Leben in Kambodscha

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Ausgewandert – die ersten Schritte

Leute, die im Begriff sind, nach Kambodscha auszuwandern, fragen mich häufig, ob ich sie am Anfang vor Ort unterstützen könnte. Die meisten davon waren vorher noch niemals hier gewesen oder haben bisher nur ihren Urlaub hier verbracht.

Da ich eine individuelle Betreuung leider nicht bieten kann, möchte ich versuchen, anhand der Schritte, wie ich sie damals gemacht habe, einen kleinen Leitfaden zu bieten, der die anfänglichen Unsicherheiten vielleicht beseitigt. Im Grunde ist alles gar nicht so schwer.

Damit man an seinem zukünftigen Wohnort einen guten Start hat und auch weiterhin problemlos leben kann, ist eine wichtige Voraussetzung, dass man mindestens der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist. Zudem empfiehlt es sich, seinen Umzug nicht direkt während der Hauptsaison (Dezember bis Mai) vorzunehmen, sondern in der Regenzeit, wenn mehr Unterkünfte zu besseren Preisen zur Verfügung stehen.

Eine Basis schaffen
Der erste Schritt, nachdem man angekommen ist, sollte sein, ein Zimmer in einem Hotel oder einer Pension zu beziehen. Dieses kann man genauso, als wenn man in den Urlaub fahren würde, im Vorfeld über das Internet buchen, aber auch direkt vor Ort suchen. Während der Regenzeit findet man normalerweise überall freie Unterkünfte in allen Preislagen. Somit hat man erst ein Mal eine Basis, von der aus man seine weiteren Schritte unternehmen kann.

Fortbewegung – Mobilität
Wenn man sich dann von den Reisestrapazen erholt hat und sich vielleicht auch schon etwas in der näheren Umgebung umgesehen hat, steht man vor der Frage, wie man sich fortbewegen soll. Weil der kambodschanische Verkehr seine Besonderheiten hat und auch etliche Gefahren birgt, empfehle ich für den Anfang, sich von einem Tuk Tuk oder einem Motorradtaxi fahren zu lassen. Diese findet man fast an jeder Straßenecke. Selbstverständlich steht es einem frei, nachdem man sich eingelebt hat, ein eigenes Motorrad oder Auto zu kaufen.

Ein geeignetes Domizil finden
Nun kann man ganz entspannt auf die Suche nach einem Haus oder eine Wohnung gehen. Die einfache Variante ist, eines der lokalen Maklerbüros zu besuchen. Man kann sich aber auch durch die Straßen fahren lassen und selber nach „For Rent“ Schildern Ausschau halten. Der Nachteil ist hierbei oft die Verständigung. Denn wenn man etwas gefunden hat und die entsprechende Telefonnummer anruft, kann es passieren, das am anderen Ende niemand Englisch spricht. Davon einen x-beliebigen Tuk Tuk Fahrer als Dolmetscher zu involvieren, rate ich ab.

Auch der Versuch, sich schon vorher im Internet auf den Makler-Webseiten ein Objekt sichern zu wollen, ist keine gute Idee. Denn ohne vorherige Anzahlung besteht keine Garantie darauf, dass die Wohnung oder das Haus noch da ist, wenn man ankommt, egal was versprochen wurde. Selbst wenn jemand das Risiko eingeht und Geld an einen Fremden überweist, kann man eine böse Überraschung erleben.

Bankkonto eröffnen
Nachdem man dann endlich einen Mietvertrag unterschrieben hat und in seine neue Behausung eingezogen ist, sollte man sich darum kümmern, ein Bankkonto zu eröffnen. Dazu stehen in Kambodscha etliche Banken zur Auswahl, die aber bei der Kontoeröffnung für Ausländer unterschiedliche Kriterien ansetzen. Hierfür sollte man sich bei den einzelnen Banken erkundigen, um herauszufinden, wo einem die besten Bedingungen geboten werden. In allen Banken wird auch Englisch gesprochen.

Post empfangen
Wer zukünftig wichtige Post erwartet, der sollte sich rechtzeitig darum kümmern, dass das auch reibungslos funktioniert. Mittlerweile sind in den meisten Städten zwar viele Straßen mit Straßennamen und Nummern versehen worden, aber die Postzustellung kann trotzdem problematisch sein. Wenn man nicht direkt an einer Hauptstraße wohnt, empfiehlt es sich, im lokalen Postamt ein Postfach zu mieten. Dies kann eine längere Wartezeit mit sich bringen, da meist nur eine begrenzte Anzahl an Postfächern vorhanden ist.

Umgebung erkunden und Visum verlängern
Ansonsten sollte man die erste Zeit dafür nutzen, das Umfeld zu erkunden, um herauszufinden, wo sich Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten usw. befinden. Es gibt ja Leute, die versuchen, das übers Internet zu tun, aber ich rate dazu, sich lieber alles persönlich anzusehen.

Dass allerwichtigste bei all dem ist, dass man es nicht versäumt, rechtzeitig vor Ablauf der 30 Tage sein Visum verlängern zu lassen. An den meisten Orten, wo sich normalerweise Ausländer niederlassen, gibt es dafür Agenturen, die man in Reisebüros oder sogar in größeren Supermärkten finden kann. Dabei ist zu beachten, dass aufgrund von gesetzlichen Änderungen bei der Vergabe von Jahresvisa zukünftig bestimmte Auflagen erfüllt werden müssen.

Mehr dazu findet ihr in der Kategorie – Kambodscha Visum

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Der Author

Aufnahme von Don Kong in Kep, Kambodscha.

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte. Viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

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