Karaoke Street 333

Slapstick in der Karaoke Street (Teil 1)

Für den westlichen Betrachter bietet Kambodscha allerlei Kurioses, wozu hier in Sihanoukville ohne Zweifel die Karaoke Street 333 gehört. Eine schmuddelige Straße, welche die Ekareach Street mit dem Golden Lions Kreisverkehr verbindet und in der tagsüber so gut, wie gar nichts los ist. Jedoch nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Leuchtreklamen angehen, kann man dort so einiges erleben. Was genau könnt ihr in diesem ersten Teil eines satirischen Gastbeitrages nachlesen, der von einem Kenner der Szene verfasst wurde. Viel Spaß dabei und nicht vergessen, es ist alles nur Satire.

Von Sihanoukville nach Kambodscha ist es nicht weit. Die Einreise in dieses schöne Land erfolgt an der Stadtgrenze. Wem das zu weit ist, kann -derzeit noch- ein Reststückchen ‘wahres Kambodscha’ entdecken – in der Karaoke Street 333.

Dutzende Karaoke-Läden stehen hier Wand an Wand, manche Brett an Brett. Weiße sind hier nachts kaum zu sehen. Man traut sich nicht dorthin. Dabei ist ausgerechnet diese Straße bei Nacht wohl die sicherste für uns: In vielen Jahren wurde mir dort kein einziger Übergriff auf Barangs bekannt …. zu viele Augen.

In den Nächten Freitag bis Sonntag sind die Läden brechend voll. Genau wie ihre Besucher. Spaß für Khmer ist angesagt, Ärger dabei eher selten. Khmer aller Altersklassen tauchen in Rudeln auf – auf Mopeds, versteht sich. Sie fahren in Reihen -meist schleichend- Parade, die Augen stets auf die Mädels gerichtet, die auf Stühlchen vor den offenen Läden sitzen.

Aufgrund des starren Blickwinkels der Fahrer gibt es regelmäßig Abflüge in die Botanik auf der den Bars gegenüberliegenden Straßenseite. Bei Tempo 10 wird das meist mit kleineren Blechschäden geahndet sowie mit schallendem Gelächter der Mädels auf den Stühlchen. Manche klatschen Beifall. Fehlen nur noch die “Zugabe, Zugabe” Rufe.

Als Fußgänger auf eben dieser Abflug-Seite sollte man genau auf die rollenden Spanner-Rudel achten. Nicht nur, weil sie mit Tunnelblick fahren, denn die einen blenden, die anderen fahren ohne Licht. Die einen sind angetrunken, die anderen unberechenbar. Der Spaß kann also beginnen.

In der Karaoke…. (Fortsetzung folgt)

Posted in Sihanoukville.

6 Comments

  1. Wer steckt dahinter? Spontan würde ich auf ‘HERBY’ tippen. Wird man es erfahren?

    Auf die Fortsetzung freue ich mich schon jetzt, hoffentlich nicht in allzu ferner Zeit. 🙂

    Liebe Grüße aus einem verschneiten Deutschland…. auch hier wird ‘Don Kong’ eifrig gelesen!
    Sylvia

  2. @ Sylvia

    Herby? Nie im Leben. Der würde doch nicht ansatzweise auf die Idee kommen sich in solche Etablissements zu begeben. Schon gar nicht Dienstags. Dazu noch Lieblingslieder in den schrägsten Tonlagen zu trällern. Nein, Herby wirklich nicht, das kann nicht sein. Dagegen muß ich mich verwehren und ihn in Schutz nehmen gegen solche Gerüchte. Da kann man echt nur noch mit dem Kopf schütteln.

    https://www.youtube.com/watch?v=UP_Ta4qgx0Y

  3. Also, ich war 1 bis 2mal pro Woche in der Karaoke Street unterwegs. Berüchtigt, kann ich so nicht bestätigen. Ich wurde dort nie beklaut oder betrogen. Im Gegensatz zu den anderen üblichen Absteigen sind die Mädels dort natürlicher und ehrlicher.
    Die Musik ist laut, was dem Spaß aber nicht trübt. Eher im Gegenteil, wenn man einige Brocken Khmer kann ist auch die Unterhaltung toll. Man muss die Atmosphäre allerdings mögen: Laute bis schreiende Musik, eine Toilette im Khmer-Style, lauwarmes Bier welches mit Eiswürfeln gekühlt wird und Mädels die kaum ein Wort englisch können. Der Vorteil: Kontakt zu Khmer die einen drauf machen wollen, kaum Expats, Krug Angkor für 10.000 Riel und Frauen die nicht durch die Barang-Hurenszene versaut sind…

    Don Kong: Was ist mit den Fonts in dem Beitrag geschehen????

  4. @M. Sindelar:
    Holy Maccaroni! Jetzt bin ich aber echt gespannt…Schmunzel bis zu den Ohren…
    Und Du bringst sie, meine Ohren, mit dem Clip grad noch zum Wackeln…
    Nein, der Herby kann’s nicht sein; -denn ja, -er geht ja Dienstags nie…

  5. Womit @M.Sindelar sein hervorrragendes Verständnis für Satire bewiesen hat 🙂

    Zum wahren Verfasser kann ich nur äußern:

    ‘Ohne Anwalt sag’ ich nichts!’ 🙂 – und schon gar nichts zu seinen angekündigten Fortsetzungen. Das bleibt geheim! Schließlich kann alles gegen ihn verwendet werden.

  6. @ M.Sindelar

    Ja, vollkommen richtig!!! Das kann niemals Herby sein, der ist dort immer mittwochs unterwegs – was für ein grober Fehler von mir. 😉

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