Leben in Kambodscha

Verteilen der gespendeten Schultaschen in der Grundschule in Kep.

Kindern eine Freude machen

Heute haben meine lieben Nachbarn Vicky und Ian, mein Sohn und ich den Kindern aus der staatlichen Grundschule bei uns gegenüber eine Freude gemacht. Besser kann ein Tag gar nicht anfangen.

Neulich fragten mich meine Nachbarn, ob wir Lust und Laune hätten, ihnen bei der Ausführung eines kleinen Spendenprojekts zu helfen. Eine Firma aus der Schweiz hatte Geld gespendet, um die Kinder in Kep mit Schul- und Federtaschen auszurüsten.

Selbstverständlich waren wir dazu bereit und so haben wir heute Morgen um kurz vor 08:00 Uhr 200 Rucksäcke, in denen sich jeweils eine Federtasche befand, zur nahe gelegenen Grundschule transportiert. Als wir eintrafen empfingen uns schon die ersten Kinder mit erwartungsvollen Blicken, nach und nach kamen dann immer mehr aus den Klassen.

Kurz nach 08:00 Uhr traf dann auch der Schulrektor ein und begann, gemeinsam mit den Lehrern, die Verteilung zu organisieren. Allerdings war nur ein Teil der Schüler anwesend, da im Rahmen der momentanen Covid-19-Schutzmaßnahmen, nie alle Schüler gleichzeitig unterrichtet werden. Die Verteilung der restlichen Schultaschen sollte dann am Nachmittag durch die Lehrer erfolgen.

Wie ich es noch aus der Zeit kannte, als mein Sohn in Sihanoukville in die Schule gegangen ist, lief alles sehr diszipliniert ab. Die Kinder standen artig in Reihe und Glied, um ihr Geschenk in Empfang zu nehmen. Einige waren so schüchtern, dass sie sich erst gar nicht trauten, den Rucksack entgegenzunehmen. Die meisten von ihnen stammen aus sehr armen Familien, sodass sie es nicht gewohnt sind, dass man ihnen etwas schenkt. Es war herzerwärmend zu sehen, wie sie sich freuten.

Aber dieses Projekt hat nicht nur den Schulkindern eine Freude bereitet, sondern beinhaltetet die Unterstützung eines viel größeren Personenkreises. Zudem war es auch ein Beitrag zum Umweltschutz. Die Rucksäcke wurden nämlich aus gebrauchten Zementsäcken gefertigt, die sonst entweder irgendwo in der Landschaft oder im günstigeren Fall im Müll gelandet wären.

So hat man die Säcke kurzerhand auf den Baustellen direkt den Bauarbeitern abgekauft. Menschen, die auf dem Bau arbeiten, gehören in Kambodscha ja auch zu denjenigen, die gerade so überleben können, sodass sie sehr froh waren, mit den gebrauchten Säcken ein wenig Geld dazu zu verdienen.

Der nächste Schritt war dann das Aussortieren und Reinigen der Säcke sowie die Verarbeitung zu Rucksäcken und Federtaschen. Diese Aufgabe haben arbeitslose Frauen übernommen, die ebenso froh waren, mit der Bezahlung dafür etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen zu können.

Die Verteilung an die Kinder erfolgte dann durch meine Nachbarn, die dies vorher schon in einer anderen Schule in Kep getan hatten. Ich habe in all den Jahren hier in Südostasien zwar schon einiges an Geld für die Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen ausgegeben, war aber niemals persönlich aktive gewesen. Dies war eine wunderbare Erfahrung für mich, sodass ich jederzeit wieder meine helfende Hand ausstrecken werde, wenn sie gebraucht wird.

Richten dein Herz darauf ein Gutes zu tun. Tue es immer und immer wieder, und du wirst mit Freude erfüllt sein. ~ Buddha

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Der Autor

Aufnahme von Don Kong in Kep, Kambodscha.

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte. Viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

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