In Kambodscha als Ausländer ein eigenes Geschäft eröffnen.

Wenn man sich in Kambodscha selbstständig macht (Teil 1)

Gastbeitrag eines deutschen Hotelberteibers aus Sihanoukville, Kambodscha.

Im vorigen Gastbeitrag hatte ich ja angekündigt, dass ein weiterer mit diesem Thema folgen wird. Don Kong ist so gut und stellt sie in sein Blog ein. Dies ist vor allem an die Leser in Deutschland und an Neuankömmlinge gerichtet. Gerade in der Hochsaison mit dem bestem Wetter, dass man sich vorstellen kann, mag sich so der ein oder andere wünschen, dem Klima und den Problemen in Deutschland den Rücken zu kehren. Für manche klingt das alles logisch, aber man muss sich manchmal wundern, welche falschen Vorstellung Leute manchmal haben (ich kenne das von meinem englischsprachigen Blog).

Was qualifiziert mich, hierüber Ratschläge und Hinweise zu erteilen? Also ich betreibe seit 1989 mit, um und in Kambodscha Geschäfte.  Das fing in der Touristik, landläufig auch Reisebranche genannt, an und ging über Import/Export und freie Mitarbeit bei einem größeren ausländischen Investor, Besitz einer Kautschukplantage (ehemals 50 ha, nunmehr nur noch 10 ha) bis zum heutigen Betreiben eines sog. Boutique Hotels als Ruhestandsprojekt. Meine Verbindung zu Kambodscha kommt von meiner Freundschaft zu einem Khmer, den ich bereits damals 1989 kennengelernt habe und selbstverständlich wegen meiner Frau, die ich im Übrigen über meinen Freund kennengelernt habe.

In einem vorherigen Beitrag hat Don Kong ja bereits darauf hingewiesen, dass hier eine Arbeit als angestellter Mitarbeiter so gut wie nicht zu finden ist, es sei denn, man wird von Deutschland aus geschickt. Aber deutsche Firmen gibt es hier so gut wie nicht; es sind ein paar NGOs hier, vor allem die GTZ, die evangelische Kirche und Siemens natürlich. Wer hier aber auf Freiwilligenbasis arbeiten will, findet übers Internet genug Adressen. Vorsicht ist aber in jedem Fall geboten, da es unter den NGOs auch ein paar weniger koschere Organisationen gibt. Besonders die Waisenhäuser sind ziemlich in Verruf.

Da es in dieser Hinsicht nicht viel Möglichkeiten gibt, suchen Auswanderungswillige nach einem Geschäft, das man hier als Ausländer betreiben kann.  Manche kommen als Rentner hierher und haben auf einmal die große Chance ihres letzten Lebensabschnitts. Da war vor gut 2 Jahren ein Rentnerehepaar, deren Weg hierher in der Sendung Hallo-Deutschland verfolgt wurde. Die beiden hatten eine Bäckerei in Deutschland, die sie wegen zu großem Konkurrenzdruck aufgeben mussten und glaubten dann, hier mit ihrer kargen Rente auszukommen. Die Frau fing als Beschäftigungstherapie dann prompt an, Kuchen zu backen, war damit erfolgreich und wurde schließlich auch im französischen Fernsehen erwähnt, was zu einer gut dotierten Anstellung in Siem Reap führte. Tolle Geschichte, aber eine unter hunderttausend.

Was kann man als Ausländer hier machen?

Auswanderer, die es in den Süden ziehen, egal, wo sie hingehen, denken da zunächst einmal an eine kleine Strandbar. In meiner langen Zeit in der Reisebranche habe ich solche Leute überall kennengelernt, ob in Spanien oder in Kenia – Bar, Restaurant, Imbissstube, das sind so die gängigen Geschäfte. Es ist ja an und für sich nichts falsch daran, aber ob es dann zum Überleben reicht, ist die andere Frage. Vielfach gibt es am jeweiligen Ort auch schon ein Überangebot.

Was nun Kambodscha angeht, so ist die Nachfrage nach deutschen oder deutschverwandten (schweizer oder österreicherischen) Lokalen begrenzt. Es gibt ein ganz gutes Schweizer Lokal in Phnom Penh und das andere bekanntere deutsche Lokal ging von selbst ein; einmal, weil der Mietvertrag nicht verlängert wurde und dann auch weil der gute Mann verstarb. Hier in Sihanoukville gibt es vielleicht eine Handvoll, wovon ich nur ein paar kenne.  Eines ist schon wirklich lange hier (Bavaria) und ein weiteres, auch schon einige Zeit (Biergarten) und, die wie es scheint, erfolgreich tätig sind. Seit ein paar Monaten wurde das ergänzt durch den Beer Garden, der wohl vor allem wegen seiner Übertragung der Bundesliga favorisiert wird; objektiv kann ich das nicht beurteilen, da ich es noch nicht besucht habe.

Damit dürfte der Bedarf an deutschen Lokalen erschöpft sein. Der Schnitzelwirt hat nach dreijährigem Dahinsiechen aufgegeben und ist dem Vernehmen nach Deutschland oder Österreich zurückgekehrt. Ich weiß gar nicht, wann das Hofbräuhaus aufgehört hat zu existieren. Es machte mir von Anfang an jedoch nicht den Eindruck, als ob es lange vor allem wegen der Lage überleben würde. Die Wurstfabrikation war ja keine schlechte Idee, aber insgesamt als Geschäftsmodell wenig erfolgversprechend, was sich ja dann auch bewahrheitete.

In jedem Fall sollte man nicht Hals über Kopf hier einreisen und sich in ein solches Wagnis stürzen. Räume und Einrichtung sind hier schnell gefunden; normalerweise ist das auch noch preiswert. Je nach Lage kann man ein sog. Reihenhaus mit einem Stock, das für ein Lokal geeignet ist, für $350 bis $500 mieten. In besseren Lagen muss man da schon mit erheblich mehr rechnen. Serendipity geht schon in den 3000-Dollar-Bereich. Die Einrichtung ist billig, wenn man sich mit Rattanmöbeln begnügt. Gasherd und Kühlschränke können sogar gebraucht gekauft werden.

Mit der Eröffnung zum Beginn der Hochsaison kommen dann auch schon wahrscheinlich recht viele Gäste, aber sobald der Neuigkeitseffekt vorbei ist, wird es zunehmend ruhiger und in der Regenzeit kann man die Gäste dann schon wirklich zählen.  Strom ist teuer und trotz ausreichender Versorgung gibt es immer mal wieder Ausfälle, d. h. man sollte sich schon einen Generator, auf schön deutsch auch Notstromaggregat, zulegen. Personal bekommt man schnell, aber von echtem Service haben die wenigsten was gehört. Wenn die Betriebskosten bezahlt sind, bleibt zum Leben nicht mehr viel übrig. Man braucht vielleicht keine weitere Miete, weil man über dem Lokal wohnt, oder Geld für die Verpflegung, aber nur für ein mickriges Taschengeld arbeiten wollen ja die wenigsten, nehme ich an.

In der Mehrheit gibt es hier ja englischsprachige Expats mit eigenen Lokalen. Da ist ein ständiges Übernehmen und Versuchen, es wieder abzustoßen. Anders ist es wohl auch nicht bei den deutschen Lokalen, auch wenn wegen der geringen Anzahl nicht so auffällig. Ich kann das allerdings nicht so ganz richtig beurteilen, da ich selten in ein deutsches Lokal gehe. Ich habe ja schließlich mein eigenes kleines Restaurant, wo ich auch deutsche Gerichte bekomme. Es gibt natürlich auch erfolgreiche Etablissements. Die sind meist an der Beach Road und Serendipity angesiedelt. Die machen einen enormen Barumsatz in der Hauptsaison und haben auch in der Regenzeit ihr Publikum. Monkey Republic, Led Zephyr, Mick and Craig´s beispielsweise. Auf den Inseln machen viele in der Hauptsaison auch nicht zuletzt wegen des Barumsatzes ihren Schnitt. In der Regenzeit schaut es da aber genauso trübe aus.

Wenn man sich dann dennoch entschließt, eins aufzumachen oder was besser ist, zu übernehmen, sollte man sich jedoch vergegenwärtigen, dass die meisten keine normale Buchführung haben. Viele arbeiten noch mit Eingangs- und Ausgangsbüchern, die man ja x-beliebig gestalten kann, sollte man den Wunsch haben, sein Lokal zu verkaufen. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Restaurants/Bars, sondern für jegliche Geschäftsübernahme. Eine EDV-Buchhaltung sollte in jedem Fall vorhanden sein, sodass man den Wareneinstand mit den verkauften Speisen überprüfen kann. Heutzutage kann man in jedem Geschäft eine Quittung verlangen, sogar im traditionellen Markt. Wer keine und nur lückenhafte Buchhaltung hat, ist in meinen Augen suspekt. Betriebsprüfungen gibt es hier für Kleinbetriebe (noch) nicht, sodass die Buchhaltung wirklich für die Messung des Erfolgs wichtig ist. Sie muss in sich schlüssig sein.  Es kann jedenfalls nicht schaden einen ortsmäßig erfahrene(n) Mann oder Frau zu haben. Auch wenn der Geschäftsverlauf der Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft ist, so ist er doch ein wichtiges Beurteilungskriterium.

Anmieten von Geschäftsräumen

Beim Mietvertrag ist darauf zu achten, dass er mindestens so lange läuft, bis die Investition hereingewirtschaftet wurde; das kann je nach Geschäftsplan zwischen 5 und 10 Jahre dauern. In jedem Fall sollte eine Mindestlänge von 5 Jahren vereinbart werden. Die Kaution beläuft sich hier normalerweise für Lokalräumlichkeiten zwischen 3 und 6 Monatsmieten; manche Vermieter fordern ein Jahr, darauf sollte man sich jedoch nicht einlassen. Bevor man den Vertrag unterschreibt und die Kaution leistet, sollte man sich eine offizielle Übersetzung des Mietvertrags anfertigen lassen. Oftmals stimmt die Originalversion nicht mit der dazugelieferten Version in englischer Sprache überein.

Der Behördenkram gehört natürlich auch dazu. In jedem Fall benötigt man eine sog. Business License, die zwischen $60 und $120, je nach Betriebsgröße kostet. Für Kleinbetriebe ist eine Registrierung als Körperschaft (Corporation) wirklich nicht notwendig.  Strom- und Wasserkautionen müssen geleistet werden. Hier schwankt die Höhe erheblich, je nach Verhandlungsgeschick und Betriebsgröße. Da die wenigsten außer ein paar Wörtern kein Khmer sprechen, kann es da leicht zu Problemen kommen. Andererseits kommen Neuankömmlinge ja meist über einen Agenten oder Makler auf das Geschäft oder die Mieträume.

Die Agenten kassieren meist 3 % vom Übernahmewert, die sich der Vermieter und der Mieter üblicherweise teilen, oder 1 Monatsmiete bei Vermietungen. Die streichen die Agenten meist ganz für sich ein. Diese Agenten übernehmen auf Wunsch den ganzen Behördenkram, kassieren dafür Provisionen oder Gebühren. Wenn man da nicht aufpasst, kann das erheblich sein. Insgesamt jedoch ist die Übernahme/Eröffnung eines Restaurants/Bar nicht allzu schwierig. Wie gesagt, ein ortskundiger Berater wäre von großem Vorteil.

Die Schwierigkeiten stellen sich beim Betreiben ein. Das Haus kann nicht ganz so stabil sein, wie es aussah und man hat ewige Reparaturen. Da ist vielleicht das Dach undicht; die Stromleitungen sind katastrophal und führen oft zu Bränden. Wasserleitungen sind oftmals minderer Qualität und es kann zu Rohrbrüchen kommen. Der Vermieter tritt für solche Reparaturen nicht ein, es sei denn, es ist im Vertrag festgelegt. Es ist auch schon passiert, dass der Vermieter sein Gebäude verkauft und der Käufer, den Mieter nicht haben will. Die sagen dann einfach, am nächsten Ersten muss das Haus geräumt sein – Mietvertrag hin oder her. Mann kann da natürlich gerichtlich dagegen angehen, aber das dauert und wenn der neue Besitzer genügend Kontakte hat, kann er sogar mit der Polizei anrücken. Alles schon passiert, also Vorsicht.

In jedem Fall ist der Traum vom langsameren Leben in tropischen Gefilden bald ausgeträumt, denn das Betreiben eines Restaurants ist ein Knochenjob, bei dem man 8 bis 10 Stunden im Laden steht, und wenn man keinen Ruhetag einlegt, 7 Tage die Woche. Die Vertrauenswürdigkeit des Personals ist auch nicht so gegeben. Das ist ja auch in Deutschland nicht anders und auch hier verschwindet so der eine oder andere Dollar in den Taschen der Mitarbeiter. Großes Geld ist in jedem Fall mal nicht zu verdienen. Wie gesagt, das Lokal populär zu machen ist das A und O; dazu gehören Gästebewertungen im Internet und Werbung vor Ort. Ein französischer Bekannter von mir hatte ein nettes, modernes Restaurant. Es bot leicht gehobene Küche und war eigentlich nicht teuer. Er hatte nur in der Trockenzeit offen. Zwei Saisons ging es, aber danach war aus. Es war einfach nicht rentabel.

(Fortsetzung folgt)

Bildquelle: http://thephnompenhkhmer.com

Posted in Auswandern.

34 Comments

  1. Schon mal sehr schlecht nachgeforscht : Das Ehepaar Kirchhofer das von dem ZDF begleitet wurde ist schon länger wieder in Deutschland da sie pleite sind , Grund ?? Sie haben sich zufest auf einige Deutsche verlassen die ihnen das Geld aus der Tasche gezogen haben hier in SHV und Siem Reap , Der Schnitzelwirt Christian ist nicht in Deutschland sonern Hua Hin .. Auch der rest deiner Typs gibt nicht viel her findet man bereists alles auch im Forum

  2. Die Wurstfabrikation war KEINE schlechte Idee. Die funktioniert immer noch. Also auch das nicht richtig recherchiert.
    Netter Schreibfehler: Der Agent nimmt 3%, die teilen sich Vermieter und Mieter.

  3. Na, geschätzter Hanspeter, da hast du dir ja die zwei wichtigsten Punkte des Beitrags herausgepickt. Tut mir ja leid um die Kirchhofers. Das soll halt ein Ziel des Beitrags sein, falls du es nicht so erfasst hast. Wer sich hier nicht auskennt, sollte lieber die Finger davon lassen.Was machst du denn so hier?

  4. Positiv ist doch, dass das Thema hier überhaupt aufgegriffen wird. Zielgruppe sind ja nicht die hiesigen Profis, sondern Möchtegern-Auswanderer mit Flausen und Romantik im Kopf. Als Freund von konstruktiven Beiträgen wie diesem möchte ich noch auf eine weitere Stolperfalle, insbesondere für sog. ‘Liebeskasper’ hinweisen: Schon mancher Einsteiger hat seine Khmer-Ehefrau oder -Freundin in das business eingebunden, was jeden Betrieb ruck-zuck ruinieren kann. Da verwechselt die Angebetete schon mal Umsatz mit Reingewinn – und plötzlich laufen ein halbes Dutzend oder mehr Familienangehörige im Lokal herum, deren Hauptbeschäftigung das Fernsehen und Öffnen der Kühlschranktür ist. Wirkliche Kreativität entwickeln sie allenfalls bei der Buchführung 🙂

  5. @Hanspeter
    Mich würde interessieren womit oder wobei man den Kirchhoffs hier in Sihanoukville das Geld aus der Tasche gezogen haben soll? Denn die haben hier nur Kuchen gebacken und ihn dann verkauft.

  6. @Beobachter und andere offensichtlich Ansässige
    Die Zielgruppe sind, wie Herby ganz richtig sagt, die Leute, die sich von kurzen Eindrücken im Urlaub, welcher Art auch immer, blenden lassen und sich hier niederlassen wollen. Es geht nicht um die Verblichenen hier, oder ob über die richtig recherchiert wurde, da wirlich in diesem Zusammenhang zweitrangig. Die Info über die Kirchhoffs hat mich auch verwundert. Die hatten ein Angebot in Siem Reap von einem Franzosen, das sie angenommen haben und waren damit erfolgreich. Das war noch nicht mal 1 Jahr(?) her. Was danach in Siem Reap passierte, ist mir nicht bekannt, da ich dorthin keine Expat-Verbindungen habe. In SHV haben denen definitiv keine Leute Geld aus den Taschen gezogen, da sie hier sehr zufrieden weg sind. Ein Bekannter von wollte deren Haus mieten und hat nichts gegenteiliges berichtet; er war dann bloss noch nicht so weit, sich hier dauernd niederzulassen.
    Das Hofbräuhaus war jedenfalls ein Reinfall. Wo ist diese Wurstfabrikation denn jetzt? Der Christian, ein netter Mensch an und für sich, hatte immer viel Pläne und viel Wechsel in seinem Leben, die aber meist von nicht allzu langer Dauer waren.

  7. @Beobachter
    Hab ich vergessen zu erwähnen: apropos Schreibfehler. Wenn du schon zitierst dann bitte richtig. Durch dein Zitat wird der Sinn verändert. Und wenn dir das nicht bekannt ist, dann weisst du halt doch nicht so viel über das gute Kamboland und das Geschäftsgebaren hier.

  8. @Anonymus
    Ich habe nichts zitiert.
    Bekanntlich beginnt ein Zitat mit An- und endet mit Ausführungseichen.
    Ansonsten kann ja hier alles nachgelesen werden.

  9. @Anonymus oder besser @Klaus bzw. Auszug /Aussage aus obigem Artikel:

    “aber deutsche Firmen gibt es hier so gut wie garnicht….”, das stimmt so nicht !

    Hier mal weitere dt.10 Firmen, die in PP ansaessig sind: BMW, Porsche, Bayer Pharma, Wuerth-Schrauben, DB Schenker, DHL Deutsche Post, Tuev-Rheinland, Cosmos Services, SEA-Globe, DAN-Meats usw. !

  10. @Anonymus oder @Klaus:

    Auszug: …”aber dt. Firmen gibt es hier so gut wie gar nicht”….

    Meines Erachtens ist noch zu sagen, dass es hier deutsche Privatstiftungen gibt, sowie auch politische, wie die Naumann-Stiftung (FDP), Friedrich Ebert (SPD) und die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU !
    Zum Abschluss meines Kommentars noch ein kleiner Hinweis: Die GTZ heisst seit einigen Jahren GIZ und ist aus einem Zusammenschluss von Dt. Entwicklungshilfe und GTZ entstanden, welchen der ehemalige Entwicklungsminister Niebel (FDP) vor einigen Jahren hier in PP bei seinem damaligen Besuch bekannt
    gab !

  11. @Herby:
    Du hast vollkommen recht wenn Du schreibst, dass man in den meisten Faellen Familienangehoerige vom Geschaeft fernhalten sollte !

    Hier gibts eine fuer ganz SO-Asien geltende, unbeschriebene Regel z.B. fuer Hausangestellte:

    “Nur Mitarbeiter beschaeftigen, die mindestens 300 Kilometer vom Kuehlschrank entfernt wohnen” !

    Denn sonst kann es sein, dass ubers Wochenende, wenn der Auslaender mal alleine zu Hause ist, sein vorher voll gefuehlter Kuehlschrank teilweise geleert wurde, voallem das teure Fleisch !

  12. Danke Manfred, aber meines Wissens sind all diese Firmen durch Generalvertretungen hier tätig und nicht als deutsche Firma selbst. In den 90er Jahren war ich selbst einmal Generalvertreter einer deutschen Grossfirma wiederum verbandelt mit deren Generalvertretung in Singapore, habe aber unter deren Namen gearbeitet. GIZ, GTZ, was soll´s, alte Gewohnheit, weil ich auch mit der ehemaligen GTZ früher zu tun hatte.

  13. In wie weit alle Aussagen des Artikels 100 % richtig sind, ist mir eigentlich egal. Ich finde es auf alle Fälle super, das sich jemand die Mühe macht, seine Erfahrungen in dieser Form aufzuschreiben und mit dem Rest der Welt zu teilen. Da ich auch mit dem Gedanken spiele, evtl. in einigen Jahren dorthin umzusiedeln ist das alles sehr hilfreich.
    1000 Dank, ich freue mich schon auf die Fortsetzung !!!

  14. @Anonymus schrieb: “meines Wissens sind alle diese dt.Firmen durch Generalvertretungen hier taetig und nicht als dt. Firma selbst”…..!

    Alle von mir genannten 11 dt. Firmen sind zum groessten Teil unter dt. Leitung, bei der Mehrzahl auch 100 % in deutschem Besitz !
    Natuerlich sind die meisten deutschen Automobilfirmen weltweit Generalvertretungen. Allerdings sind bei Porsche in PP meines Wissens der Werkstattleiter und GM deutsch und kamen von Porsche Hongkong!
    Bei BMW sieht’s etwas anders aus, diese Generalvertretung ist bei der Royal-Group, Kit Meng angesiedelt.
    Auch TUEV Rheinland ist deutsch mit dt. Management und noch zu nennen ist die KfW (Kreditanstalt fuer Wiederaufbau, Frankfurt) welche hier mit einer Dependance unter dt. Leitung taetig ist.

    Wer mehr ueber dt. Firmen hier in Kambodscha wissen will, sollte sich an die Botschaft wenden, dort sind fast alle dt. Firmen registriert und es waren vor wenigen Jahren mal ca. 56 dt. Firmen, NGO’s, Stiftungen aufgelistet.

  15. Laut ZDF sind die Kirchhoffs aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sie musste wohl operiert werden mit langer Reha.
    Ohne Gewähr!

  16. Das Thema das der Gastautor aufgreift finde ich ebenfalls gut. Dennoch und trotz solcher dienlichen Hinweise gibt es mehr Leute die “auf die Schnauze fallen”, als solche mit Erfolg! Es geht ja im weitesten Sinne um die Lebens; -oder Überlebenssicherung! Und wenn da “ausser Spesen nix gewesen” festgestellt wird, kommt es meist zu einer Tragödie: In der Partnerbeziehung, mit der Rückkehr in sein Heimatland, mit dem Verfall seines Charakters! “Wer nicht wagt – gewinnt nicht” ist ein trügerischer Spruch und trifft meist auch auf eine partnerschaftliche Beziehung zu einer “bildhübschen, smarten” Asiatin zu, was in unzähliger Literatur und Erfahrungsberichten nachzulesen ist! Wer von den Wagemutigen in Business oder Liebe kann sich nun anmassen “das gesuchte kleine Glück” gefunden zu haben? -Doch nicht ein “Beginner”? Viel eher und ehrlicher wahrscheinlich Einer, der sich auf jahrelanges Glück und Vertrauen stützen darf! -Ohne man ist ein “hartgesottener Kerl” und hat Geld zum Versauen…

  17. Super Hanspeter!
    Christian der Schnitzelwirt in Hua Hin?
    Ich habe ihn in Rorschach ( was übrigens in der Schweiz liegt) besucht. Er arbeitet dort in einer Küche im Strandbad!

  18. Der SCHNITZELWIRT WAR IM Sommer 2015 in Rorschach am Arbeiten BRUNO 🙂 Jetzt definitiv in Hua Hin .. schau doch einfach auf sein Facebook profil ..

  19. Ist ja interessant, wie sich die verehrten hiesigen Leser auf die Nebensächlichkeiten konzentrieren. Thema war doch: `Selbständig in Kambodscha` und nicht, wer wo jetzt nach Scheitern oder Nicht-Scheitern ist oder welche Firmen in deutschem Besitz sind. Die Anmerkung über deutsche Firma war ja nur gedacht, um zu zeigen, dass es hier keine Jobs bei deutschen Firmen gibt. GIY, Kfw entsenden ihre Mitarbeiter hierher; letztlich sind es ja auch Organisationen in Bundeshand. Und die meisten dt. Niederlassungen sind in ausländischer Hand, vielleicht mit deutschen Mitarbeitern, aber sonst nichts. Dazu gehört auch DHL, Wuerth. Das ist aber wirklich alles nebensächlich. Wichtig wäre doch zu erfahren, wer denn was hier macht und welche Erfolgs- oder Nicht-Erfolgsstory er/sie zu berichten hat. Also was ist denn, liebe Co-Expats?

  20. @Anonymus:

    Lieber Klaus, wenn man schon Behauptungen aufstellt, die einfach so nicht stimmen, dann sollte man das nicht noch als “Nebensaechlichkeiten” abtun !
    Bei der dt. Botschaft sind ueber 55 dt. Firmen gelistet und du behauptest ….”deutsche Firmen gibt es hier so gut wie gar nicht” !
    Ueber 90 % dieser deutschen Firmen sind in deutscher Hand auch mit deutschen Personal, das kann man nicht unter den Tisch kehren, so ist es !
    Weiterhin stimmt es nicht, wenn Du nun behauptest, dt. Firmen wuerden immer ihr Personal mitbringen und keine Deutschen von hier beschaeftigen. Ein Bekannter von mir, der seit mehreren Jahren hier lebt, bekam gerade – hier – bei der KfW einen Job fuer ein Entwicklungsprojekt !!!

    Gerade bei den Nebensaechlichkeiten sollte man bei der Wahrheit oder wenn man es nicht genau weiss, einfach stumm bleiben ! Davon profitieren alle Leser !

    So….und jetzt erwarten wir gerne den Teil 2 !

  21. Tja, wenn wir den Manfred nicht hätten. Man muss ihn ja wirklich nur fragen und er weiss alles. Das interessiert mich aber jetzt. Kannst du mir diese Liste besorgen und an camnews001@gmail.com schicken.

  22. @Anonymus:

    Weisst Du Klaus, als ich aufgewachsen bin und berufstaetig wurde, gab’s noch kein Internet ! Bin aber auch schon seit 22 Jahren in PP und habe hier vielfaeltige Kontakte……vielleicht liegt es deshalb daran, dass ich einige Dinge halt manchmal weiss und nicht googeln muss !
    Das geht vermutlich vielen aelteren Menschen so, die ihren Kopf / Gehirn noch benutzen und nicht nur blind dem Internet vertrauen und oft zu hoeren bekommen: “Was nicht im Internet steht, gibt es nicht !”
    Ansonsten haben ich oben bereits mehrfach gesagt, wo dt. Firmen aufgelistet sind !

    Ich besorge und verleihe grundsaetzlich nichts, da musst Du schon selbst taetig werden!
    In diesem Punkt halte ich mich an das alte und doch so wahre chinesiche Sprichwort, welches da lautet:
    “Tue nichts Gutes, damit dir spaeter nichts Boeses nachgesagt wird “!

    Tipp’s gebe ich gerne, was einer daraus macht liegt an ihm selbst !

    Uebrigens…. Du hast doch in Deinem obigen Gastbeitrag fast alles – ausser Deinen so genannten “Nebensaechlichkeiten” – soweit gut und richtig dargestellt !

    Ich bin nun gespannt, genauso wie alle Anderen, wie es in Teil 2 Deiner Gast-Berichterstattung weiter geht !

  23. Hallo,
    ist etwas aus o.g. Thema, aber welche Bank in Kambodscha ist empfehlenswert. Meine Frau ist Khmer aber noch Leben wir in Kummerland. Soll sich aber bald ändern ( 2-3 J. )
    Danke für eure Antwort im voraus.
    Rainer

  24. @ Manfred:

    Irgendwie wünschte ich mir dass Du mit Deiner 22-jährigen Erfahrung auch mal einen hilfreichen Gast-Beitrag in den Blog stellen würdest!
    Aber Du gibst Dich immer so geheimnisvoll und stellst Dich als “Alleswisser” in die Diskussion, wo die Leser dann feststellen müssen dass andere Kommentatoren doch mehr wissen als Du! Es wäre jetzt doch die Gelegenheit dieses Urteil der Kommentatoren zu entkräften! Warum nimmst Du diese Chance nicht wahr? (?)
    Und: Wenn Du etwas weisst aus früheren Jahren, wie diese Liste der dt. Botschaft, hat sich dies vielleicht schon lange geändert weil auch die dt. Botschaft sich dem Wandel der Zeit anpasst und sich nicht auf den Tatsachen von früher ausruht!
    Ich bitte Dich deshalb im Interesse des Blogthemas wenigstens zu sagen, ob diese Liste immer noch aktuell ist! Aber bitte ohne chinesisches Sprichwort, falls Du meine Bitte nicht erfüllen kannst…

  25. Hallo Rainer,

    ich wuerde Dir entweder die Cambodian Commerziell Bank oder auch die Volksbank (Cambodian Public Bank) empfehlen. Die ACLEDA soll auch nicht schlecht sein, aber ist in vielen Risiken engachiert und ruft neuerdings hohe Gebuehren fuer einfache Finanzdienstleistungen auf !

    Wuensche Euch von PP aus die hoffentlich richtige Bank-Entscheidung und hoffe, Ihr haelt in Kummerland noch 2-3 Jahre durch, bei der jetzigen, ernsten Lage !

  26. @Manfred, bist ja fast so lange mit Kambodscha verwandt wie ich. Da bist du wohl Rentner? So lange ist eigentlich nur noch der Norbert Klein hier. Auch ein Amerikaner ist seit UNTAC-Tagen hier. Die Webseite der dt. Botschaft listet da nichts auf. So wichtig ist mir das denn nun doch nicht. Ich dachte nur, du kannst das ohne Probleme machen. Wahr wohl nichts. Danke für die Blumen.

    @Rainer
    Ich bin bei ACLEDA und ABA Bank. M. E. ist die ABA die beste Bank in Kambodscha – Canadia gut für groessere Sachen. ACLEDA und Canadia sind immer ziemlich voll mit Einheimischen.

  27. Macht der Metzger überhaupt noch Wurst? Ich sehe denn meistens nur beim Bier trinken.

    Ich freue mich auch schon auf den 2. Teil.

  28. Hallo Rainer.
    Wir sind auch bei der ABA Bank. Können wir weiter empfehlen. Hatten noch nie Probleme. Sehr freundliches Personal und guter Service. Auch die Anmeldung war unkompliziert und schnell. Auch haben sie viele eigene ATMS hier in Sihanoukville und die sind in sehr gutem Zustand.

  29. @Anonymus:
    Hallo Klaus, schoen dass Du auch Norbert Klein kennst, ein sehr guter politischer Journalist und brillianter Kenner der hiesigen Scene, welcher beste Verbindungen zu vielen Persoenlichkeiten und ein excellentes Wissen um die politischen Vorgaenge hier in PP hat. Norbert muesste doch eigentlich schon weit in den 70-ziger Jahren sein ? Ist er noch hier und wohnt dort, wo er immer sein App. hatte ?
    Den schlacksigen, grossen Amerikaner aus Hawaii kenne ich auch noch, sein Name liegt mir auf der Zunge, aber jetzt wo ich ihn aussprechen will, faellt er mir einfach nicht ein. Der ist ja bekannt fuer seine langen Spaziergaenge durch PP. Habe ihn schon lange nicht mehr gesehen, ist er auch noch hier ?
    Seit den UNTAC-Tagen sind hier immer noch Dieter B. langjaehriger VICE-Praesident einer hiesigen Grossbank, Dieter T. Direktor des damaligen Bassac-Projektes, sowie auch ein erfolgreicher dt. Wurst-und Fleischproduzent, welcher sogar mit den dt. UNTAC-Truppen ins Land kam.
    Ja, die UNTAC-Zeiten waren noch echt tolle Pionierzeiten in Kambodscha und vielleicht sind wir Beide uns auch mal ueber den Weg gelaufen, wer weiss ?!

  30. @Manfred
    Bist du einer von den damaligen Ossis, die hier hängengeblieben sind? Da gab´s einige, die nach der Vereinigung wieder hergekommen sind.

  31. @Anonymus:

    Nein, ich komme und bin geboren am Rhein !

    Kam allerdings erstmal Ende 1993 / Anfang 1994 hierher um Angkor zu besuchen. Damals verloren sich vielleicht 250 Touristen taeglich in Angkor Wat, heute sind es 250 Busse taeglich, wenn nicht noch mehr !
    Als ich Phnom Penh das erste mal sah, dachte ich, das ist ja wie Deutschland nach dem Kriege, allerdings nicht von Bomben zerstoert ! Hier kann es nur noch aufwaerts gehen…….und hatte damals gleich die richtigen Investitionen getaetigt, was sich nun im Nachhinein als richtig erwiesen hatte !

  32. Vielen Dank Manfred und R&A für die Info.
    Meine Frau ist im März im Königreich ( Heirat des Bruders) zusammen erst wieder im Dezember.
    Allen hier eine gute Zeit

    Rainer

  33. @Manfred
    Darf man fragen in welchem Bereich? Oder ist das auch wieder eine Info, die du nicht weitergeben willst.

  34. @Anonymus

    Gerne,
    aber dann mal bei einem persoenlichen Gespraech, das Internet muss nicht alles ueber mich wissen!

    Ich bin noch von der Generation, die fuer den Datenschutz gekaempft hat und auch auf der Strasse bei Demos deswegen war.
    Wir hatten mal den besten Datenschutz weltweit, aber was nun alles in wenigen Jahren durch z.B. Facebook, watsup usw. freiwillig rausgegeben wird, das werden sehr viele eines Tages noch bereuen oder haben es schon bereut.
    Mir bedeuten 10.000 Facebook-Freunde nichts, frag’ mal einen davon, ob er Dir in der Not 10.000.– EURO leiht, dann wirst Du erkennen, dass das keine Freunde sind !

    Daher wird man mich auch nicht auf Fratzebuch oder watsup finden !

    Ich ziehe es vor, nur wenige Menschen im Leben, vielleicht eine Handvoll als Freunde zu bezeichnen, die aber mit einem durch dick und duenn gehen, gerne gute persoenliche Gespraeche bei einem leckeren Dinner mit ein / zwei Glaeschen Rotwein zu schaetzen wissen ! Das ist fuer mich der wahre Genuss !

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