Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Ehemaliger Kambodscha Expat begeht Selbstmord

Heute Morgen erhielt ich die traurige Nachricht, über den Tot eines ehemaligen Kambodscha Expats, an den sich viele hier bestimmt noch gut erinnern können. Die Rede ist von “Marc”, dem jungen Mann aus Deutschland, der einige Jahre erst in Sihanoukville und dann in Siem Reap gelebt hat. Hier in Sihanoukville hat er in 2009 die Honeybunny Bar eröffnet, die ebenfalls noch vielen in Erinnerung sein dürfte.

Bei seinem letzten Aufenthalt in Deutschland im Januar 2014 verspürte er plötzlich heftige Schwindelanfälle und ging daraufhin sofort in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Man behielt ihn für 12 Tage dort und stellte nach etlichen Untersuchungen fest, dass er Multiple Sklerose hat. Das teilte er mir, nachdem er aus dem Krankenhaus wieder entlassen wurde, per E-Mail mit.

Das letzte Mal schrieb er mir im Juni des letzten Jahres eine Nachricht aus Deutschland, in der er seine Krankheit aber nicht wieder erwähnte. Erst heute erreichte mich dann die traurige Botschaft, von seinem mir bisher unbekannten Bruder, das sich Marc am Morgen des 29. Januar mittels einer Überdosis Medikamente das Leben genommen hat.

Ich kannte Marc schon seit der Zeit, als ich noch in Thailand gelebt habe. Wir haben uns damals in einem Internet Fach-Forum kennengelernt und haben seit dem immer Kontakt gehalten. Im Jahr 2007, als ich in Deutschland meine Eltern besucht habe, haben wir uns dann zum ersten Mal persönlich getroffen, damals war er noch Student gewesen.

In welchem Alter Marc seinem Leben nun ein Ende gesetzt hat, kann ich nicht genau sagen, aber auf jeden Fall war er viel zu jung zum Sterben. Mir und meiner Frau wird er immer als freundlicher, ehrlicher und überaus intelligenter Zeitgenosse in Erinnerung bleiben, möge er in Frieden ruhn. Allen Hinterbliebenen und Freunden von Marc, mein aufrichtiges Mitgefühl.

Marc sein Blog über das Leben mit MS: https://mskrank.wordpress.com/

Posted in Sihanoukville.

5 Comments

  1. Marc war eine Bereicherung für Sihanoukville – nicht nur wegen seiner Honeybunny-Bar und dem bekannten TukTuk, sondern insbesondere als Mensch. Danke, Marc!

  2. Ich bin bestuerzt!
    War mit Marc vor paar Jahren oefters in der kleinen Sihanoukville Tag u meisst Nachtszene unterwegs bzw aufeinandertreffend.
    War ein guter und fuer mich netter Bekannter. Traurig!
    ;-(

  3. Der Mann der immer eine Sonnenbrille trug. Ja auch ich fand ihn sympathisch und eine Bereicherung fuer die Szene in Snookyville. Mit ihm konnte man gut ueber vieles was in der Welt und um einen herum vorging diskutieren. Moege er in Frieden ruhen. Fuer seine Entscheidung sein Leben zu beenden habe ich volles Verstaendnis. Meine eigene Mutter litt ebenfalls an MS und versuchte sich im Krankenhaus das Leben zu nehmen. Zu ihrem und meinem Leidwesen hat das Krankenhaus sie wieder aufgepaeppelt worauf sie dann eine endlose Leidensphase durchmachen musste bis sie auf die Haut abgemagert und des sprechens nicht mehr faehig richtiggehend elendig gestorben ist.

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