Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Wer kein Arbeitserlaubnis hat muss zahlen

Laut einem Artikel in der Phnom Penh Post vom 5. November 2014 hat die kambodschanische Regierung, seitdem sie mit den Kontrollen der Arbeitsgenehmigungen bei Ausländern begonnen hat, fast 200.000 Dollar durch Geldbußen eingenommen. Bereits seit August durchkämmen Beamte der Einwanderungspolizei das Land nach hier lebenden Ausländern, die keine Arbeitserlaubnis haben. Wer ohne angetroffen wird, muss Strafe zahlen. Nach dem Gesetzbuch beträgt diese zwischen 50 und 125 Dollar.

Aber es winken nicht nur Geldstrafen, es sind sogar schon 540 Ausländer ohne Arbeitsgenehmigung aus Kambodscha ausgewiesen worden. Bisher ist die Maßnahme der Regierung, einen Überblick über die sich dauerhaft im Königreich aufhaltenden Ausländer zu bekommen und somit die bestehenden Einwanderungsgesetze durchzusetzen, bereits in 20 Provinzen abgeschlossen. Bis zum Ende des Jahres will man das gesamte Land erfasst haben.

Bei den meisten Ausländern in Kambodscha hat dieser Schritt für große Verwirrung gesorgt. Viele stellen sich nun die Frage, wer braucht eigentlich eine Arbeitserlaubnis? Nur die Ausländer, die hier arbeiten, oder alle? Gerüchten zufolge sollen alle Ausländer betroffen sein, das heißt auch diejenigen, die hier nicht arbeiten, wie zum Beispiel Rentner, Pensionäre und Andere. Für diese soll es angeblich eine abgespeckte kostengünstigere Version der Arbeitsgenehmigung geben. Auch die Frage, wo man eine Arbeitserlaubnis beantragen kann und wie steht weiterhin bei vielen offen im Raume.

So ist es nicht verwunderlich das allerorts dem Eintreffen der Einwanderungspolizei mit Angst und Misstrauen entgegengesehen wird. In Kampot haben Beamte alle Geschäfte von Ausländern aufgesucht und ihnen gedroht, sie aus dem Land zu werfen, wenn sie nicht innerhalb von drei Wochen eine Arbeitserlaubnis hätten.

Weiterhin wird von dort berichtet, dass auch Ausländer die bereits eine Arbeitsgenehmigung beantragt haben und nur vorläufige Papiere vorlegen konnten, mit deftigen Geldstrafen belegt wurden. Das obwohl das Arbeitsministerium in Kampot zurzeit garnicht in der Lage ist Arbeitsgenehmigungen auszugeben.

Ich werde versuchen euch zum Thema Arbeitserlaubnis für Ausländer in Kambodscha hier mit aktuellen Informationen auf dem laufenden zu halten.

Quelle unter anderem: http://www.phnompenhpost.com/national/official-says-185000-fines-collected-foreigners-without-work-permits

Posted in Auswandern.

10 Comments

  1. Aktuell aus Kampot:

    Also zur Richtigstellung hier der aktuelle Stand in Kampot:

    Diese Behauptung muss aus einem anderen Kampot kommen, denn hier wurde bisher nicht einem gedroht dass er aus dem Land geworfen wird.
    Quote:
    In Kampot haben Beamte alle Geschäfte von Ausländern aufgesucht und ihnen gedroht, sie aus dem Land zu werfen, wenn sie nicht innerhalb von drei Wochen eine Arbeitserlaubnis hätten
    unquote

    Auch diese Behauptung muss von einer Maerchenstunde stammen denn bisher ist hier nicht ein einziger Fall bekannt der dieser Behauptung entspricht:
    Quote:
    Weiterhin wird von dort berichtet, dass auch Ausländer die bereits eine Arbeitsgenehmigung beantragt haben und nur vorläufige Papiere vorlegen konnten, mit deftigen Geldstrafen belegt wurden. Das obwohl das Arbeitsministerium in Kampot zurzeit garnicht in der Lage ist Arbeitsgenehmigungen auszugeben.
    unquote

    Wenn man die Phnom Penh Post etwas genauer gelesen hat dann wird schnell klar um wen und was es sich bei den ausgewiesenen Auslaendern gehandelt hat: Die Mehrheit waren Vietnamesen !! Soweit mir bekannt wurde lediglich 1 Franzose (also Barang) aufgefordert das Land zu verlassen weil er weder einen gueltigen Pass noch ein gueltiges Visa besass und schon lange in Kambodscha weilte.

    Die folgende Website koennte aus Goethe’s Feder stammen und “die Leiden der Barang in Kampot” (anstelle die Leiden des jungen Werther) zum Titel haben.

    Der Weg zum legalen Aufenthalt eines auslaendischen Rentners in Kambodscha:
    http://www.kampotbuildersguide.com/viewtopic.php?f=2&t=179

    Was weiterhin wissenswert scheint ist die Tatsache dass eine aehnliche Hexenjagd wie in Kampot aus keiner anderen Stadt in Kambodscha bekannt wurde. Weder in Sihanoukville, Battambang,Phnom Penh und Siem Reap haben Auslaender aehnliche Erfahrungen gemacht wie in Kampot. Geschaeftsinhaber wurden seit jeher aufgefordert Arbeitsgenehmigung und Geschaeftsregistrierung in ihrem Geschaeft aufzuhaengen. Hier also nix neues !

  2. @peter allmann
    Vielen Dank, für die Informationen. Ein schönes Beispiel dafür, dass die linke Hand wohl wieder mal nicht weiß, was die Rechte tut. Hier in Sihanoukville ist meinen Informationen nach in der Tat noch überhaupt nichts mit Kontrollen gewesen.

    Auch wenn ich jetzt nicht mehr als Angestellter arbeite, lasse ich meine Arbeitserlaubnis trotzdem um ein Jahr verlängern. Was man hat, sollte man behalten.

  3. Die Rahmenbedingungen für Daueraufenthalte in Kambodscha müssen und werden sich ändern. Ohne jeden Rassismus sei nur an die maximalpigmentierten Drogenhändler in Phnom Penh erinnert, ebenso an Barangs, die dem Land mehr schaden als nützen – und nebenbei dem Ruf der hiesigen Expats schaden. Danke an alle, die uns hier auf bevorstehende Änderungen vorbereiten. Momentan bleibt Euch leider nichts anderes übrig, als in dem Kambodscha-üblichen Heuhaufen aus Gerüchten und wachsweichen Informationen herumzustochern. Am Ende wird die Suppe wohl nicht so heiß gegessen werden wie sie gekocht wird 🙂

  4. Buschfunk Bericht aus Kep: Heute ist nach Aussage des inoffiziellen Vertreter der Franzoesischen Gemeinschaft in Kep die Aktion der Immigration Police abgeschlossen worden. Die Behauptung dass auch nicht-Geschaeftsleute gezwungen wurden eine Arbeitsgenehmigung zu beantragen sowie Androhung von Ausweisung etc. stammen nebuloes verpackt aus Facebook.

    Der gleiche Buschfunk der franzoesischen Gemeinde behauptet ebenfalls dass seit Heute SIHANOUKVILLE dran ist. Es waere schoen mehr persoenliche Erfahrungsberichte zu bekommen als das widerliche geschnatter von Facebook.

  5. Neue Visa Typen in Vorbereitung> (Geruecht aus der Wunderkiste Facebook). Viele der Franzoesischen Gemeinde stuetzen sich auf eine Behauptung die vor einiger Zeit angeblich von der Franzoesischen Botschaft in die Landschaft gesetzt wurde. Demnach wurden alle Franzosen aufgefordert weder eine Strafe noch die jaehrliche Gebuehr von 100 USD rueckwirkend zu zahlen. Es seien neue Visa Typen in Vorbereitung die dann ab Januar 2015 zur Geltung kommen sollen. Dazu gehoert wohl auch ein Rentner Visa (wenn man dem Glauben schenken will). Viele Franzosen sind der Meinung dass die Kambodschanische Regierung nur noch einen schnellen Dollar mit der Angst (Work Permit) machen will bevor die neuen Visa Typen bekannt gemacht werden. (Moeglich ist alles).

    Was hier allerdings aussen vorgelassen wird ist die ebenfalls im Buschfunk diskutierte Version dass das Rentner Visum mit Auflagen ausgestattet sein soll dass es vielen Rentnern unmoeglich machen wird hier laenger zu verweilen. Wer will und hat 50.000 USD uebrig um sie staendig auf einer Khmer Bank zu parken ?

    Ehrlich gesagt grenzt dies alles an Grimm’s Maerchenstunde denn die Botschaften werden einen Kehricht tun um Landesgesetzen zu widersprechen.

  6. Meine franzoesische Nachbarin war aufgefordert worden ihr Work Permit innerhalb 1 Monats zu beantragen, ansonsten……. ! Ihr 1 Jahres Visa Typ E lief allerdings 3 Tage nach der von der Immigration Police gesetzten Frist ab sodass sie etwas bange war ob sie ueberhaupt noch ein Jahres Visa bekommen wuerde. Heute gabs dann Entwarnung. Das neue Jahres Visa wurde ohne wenn und aber ausgestellt. Nach Auskunft von Lucky Lucky Phnom Penh hat das Jahres Visa nicht das geringste mit dem Work Permit zu tun und wird separat bearbeitet und ….. abgerechnet ! PS: Meine Nachbarin ist Rentnerin und hat auf Work Permit sowie Strafe verzichtet !

  7. Es tut ich was, im Land der Wunder! Was genau, scheint aber niemand wirklich zu wissen… 😉
    Für mich als Rentner bedeutet dies, erst einmal abwarten und den Tee in anderen Ländern zu trinken.
    Ich bin überzeugt, dass per 01.01.2015 dann (endlich) Klarheit herrschen wird 🙂

  8. Selbst ‘Endgültige Klarheit’, die Du erhoffst, lieber @K.F., ist hierzulande dehnbar. Meine kleine Verkehrssünde sollte bei den Polizisten am Strassenrand laut gesetzlicher Liste 5.000 Riel kosten. Sie wollten aber 15.000. Ihr Argument: Ich sei ja von 3 Polizisten gleichzeitig erwischt worden 🙂 Das entbehrt nicht einer gewissen Logik. So einigten wir uns auf 7.500 Riel, weil der Betrag durch 3 teilbar ist. Solche ‘endgültige Klarheit’ wirst Du im Königreich der Wunder noch öfter antreffen. ich find’s eher lustig, denn (Über)Regulierung haben wir in Europa genug.

  9. @ Herby
    Ich freu mich so auf Kambodscha. Ein Ticket 5.000 Riel, mit Bakschisch 7.500. Ich habe dieses Jahr über 500 an Tickets bezahlt … aber Euro.

  10. Hier in Sihanoukville, wurde angeblich ein gewerbetreibender Ausländer, der eine Arbeitserlaubnis beantragen wollte, von den Beamten wieder weggeschickt. Sie sollen sehr verwundert über sein Auftauchen gewesen sein.

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