Umweltverschmutzung ist allgegenwärtig in Sihanoukville.

Umweltinitiative für Sihanoukville?

Wie sich den Kommentaren zum Beitrag “Was umweltbewusste Expats in Sihanoukville bewegt” entnehmen lässt, zeigen einige deutschsprachige Expats in Sihanoukville Bereitschaft, eine Initiative zum Wohle der lokalen Umwelt zu starten. Ich halte das für eine gute Idee, zumal ein anderer deutscher Expat in Koh Kong damit schon Erfolg hatte. Er hat bereits vor 7 Jahren als einsamer Kämpfer damit begonnen, das bei vielen offensichtlich abhandengekommene Umweltbewusstsein neu zu erwecken. Heute ist Koh Kong wesentlich sauberer als vorher, was vielleicht nicht der Fall wäre, wenn nicht damals jemand den Stein ins Rollen gebracht hätte.

Dabei geht es natürlich nicht um große Umwelt-Projekte, sondern eher um die Arbeit an der Basis, nämlich bei den kleinen privaten Umweltverschmutzern. Davon gibt es in Sihanoukville bekanntlich unzählige, in allen Altersstufen und allen gesellschaftlichen Schichten. Ob es die Plastiktüte ist, die während der Fahrt einfach auch dem Fenster des Edel-Geländewagens geworfen wird oder das Verbrennen von Müll im besiedelten Stadtgebiet, die Leute machen sich einfach keine Gedanken darüber. Sei es, weil Sie es vielleicht nicht besser wissen oder einfach nur aus Bequemlichkeit und Ignoranz.

Aber wie will man diese Leute mit der Botschaft erreichen, das sie Mist bauen und damit langfristig ihren Lebensraum zerstören? Hört ein Kambodschaner der ein 100.000 $ Auto fährt einem Ausländer überhaupt zu, oder wird er ein Umwelt-Plakat an einem Baum überhaupt lesen, selbst wenn es in Khmer geschrieben ist? Sihanoukville ist nicht Koh Kong und stellt meiner Meinung nach eine weitaus größere Herausforderung dar. So wie es in Koh Kong gemacht wurde, wo man die Umwelthinweise in Khmer einfach auf laminierten Farbkopien in den Schulen an die Wände geklebt hat, scheint jedenfalls ein guter Weg zu sein damit anzufangen.

Vielleicht hat ja der eine oder andere Leser, der hier in Sihanoukville an einer sauberen Umwelt interessierte ist, noch weitere Ideen für eine lokale Umweltinitiative oder möchte sich sogar in irgendeiner Form daran beteiligen. Dann einfach hier per Kommentar auf den Beitrag antworten. Ich gehe davon aus, die betreffenden Personen freuen sich über jede mögliche Unterstützung.

Posted in Sihanoukville.

36 Comments

  1. Zitat:
    “Hört ein Kambodschaner der ein 100.000 $ Auto fährt einem Ausländer überhaupt zu, oder wird er ein Umwelt-Plakat an einem Baum überhaupt lesen, selbst wenn es in Khmer geschrieben ist?”

    Das ist meiner Meinung nach der Knackpunkt, auch der Khmer mit einem 300 $ Motorroller interessiert es nicht was die weißen Gäste hier sagen. Vielleicht sollte man aufhören den Khmer zu sagen wie sie zu leben haben und was nach unseren Maßstäben richtig ist.

    Wenn mich in DE irgendein dahergelaufener, geduldeter Gast belehren würde, würde ich auch nicht hinhören. Wozu auch? Wem es nicht passt, der kann ja gehen.

    Aber bitte versucht nicht die Einheimischen umzuerziehen, wir sind keine Kolonialherren oder eine Besatzungsmacht. Die werden es schon irgendwann selber merken. Im kleinen Rahmen, vor der Haustür kann man alles sauber halten, vielleicht gefällt es den Leuten ja und sie halten auch etwas Sauberkeit. Aber bis der Großteil der Einheimischen freiwillig dazu bereit ist, lernt eine Hauskatze eher das fehlerfreie zitieren von Goethe.

    Funktioniert vielleicht unter Zwang, wie 1945. Da mussten die Einheimischen auch die Leichen und den Schutt wegräumen. Nur war auch die Motivation eine etwas andere.

    Versteht mich nicht falsch, ich lebe gerne hier und habe mehr Kontakt zu Khmer als zu den Barangs. Nur habe ich es aufgegeben, den Leuten etwas auf gute und freundliche Art zu vermitteln. Es hört niemand zu, man erntet nur Kopfschütteln oder Schulterzucken. Wozu also Energie darauf verschwenden?

  2. Ich bin nicht ganz so pessimistisch. Vor ein paar Jahren noch, vielleicht 3, war die Beach Road noch voller Dreck und Muell. In der Zwischenzeit ist sie , mal abgesehen von der Scheisse, die als Baechlein lang fliesst, doch ziemlich sauber. Ich denke wir sollten nicht belehren, dass wird sicher nicht gern gesehen, aber einfach vorleben.
    Vor 36 Jahren kam ich nach Ibiza, fast genauso dreckig wie Sihanoukville heute. Irgendwann kam die Erkenntnis auch bei den Nativs an, dass Sauberkeit keine Krankheit ist; so kam man, wer auch immer, auf die Idee Leute mit Mopeds auszustatten, die die Strassen entlang fuhren, mit Saecken und Gerat zum Aufpicken von Muell ausgestattet, und systematisch den Muell von den Strassenraendern entfernten. Heute, sie fahren immer noch, sind die Strassen picobello. Die Hemmschwelle eine saubere Landschaft zu verschmutzen ist ungleich hoeher, als wenn ueberall schon Dreck rumliegt. Man sieht es auch an der Strasse nach Bogor hoch.
    Vielleicht waere das ein Modell fuer Sihanoukv. Erstmal!
    Ich bin schon alt, erinnere mich also als in Deutschland in den Zeitungen propagiert wurde, den Muell nicht einfach in den Wald zu bringen.
    Also vielleicht kann man da was in Gang bringen.

  3. @Ivo, @Peter, im Prinzip haben Eure Meinungen zu diesem Problem einen gewichtigen Wahrheitsgehalt ! Schauen wir uns nur mal die Muellentsorgung in PP an. Wir zahlen jeden Monat – wenn auch geringe – Muellgebuehren, stellen den Abfall abends vor unsere Haeuser – wie das alle machen – danach kommt zuerst die Muellberaubung, also die Leute, die unsere Muellsaecke komplett oeffnen, nach Brauchbarem suchen und den Rest nicht wieder verschliessen, sondern alles gerade liegen lassen und schon verteilt der Wind den Plastikmuell in alle Richtungen ! Dann kommt zu unterschiedlichen Zeiten die Cintri-Muellabfuhr und ist m.E. froh, nicht mehr soviel Muell laden zu muessen und wenn wir z.B. groesseren Muell haben, nimmt der Cintri-Fahrer diesen nur gegen eine direkte Extragebuehr mit. Das ist Wirklichkeit und zwar nun schon seit ueber 20 Jahren ! Meines Erachtens ist das Problem in den Jahren 1994 bis 1996 entstanden, als das SAP (Structural Adjustment Program) umgesetzt wurde, ein Wirtschaftsprogramm, das von IWF und der Weltbank ausgearbeitet worden war und auf die Liberalisierung und Privatisierung abzielte sowie zur Reduktion des Haushaltsdefizits eine Anhebung der extrem niedrigen Gehaelter im Staatsdienst ausschloss, was die grassierende Korruption noch verschaerfte. Zudem sicherten sich die technischen Helfer, deren Zahl laut Weltbank mit 800 Beratern im Land sehr hoch ist, mit Ihrer Fokusierung auf kurzfristige Projekte langfristig ihre Einkommen. Im Jahre 2001 verdienten die TA (technical assistance) im Land 162 Millionen USD mehr als saemtliche Personen auf der Gehaltsliste der Regierung zusammen !! Westliche Helfer vergessen leicht, das Kambodscha vor den Jahren des Buergerkriegs funktionierende jahrhundertalte Selbsthilfe-Mechanismen besass, die kulturell in der Gesellschaft verwurzelt waren. Es ist daher logisch anzunehmen, dass sich die Re-Aktivierung traditioneller Systeme einfacher und erfolgreicher gestaltet als der einseitige Import westlicher Konzepte von Menschenrechten, sozialer Organisation und Umweltbewusstsein. Derartige Projekte koennen nicht funktionieren, wenn sie keine Verankerung im Gemeinwesen haben und traditionelle Assoziationen und Vernetzungen nicht nutzen….Sie bleiben ein Fremdkoerper in der Gesellschaft ! Fakt ist, dass die Entwicklungspolitik der Geber bessere Ergebnisse im Kampf gegen Armut, Aufklaerung und Muell-Vermeidung und Beseitigung verhindert hat !

  4. “Oh Herr verschone mein Haus, -zünde lieber andere an!”-Oder die “Vogel-Strauss-Politik”: Den Grind in den Sand stecken um nichts zu sehen oder nichts zu hören? Wenn die Umwelt kein Thema ist im Elternhaus der Khmers, dürfte es vielleicht eines werden in den Schulen!
    -Oder sogar in den Pagoden, wo die Mönche einen grossen Einfluss auf die buddhistische Bevölkerung hat? Wenn wir Langnasen schon nur im Ansatz ein Umdenken veranlassen könnten, hätten wir ein edles Gedankengut in dieses Entwicklungs-Land gebracht! Könnten wir die grossen Tageszeitungen dazu animieren, das Thema Umweltschutz an die Fernseh-Stationen zu tragen? -Denn Fernsehen tun ja Alle den ganzen Tag! -Aber lesen tun die Wenigsten…! Ich werde morgen mal eine Tageszeitung zu diesem Umwelt-Thema kontaktieren! Mit ganz höflichen und schmeichelhaften Worten, versteht sich ja…

  5. Wie gesagt ich habe meine Bereitschaft erklärt an so einer Initiative mitzumachen. Ansonsten werde ich weiter auf meine direkte Umgebung versuchen einzuwirken. Wie gesagt Kleinvieh macht auch Mist.
    Voraussetzung wäre für mich das hier im Blog die Anonymität gewahrt bleibt. Vielleicht schafft es ja Don Kong die Verbindungen herzustellen und dann setzt man sich zusammen und sieht was möglich ist.
    Kleiner Vorbehalt: Im Moment befinde ich mich in Deutschland. Den Ansatz von Herby mit Schulkindern und Lehrern finde ich gut.

    @ Ivo 1) Wenn du dich als irgendein dahergelaufener Gast empfindest ist es deine Sache. Bezeichne aber bitte andere nicht so. 2) In der Art wie du ständig über Khmer schreibst liegt nicht besonders viel Achtung. Beisp.: Hauskatze. Soviel dann auch zu Kolonialherrenstil, vor dem du andere angeblich warnen willst. 3) Auch wegen Leuten wie dir ist Anonymität gefragt, denn du wärst sicherlich einer der ersten die falls etwas nicht funktioniert sofort sagen: Seht ihr ich habe recht gehabt oder irgendeinen kleinen Makel finden werden. Vielleicht schaffst du es ja eines Tages nicht alles negativ zu betrachten (Im übrigen eine typisch deutsche Eigenart)

  6. Aha, da sind sie schon, die Grundsatzfragen nach Akzeptanz, Machbarkeit und Wirksamkeit einer möglichen Aktion…und ob wir Barangs denn überhaupt ‘zuständig’ seien (@Ivo).
    Roni hat aber schon gezeigt, dass es geht und wie es geht, nämlich über die Kinder. In einem seiner Clips kehrt ein kleines Mädchen Abfälle zusammen – erkennbar vorbildlich. Die Khmer, und insbesondere die Kinder, haben eine sehr spezielle Affinität zu bildlichen Aussagen. Mit ‘Gutsherrenart’ hat das null zu tun. Es kommt noch nicht mal ‘rüber, dass Barangs dahinter stecken.
    Kurz: Ich bin überzeugt, dass da etwas zu machen ist. Deshalb werde ich dabei sein – mit etlichen Ideen, reichlich PR-Erfahrung und ggf. auch mit Farbe, Leiter oder Klebeband 🙂 Besser noch wären kurze Videoclips.
    Sofort machbar ist, dass sich jeder der hier Postenden in seiner Umgebung vorbildlich verhält. Ansonsten ist die Initiative je bereits gestartet: Hier, bei Don Kong.

  7. @M. Sindelar

    1) Für einen gewissen Anteil der Expats, die ich hier kennenlernen durfte, trifft diese Aussage zu. Es ist allgemein bekannt das gerade SHV wie ein Magnet für eine bestimmte Gruppe von Auswanderern ist.

    2) Ich habe durchaus Achtung vor den Khmer. Ich habe mich sogar 2.5 Monate auf die Schulbank gesetzt um den Grundkurs in Khmer zu absolvieren. Ich beobachte aber Dinge recht genau und bilde mir mein Urteil. Wer mich persönlich kennt, weiß das ich Dinge oft überspitzt formuliere. Ironische und zynische Kommentare bleiben da nicht aus. Und ich schreibe auch nicht “ständig” schlecht von den Khmer, nur wenn mir was gewaltig auf die Nerven geht, poste ich eben. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mehr Achtung vor den Khmer als vor den Expats. Darum trifft man mich auch nicht in den ganzen Dummschwätzerkneipen.

    3) Kann schon sein, das es dann ein Kommentar gibt. Aber sei Dir sicher, wenn es funktioniert gibt es auch ein Lob von mir in der Form “Hätte ich nicht gedacht, aber Respekt. Toll gemacht”. Es gibt ganz andere Leute die den ganzen Tag immer nach Fehlern anderer suchen um sich dann darüber lustig zu machen. Wenn es dann aber funktioniert, hört man von denen rein gar nichts. Ich gehöre aber nicht zu diesen Kreisen.

    @all
    Versucht es, wenn Ihr die Zeit und die Energie dafür habt bzw. einsetzen wollt. Vielleicht bewirkt es was und am Ende haben alle was davon. Die Idee über die Kinder etwas zu bewirken ist sicherlich nicht falsch, die sind noch lernfähig. Wenn die Regierung etwas bewirken wollte, könnte sie es auch machen wie in Singapur. Wenn es den Leuten an das Geld geht, ändern sie ihr Verhalten meistens recht schnell.
    Es wird nicht einfach werden, trotzdem wünsche ich Euch viel Erfolg.

  8. wir sollten den gedankenmuell nicht mit dem muell auf der strasse verwechseln,aber beides muss verschwinden …..

  9. Nur noch etwas zu der Idee, die Umweltverschmutzung / Abfallentsorgung an die Presse / TV zu tragen: Wer hier etwas veroeffentlicht haben will, muss dafuer bezahlen, egal welches Thema das betrifft auch manchmal ueber Anzeigen. Da helfen vermutlich auch keine hoeflichen, schmeichelhaften Worte, sondern nur Bargeld ! Beispiel: Wir hatten vor geraumer Zeit einen Botschafter (welcher auch kam) sowie die Presse / Rundfunk / TV zu einer Praesentation von einem neuen deutschen Produkt eingeladen. Dann wurde uns bekannt gegeben, dass die jeweiligen Presse / Kameraeute nur kommen, wenn wir mindestens 20-30.-USD pro Mann und Kameramann bezahlen, was wir auch taten, denn sonst haette pressemaessig nichts statgefunden ! Uebrigens ist das nicht nur ein Phaenomen hier, sondern in vielen Laendern der Welt, auch in Europa ! Mir persoenlich sagte mal ein Chefredakteur einer grossen dt. Zeitung, dass alles, was in der Zeitung steht, bezahlt werden muss und fuer alles, das nicht in der Zeitung soll, dafuer muss man das Dreifache bezahlen ! So sieht’s leider oft aus !

  10. @Manfred: Ich befürchte dass es so kommt wie Du oben sagst; -will mir auch keine Illusionen machen! Habe gestern “als Versuch” mal eine TV-Station angeschrieben und erwähnt dass ich mich “mit einem angemessen Betrag” finanziell auch beteiligen würde. Jetzt warte ich die Rückantwort ab! Eine winzig kleine Chance sehe ich höchstens im Argument dass die TV-Spots nicht meinem persönlichen Eigeninteresse dienen sollen, sondern dem Land, den Kindern, der Gesundheit, dem Tourismus und der Zukunft! Ich gehe aber auch demnächst mal in das “Health Departement of Sihanoukville” um auszuloten, ob man sich über die schädigenden Gesundheitsfolgen des Dioxin bewusst sei und wie man das der Bevölkerung “einsuggerieren” könnte!

  11. Die Foerderung eines Umweltbewusstseins in der 3. und 4, Welt ist nur moeglich ueber eine konsequente Koppelung an die Entwicklungshilfe und Einfuehrzoelle der EU. Bist du ein Schweinderl gibts keine Kohle und keine Exporte in die EU.

  12. @Lois: Dein Wort in Gottes Ohr, wenn’s nur funktionieren wuerde das mit der Entwicklungshilfe ! Verweise hierzu auf meinen Kommentar vom 02. Juni siehe oben ! Leider kommt die sog. Entwicklungshilfe genauso wie Spenden fuer groessere Hilfsorganisationen meistens nicht bei den wirklich Beduerftigen an ! Seit 20 Jahren beobachte ich, was hier zu diesem Thema alles ablaeuft und bin zur Erkenntnis gelangt, dass ich keinen Pfennig ((Cent) an irgendeine groessere Hilfsorganisationen mehr geben werde, die in grossen Villen hier haussen, acht Zylinder-PKW’s fahren, mit Kind und Kegel fuerstlich in den teuersten Restaurants Achtgaenge-Menues verspeissen und das alles auf Spenden und Hilfsgelder ! Und wer weiss, wieviel dieser Gelder als Kickback’s wieder zurueck in die Taschen der Direktoren dieser Organisationen fliessen und oft auch zurueck in die Geberlaender durch deren dubiose Firmen und Stiftungen, die gerade hier in PP zahlreich vertreten in voellig abgeschotteten Villen sitzen ! Das Umweltbewusstsein muss in den Koepfen der Bevoelkerung verankert werden, aber nicht durch Westler, sondern durch Khmer auf traditionellem Wege ! Schaut Euch einfach mal die Fotoausstelung aus dem Jahre 1929 aus PP im Sofitel Pokeethra Hotel an, auf diesen Bildern sieht man deutlich, wie relativ sauber PP damals war, ohne Hilfsgelder !

  13. Da bringt Don Kong einen ‘Stein in’s Rollen’. Die darauf folgenden Beiträge sind zwar inhaltlich interessant, aber nur sehr bedingt geeignet, den Stein am Rollen zu halten (vorsichtig ausgdrückt). Einer wollte ihn sogar anhalten.
    Wird es nun eine Initiative geben oder nicht? Meine Bereitschaft hierzu habe ich bereits erklärt.

  14. @Herby
    Ich bin gerne bereit in einem für mich überschaubaren Rahmen koordinatorische Unterstützung via Internet zu geben, für mehr fehlt mir leider die Zeit. Sollte es eventuell eine Versammlung der SHV Umweltinitiative hier vor Ort geben, würde ich auch daran teilnehmen. Frei nach deinem Motto, “Hauptsache viel Spaß dabei”.

  15. Ein paar Leute, u.a. ich, haben signalisiert das Sie bereit wären sich zu engagieren um etwas zu verbessern. Man setzt sich zusammen, sammelt Ideen, schaut was und welchen Rahmen möglich ist und versucht diese umzusetzen. So jedenfalls meine Vorstellung. Das Ganze wird aus meiner Sicht nichts großartiges, gesellschaftsveränderndes sondern der Versuch eines kleinen positiven Ansatzes. Es geht also nicht darum die ganze kambodschanische Gesellschaft zu verändern.
    Was passiert aber hier im wesentlichen? Nichts anderes als das was ich eigentlich ständig in deutschen Begegnungsstätten kennengelernt habe. Der Versuch des Beweises das hier in Kambodscha eigentlich nichts möglich ist, warum sowas von vorherein scheitern muß, warum Khmer nicht in der Lage sind, warum man gleich in die Kolonialherrenrolle kommt usw. usf.. Tausend Argumente werden gefunden damit alles bloß so bleibt wie es ist. Es wird so getan als wenn die Leute die Interesse haben keine Ahnung von Kambodscha haben und naiv wären. Es ist diese typisch deutsche negative Herangehensweise die viel beklagt, runterzieht und für andere oft demotivierend wirkt. Wohlgemerkt: Es geht mir nicht um eventuelle Probleme oder berechtigte Bedenken. Man kann mit einer Sache aber auch positiv umgehen, wie ich hier in Kambodscha tagtäglich bei Khmer beobachten kann.
    Komisch nur das ein @Roni anscheinend schon seit mehreren Jahren auf seine Weise Erfolg hat.
    Erich Kästner hat mal gesagt: “Es gibr nichts Gutes außer man tut es.”

  16. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber mit meinen bescheidenen Moeglichkeiten wuerde ich mitmachen, dann sind wir 3. Bin im Moment in Europa, komme Anfang Juli zurueck.

  17. @ Manfred…. du hast Recht was der Umgang mit Spendengeldern angeht, habe ich selber ausführlich erleben müssen mit unserem SMH in Chom Cheau.
    Spenden muss man sich sehr genau überlegen und in der Materie stecken. Besser ist es selbst zu handeln.
    Ihr seit auf dem richtigen Weg wenn ihr bei den Schulen ansetzt. Kein Lehrer wird sich eurer Initiative verweigern. Habe ich jedenfalls selber so an meinen Schulen erlebt. Die Kinder hören dort noch eher den Farangs zu, weil sie gute Erfahrungen mit den ausländischen Lehrern gemacht haben.
    Der neidische Nachbar oder gar der Lexus Fahrer werden schon aus Prinzip nicht zuhören. da sie aber gerne alles Moderne, westliche “nachäffen” ist das “Vorleben” der beste Weg.
    Ich wünsche euch viel Erfolg, und lasst es nicht nur beim “Fachsimpeln”.
    Robby

  18. @M.Sindelar und den Rest
    Komisch? Möchte dazu sagen das die Voraussetzungen in dem kleinen Koh Kong doch etwas anders sind. Die Stadt war und ist auch heute noch klein und übersichtlich. Die Umstände mit der TV Werbung sind auch hier für mich anders. Ich kenne den Betreiber der Station und der spielt mit. Mittlerweile gibt es 4 Kanäle wo die Clips abgespielt werde. Auch in einem Cartoon Kanal. Und einen extra eingerichteten Kanal zum Englisch lernen für die Kids. Die Kosten liegen bei 0. Seit einigen Jahren gehen einige Schulen mit den Kindern durch die Stadt und zum Fluss um den Dreck zu beseitigen.Auch Erwachsene Kambodschaner mit einem Lexus beteiligen sich daran. Mir ist klar das es mit Der TV Station sehr schwer wird, hier aber ein kleiner Vorschlag. Sprecht doch mal mit dem Herausgeber vom Sihanoukville Advertiser ob er Euch eine halbe Seite spendiert. Und wenn gewünscht ändere ich die von Koh Kong in Sihanoukville um und sende die Druckreife Seite an Don Kong.
    Erwähnen möchte ich noch wie ich auf die Idee gekommen bin.

    Vor ca 7 Jahren habe ich einen älteren Engländer Wochenlang beobachtet wie Er täglich vor seiner kleinen Bar in der Hautstraße gefegt hat. Wenn wieder etwas Dreck auf der Straße lag beseitigte Er diesen. Zu dieser Zeit war Er einer der wenigen mit einer eigenen Mülltonne. Eines Tages fing der Nachbar, ein Khmer, an vor seinem Laden den Müll zu beseitigen. Na da haben wir uns beide angeschaut – naja es geht doch. Das Thema mit dem Müll auf den Straßen hat nicht nur die Deutschen interessiert. Zu dieser Zeit gab es hier nur 2. Habe mich dann mit den Engländern und andere Nationalitäten unterhalten und dann ging es los.
    Auch in Deutschland wurde es uns als Kinder erst mal beigebracht.

  19. @Herby,@M.Sindelar, zum anfangen noch ein Tipp: Geht nicht nur in die Schulen, geht auch in dieTempel (Wat) und bespricht das mit dem Tempelvorsteher (Look Tha), denn in den meisten Tempeln herrscht Sauberkeit, Diziplin, Respekt und Ordnung ! Die Moenche haben grossen Einfluss auf Erwachsene und die Bildung der Kinder.
    Beispiel: Im Village meiner Frau – ca. 15 KM ausserhalb von PP – hat der Tempelvorsteher (Look Tha) eine Strasse die direkt zum Mekong fuehrt, fuer alle Autos, LKW, Investoren mit einer gewaltigen Mauer sperren lassen, weil Investoren – vermutlich illegal – Sand aus dem Mekong gebaggert haben um mehr Land an den Ufern zu gewinnen um dort Eigentumswohnungen und Villen zu bauen. Look Tha, 85 Jahre alt, begruendete seine Massnahme damit, dass man den Fischern dieses Dorfes die berufliche Grundlage und den Menschen Nahrung entzieht und wenn’s kein Fisch mehr gibt erst dann werden die Menschen verstehen, dass man den Dollar nicht essen kann ! Natuerlich bekam Look Tha auch einige Drohungen, aber er meinte, sollen die nur kommen, er haette keine Angst.

  20. Wow! Große Klasse. Wenn ich es recht überblicke wären wir 4 Leute.
    Da der eine oder andere noch in Europa bzw. ist wird es sicherlich noch ein paar Tage für ein gemeinsames persönliches Treffen dauern. Man kann sich ja in der Zwischenzeit über mail besser kennenlernen, Gedanken austauschen und koordinieren.
    Also Don Kong, meine mailadresse kannst du weitergeben.
    Gut Ding will Weile haben.

  21. @Manfred: Wie sieht’s aus? Jetzt geht’s um Sihanoukville – und Roni ist dabei, im Moment als Ratgeber und moralischer Unterstützer 🙂

    Ein dreistelliger Dollarbetrag für Materialkosten könnte das startup befeuern. Nehme mal an, dass es bis zur Versammlung Oktober wird. Der zu benennende Finanzverwalter würde sich jedenfalls freuen 🙂

    Quote:

    Manfred
    31. Mai 2015 bei 08:51

    @Roni, perfekt…..kann Deinem Kommentar voll zustimmen ! Toll, was Ihr dort bewegt habt ! Chapo….Hut ab ! Wenn Du wieder mal solch’ eine Aktion machst, bin ich gerne finanziell und tatkraeftig dabei, lass’ mich’s wissen Roni, Gruss Manfred

  22. @Herby: Lieber Herby man merkt, dass Du wirklich ein ”alter Fuchs” aus der PR-und Marketing- und jetzt sogar noch aus der verkaufspsychologischen Branche bist ! Eigentlich wollte ich spontan – Roni – finanziell unterstuetzen, wie ich in meinem von Dir zitierten, obigen Kommentar schrieb, aber nun bin ich sowas von ueberwaeltigt, dass ich Dir / Euch in SHV direkt 250.–USD zusage, allerdings muss vorher eine gute Konzeption ausgearbeitet werden ! Dachte immer, ich bin ein Spitzenverkaeufer, aber Du hast mich jetzt ueberfluegelt, hat mir sehr gefallen ! Du hast bewiesen, dass Verkaufen vorallem eines heisst: Umgang mit Menschen ! Freundliche Gruesse Manfred

  23. Freut mich das Manfred und Herby einen Anfang gemacht haben. Hoffe für Euch es geht auch weiter. Wie gesagt wenn Ihr wollt mache ich für Euch das Plakat. B.z.w. werde ich die Tage Eins fertigstellen und sende es dann Don Kong damit Er es veröffentlichen kann. Ob zur Verwendung OK.

  24. @Roni: Toll, dass Du Dich hier bei den Jungs im Umweltschutz in SHV auch einbringen wirst ! Mein Wort der finanziellen Beteilung steht auch fuer Dich und der noch zu benennende ”Finanzminister” der SHV-Umweltinitiative soll dann auch Deine Kosten uebernehmen. Die wertvollen Erfahrungen in der Muellbeseitigung / Vermeidung in KK – welche Du gemacht hast – sind sehr wichtig fuer die Initiative. Leider fliege ich naechste Woche nach D und komme erst wieder in ca. 6 Wochen, daher kann ich im Moment nur meine finanzielle Unterstuetzung zusagen, aber wir sind ja hier im Blog gut miteinander verbunden ! Freundliche Gruesse Manfred

  25. Prima! Das läuft ja bestens 🙂 Die Geldspende von @Manfred hat -neben dem reinen Betrag- auch einen Symbolwert. Auch ist mit nunmehr 6 Unterstützern der Anfang schon gemacht. @Don Kong kann getrost das Fragezeichen aus der Headline herausnehmen 🙂

  26. @Herby: Wenn Du ab Mitte naechster Woche und spaeter noch in D bist, gebe ich Dir gerne vor Deinem Abflug die 250.– USD mit, damit auch gleich losgelegt werden kann, nicht wahr !
    Ach was komm’, ich lege noch ne’ Schippe drauf ‘ nimmst einfach 300.–Euro von mir mit, denn die Gruendungsversammlung muss nicht trocken sein, jedem Gruendungsmitglied ”bitte ein Bit / Bier” von mir einschenken !

    Sollte ich bei der Gruendungsversammlung durch Orts-/ Landesabwesenheit nicht dabei sein koennen, bevollmaechtige ich hiermit Dich, mich zu vertreten ! War leider nur zwei Wochen zur Einweihung unseres neu gebauten Hauses hier in PP und komme erst wieder ca. Ende Juli nach PP zurueck, herzliche Gruesse an Dich und alle anderen ”Sechse”

  27. Prima, @Manfred, danke :-)..sicher im Sinne aller Beteiligter. Werde zur Übernahme des Geldes im September in D sein. Bis dahin stehen etliche andere Länder auf dem Programm (daher ab kommendem Dienstag kaum mehr online).

    Wie schrieb doch @M.Sindelar? ‘Gut Ding will Weile haben’. Ideen müssen ‘gären’ und reifen. Laut Rezept gehört auch eine Prise Spaß dazu 🙂

    Spätestens im Oktober werde ich vor Ort dabei sein. Genügend Heimweh nach Sihanoukville hat sich bereits angesammelt 🙂

  28. Erstmal meinen Dank an Manfred und auch an Herby. Ist ja schon einmal zumindest finanziell eine gute Grundlage.
    Da es vermutlich zu einem Treffen aller bisher 4 Interessenten erst Anfang Okt. (s. Herby) kommen wird und hoffentlich nicht bis dahin alles in Vergessenheit geraten ist, wäre aus meiner Sicht der nächste Schritt untereinander Kontakt aufzunehmen.. Es gibt ja sicherlich allerhand zu besprechen wie verschiedene Ideen, was kann jemand einbringen an Wissen, Kontakten, Vorstellungen etc..
    Daher meine Frage und Bitte an Don Kong ist es möglich, die Mailadressen von Peter, G.S., Herby, Manfred? Roni? (bei deren Einverständnis), untereinander weiterzuleiten?
    Ich hoffe ihr stimmt dem zu.

  29. Fuer mich kein Problem aber bitte nicht im Blog. Habe keine Lust schwachsinnige Mailsl zu erhalen.

  30. Zitat von M. Sindelar
    Daher meine Frage und Bitte an Don Kong ist es möglich, die Mailadressen von Peter, G.S., Herby, Manfred? Roni? (bei deren Einverständnis), untereinander weiterzuleiten?

    Selbstverständlich ist das möglich. Ich muss nur wissen, wem ich welche E-Mail-Adresse herausgeben darf. Wenn das geklärt ist, braucht ihr mich einfach nur privat über das Kontaktformular anschreiben und ich sende dann die entsprechenden Adressen zurück.

  31. Hallo Don Kong,
    jetzt, wo ich so etwas wie eine Broschüre für Abfallentsorgung fertig habe (ist aus einer kleinen Idee heraus entstanden und hat sich dann verselbständigt), ist mir eingefallen, dass du zu diesem Thema schon mal geschrieben hast, hab mich auf die Suche gemacht und bin hier fündig geworden. Meine Frage dazu: Gibt es die hier beschriebenen initiativen Leute noch? Würde meine Ideen gerne teilen bzw. neue Anregungen aufnehmen.
    Danke im Voraus und beste Grüße
    Helmut

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