Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Ein Tag im Leben eines Auswanderers

Nach fast sechs Jahren Leben in Kambodscha hat sich bei mir natürlich längst ein geregelter Tagesablauf eingestellt, der sich auf die Wochentage bezogen nur wenig verändert. Heute bin ich mal eine Stunde später aufgestanden, das heißt um 08:00 anstatt um 07:00 Uhr. Habe wie jeden Morgen, erstmal den Computer eingeschaltet und dann die üblichen, morgendlichen Aktivitäten im Badezimmer erledigt. Danach wollte ich, auch wie jeden Morgen, bei einer Tasse Kaffee meinen Rundgang durch die Netzwelt machen aber daraus wurde heute nichts denn es gab keine Internetverbindung. Ist zwar selten aber kommt vor. Also Anruf beim Anbieter und gegen 09:00 Uhr lief die Sache wieder. Zwischendurch habe ich meinen Kaffee auf dem Balkon getrunken und auch gefrühstückt, eine große Schüssel gekochte Haferflocken, 1 Joghurt und 1 Glas Orangensaft  + 1 Vitamin C und eine 1 Magnesium Kapsel.

Von 09:00 bis 11:00 Uhr habe ich dann meine Telefonate und die täglichen Arbeiten am Computer, wie E-Mails schreiben, Statistiken und Umsätze ansehen u.s.w., erledigt. Um 11:00 Uhr gab es einen Protein Shake als Zwischenmahlzeit. Danach eine Visite in der Firma um zu sehen ob alles nach Plan läuft, was meistens der Fall ist. Dann weiter zum Mittagessen in das deutsche Restaurant “The Bavarian”, wo es heute Leber “Berliner Art” mit Kartoffelpüree als Tagesmenü gab. Gegen 14:00 Uhr sass ich dann wieder zuhause am Schreibtisch und habe mich weiter um die niemals endende Arbeit am Computer, bzw. im Internet gekümmert.

Um 15:00 Uhr gab es einen Kohlenhydrate/Protein Shake + 2 Aminosäure Kapseln um mich dann auf den Weg zum täglichen Training ins Gym zu machen. Donnerstags war normalerweise “Mixed Martial Arts” (MMA) dran aber dazu sollte es heute nicht kommen. Zehn Minuten vor Trainingsbeginn bekam ich einen Anruf von meinem Assistenten mit der Meldung, das es bei einer Materialsendung Probleme an der Grenze mit dem Zoll gab. Also musste ich wieder nachhause um mit dem Büro in Bangkok die Sache über Skype zu klären. Während es noch einiges Hin und Her gab lösten sich die Probleme an der Grenze jedoch vollkommen selbstständig, wieder mal nur ein Kommunikationsproblem zwischen den Thai und den Khmer Beamten. Die Sendung war nun endlich auf dem Weg nach Sihanoukville aber mein Training konnte ich vergessen.

Inzwischen war es 16:30 Uhr und ich hatte noch Zeit ein paar administrative Dinge für die Firma zu erledigen. Kurz vor 18:00 Uhr habe ich mich auf den Weg gemacht um mich mit Anne und Peter, den beiden Fernsehstars aus der ZDF Sendung “Hallo Deutschland”, im “The Bavarian” zu treffen. Anne die hier in Sihanoukville mittlerweile den besten Kuchen bäckt und auch verkauft hat mir 3 Stücken von ihrem exzellenten Käsekuchen mitgebracht. Nach einem netten Schwätzchen, einer Portion Pommes und einer großen Apfelschorle bin ich dann wieder nachhause und habe so um 20:00 Uhr Abendbrot gegessen, Omelett mit Käse und Bratkartoffeln. Die Abende verbringe ich in der Regel im Kreise meiner Familie und sie enden meist gegen 23:00 Uhr, nach dem ich mir den dritten und letzten Kohlenhydrate/Protein Shake + 2 Aminosäure Kapseln reingezogen habe.

Don Kong

Posted in Auswandern.

12 Comments

  1. Danke für diesen Einblick in Deinen Alltag. Und bereits sechs Jahre in Asien – das kann nun nicht wirklich jedermann von sich behaupten! Weiterhin alles Gute und danke an dieser Stelle für die meistens interessanten Beiträge 🙂

  2. Hallo don-kong, finde deine Beiträge sehr interessant. Werde meinen Lebensmittelpunkt Anfang 2014 nach Asien verlegen. Bin begeisterter Petaquespieler, und würde gerne wissen ob es in Sihanoukville eine entsprechende Szene gibt. Danke, Gerd.

  3. Hallo Gerhard Gühr, schön das dir meine Beiträge gefallen. Es gibt hier ein paar Franzosen die spielen tatsächlich in Strandnähe regelmässig Boule. Ob das aber nun genau Pétanque ist kann ich dir nicht sagen.

  4. Hi,

    das nenne ich doch mal einen echten Einblick in dein Leben, vielen Dank dafür. Ich spiele elber schon eine ganze Weile mit dem Gedanke Auszuwandern, doch der letzte Kick hat mir noch gefahlt.

    Wie sieht es eigentlich bei dir mit der Familie aus? Musst Du oft an sie denken? Fehle sie dir?

    Freue mich auf Antwort hier im Blog.

    Grüße

  5. Hallo Olaf Singer, meine Familie ist hier bei mir in Kambodscha, das ist mein Sohn und meine Frau. Meine Mutter hat auch fast zwei Jahre hier gelebt und ist nun wieder in Deutschland. Wir telefonieren regelmäßig, damit kann ich gut leben.

  6. Hallo Gerhard,Don Kong,vielen Dank für Deine ausführlichen Einblicke in Dein Leben.
    Freundlich grüßt Dich
    Hampi.

  7. Hallo Don-Kong,
    das ist ja ein Tagesablauf, so hätte ich es mir in meiner aktiven Zeit auch erträumt. Jeder wie er es verdient, stimmts?
    Meine Asienbegeisterung ist mittlerweile total weg, lese aber immer noch Deinen Blog.
    Dass Deine Mutter wieder daheim ist, habe ich noch gar nicht mitbekommen. Habe ich ev. einen Beitrag dazu versäumt?
    Alles Gute weiterhin
    Heinz

  8. hi don-kong,
    habe deinen Tagesablauf mit interesse gelesen.
    du lebst in sihanoukville?
    ich werde mit meinem freund im nächsten märz für 4 wochen in kambodscha sein.
    wir wollen siem reap and auch sihanoukville besuchen.
    Gibt es genügend freie Wohnungen in sihanoukville?
    für eine antwort wäre ich dankbar.
    helmuth

  9. Hallo Helmuth Goldberg, ja ich lebe in Sihanoukville und von einem Wohnungsüberschuss kann hier nicht die Rede sein. Dazu kommt noch, das die privaten Vermieter hier an möglichst langfristigen Mietverträgen interessiert sind, das heißt von einem Jahr an aufwärts. Für einen kurzen Aufenthalt empfehle ich dir ein Zimmer in einem Hotel oder Guesthouse zu mieten, davon gibt es hier genug.

  10. Moin moin,

    wie kommst du an die Proteine und Aminos, kann man die in Kambodscha kaufen ober lässt du dir die schicken?
    Ich habe mir schon überlegt wie ich da möglichst viel in die Taschen bekomme, nimmt ja doch schon einiges an Platz weg.

    Gruß
    Nik

  11. @Nik
    Das ist ganz unterschiedlich, mal bekomme ich was mitgebracht und eher selten bekommt man auch in Phnom Penh etwas zu kaufen.

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