach an der naechsten kreuzung aus. Den trick hat sie wohl schon oefter gebraucht. gottseidank waren nur 25 $ drin, aber sowohl mein schluessel sowie flugticket dass ich dann nochmal bei der airline angefordert und erhalten habe, war kein schaden entstanden. Es ist die Dreistigkeit die mich schockiert. Es ist so als haetten sie jedes recht Barangs zu beklauen. Das habe ich auch schon am Victory beach erlebt wo ein junger typ sich einfach neben die liege gesetzt hat, so als ob er nur zuhoeren wollte. Ein kurzer griff in das als kopfstuetze zusammengerollte handtuch und schon hatte der das portmonnaie in der hand.

    Sihanoukville ist auf einem sehr komischen weg. Anstatt besser zu werden, habe ich den eindruck es geht stets bergab. Ich komme auf keinen fall wieder

  5. Ueble Tricks und Gauner gibt es nun mal überall auf der Welt…
    Deswegen gleich ganz SHV als “auf einem komischen Weg” zu taxieren, finde ich ziemlich daneben gegriffen! In der sogenannt “zivilisierten Schweiz” bin ich bereits zweimal in einem Restaurant beklaut worden 🙁 Nochmals zum Mitschreiben: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

  6. Also die Geschichten, die ich hier so lese, passieren auch in Europa. Wer nicht auf sein Geld achtet, verliert es eben. Ich habe nicht nur einige Wochen in Sihanoukville Urlaub gemacht sondern auch Freunde meiner Nationalität, mir und denen ist nichts vergleichbares passiert. Im Gegenteil: als ich bei einem Sturz nicht mehr aufstehen konnte, war es vor allem die Jugend, die mir wieder auf die Beine half, OHNE Dank abzuwarten und OHNE dass mein Geldbeutel verschwunden war. Ich bin noch nicht einmal dazu gekommen, nach dem Preis für Verbandmaterial zu fragen. WO gibt es das in Europa…..?

  7. Man kann sich aber auch in seiner “Verbortheit” um Kopf und Kragen reden,Sätze wie “das kann in Europa auch passieren ” klingen eher nach Wahrheitsverdrängung.
    An der Ostsee oder Nordsee oder an der Adria,genauso wie am Chiemsee oder sonst wo ist mir sowas noch nie passiert.So dreist wie die Asiaten eben sind,so clever sind Sie auch.

  8. @Jens:
    Im Grunde genommen kann ich Deinem Kommtentar zustimmen mit einer Ausnahme:
    Die Asiaten / Asiatinnen, mit welchen der durchschnittliche Farang an solchen Plätzen wie Bars usw. zutun hat, die sind niemals clever, sondern nur – Bauernschlau und lisitig – !
    Das ist ein erheblicher Unterschied zu Cleverness, denn die Cleveren haben meistens einen hohen IQ !

    Übrigens ist es hinlänglich bekannt, dass man kein Geld in Asien offen in einer Nachtbar auf den Tisch legen sollte, denn jede asiatische Bedienung geht zunächst von einem Trinkgeld aus !
    Dass danach der typisch asiatische “Amoklauf” einsetzte ist mir klar, denn diese Leute können einfach nicht anders, weil sie sich in diesem Moment im Recht fühlen !

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