Serendipity Road in Sihanoukville im Januar 2015.

Nach 5 Jahren Wachstum in 2014 nun weniger Touristen

Serendipity Road in Sihanoukville im Januar 2015.

Touristen-Magnet Serendipity Road in Sihanoukville, jetzt in der Hauptsaison wenig los (Januar 2015)

Einem Artikel in der Tageszeitung Cambodia Daily war gestern zu entnehmen, dass laut dem Tourismus Ministerium die Besucherzahlen 2014 in Kambodscha rückläufig waren. Mit 4.5 Millionen Einreisen, gegenüber 4.2 Millionen Einreisen in 2013, betrug das Wachstum nur 7 Prozent. Ein Rückschlag für die sonst so verwöhnte Tourismus-Branche des Landes, die in den letzten fünf Jahren mit einem Wachstum von durchschnittlich 13,5 Prozent gesegnet war.

Damit erzielte Kambodscha im Jahr 2014 das schlechteste Ergebnis seit 2009, als das Wachstum an Besuchern nur bei 1,7 Prozent lag. Als Ursache dafür wird die politische Unruhe nach den Wahlen in den Anfangsmonaten des Vorjahres genannt. Es wird aber damit gerechnet, dass das Wachstum dieses Jahr wieder zunimmt und sogar die 15-Prozent-Marke erreicht wird.

Im Mai des letzten Jahres, nach den politischen Unruhen in Thailand und den Anti-China-Demonstrationen in Vietnam, wurde die Hotel-Industrie dazu angehalten, ihre Bemühungen zu verstärken, mehr chinesische Touristen für Kambodscha zu begeistern. Der Präsident der Cambodian Hotel Association meinte dazu, es sei neben der weiteren Erschließung des chinesischen Marktes auch wichtig zukünftig mehr Direktflüge aus anderen Ländern anzubieten.

In den ersten 11 Monaten des Jahres 2014 stellte Vietnam, mit 803.591 Besuchern die größte Gruppe, welche 20,1 Prozent aller Besucher in diesem Zeitraum ausmachte. Die zweitgrößte Gruppe waren Touristen aus China, dem am schnellsten wachsenden Markt, mit einem durchschnittlichen, jährlichen Wachstum von 21,7 Prozent.

Wo auch immer in diesem Jahr die erwarteten 15 Prozent mehr Besucher herkommen sollen, hier in Sihanoukville am Meer sieht es seit beginn des Jahres nicht berauschend für den Tourismus aus.

Quelle: https://www.cambodiadaily.com/business/growth-in-tourist-arrivals-slows-to-5-year-low-76755/

Posted in Kambodscha Reisen.

8 Comments

  1. Diese Meldung erstaunt eigentlich nicht! -Sie bestätigt nur unsere Wahrnehmung! -Und solange es solche “Tourismusbehinderer” wie die Verkehrspolizei – speziell hier in SHV gibt, solange wird wahrscheinlich die Besuchertendenz rückläufig bleiben, -auch 2015! Nur der Dreck und Güsel an den Strassenrändern hat wohl Wachstum! -Und die, welche einmal da waren, können ja zuhause beileibe nicht die beste Empfehlung weitergeben! Eigentlich ein Jammer! Aber es liegt am “Heimleiter” -und nicht an der Hotel-Industrie…!

  2. Kambodscha hat leider ein deutliches Mullproblem. Dieses hat sich leider nach unserer Anreise bestätigt. Dazu kommt noch die extrem starke Korruption der Beamten. (Anhalten der Touristen wegen vermeintlicher Verkehrsverstöße).
    Auch ist der bestialische Uringestank in den Straßen welcher durch einheimischen Bevölkerung, sowie leider auch betrunkene Touristen hier in Sihanokville verursacht wird.
    Zu den Guesthouses kann nur gesagt werden, das viele aus Europa kommende Betreiber ihr möglichstes tuen es ihren Gästen so angenehm wie möglich zu machen. Scheitern leider aber an der Starsinnigkeit vieler Einheimischer von den man abhängig z.B. Wasserversorgung, ist.

  3. Diese Zahlen verwundern nicht… Die Wirtschaft in weiten Teilen der Welt lahmt deutlich und Kambodscha scheint wirklich ein Infrastruktur-Problem zu haben :/ Dies aber kann, wenn die Chancen nun genutzt werden, zu QUALITATIV besseren Resultaten führen! Merke, QUANTITÄT ist noch lange nicht alles 😉

  4. Die Probleme, die oben beschrieben sind, entsprechen meistens der Wahrheit. Bei dem Artikel in der Cambodia Daily ist jedoch zu beachten, dass die Interpretation der Zahlen nicht sehr logisch ist. Die Ankünfte sind nicht rückläufig, nur das Wachstum hat sich verlangsamt. 7% ist trotzdem ein stolzes Ergebnis. Andere Länder in SO-Asien verzeichnen nicht solche Wachstümer.
    Westliche Touristen sind meist entsetzt über die Probleme hier. Man versucht diese seit langem in den Griff zu bekommen, scheitert aber kläglich an der Mentalität der Einheimischen. Im Vergleich zu vor 5 Jahren ist es aber in der Stadt und auch an den Stränden schon besser geworden.

  5. Typisch Asiaten – ein gestoertes Verhaeltnis zur Statistik ist ihnen allen gemeinsam – wenn ein Tiroler oder Schweizer Tuerken als Touristen in seiner Statistik ausweisen wuerde, wuerde er umgehend gekreuzigt.

    Thailand hat fast 30 Mill Ankuenfte – davon stammen 12 Millionen aus Laos Myanmar Kambodscha Malaysia und Vietnam.

    Ich frage mich woher die Vietnamesen das Geld nehmen dass sie als Touristen Urlaub in Kambodscha machen koennen?

  6. “Ich frage mich woher die Vietnamesen das Geld nehmen dass sie als Touristen Urlaub in Kambodscha machen koennen?”

    Vielleicht arbeiten sie?

    Soll heißen, sie arbeiten in Vietnam um Urlaub im benachbarten Kambodscha zu machen oder kommen nach Kambodsch um zu arbeiten und leben in Vietnam.

  7. @Klaus

    Genau richtig!
    4,5 Mio sind nämlich satte 300.000 mehr als 4,2 Mio.

    Die beschriebenen Probleme bleiben bestehen, auch wenn in manchen Bereichen leichte Verbesserungen zu sehen sind. Beispiel Müll: Mehr und mehr wird die Müllabfuhr von Kambodschanern angenommen (Dies hat sicherlich mit deren Einkommensverhältnissen zu tun). Vor nicht allzu langer Zeit lagen Dosen und Plastikflaschen überall herum. Heute verdienen sich einige Khmer damit ein gutes Geld.

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