Kambodschanische Flagge vor blauem Himmel.

Landerwerb für Ausländer in Kambodscha

Es heißt ja im Allgemeinen, das es für einen Ausländer in Kambodscha nicht möglich ist, ein amtlich auf seinen Namen eingetragenes Grundstück zu erwerben. Mit dieser pauschalen Aussage wollte sich ein Leser meines Blogs, den ich mittlerweile auch persönlich kennengelernt habe, nicht zufriedengeben und hat weiter nachgeforscht.

Um einigermaßen Klarheit über die Gesetzlage bei Grundstücken zu bekommen, hat er, seiner Aussage nach, das Thema ausführlich mit einem seiner langjährigen Geschäftsfreunde, der ein Mitglied der kambodschanischen Handelskammer ist, besprochen. Zusätzlich hat er sich auch die Meinung eines ortsansässigen Architekten, eines Anwalts und eines Richters des Provinzgerichts Sihanoukville eingeholt.

Die Ergebnisse hat er mir nun schriftlich zur Verfügung gestellt, damit sie hier auf dem “Leben in Kambodscha” mit euch geteilt werden können. Wer also plant in Kambodscha ein Haus zu bauen, der sollte die folgenden Zeilen aufmerksam lesen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die kambodschanischen Landgesetze klar und logisch strukturiert sind. Es gibt auch ein Kartasteramt, genau wie in den westlichen Ländern. Allerdings sind die Gesetze in Kambodscha an die Ideen des deutschen Wirtschaftswissenschaftlers Karl Marx angelehnt, der für die Verstaatlichung von Grund und Boden als Basis für Gleichheit unter den Menschen steht.

Im Jahre 1993 wurde dieses Dogma durch eine Bodenreform des amtierenden Ministerpräsidenten aufgelockert und modernisiert. Seither können Personen mit kambodschanischer Staatsbürgerschaft sehr wohl, auf verschiedene Art und Weise, Landparzellen privat erwerben. Zusätzlich haben auch ausländische Firmen die Möglichkeit offiziell eingetragenes Land zu kaufen und mittels eines rechtlich einwandfreien Kniffs können sogar Ausländer zu einem legalen Eintrag auf dem Kartasteramt (Hard-Landtitle) kommen.

Ein Ausländer kann nämlich laut Gesetz ausgewiesenes Bauland oder Gewerbeflächen vom Staat pachten indem er entweder einen bestehenden Hard-Landtitle Eintrag auslöst oder einen neuen erwirkt und somit quasi Erstbesitzer wird. Damit das Eigentumsrecht rechtskräftig wird, muss der Landtitel urkundlich eintragen werden. Dazu wird das Land vermessen, abgesteckt und in eine im Register eingelagerte Karte eingetragen und nummeriert.

Der Pachtvertrag für ein Grundstück kann entweder mit dem EINGETRAGENEN EIGENTÜMER, also dem momentanen Hard-Landtitle Besitzer oder dem STAAT geschlossen werden. Die Pachtdauer beträgt immer 99 Jahre und kann zu gleichen Konditionen (oder billiger) verlängert werden. Teurer werden kann der Hard-Landtitle nicht, jedenfalls nach aktueller Gesetzeslage.

Wird ein Grundstück von einer privaten Person erworben, muss vor dem Unterzeichnen des Vertrages geprüft werden ob der Verkäufer des Landtitels auch wirklich offiziell auf dem Kartasteramt eingetragen ist und somit auch die Berechtigung hat den Titel weiter zu veräußern. Sollte das nicht der Fall sein, erwirbt man nur einen sogenannten Soft-Landtitle, der keinerlei Rechtssicherheit bietet.

Die Grundstückspreise sind frei verhandelbar und die Vertragsgestaltung obliegt einem Anwalt. Wenn ein Hard-Landtitle offiziell den Besitzer wechselt, findet die Vertragsunterzeichnung immer im Beisein eines Ministerialbeamten statt. Sollte der Eigentümer eines Hard-Landtitles versterben, treten die gesetzlichen kambodschanischen Bestimmungen in Kraft, i.d.R die gesetzliche Erbfolge oder eine testamentarische Regelung.

Alle Verträge und Urkunden müssen und sind in Khmer verfasst. Also ist es für einen Ausländer erforderlich neben einem zugelassenen Anwalt auch einen professionellen Dolmetscher unbedingt hinzu ziehen. Auch wenn alles noch ein Mal in Englisch übersetzt wurde, gilt im Zweifelsfall immer der kambodschanische Originalvertrag.

Don Kong übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben!

Posted in Auswandern.

27 Comments

  1. Hallo Don Kong,
    vielen Dank für die interessanten Ausführungen über die Möglichkeit eines Landerwerbs in Kambodscha durch Ausländer. Die beschriebenen Formalitäten veranlassen mich jedoch zu fragen, mit welchen Kosten der legale Kauf eines Grundstücks verbundeni ist, insbesondere dann, wenn noch kein hard title erworben wurde (dessen urkundliche Eintragung im Katasteramt in den meisten Fällen sowieso dem Käfer zusätzlich zum Kaufpreis aufgebürdet wird). Darüber hinaus fallen die Kosten der Verrtragsgestaltung durch einen Rechtsanwalt und die Vertragsunterzeichnung an (mit RA und dem Ministerialbeamten). Gibt es darüber irgendwelche Hinweise in dem von dir zitierten Blog? Wenn nicht, wäre es sicher der Nachfrage wert.
    Mit lieben Grüssen
    Bernd

  2. Ist nicht neu. Nur das Wort ´Eigentümer´ ist nicht ganz richtig. Man ist Inhaber des Nutzungtitels (Lease) für die vertragliche Zeit. Das englische Wort heisst ´leasehold´ Eigentümer bleibt nach wie vor der kambodschanische Besitzer, aber bei 99 Jahren und möglicher Vererbung des Nutzungstitels ist das so gut wie Eigentum. Man sollte aber nicht vergessen, dies ist Kambodscha und die Rechtssicherheit ist nicht 100% gegeben.

  3. “Es heisst ja im Allgemeinen” aber auch dass Kambodscha eines der korruptesten Länder ist! -Und wohl bleibt! “Es heisst ja im Allgemeinen” aber auch dass das Land von immenser Rechtsunsicherheit geprägt ist! -Und wohl bleibt! (man erinnere sich an die letzten Regierungswahlen!) Und grundsätzlich kann man sagen dass nicht nur die Landgesetze klar und logisch strukturiert sind, sondern jedes Gesetz; -auch die Strassenverkehrsgesetze…! -Aber jeder soll glauben, und lassen und tun, was er will! Ich wollte niemandem auf die Zehen treten!

  4. G.S
    Du immer mit deinen negativ Kommentaren. Wen es dir nicht passt hier, dann geh doch einfach zurück in deine geliebte Heimat. Ich denke niemand würde dich hier zurückhalten.

  5. Hab ich den Kniff überlesen, wie das jetzt gehen soll ? 😉 Also können Ausländer jetzt doch “per Gesetz” Wohnungen im Erdgeschoss, Land und Felder auf Ihren alleinigen Namen eintragen lassen, nicht mehr auf Treuhänder, 49% Beteiligungen … oder Ihre Ehefrauen? Alles andere ist ja bekannt aber das wäre neu. Danke

  6. Zum Thema ist der folgende Link (engl.) interessant. >In Kampot werden die meisten Grundstuecke von Auslaendern ueber einen kambodschanischen Trustee (also einen Khmer) per Leasing Vertrag erworben (oder eher die Nutzung des Lands). Dazu betraegt die max. Leasing Dauer 50 + optionale 49 Jahre. Dies ist allerdings von der Zustimmung des Village Chiefs abhaengig der sowohl den Trustee als auch den auslaendischen Kaeufer persoenlich befragt. Ich kenne einen Fall in dem der Leasing Vertrag auf 5 Jahre befristet wurde und damit alle 5 Jahre erneuert werden muss.

    Interessant ist evtl. auch wichtig dass der auslaendische Kaeufer die so umstrittene Arbeitsgenehmigung sowie eine Residence Card (sieht aus wie das Familienbuch) haben sollte. (Auch wenn es derzeit noch immer umstritten ist ob Rentner dies ueberhaupt brauchen.) Hintergrund ist das Kambodscha darauf hin arbeitet Steuereinnahmen zu generieren. Bisher mussten Khmer Grundstueckverkaeufer aktuell 300 USD alleine fuer die Arbeit des Katasteramt, sowie Village Chief bezahlen. Die Preisfindung ist aber eher dynamisch denn sie aendert sich permanent. Hat der vom Village abgezeichnete Leasing Vertrag erst mal stempel und unterschrift des Village Chief sind die Vorraussetzungen des Soft Land Titles erfuellt. Der Gang zum Katasteramt wurde mehrfach einfach abgekuerzt sodass ein Katasteramt Beamte zum Kaeufer ins Haus kam und zusammen mit dem Verkaeufer den Notwendigen Daumen Abdruck sowie Unterschrift, kopie des Pass und Visa abholte. In dieser Abwicklung wurde mehrfach von Katasteramt Beamten versucht Blanko Formulare durch den Khmer Trustee unterschrieben und per daumenabdruck legalisiert zu bekommen ohne dass ein einziges wort ueber Kaeufer und Verkaeufer im Fromular stand !! Es ist also vorsicht angesagt.

    mehr hier:
    http://www.kampotbuildersguide.com/viewforum.php?f=13&sid=204086e9a384531395afe1e47c0fc0b9

  7. @Don Kong:
    Mit meiner scharfzüngigen Art obiger Formulierung bin ich vielleicht doch einigen Lesern auf die Füsse getreten, wofür ich mich hier entschuldigen möchte! An diesen Informationen gefiel mir zu Beginn weg nicht dass es fast ein Glücksfall sein muss an die richtigen Leute zu kommen, die denn erst noch “die rechtlich einwandfreien Kniffe” kennen müssten! Die Informationen Deines Lesers und seine Bemühungen will ich denn auch respektieren! Vielleicht bin ich geprägt von den vielen Negativ-Geschichten, die ich immer wieder höre von “Westlern”, (gemeint westlich von Russland)! Man erinnere sich auch an die Geschichte, die vor einem Jahr an der Serendipity Rd. für Schlagzeilen sorgte: Die roten Markierungen in den Shops, Guesthäusern und Hotels wurden bereits von Beamten angebracht: “Bis dahin würde auf Befehl der Regierung abgebrochen werden!”

  8. Hallo, danke für die rege Beteiligung. Gern gebe ich weiter Informationen zum Thema.

    1. der Bericht wollte nur einen kurzen Überblick über die legalen Möglichkeiten des Landerwerbs geben und stellt KEINE vollständige Rechtsberatung dar. Vielmehr wird der Unterschied zwischen HLT und SLT herausgestellt.

    2. ich habe regelmässig mit einigen Fachleuten Kontakt und es stellt sich so dar, dass ein Ausländer eben OHNE Khmer Beteiligung ein echten HLT erwerben kann. Dieser läuft bis zu 99 Jahre und kann verlängert werden. Wer kürzer abschliesst ist selbst verantwortlich. (Ich habe selbst reichlich Horrorstories gehört ABER: in allen bisherigen Fällen war der Ausländer zu 100% selbst schuld, weil er eben, meist von blinder Gier getrieben, Opfer von Betrügern wurde. Ein Notar oder ein Grundbucheintrag kam in keinem mir bekannten Fall vor.)

    3. wer von PRIVAT “kauft”, zahlt einen freien Marktpreis und die Laufzeit ist ebenfalls frei vereinbar. Der gesetzliche Rahmen kann aber voll ausgeschöpft werden – deshalb empfehle ich ja eine Beratung durch Fachleute.

    4. das gilt für Land und Imobilien jeder Art. Auch im Erdgeschoss! Natürlich gibt es Ausnahmen, wie z.B. militärische Bereiche, Küstenstreifen, landwirschaftliche Flächen usw.!

    5. ich kenne keinen Fall wo ein HLT irgendwie durch Korruption oder soetwas aufgehoben wurde. Die großen internationalen Konzerne nutzen genau diese Gesetzeslösung für Ihre Investitionen.

    6. die Eintragung in die gesetzlichen Register erfordern, schon aus Sicherheitsgründen einen Rechtsbeistand, Dolmetscher oder eine Agentur. Jedoch kann man es auch selbst auf der Gemeinde durchführen lassen. Dort ist die Amtssprache KHMER.

    7. der Gemeindebeamte kommt zur Vermessung und Eintragung eines HLT immer zum Grundstück. Die Beglaubigung findet immer in der Behörde oder im Büro des Notars statt. Amtssprache auch hier: Khmer.

    8. die Kosten für die reine Übertragung und die Nachforschung über den vorherigen Eigentümer sollten 500USD nicht übersteigen und dauern einige Wochen. Agenturen sind teurer aber machen dafür eben die Arbeit und sprechen Deutsch oder Englisch.

    9. Anwalts und Notarkosten schlagen mithin nochmals mit bis zu 500USD zu Buche.
    Festzuhalten ist, das die Übertragung, wie in Deutschland eine kaufpreisanteilige “Grunderwerbssteuer” beinhaltet. Je teurer der Kaufpreis desto höher die Abgabe. Hier wird viel getrickst, ich bitte um Verständnis, dass wir hier niemanden zum Betrug anleiten! Die Verträge sind IMMER nur in Khmer gültig. Daher bedarf es meist eines Fachdolmetschers.

    10. Leider habe ich den Eindruck, dass viele Ausländer glauben, man könne mit einem Bekannten, oder einem Angehörigen oder einem selbsternannten Fachmann diese bürokratische Ochsentour abkürzen. Da kommt dann der “Beamte” oder ein “General” oder der “Eigentümer” und es wird auch mit Daumenabdruck und Siegel gearbeitet. Am Ende wundert man sich dann, dass es keinen gültigen Vertrag gibt und man das Land verlassen muss.
    Wer den Artikel aufmerksam verfolgt und sich an die Ratschläge hält, der ist i.d.R. vor Überraschungen sicher.
    Wer sich unsicher ist, der kann auf Fachleute zurückgreifen, die teilweise jahrelange Erfahrung haben.

    Konkret auf die sehr gute Frage von Dr. Hagen:
    Es ist nicht sicher ob ein SLT in einen HLT umgewandelt werden kann! Dazu folgendes Beispiel:

    Wenn der Vermieter des SLT nicht verkaufen will, dann wir er es nicht tun. Wer glaubt der Vermieter würde einen lukrativen SLT in einen billigen und für ihn schlechten HLT umwandeln, der hat einen gesunden Optimismus.
    Mein dringender Ratschlag daher nochmals an alle:
    Informiere man sich bitte bevor man etwas Unterschreibt. Ist ein erst SLT im Umlauf, ist die Imobilie schon um ein vielfaches teurer geworden. Ein HLT wir daraufhin i.d.R. exorbitant Teuer. Hat man erst Geld in den SLT investier, z.B ein Haus gebaut, sitzt man in der Falle.
    Achtung: das Abreissen des Hauses kann eine Straftat sein, die mit u.U. Haftstrafen belegt wird – auch wenn man es selbst bezahlt hat! Oft muss man erkennen, dass man schon hereingelegt wurde weil man eben (oft einfach aus Gründen der simplen Kostenersparnis) keinen Fachman hinzugezogen hatte.

    Zu Berni:
    Ja, es ist möglich. Natürlich gibt es auch weiterhin die Firma oder den Treuhänder. Dazu muss man selbst entscheiden, was man will. Eine umfangreiche Beratung kann hilfreich sein. Das geht hier im Blogg natürlich nicht.

    zu Franz:
    Das Kaufen von Land ist (gerade bei einer Fachagentur, denn so verdienen die ja ihr Geld) viel billiger als das Mieten. Wer flexibibel sein will, der kann Mieten, aber die kurze Laufzeit kostet in wenigen Jahren meist ein vielfaches Mehr, als der Kauf.

    Zu Peter:
    In Kampot sind die Barang nach Deiner Beschreibung also offenbar Kunden einer Khmer Agentur und zahlen teure SLT. Oder sie werden mit absichtlich kurzen HLT immer wieder zur Kasse gebeten. Der DON Kong Artikel befasst sich genau mit diesem Phänomen und gibt Hinweise, wie der Ausländer diese Praktiken legal und preiswert Umgehen kann. Ob auf eigene Faust oder mit einer Agentur, entscheidet Jeder selbst. Die Risiken bei der Selbsthilfe sind ja in den Kommentaren und im Artikel hinreichend beschrieben.

    Zu Klaus:
    Es ist ein guter Einwand, deshalb hier die Antwort.
    Es handelt sich bei HLT mit Ausländern ganz eindeutig um sogenannte ERBPACHTVERTRÄGE. Diese sind nahezu identisch im deutschen BGB geregelt. Es ergeben sich daraus, im Gegensatz zum MIETVERTRAG, natürlich EIGENTUMSRECHTE. Insbesondere der “Genuss der Früchte”. Theoretisch kann also bei SLT sogar eine gewerbliche Nutzung ausgeschlossen sein!

    Abschliesend bleibt mir auch eine Frage:
    Hat jemand zu den beschriebenen Fällen, wo die Ausländer !!!mit HLT!!! übervorteilt oder Opfer von Korruption geworden sein sollen auch Kontaktdaten (gern auch vertraulich) der Beteiligten? Gern würde ich mir solche Fälle mal näher ansehen und gern analysieren, was da genau falsch gelaufen ist.

    Alle Angaben ohne Gewähr – ein Fachberatung wird dringend empfohlen!

  9. > Die Pachtdauer beträgt immer 99 Jahre

    Mittlerweile wurde dieses Gesetz geändert. Die maximale Pachtdauer beträgt, wenn man den Vertrag heute abschließt, nur 50 Jahre.

  10. Hier ist alles in einem für Deutsche und andere Europäer geschriebenen Text erklärt; wie wir es verstehen können und wie die gesetzliche Lage ist.
    Ich möchte einen Fall kurz anreissen, der nichts mit einem HT zu tun hat, aber viel über Kambodscha aussagt.

    Das Oberste Gericht in Phnom Penh hat schon vor Jahren 167 Familien das Recht auf ein bestimmtes Stück Land zugesprochen, was an ein weiteres Stück angrenzt das von einem grossen Unternehmen erworben wurde.
    Das erstere sollte nun endlich unter den Familien aufgeteilt werden. Dafür wäre ein Beauftragter des Gerichts zuständig gewesen.
    Kurzfristig erschien ein Brief des Landwirtschaftsministeriums, dass Einhalt gebat. Es ging um mögliche Konflikte, wem nun welches Land gehört. Die Aufteilung wurde erst einmal gestoppt.

    Will sagen, es kann trotz ´sicherer´ Rechtslage etwas auftauchen, was das ganze Vorhaben oder gar Vertrag ins Wanken bringen kann.

    Solche 50-Jahr-Pachten sind auch nicht ganz billig. Ich kenne die Preise nur von Grossprojekten, da ich ehemals für einen Investor tätig war. Die bewegen sich im 7-stelligen Bereich.

  11. Hallo G.S..
    Ist ja nett wie Du schreibst. – Vielleicht bin ich geprägt von den vielen Negativ-Geschichten, die ich immer wieder höre von “Westlern”, (gemeint westlich von Russland)! – u.s.w.

    Die Du hörst aber wohl nicht selber erlebt hast?. Last doch einfach mal diese Meckerei sein und antwortet sachlich. Vielteich sollte Don Kong mal eine Meckerecke eröffnen.

    Jedenfalls ist der Bericht Interessant. Habe auch etwas von 50 Jahre für Privatpersonen gehört. Für Firmen 99 Jahre. Die Chinesen haben an der Küste reichlich Ländereien gepachtet – 2 * 99 Jahre –

  12. Kampot scheint derzeit immer mehr an dynamik fuer Land und Hauskaeufer speziell aus Sihanoukville zu gewinnen. In den vergangenen 5 Tagen bin ich auf insgesamt 6 mir bekannte Barang aus Sihanoukville gestossen die hier Land erwerben wollen um ein Haus darauf zu bauen. Der Tenor lautet dass Sihanoukville ein Dreckloch sei. Daran ist im Grunde nichts zu bemaekeln ausser das genau der mir bekannte Personenkreis direkt aus dieser von ihnen vielfach selbst gestalteten Gosse kommt. Der Daumen runter wird nun sicher heisslaufen aber das Gesindel aus Sihanoukville besteht fast ausschliesslich aus Junkies die vom Dauerjoint bis hin zu Schuhputz Creme jedes Gift konsumieren dass ihnen in den Sinn kommt.

    Anders als in Sihanoukville sind die Restaurant / Cafe Besitzer hier viel zu Ruecksichtsvoll um dem Gesindel zu sagen dass sie ihren Joint in ihrer eigenen Bude rauchen koennen aber nicht im offenen Restaurant.

    Die mir persoenlich bekannten Multi – Toxie’s (also die die jeden Dreck in sich reinpumpen um danach Stunden und Tagelang reglos in der Ecke zu duempeln) sind eindeutig in der Mehrzahl derer die aus Snookyville abwandern.

    Herzlichen Glueckwunsch !

    Ich werde dem hiesigen, gut deutsch sprechenden Gouverneur empfehlen die “Staatspension” zu vergroessern.

  13. Nach 20 Jahren Aufenthalt hier weiss ich sehr genau, dass man als Auslaender einen sogenannten Hard-Titel fuer Landerwerb nicht bekommt. Diesen gibt es nur fuer “echte” Khmer also Leute, die den kambodschanischen Pass / oder ID-Card besitzen, alles andere geht nicht ! Natuerlich kann man alle moeglichen Konstruktionen waehlen, aber im Endeffekt ”fuettert”man dadurch nur die Rechtsanwaelte/Notare und sonstige Spezialisten. Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung hat man ohne Khmer ID / Pass sehr, sehr schlechte Karten. Mein Freund aus D hatte vor 12 Jahren einen sechsstelligen EURO-Betrag gerade in Kampot zusammen mit einer hiesigen Persoenlichkeit in Land investiert und nun nach jahrenlangem Rechtsstreit alles verloren.
    Bei auslaendischem Land-und Hauserwerb genuegt ein sogenannter ”Transferletter” – weicher Titel -, welcher beim Wiederverkauf den Kaeufern vorgelegt wird. Ist auch erheblich billiger, das machen auch fast 90 % der Khmer’s so ! Wenn nun Einige immer noch der Meinung sind dass der Hardtitel bei Auslaendern geht, dann sollen die es einfach probieren, denn nur durch Schaden und Lehrgeld bezahlen wird man schlau !! Ich kenne keinen westlichen Auslaender in Cambo, welcher einen “echten” Hardtitel besitzt !

  14. Also kann ein Auslaender mit einem ‘Transferletter’ (koenntest Du das naeher erlaeutern?) legal Land und Haus erwerben? Funktioniert das wirklich, ohne Anwalt und Notar?

  15. Bernhard@: Zunaechst wird ein Kaufvertrag in Khmer / englisch ausgefertigt. Dann der Transferletter – weicher Titel – der bedeutet, dass der/die bisherigen Eigentuemer einer Uebertragung der Eigentuemerschaft auf den neuen Eigentuemer/Kaeufer zustimmen. Hierbei ist zu beachten, dass zur Sicherheit jeder, welcher bisher im zum Verkauf stehenden Hause/der Whg. lebt, den KV / Transferletter mit unterschreibt. Dann noch zwei Zeugen per Fingerabdruck bestaetigen lassen. Das genuegt normalerweise, fast alle Khmer’s machen das so. Jetzt kann man -wenn man will – mit diesem Transferletter einen Hardtitel beantragen, welcher je nach Ausfertigung durch die beteiligten Behoerden schon mal bis zu 5.000.–USD kosten und bis zu vier Monaten dauern kann. Aber, wie schon bereits bei meinen Ausfuehrungen vom 14.04. beschrieben, wird keine kambodschanische Behoerde einen Hardtitel fuer einen Nichtkambodschaner ausstellen ! Im Uebrigen haben sich die Hardtitel seit 1988 mehrfach in der Form geaendert. Bis und von 1992 an war es ein ca. DIN A 5 grosses Papier und ab ca. 2003 etwas groesser als DIN A 4. Wichtig zu wissen, im Zweifels-/ Gerichtsfall gelten nur die Khmervertraege, also auf korrekte Uebersetzung achten ! Auslaender koennen z.B. – nur neue – Condos (Eigentumswohnungen) mit Hardtitel welcher bis zu ca. 3.000.–USD kostet, kaufen. Wenn man eine etwas guenstige Beratung in dieser Sache will, dann sollte man zu einer Bank gehen, die haben eigene Rechtsanwaelte beschaeftigt und eine Beratung hierueber ist nicht teuer, nach meinem Wissen ca. 80.– bis 200.– USD !

  16. bernhard@……Uebrigens ist bei einer Beratungs-Gebuehr von 200.—USD auch der Entwurf des KV und des Transferletters, sowie saemtliche Aktivitaeten incl. Abschluss KV / Transferletter eingeschlossen. Meistens zahlt sogar der Verkaeufer saemtliche Gebuehren.

  17. Jetzt mal eine andere Frage zum Hauskauf…

    Man findet ja einige Immobilien auf real estate internetseiten zum Kauf.
    Ist es möglich diese Immobilien für beispielseise 33, 66 oder 99 Jahre zu kaufen?
    dann würde sich das Problem mit dem Landerwerb erledigen…

    Mir persölich wäre das egal, wenn das Haus in beispielsweise 33 Jahren weg wäre…

  18. @Juergen+Sonja: Für Nicht-Kambodschaner ist es – nicht möglich – ein Haus mit legallem Grundbucheintrag – sprich Hardtitel – zu kaufen, egal für wie lange !

    Warum wollt Ihr denn überhaupt ein Haus kaufen, wenn Ihr schon sagt: “Es ist Euch egal ist, wenn das Haus in 33 Jahren weg wäre”??

    Dann reicht doch ein gemietetes Haus völlig aus !
    Bei Schwierigkeiten könnt Ihr gleich wieder wechseln !

    Häuser zur Miete gibt es in PP (Phnom Penh) schon ab 250.–USD/ monatlich !
    Wer weiss denn schon, was in 33 , 66 oder 99 Jahren ist ?
    Bedenkt doch auch mal, dass Ihr als Mieter völlig frei von weiteren Kosten seit, wie Renovierungen usw. und so fort seit !
    Und….was in Cambo besonders wichtig ist: Eure Nachbarn !
    Laßt Euch da einfach von dem alten russischen Sprichwort leiten:” Bevor Du Dein Haus baust, suche Dir Deine Nachbarn aus “!
    Nur damit Ihr nachts und auch tagsüber nicht neben einer Karaoke-Disco oder sonst wegen einer in Euere Nähe befindlichen, lauten Einrichtung nicht mehr schlafen könnt !

    Noch ein Tipp: Wenn Ihr neu seit in Cambodia, dann äusserste Vorsicht bei allen Schritten die Ihr tut, es gibt hier genügend Leute, die nur an Eurem Geld interessiert sind, egal wie oft sie Euch anlächeln und sagen: No Problem, can do !

    Da ich in meinem kurzen Leben einige hundert Wohnungen – auch Häuser – schon gebaut und auch verkauft habe, sowie mit über 20-jähriger Cambodia-Erfahrungen “auf dem Buckel”, könnt Ihr versichert sein, dass ich Euch keinen Mist erzähle !

    Für weitere Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung,
    freundliche Grüsse, Manfred

  19. Wir würden sicher nicht hinunterfliegen und sofort ein Haus kaufen. Sicher würden wir uns einige Monate ordentlich umsehen und vorerst nur ein Haus mieten.

    Der Grund für den Hauskauf ist folgender:

    Wir würden gerne 2-3 Häuser kaufen.
    Eines zum Wohnen und die anderen Häuser als Guesthouse betreiben. (nicht einzelne Zimmer vermieten, sondern das Haus als Ganzes wochenweise, moantsweise… vermieten.

    Ein wenig Einkommen wäre ja nicht schlecht und außerdem muss man ja auch ein wenig was arbeiten, damit man eine Aufgabe hat…

  20. @Jürgen+Sonja: Euer Vorhaben wirft natürlich viele Fragen auf:

    Wenn Ihr zur Zeit in Deutschland / Europa seit und die Sache ernsthaft angehen wollt, dann stehe ich Euch gerne für Fragen und Auskünfte zur Verfügung, vorausgesetzt Ihr gibt mir mal Eure Tel-Nr. hier bekannt, damit ich Euch anrufen kann !

    Freundliche Grüsse

    – Manfred –

  21. Hallo Manfred,

    danke für deione hilfestellung.

    Ich möchte nicht öffentlich meine Telnummer bekanntgeben.
    Kannst du eine kurze Mail an maldives@gmx.at senden.

    Dann würden wir mit der Telefonnummer antworten und wir könne auch dich anrufen…

    Wir sind allerdings aus Österreich.

    Bitte-Danke

    LG
    J+S

  22. @ Manfred
    Hallo Manfred, es wäre nett wenn du dich auch mal bei mir meldest.
    Betreff ebenfalls Land, Hausbau und Geschäft!

    Ich bin z. Z. In PP und oft auch in Kampot
    Freu mich über ein Feedback zum Telefonnr. Austausch über rj2612@web.de
    LG Ralf

  23. @Ralf
    Hallo Ralf, kennen wir uns möglicherweise von irgendwo her ??
    Lass’ mich’s wissen, denn in wenigen Tagen (im Jahre 2017) bin ich drüben.

  24. @Manfred
    Hallo Manfred,
    ich denke nicht, dass wir uns kennen.

    Würde mich freuen, wenn Du dich meldest und wir uns mal “hier” treffen.
    Schick mir doch eine kurze Email, dann gebe ich dir meine Tel. Nr.
    rj2612@web.de

    Die meiste Zeit bin in in pp.

    LG Ralf

  25. @Ralf
    Nochmals Ralf, hatte nachgedacht, bist Du der Ralf, der Baufachmann, der damals nach Österreich verzogen ist, den ich damals vor ca. 17 bis 20 Jahren in PP kennenlernte und so manche Nacht im – alten – Martini zusammen abgefeiert hatte ?

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