Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Offener Brief an alle Nörgler

Hier unter den Ausländern in Kambodscha gibt genug von ihnen. Leute die über alles etwas zu nörgeln haben, die ständig vergleichen und beurteilen und natürlich auch sofort immer wissen wie man alles besser machen könnte. Sie haben wenig Interesse an den Menschen hier oder deren Kultur, sie sind meist mehr damit beschäftigt Preise zu vergleichen und passen auf, das sie von ihren kambodschanischen Gastgebern nicht betrogen werden. Hier in Sihanoukville scheint es mittlerweile so viele davon zu geben, das sie auch ganz normalen Kambodscha Besuchern negativ auffallen, wie die folgenden Zeilen zeigen. Der Verfasser des Briefes, der mir persönlich bekannt ist, bat mich um die Veröffentlichung auf dem “Leben in Kambodscha” Blog. Viel Spaß beim Lesen!

Ein erfahrener Reisender, der in 40 Jahren 120 Länder bereist hat und in 12 von ihnen länger als ein Jahr gelebt hat und der seit drei Jahren in Kambodscha lebt, hat mir mal gesagt, dass du alles Gepäck zuhause lassen musst wenn du auf Reisen gehst. Ich hab ihm ganz stolz geantwortet, dass ich seit acht Jahren etwa 4 bis 6 Monate im Jahr in Kambodscha verbringe und grundsätzlich nur mit Handgepäck reise. Darüber hat er nur müde gelächelt und ein “Du-verstehst-aber-auch-Garnichts-Gesicht” aufgesetzt. Heute weiß ich, was er damit sagen wollte. Nicht im Koffer oder Rucksack sondern im Kopf bringen wir schweres Gepäck mit. Der größte Teil davon besteht aus Erwartungen und Ansprüchen.

Wer sich als Tourist für ein paar Tage oder Wochen in einem fremden Land aufhält -sagen wir mal Kambodscha- dem wird es egal sein, wie sich die landestypischen Besonderheiten auf sein begrenztes Dasein hier auswirken. Angkor Wat, Phnom Penh, Sihanoukville und vielleicht noch Battambang und einige andere Touristenhochburgen und dann geht’s wieder heim. Auch wenn nicht alle Erwartungen erfüllt wurden, Zuhause werden sie von ihren großartigen, abenteuerlichen und exotischen Erlebnissen berichten. Es gibt aber auch noch eine große Anzahl von Ausländern, die in diesem Land langfristig leben oder/und arbeiten (wollen). So wie bei uns in Deutschland ja auch viele Ausländer leben.

Eigenartig an der Stelle ist, dass viele Deutsche (zu Recht) eine stärkere soziale Integration und Sprachkenntnisse von Ausländern in Deutschland fordern aber die gleichen Deutschen nicht bereit sind diese Notwendigkeit für sich selbst zu erkennen, wenn sie als Ausländer in Kambodscha leben. Es sind zwei Aussagen, die ich immer wieder höre, wenn ich mit Ausländern über dieses Thema spreche: Wir bringen ja das Geld ins Land und die Kambodschaner sind so doof! Das allein ist ihre Legitimation um sich hier im Land wie Kolonialisten aufzuführen. Ja, wir haben mehr Geld und ich erspare mir den oft gehörten Hinweis, wie hart wir dafür arbeiten müssen/mussten.

Ja, wir sind gebildeter als die Kambodschaner aber gibt es uns das Recht, Dinge mit unserem westlichen Erfahrungshorizont zu beurteilen und zu werten? Wer in ein fremdes Land kommt ist ein Ausländer und muss sich anpassen. Kambodscha gehört zu den zehn ärmsten Ländern auf dieser Welt und viele Ausländer haben noch niemals wirkliche Armut und Elend gesehen. Das verleitet zu spontanem Fehlverhalten, beginnend mit Mitleid, dass ganz schnell in Frustration umschlägt. Wer ohne Gegenleistung Geld gibt, erwartet Dankbarkeit und wird bitter enttäuscht wenn der Beschenkte mehr Geld verlangt oder immer mehr Leute die Hand aufhalten, und dann verärgert sind weil sie nicht auch etwas bekommen.

Unsere westliche Bildung, auf die wir so stolz sind, reicht oftmals nicht aus um zu verstehen, wie Armut Menschen verändert und wie wir damit umgehen sollen. Oder wir haben vergessen wie der Krieg und die resultierende Armut auch die Menschen in Deutschland verändert hat. Viele Frauen haben sich -ganz ähnlich wie die Taxigirls hier- den reichen Besatzungssoldaten an den Hals geschmissen um etwas Geld und eine Zukunft zu haben. An die 70.000 Besatzungskinder haben alleine amerikanische Soldaten in Deutschland gezeugt. Alles aus Liebe? Das Verhalten der Kambodschaner im allgemeinen und der Frauen im besonderen sind ein Spiegelbild unserer deutschen Nachkriegskultur als wir mit den reichen Siegermächten konfrontiert wurden.

Wir waren auch nicht besser als die geldgeilen armen Menschen auf der ganzen Welt und wenn die ehemaligen Pläne der Alliierten umgesetzt worden wären, aus Deutschland einen Agrarstaat ohne Industrie zu machen, dann ginge es uns heute noch so. Kambodscha hatte leider nicht das Glück nach jahrzehntelanger Besetzung und dem Holocaust so reiche Geldgeber zu finden wie wir. Wir waren politisch interessanter. Ein amerikanischer Journalist hat mal gesagt, dass das Pol Pot Regime aus den Kambodschanern ein Volk von Lügnern und Dieben gemacht hat. Über die Behauptung kann gestritten werden aber der Kern der Aussage trifft leider ziemlich genau den Punkt.

Lügen und Stehlen als überlebenswichtiges Element unter einem unmenschlichen Regime. Die politische Vergangenheit wurde nie aufgearbeitet, auch weil Bruder Nummer vier oder fünf eine juristische Verurteilung des Regimes und seiner Führer erfolgreich unterbindet. Viele ältere Kambodschaner fürchten sich weiterhin vor einer Rückkehr der roten Khmer weil die allermeisten von ihnen nie verurteilt wurden. Deswegen lebt ein Teil dieser entsozialisierten Kriegsmentalität weiter. Eine Untersuchung westlicher Psychologen besagt, dass etwa die Hälfte aller über vierzigjährigen Menschen im Land traumatisiert sind und das (weltweit einzigartige) Phänomen einer Weitergabe dieses Traumas an die Nachkommen stattfindet.

Wer mal einen Menschen erlebt hat, der unter einer posttraumatischen Störung leidet, weiß welches Aggressions- und Gewaltpotential in diesen Patienten steckt. Wie bei amerikanischen Veteranen, die in Vietnam, Irak oder Afghanistan gedient haben und zu spontanen, extrem heftigen Gewaltausbrüchen neigen, kommt es auch hier immer wieder zu unglaublich brutalen Gewaltexzessen. Während in westlichen Ländern psychisch kranke Menschen behandelt werden, sieht die Lage für die Betroffenen in Kambodscha hoffnungslos aus. Was treibt aber so viele Ausländer nach Kambodscha und speziell nach Sihanoukville?

Die Kurzzeittouristen mal ausgenommen, besteht der größte Anreiz sicherlich in den niedrigen Lebenshaltungskosten für uns. Freiheit, Sommer, Sonne, Sand und Meer und das Leben genießen ist hier das Motto. Ein Leben im Paradies! Was mich aber seit einiger Zeit fürchterlich nervt, ist diese ständige Nörgelei an allem, was nicht unserer westlichen Wertvorstellung entspricht. Ausländer, die hier schon jahrelang leben und die ich jedes Jahr wieder treffe, entwickeln sich teilweise zu depressiven, grantigen Menschenfeinden. Mehr und mehr frustriert darüber, dass die Dinge hier anders sind als im Heimatland, können sie sich nicht über ihr Dasein als Gast in diesem Land und ihrem (frei gewählten!) Wohnort erfreuen, sondern sie sehen nur noch das Negative.

Diesen Menschen kann ich nur eins empfehlen: Hinsetzen und Aufschreiben was euch anzieht und was euch abstößt in diesem Land. Wenn die Bilanz negativ ausfällt solltet ihr dahin gehen wo es euch besser gefällt. Ganz einfach. Und keine Angst, ich weiß sehr wohl um die täglichen Ärgernisse und Unzulänglichkeiten, über die sich die gleichen Nörgler ständig am Stammtisch echauffieren. Aber das ist Kambodscha! Wer sich darüber ärgert wie die Kambodschaner sind, ist hier vollkommen fehl am Platz. So wie ein stinkreicher Araber, der nach Deutschland kommt, kein Wort deutsch spricht, sich wundert wenn er im Restaurant kein Ziegenfleisch bekommt und dann noch lautstark über die bescheuerten, unfähigen Deutschen flucht.

Wenn der Zeitpunkt kommt, dass alle Lokale und Hotels perfekten Service bieten, alle Motodups und Tuktuks verschwunden sind und die Taxen mit Uhr fahren, die Polizei drakonische Geldstrafen für Fahren ohne Führerschein verhängt, nur noch ISO 90001 zertifizierte Massagesalons eine Zulassung bekommen und wir endlich deutsche Qualität, Fleiß und Zuverlässigkeit importiert haben, dann kann ich auch nach Spanien ziehen. Wenn du wieder mal so richtig genervt bist, von welchen landestypischen Ereignissen auch immer, mach die Augen zu, lehn dich zurück und denke an Deutschland. Wenn du dann die Augen wieder öffnest und nicht glücklich bist hier zu sein: Geh heim.

Mir gefällt es hier so wie es ist. Vielleicht auch weil ich nicht als Ausländer hierher komme um meine Kultur und mein Anspruchsdenken den Einheimischen beizubringen. Ich genieße die Andersartigkeit und alle Annehmlichkeiten dieses Landes und nehme dafür die unangenehmen Dinge in Kauf. Deswegen bin ich hier. Nicht zum Nörgeln. Punkt

p.s. Mannometer, uns geht es so gut hier. aus welchen Gründen auch immer wir beschlossen haben, uns in diesem Land niederzulassen, lehnt euch zurück und genießt das Spektakel. Seid ein bisschen kambodschanisch und mit etwas Glück bleibt uns dieses Paradies noch ein paar Jahre erhalten.

John

Posted in Auswandern.

26 Comments

  1. Dem Kommentar habe ich nichts hinzuzufuegen. Er trifft das Thema auf dem Punkt.

  2. Lebe seit 14 Jahren in Kambodscha und werde, je mehr ich Land und Leute kennenlerne, immer gluecklicher.
    Stimmt schon, lass deine Vergangenheit zu Hause.

  3. Herzlichen Dank fuer diesen Beitrag. Ich lebe seit ein paar Jahren in Thailand und hier spielt sich genau dieselbe Story ab.

  4. Super Beitrag !!! Kann dem wenig hinzu fügen !!!Ein Land wie Kambodscha bietet so viele Möglichkeiten, es sich dort gut gehen zu lassen. Nicht zuletzt des Geldes wegen, was die meisten hier haben. Sind wir dankbar für die Möglichkeiten, die sich einen da bieten, für eine verhältnismäßig kleine Mark. Wer jedoch glaubt, er hätte dafür ein Rundumsorglos-Paket gebucht, der irrt !
    Und klar gibt es in einem Land wie Kambodscha viele Sachen die nerven, deutschen Ansprüchen nicht genügen usw.usw. Aber die in den Vordergrund zu stellen wäre grundverkehrt, dann bräuchte ich da nicht hin.
    Den Blick auf das Gute gerichtet, dann kann ein Aufenthalt da auch wirklich gut werden. Umgekehrt kann´s nur in die Hose gehen !!

  5. Sehr guter Artikel. Wer nicht 100%ig bereit ist bekanntes aufzugeben und nicht die Bereitschaft mitbringt neues als selbstverständlich zu akzeptieren sollte lieber zu Hause bleiben.

  6. Danke, John, Volltreffer! 🙂 Genau meine ‘Predigt’ hier, seit Jahren. Leider mit mäßigem Erfolg. Manche lieben es eben, ihre Depression zu hegen und zu pflegen. Fangt endlich an, zu leben, zu lachen, Spass zu haben! Kambodscha bietet alles was Ihr dazu braucht. Macht einfach mal die Augen auf und werft Euren deutschen Maßstab weg! 🙂

  7. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich als Träumer oder naiver Junge bezeichnet wurde, weil ich es gut finde wie es ist(jedes Fleckchen Erde hat Vor- und Nachteile). Wie oft habe ich gehört wie viel besser es doch in Thailand oder auf den Philippinen sei. Wenn man dann aber fragt, wieso sie nicht ihre Koffer packen, kommt nichts mehr. Es sind wirklich viele die sich Tag ein, Tag aus beschweren. Besonders interessant: Immer über die gleichen Dinge.
    Ich hab mal gelesen: Die Definition von Wahnsinn ist: Wenn man immer das Gleiche tut, aber hofft das alles anders wird.
    Und ob es jetzt des Gelds wegen(meine 5 Kröten die ich habe) oder einfach wegen Herzlichkeit ist, ich habe noch keinen Fleck Erde gesehen, wo die Meschen so offen und willkommend waren. Ein toller Brief. Danke für das Veröffentlichen Don.

  8. Bravo John,
    Du hast den Punkt genau getroffen. Lassen wir uns unsere eigene Lebensphilosophie doch nicht durch diese Leute beeinflussen.

  9. SORRY, ich kann nicht verstehen, dass der Briefeschreiber, der leider ueberhaupt nichts ueber sich selber sagt ??, so viel Zustimmung bekommt. Was soll denn an gutem Beobachten und kritischer Beurteilung schlecht sein?
    Sein ganzer Brief ist doch einfach ein Mischmasch aus vielen versch. beifallheischenden Aussagen, von denen sehr viele, mit 90 % der hier Lebenden, ueberhaupt nichts zu tun haben.
    Was er verlangt ist eine Anpassermentalitaet, die der betroffenen Gesellschaft hier sicher nichts bringt und in heutigen modernen Gesellschften und Wirtschaftssystemen schon lange out ist.
    ——- hier koennte ich ja aufhoeren—– aber dann kommts noch viel schlimmer. Nur ein Beispiel:
    Er kennt nur sog. “Suffrunden” und nach denen beurteilt er seine Landsleute ;-( . Er macht die Gespraechsrunden unter Auslaendern schlecht, in denen vielfach kritisch u. gut ueber die “ungerechte” Behandlung von Auslaendern; aber doch auch ueber allg. bekannte laenderspez. Probleme gesprochen wird und ernsthaft ueber Verbesserungsmoeglichkeiten nachgedacht wird.
    Wenn der Schreiber nicht zu faul waere, hatte er sicher auch in Cambodia schon X solche Gespraechskreise gefunden.
    Wenn er in Bangkok lebt, muesste er sich nur SA od. SO etwas netter anziehen und im Landmark Hotel vorbeischauen.

    “Nörgler (die sich) ständig am Stammtisch echauffieren” <= unnoetige, veraltete, von ..5555…. eingesetzte Fremdwoerter machen doch immer wieder Freude. 🙂 🙂

  10. Mehr kann ich auch nicht hinzu fuegen. Erlebe es jeden Tag. Seit 2 -3 Jahren wird es immer schlimmer. Es nerft.

  11. @ Hupe 5. Du hast Dich wohl als NGO Regime Change und CNRP konformist noch nicht damit abgefunden dass es hier sehr wohl auch Auslaender gibt denen das staendige rummeckern an den Khmer, ihrer Kultur und natuerlich ….. auch der Politik auf die Nerven geht. Falls Du es vergessen hast, wir sind hier lediglich Gaeste und finde auch sehr gut aufgehoben. Von den Khmer habe ich einiges an Toleranz und bei meinen in der Schuhfabrik von Sihanoukville auch viel von Selbstlosigkeit erfahren und daraus gelernt dass sie uns einiges voraus haben. Dass sich der Original Kommentator nicht wie bei NGO so ueblich vollkommen entkleidet und als Paradebeispiel mit viel Besserwisserei darstellt spricht nur fuer ihn. Ansonsten haetten Leute (NGO) wie Du ihn schon laengst verrissen und persoenlich so defamiert dass er sich nicht mehr wohlfuehlen wuerde. Nicht wahr ?

  12. @ Hupe5. Wie Du siehst stehst Du mit Deiner Meinung hier ziemlich alleine dar. Ich vermute mal Du willst uns als naechstes mitteilen dass Du ein ehemaliger Oberlehrer bist der nun in Kambodscha als alternder Gutmensch, sprich NGO oder Voluntaer beibringen willst was wir doch fuer Uebermenschen gegenueber den Kambodschanern sind. Vielleicht solltest Du, wenn Dir das so wichtig ist erst mal selbst outen bevor Du den Original Kommentator kritisierst. In dem Jahrzehnt das ich hier in Kambodscha verbracht habe konnte ich von meinen Khmer Nachbarn einiges lernen. Toleranz zum Beispiel. Unsere Besserwisserei muss ihnen maechtig auf den Senkel gehen, aber auch da sind sie uns vorraus und stecken es einfach weg. Wie sieht es denn da bei Dir aus ?

  13. Sehr gut beobachtet, Hupe! ‘Echauffieren’ gilt als veraltetes Wort – und zwar in genau den Kreisen, in denen auch Würde, Stil, Anstand, Toleranz und Nachdenklichkeit als veraltet gelten.

  14. Auch ich habe mich im schönen Kambodscha niedergelassen. John, ich kenne Dich nicht; -aber ich beneide Dich fast! -Warum? -Weil Du es mit smarten Worten wunderbar beschreiben und erklären kannst, was ich meine! Schön für mich, die vielen Zustimmungen zu Deinem Bericht zu lesen!

  15. Danke für deinen Brief , ich habe hier alles was ich brauche seit 5 Jahren in Ruhe zu Leben . Dazu sage ich wie man in den Wald reinschreit kommt es zurück.
    Kambodscha ist gewöhnungsbedürftig weil “Ich” vieles nicht verstehe. Ich kenne hier mehr aufrichtige Khmers wie Verbrecher. Und wenn man ein wenig sprechen kann auf Khmer wird man auch geachtet.
    Und die Asiaten haben ihre eigene Kultur . Wie jemand anzuschreien ist eine Beleidigung, und es sind andere wenige Regeln zu beachten um ein ruhiges Leben hier zu genießen mit einem hohen Anteil von Freundlichkeit und Einsatz für uns Ausländer . Wo bekommt ihr das in Deutschland oder Eu für den Preis, alle Achtung vor den Khmers das sie die Gelassenheit und Geduld mit mir haben bei meinen Ansprüchen.
    Ich kann vielleicht alleine in Kambodscha überleben ohne Familie mit der Absicherung aus Deutschland, die Khmers nur mit dem Zusammenhalt der Familie weil jeder Dollar was sie bekommen nicht nur für sie allein ist sondern eine menge Menschen damit ein Leben ermöglichen.
    Andreas

  16. Tja, genau diese Art von Menschen, warum ich mein Land verlassen habe. Und nun reisen sie uns hinterher. Das die Nörgler und Schlechtredner, so viel schlauer erscheinen, kann ich nicht teilen. Ein bischen + rechnen kann wohl jeder. Bei % hört es dann auch schon auf. Und von den guten Fremdsprachenkenntnissen, in Broken Englisch, ganz zu schweigen. Zudem ist ihre Heimatsprache vielfach von einem archivreichen Fäkalienwortschatz untermauert.

    Selbst die handwerklichen Fähigkeiten, werden von solchen Personen überschätzt. Nur ein Glas Bier in der einen Hand zu halten und mit der Anderen eine Frau zu begrapschen, spricht auch nicht gerade von entwickelten Fähigkeiten. Ich schlage solchen Leuten immer vor, sich ins -“Unbegrenzte Land der Möglichkeiten”- abzusetzen.

    Wer sich nicht den Sog eines solchen Traumas ausetzen will, setzt sich einfach ein paar Plätze weiter. Das bewahrt die gute Laune. Auch das Errichten eines staatlichen Nörglercamps wäre in Betracht zu ziehen. Dann bleiben sie wenigstens unter sich. Und mit etwas Glück, suchen sie das Weite.

  17. Schön geschrieben John!
    “…Kambodscha gehört zu den zehn ärmsten Ländern auf dieser Welt…”
    Glücklicherweise nicht. Klar, Kambodscha ist wirtschaftlich ein armes Land, aber die zehn ärmesten befinden sich ausnahmslos in Afrika.
    Kambodscha Ranking:
    HDI: Platz 138 von 186 (2012)
    BIP: Platz 158 von 186 (2013 geschätzt)
    BIP (kaufkraftbereinigt): Platz 145 von 186 (2013 geschätzt)

  18. Danke fürs veröffentlichen Don Kong! Danke Andi für deinen Hinweis auf meinen Fehler! Aber am meisten freue ich mich darüber, dass es so viele positiv denkende Menschen um mich herum gibt! Ich fühl mich jetzt eine ganze Ecke wohler. Eins möchte ich noch klarstellen Hupe:” …Er kennt nur sog. “Suffrunden” und nach denen beurteilt er seine Landsleute…” Wenn ich Franzose wäre, hätte ich den Brief in einem französischen Forum eingestellt. Die beschriebene Verhaltensweise ist an keine Nationalität gebunden

  19. ich kann nicht beurteilen, ob meine europäischen nachbarn ebenso nörgelnd unterwegs sind wie die deutschen. jedoch habe ich den eindruck, dass die nörgelei und jammerei in den letzten jahren in der deutschen gesellschaft immer mehr zunimmt. vor lauter stress in der materiell-/spaß- und erfolgsorientierten welt, die uns von den medien als non-plus-ultra in dauerschleife suggeriert wird, vergessen die meisten, dass es zeiten gab, wo erfolg bedeutete, eine familie ernähren zu können und in diesem verbund glücklich zu und zufrieden zu sein. wo spaß auch ein picknick am fluss oder ein räuber-und-gendarm-spiel im wald sein konnte. heute müsste das picknick schon im heißluftballon stattfinden und im wald muss mindestens paintball gespielt werden.

    ist doch ganz einfach: wer’s mag, soll in seiner “heimat” bleiben. wer sich entschleunigen will und offen für eine reise “back to the roots” ist, der ist mit sicherheit willkommen in cambodia.

  20. Du meine Guete!
    Wenn man die Kommentare hier so liest koennte man meinen, Kambodscha waere ein Paradies, wo es nichts zu bemaengeln gaebe!
    Und diese Stammtisch – Noergler, also nein!…

    Eines ist wohl wahr… Wir sind alle Gaeste hier, ob zwei – Wochen Tourist oder NGO – Angestellter oder Rentner mit lokaler Partnerin und Jahresvisum. Dies duerfen wir nie vergessen, wenn wir Kritik an den Einheimischen ueben.
    Deshalb muss ich doch aber nicht dauernd Lobeslieder ueber sie und ihre Kultur singen! Teil ihrer Kultur ist offensichtlich, ohrenbetaebend laut Karaoke zu groelen genau neben meinem Haus, die halbe Nacht. Muss ich das moegen??
    Teil ihrer Kultur scheint es auch zu sein, das halbe Land in eine Muellkippe zu verwandeln. Muss ich das moegen??
    Aber bevor ich nun hier belehrt werde: Ich weiss, ich kann ja als Barang jederzeit einen Flug buchen. Den habe ich auch schon in der Tasche.

  21. Danke für Deinen satirischen Beitrag, @Argus, Dein Humor ist umwerfend! Du ziehst neben einer Karaoke ein und beschwerst Dich dann darüber, dass sie dort laut singen 🙂 Deutscher geht’s nicht!
    Der Kabarettpreis 2014 ist Dir sicher! Sollte Dein schriftlicher Halbgedanke zum Thema ‘Kambodscha’ jedoch ernst gemeint sein, so wünschen wir Dir einen zeitnahen guten Heimflug und eine weitere steile Karriere in Deinem deutschen Kleingartenverein. 🙂

  22. Ein toll geschriebener Beitrag und so verdammt treffend. Lebe seit über 4 Jahren in Thailand und hatte im letzten Jahr auch mal so eine Lästerphase nach einigen schlimmen Erlebnissen. Die 7 Wochen die ich dann von Oktober bis November in der Schweiz verbracht habe, liessen mich allerdings wieder mit freudigen Augen nach Thailand zurückkehren und ich würde für nichts in der Welt wieder in die Schweiz zurück ziehen. Am besten hält man sich einfach fern von Nörglern und Leuten denen nichts richtig ist. Die vergiften nur die Luft.

  23. A) Ob es vielleicht sein koennte, Herbie, dass ich in meiner Wohnung schon etwas laenger wohnte, und die Karaoke Bar erst danach, (und in einem reinen Wohngebiet) aufmachte?

    B) Ich schrieb absichtlich “..EINEN Flug buchen”, damit niemand auf die Idee kommt, ich wuerde Sehnsucht nach Teutonien im Januar haben. Lies doch erstmal richtig, Mann!
    Argus, z.Zt Chiang Rai, TH

  24. Ich Grüße alle und verfolge alle Nachrichten. Lebte selbst in KH 8 Jahre als Deutschlehrer. Habe nie schlechte Erfahrungen erlebt. Ich stimme den Ausführungen von John zu. So, wie du dich bettest so
    liegst du. Wir sind Gäste und haben es zu akzeptieren,
    sich anzupassen, andernfalls ab in die Heimat. Hintergründe zu erfragen bleibt jedem selbst überlassen. KH ist für mich in vielen Hinsichten
    optimal. Leider verbreiten sich von Deutschen
    immer mehr Unmut über das Verhalten und Leben
    In Asien. Ich betrachte es als Unmoral und schlage vor,
    kehr vor der eigenen Haustür. Viele Grüße MG

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