Die Speisekarte eines China-Restaurants in Sihanoukville.

China Restaurants ohne Ende

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Essen gehen war in Sihanoukville nie ein Problem gewesen. Es gab viele gute Restaurants, die lokale und internationale Küche in allen Preisklassen angeboten haben. Das hat sich nun grundlegend geändert und stellt einen Expat wie mich vor ganz neue Herausforderungen. Jetzt gibt es hier nämlich nur noch eine Handvoll Restaurants mit gewohnter westlicher Küche, ja selbst kambodschanische Restaurants muss man suchen.

Dafür gibt es jetzt ein absolutes Überangebot an neuen China Restaurants. So viele, dass die Ersten schon wieder zu gemacht haben, weil sie keine Gäste hatten. Viele der chinesischen Restaurants sind aufwendig hergerichtet und sehen einladend aus. Allerdings habe ich es noch nicht fertiggebracht, in einem dieser Läden essen zu gehen.

Mein größter Hinderungsgrund ist die Sprachbarriere, man kann ja nicht mal die Speisekarten lesen, weil alles nur auf chinesisch ist. Ich würde schon gerne wissen wollen, was ich da bestelle. Bisher weiß ich nur das, was ich von anderen gehört habe. Es gibt einige wenige Westler, die schon bei Chinesen essen waren. Die Meinungen über die Qualität gingen auseinander.

Einig waren sich jedoch alle darüber, dass die China Restaurants in Sihanoukville alle recht teuer sind. Dann steht da noch die Aussage meiner Freundin im Raum, die kurzzeitig in einem der chinesischen Restaurants gearbeitet hat. Sie meinte, es sein ein extrem dreckiger Sauladen, in dem sie nie etwas essen würde.

Dagegen vermittelt das kleine China Restaurant bei uns in der Straße einen ganz anderen Eindruck. Im Vorbeifahren kann man in die offene Küche schauen. Dort sieht es nicht nur sauber, sondern absolut klinisch rein aus. Küchengeräte und Arbeitsplatten sind sogar aus Edelstahl. Am besten ist jedoch der köstliche Geruch, der aus dieser Küche ströhmt. Der ist so gut, dass man am liebsten anhalten möchte.

Einen zaghaften Vorstoß in die kulinarische Welt Chinas habe ich schon gewagt. Auf dem Victory Hill gibt es am Straßenrand eine China-Bude, auf der auch auf Englisch „Chinese Pancakes“ geschrieben steht. Je nach Füllung kostet einer 4,50 $ bzw. 5 $. Auf den Bildern sah alles gut aus und auch die Bestellung per Zeichensprache klappte problemlos. Man konnte zuschauen, wie der chinesische Verkäufer mit geübten Handgriffen den Pancake, der eigentlich ein Crêpe war, zusammenbastelte.

Er bestrich den grünen Crêpe-Teig mit diversen mir unbekannten Soßen und schnippelte Wurststückchen und irgendetwas anderes sowie Salat und Gemüse darauf. Dann faltete er den Crêpe, erhitzte ihn nochmals und steckte ihn in eine extra für Crêpes vorgesehene Verpackung. Zu Hause dann beim Probieren legte sich meine Begeisterung allerdings wieder.

Mein Geschmack war das Ding nicht und der Crêpe war durch die ganzen Soßen bereits vollkommen labberig und durchweicht. Trotz dieses Fehlkaufes bin ich aber noch zuversichtlich, dass es in Sihanoukvilles neuer Restaurantszene auch so einiges Positive zu entdecken gibt.

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„Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.“ – aus dem Dhammapada

Der Blog Author auf einem Steg im Sailing Club Kep.

Der Autor

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte.

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