Alles fügt sich von allein

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Im tropischen Kambodscha ist es kalt geworden. Die Temperaturen sind in manchen Regionen bis auf 13 °C gefallen, hier an der Küste bis auf 20 °C, wozu meist noch eine ziemlich frische Brise weht. Der Temperaturunterschied macht sich deutlich bemerkbar, besonders, wenn man mit dem Motorrad unterwegs ist.

Von der COVID-19-Front gibt es aus Kambodscha erfreulicherweise wenig Neues zu berichten. Nur soviel, dass einige Infektionsfälle dazugekommen sind, sodass die Anzahl nun landesweit auf 453 angestiegen ist. Die Ursache dafür waren aus Thailand zurückkommende Arbeitskräfte.

Nach wie vor scheint man gute Arbeit zu leisten, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Wie es momentan im Rest von Kambodscha aussieht, kann ich nicht sagen, aber in Kep, in Kampot und auch in Phnom Penh ist bis auf das Ausbleiben der Touristen von der Pandemie sehr wenig zu bemerken.

Der Junior hat hier in Kep sogar seinen ersten Job gefunden. Na ja, eigentlich hat er den gar nicht gefunden, sondern der Job ist zu ihm gekommen. Eine Bekannte von mir, die eine Privatschule leitet, sprach mich neulich im Café an, ob mein Sohn Lust hätte, einen Job in ihrer Schule anzunehmen.

Besser hätte es nicht kommen können, die Schule befindet sich ganz in der Nähe unseres Hauses und die Bezahlung ist überraschend gut. Nun kümmert er sich dort mit zwei Kollegen, einem jungen Mann aus Tonga und einem aus Brasilien, um handwerkliche, computertechnische und organisatorische Dinge.

Zudem spielt er in Kampot in zwei Fußballmannschaften, einem internationalen und einem lokalen Team. Mit all dem ist er jetzt vollkommen ausgelastet, sodass die Zeit, wo er nächtelang Computerspiele gespielt hat, erst ein Mal vorbei ist.

Je mehr man im Einklang mit allem anderen lebt, umso mehr fügen sich die Dinge von ganz allein. Im Einklang mit allem anderen bedeutet für mich zum Beispiel auch, das es selbstverständlich ist, dem Wunsch der Tochter meines kürzlich verstorbenen deutschen Nachbarn nachzukommen.

So bin ich vor zwei Tagen nach Phnom Penh gefahren, um die Asche des Verstorbenen abzuholen. Diese werde ich heute genau an seinem Geburtstag gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Bekannten bei Sonnenuntergang im Meer verstreuen. Die Tochter bekommt das Ganze dann als Video-Clip zugesendet.

Auf der Rückfahrt nach Kep ging mir diese einen Filmszene durch den Kopf, wo eine Trauergesellschaft ebenfalls die Asche eines Verstorbenen im Meer verstreuen wollte und genau in diesem Moment eine Wind-Bö von vorne kam. Wir werden vorsichtig sein 😀

Ein Kommentar zu “Alles fügt sich von allein”

  1. Hallo Andreas ,dein Bericht hast du schön geschrieben, überhaupt wird alles von dir gelesen,
    Da ich bis auf die letzten 2 Jahre regelmäßig nach Cambodia gereist bin Interessiert mich natürlich vieles vom Lande. Ich kannte den verstorbenen Wirt vom Bavarian gut auch den Wirt
    vom Edelweiss in Phnom Penh, und vom Friedom, auch Robert der früher die Tagestouren mit seinem schönen Holzschiff gemacht hat, leider so viel ist vergänglich, das erste mal war ich 2008 in Sihanouk Ville Sei herzlich gegrüßt aus Nongbualamphu ,(Udon Thani ) von Walther und Familie

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