Leben in Kambodscha

Abenddämmerung an der Riverside in Phnom Penh.

Harte Maßnahmen in Kambodscha

Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, ist man in Kambodscha nun zu drastischeren Maßnahmen übergegangen. So wurden zum Beispiel in einigen Städten der Verkauf und der öffentliche Konsum von Alkohol verboten. Wahrscheinlich eine vorbeugende Maßnahme, mit der man verhindern will, dass die Leute im alkoholisierten Zustand leichtsinnig werden und sich dann nicht mehr an die Regeln halten.

In der Hauptstadt Phnom Penh, wo die Infektionszahlen am höchsten sind, wurden besonders betroffene Bereiche als rote Zonen ausgewiesen. Diese Zonen wurden komplett abgeriegelt und das öffentliche Leben zum Stillstand gebracht. Hier dürfen die Anwohner ihre Häuser nicht mehr verlassen, es gilt eine vollkommene Ausgangssperre.

Allerdings gibt es auch hier Leute, die sich nicht daran halten. Aus diesem Grund wurde angeordnet, diejenigen, die trotzdem auf der Straße unterwegs sind, ganz nach indischem Vorbild mit Rohrstöcken an die Ausgangssperre zu erinnern. Das heißt, es gibt ein paar Hiebe mit der Rute, wie man das früher mit unartigen Kindern gemacht hat.

Begründet wird dieses Vorgehen damit, dass die Leute selbst in den Hochrisikogebieten wenig Angst vor Ansteckung zeigen. In der Tat hat die Polizei alle Hände voll zu tun, um die Angelegenheit unter Kontrolle zu behalten. Fast jeden Tag passieren die unglaublichsten Dinge.

Da werden Leute in gestohlenen Krankenwagen über Provinzgrenzen geschmuggelt. Übermütige Jugendliche filmen sich, wie sie trotz Ausgangssperre und Alkoholverbot biertrinkend nachts durch die Straßen fahren. Erst vor Kurzem hat ein Betrunkener einen Polizisten an einem Kontrollposten mit dem Motorrad umgefahren.

Gestern Nacht wurden an der Provinzgrenze von Kampot nach Kep 7 Vietnamesen und ein kambodschanischer Fahrer aufgegriffen. Die aus Sihanoukville geflohenen Vietnamesen wollten sich trotz aller Verbote irgendwie über die Grenze nach Vietnam durchschlagen. So geht es immer weiter, täglich kann man von neuen Fällen lesen.

Allein gestern sollen in Phnom Penh 127 Personen verhaftet worden sein, weil sie gegen die Corona-Maßnahmen verstoßen haben. Wer erwischt wird, muss mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen. Selbst höhergestellte Staatsbedienstete werden nicht verschont. Kambodschaner erhalten hohe Geld- und Haftstrafen, Ausländer werden sofort ausgewiesen und mit einer lebenslangen Einreisesperre belegt.

Bis gestern wurden in Kambodscha 7.747 CORONA Fälle registriert, wovon 2,794 wieder genesen sind. Insgesamt gab es bis jetzt landesweit 56 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19. (Alle Angaben ohne Gewähr.)

Quelle:
https://www.khmertimeskh.com/50842922/no-sparing-the-rod-some-law-enforcement-officers-caning-curfew-breakers/
https://cne.wtf/2021/04/22/127-arrests-for-lockdown-offences/

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13 Antworten

  1. Wahrscheinlich eine Katastrophe für die armen Bevölkerungsschichten in Kambodscha. Weltweit sind die Behörden im Umgang mit dem Virus mehr am experimentieren denn mit einer klaren Strategie dabei. Mit wenigen Ausnahmen. In den reichen Ländern macht jetzt der Impffortschritt Hoffnung aber in den ärmeren fängt das ja leider gerade erst an. Die WHO hat ziemlich zu Beginn schon gesagt, dass dieses Virus nur global bekämpft werden kann. Das wird mit deinem Beitrag noch einmal verdeutlicht. Wir können uns nur freuen, dass so schnell im weltweiten Wettstreit Impfstoffe entwickelt wurden und hoffen, dass das Impfen überall zügig vorangeht und zu erwartende Mutanten auch in Schach gehalten werden können.

  2. Wahrscheinlich eine Katastrophe für die armen Bevölkerungsschichten in Kambodscha. Weltweit sind die Behörden im Umgang mit dem Virus mehr am experimentieren denn mit einer klaren Strategie dabei. Mit wenigen Ausnahmen. In den reichen Ländern macht jetzt der Impffortschritt Hoffnung aber in den ärmeren fängt das ja leider gerade erst an. Die WHO hat ziemlich zu Beginn schon gesagt, dass dieses Virus nur global bekämpft werden kann. Das wird mit deinem Beitrag noch einmal verdeutlicht. Wir können uns nur freuen, dass so schnell im weltweiten Wettstreit Impfstoffe entwickelt wurden und hoffen, dass das Impfen überall zügig vorangeht und zu erwartende Mutanten auch in Schach gehalten werden können.

    1. Habe ich zwar was gesehen, finde die Karte aber nicht mehr. In der Zeitung wurden diese Bezirke genannt:

      Sangkat Steung Meanchey I, II, III of Steung Meanchey district
      Sangkat Choam Chao I of Por Senchey district
      Village No. 14, No. 16, No. 17 of Sangkat Boeung Salang, Toul Kork district

    1. Habe ich zwar was gesehen, finde die Karte aber nicht mehr. In der Zeitung wurden diese Bezirke genannt:

      Sangkat Steung Meanchey I, II, III of Steung Meanchey district
      Sangkat Choam Chao I of Por Senchey district
      Village No. 14, No. 16, No. 17 of Sangkat Boeung Salang, Toul Kork district

    1. Kann ich dir nicht sagen. Nur soviel, dass besonders bedürftige Familien von den Behörden mit Grundnahrungsmittel versorgt werden. Wie so ziemlich alles hier wird auch das auf irgendeine kambodschanische Art und Weise funktionieren.

    1. Kann ich dir nicht sagen. Nur soviel, dass besonders bedürftige Familien von den Behörden mit Grundnahrungsmittel versorgt werden. Wie so ziemlich alles hier wird auch das auf irgendeine kambodschanische Art und Weise funktionieren.

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Der Author

Aufnahme von Don Kong in Kep, Kambodscha.

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte. Viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

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