Korruption melden bei Transparency International Cambodia

Kambodscha im Korruptions-Index 2014 verbessert

Korruption melden bei Transparency International Cambodia

Kampf gegen Korruption in Kambodscha auch 2014 mit nur wenig Erfolg.

In der letzten Woche wurde von Transparency International der Corruption Perceptions Index (CPI) für 2014 herausgegeben. Darin hat sich Kambodscha im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt leicht verbessert. Wo das Königreich in 2013 nur 20 von 100 Punkten erzielte, bekam es in diesem Jahr immerhin 21 Punkte zugesprochen.

Damit belegt Kambodscha Platz 156 von insgesamt 175 Ländern und verbesserte sich um 4 Plätze gegenüber dem Vorjahr. Trotz des leichten Aufwärtstrends zählt das Land immer noch zu den kurruptesten der Welt. Kambodscha und Myanmar, welche beide punktgleich liegen, sind damit auch die korruptesten Länder aller südostasiatischer Staaten. Singapur dagegen ist mit 84 Punkten und Platz 7 in der Gesamtwertung das am wenigsten korrupte Land in der Region.

Wie schon in den vergangegen Jahren hat es Kambodscha auch in 2014 nicht geschafft über die 23 Punkte hinaus zu kommen, mit denen es 2005 in den CPI eingegliedert wurde. Punktgleich nicht nur mit Myanmar sondern auch mit Zimbabwe in Afrika liegt es in der Gesamtwertung nur drei Plätze über dem kriegsgeschüttelten Syrien, welches sich mit Burundi zusammen Platz 159 teilt.

Corruption Perceptions Index 2014: Ergebnisse

Posted in Kambodscha.

2 Comments

  1. Korruption ist neben Krieg eine der übelsten Erscheinungen auf unserem Erdball. Sie schädigt nachhaltig den Staat, das Allgemeinwohl und die redliche Wirtschaft.
    Ein gutes Beispiel hierfür ist Kambodscha. Wer durch Phnom Penh fährt, der sieht, wie sich in den Straßen die Luxusgefährte stauen, während einen zugleich an jeder Kreuzung die Not anschreit: Zerlumpte Bettler, Mütter mit hungernden Kindern, Kriegsversehrte, Minenopfer aus dem Bürgerkrieg. Die Reichen und Mächtigen lassen sie wegjagen, sie wollen das Elend nicht sehen, und es ist ihnen völlig egal, wie ihre Mitmenschen leben, wie die Krankenhäuser oder die Schulen ausgestattet sind. Den eigenen Nachwuchs schicken sie auf Eliteschulen im Ausland, während die Leute daheim sich nicht einmal Medikamente gegen Malaria leisten können und die Säuglinge an Infektionskrankheiten sterben.
    Es ist kein Wunder, wenn unter der armen Bevölkerung der Zorn wächst gegen die unfähigen und unersättlichen Politiker, Beamten, Parteibonzen, Unternehmer und sonstigen Schmarotzer und irgendwann könnte die wachsende Unzufriedenheit sogar zu einer regelrechten Revolution führen.

  2. Korruption ist Gift…….. aber: In Kambodscha erlebe ich Korruption als ein Quasi Ersatz fuer vieles wofuer ich in Deutschland Steuern bezahle. Dabei ist das hiesige Korruptionsgebahren fuer Expats durchaus ertraeglicher als Law und Order sowie Steuer in Deutschland. Als Beispiel dient hier mal der Verkehrspolizist. In Sihanoukville ist des Verkehrspolizisten Liebling der Barang. Warum ? Weil er gegen die Landesgesetze verstoesst (naja, meistens) denn:

    1. Hat er meist keinen kambodschanischen Fuehrerschein (der intl. Fuehrerschein gilt in Kambodscha nicht, was Teil der Wertschoepfungskette ist)

    2. Hat er das Licht am Tag an (Er weiss wohl nicht dass dieses Privileg nur VIP, also Polizei, Militaer und hochrangigen Staatsangehoerigen vorbehalten ist)

    3. Er faehrt ohne Helm Moped. (eigentlich braucht keiner der sowieso ueber kein Hirn verfuegt einen Helm)

    4. Das Moped hat keine gueltige Strassensteuer Plakette (Kambodscha ist ein rechtsloser Staat, denken viele was aber nicht gilt wenn es der Wertschoepfung dient)

    5. Das Moped hat keine Aussenspiegel. Diese Aussenspiegel sehen viele Khmer als vollkommen unnoetig an und fahren entsprechend. Der Verleiher verzichtet meist darauf.

    6. Der Barang faehrt bei roter Ampel einfach weiter ueber die Kreuzung weil es vor ihm ja alle Khmer auch tun. Er vergisst dabei dass gleich nicht gleich ist…. in Kamboscha.

    Die Strafe ist “Verhandlungssache” ! Und das unterscheidet Kambodscha ganz gehoerig von Deutschland. Gut, ich gebe zu dass die polnischen Schmuggler auch oefers Polizisten bestochen haben, aber dass wird ja nur selten berichtet. Die Korruption in der Heimat findet denn auch auf einem viel hoeheren Niveau, also meist auf Staatsebene bei der vergabe riesier Auftraege statt. Wenn diese Auftraege dann noch im Ausland zu erledigen sind gelten ja kaum noch Grenzen. Siemens & Co. lassen gruessen.

    Verkehrsvergehen werden in der Heimat gnadenlos verfolgt. Die Blitzer stehen verdeckt in Muelltonnen etc. und rauben meist den aus der gerade auf dem Weg zur Arbeit ist. Kleinste Fehler werden hier gnadenlos geahndet. Bei der Elite ist man da oft ruecksichtsvoller.

    Fazit:Waehrend ich meinem vor=Blogger grundsaetzlich zustimme gelten in den meisten Laendern Asiens andere Moralvorstellungen als in Europa. Das westliche Unternehmen nur allzuoft bereit sind sich diesen Gepflogenheiten zu beugen ist hinlaenglich bekannt. Meine Erfahrung mit der hiesigen Korruption ist dass sie zum einen dazu dient die Dinge schneller zu erledigen und “Probleme” zu beseitigen. Dass die finanzarme Bevoelkerung Kambodscha’s der Leidtragende ist ist nicht zu verneinen. Wuerde die aktuelle Opposition anders sein ? Das wage ich zu bezweifeln.

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