Leben in Kambodscha

Neues Gebäude entsteht gegenüber der White Lady Statue am Kep Strand.

Touristische Entwicklung in Kep

Bisher wurde in den Medien immer nur angedroht, dass der verschlafene Küstenort Kep touristisch aufgemöbelt werden soll, aber nun scheint es ernst zu werden. Mit großem Aufwand soll Kep City für inländische und ausländische Touristen attraktiver gestaltet werden.

Neue Promenade

In diesem Zusammenhang hat man schon von einiger Zeit kurz nach dem Krabbenmarkt eine neue Promenade angelegt. Ein fantastischer Platz, um atemberaubende Sonnenuntergänge über dem Meer zu beobachten. Entlang dieser Promenade ist auch eine ganze Reihe neuer Ladenlokale entstanden, in denen allerdings erst ein Geschäft, und zwar ein Café eröffnet hat. Der Rest steht leer.

Die neue Promenade mit haufenweise noch leer stehenden Geschäften.
Die Planungstafel der Promenade, die mit dem, was gebaut wurde, absolut nichts gemein hat.

Neue Regeln

Verantwortlich für die touristische Entwicklung ist das National Committee for Management and Development of the Coastal Area of Cambodia (C.O.C.O.C), in Zusammenarbeit mit dem vor noch nicht allzu langer Zeit neu ernannten Provinz-Gouverneur von Kep, Exzellenz Som Piseth.

Dieser erlauchte Kreis war auch der Meinung, dass die private Vermietung von öffentlichen Bürgersteigen entlang der Straße parallel zum Strand, dem touristischen Fortschritt nicht dienlich sei und hat dies kurzerhand verboten. Das heißt, dass sich Besucher am Strand wieder frei bewegen und niederlassen können, ohne von aufdringlichen Damen für horrende Preise eine Bastmatte und ein paar Klappstühle mieten zu müssen. Ein eindeutiger Vorteil für Touristen.

Ausbau der Straße entlang dem Nationalpark

Bedauerlich ist jedoch, dass die schöne alte Straße, die oberhalb von Kep City entlang dem Nationalpark verläuft und auf der man häufig Affen angetroffen hat, auch der neuen Entwicklung zum Opfer gefallen ist. Obwohl sie mehr oder weniger ins Nichts führt, wird diese nun zu einer modernen zweispurige Fahrbahn ausgebaut.

Die alte Straße entlang dem Nationalpark wird zu einer zweispurigen Fahrbahn ausgebaut.
Die Straße entlang dem Nationalpark wird erneuert und ausgebaut.
Die Planungstafel für den Straßenausbau.
Tafel, auf dem der Streckabschnitt des Straßenausbaus angezeigt wird.

Neuer Fährhafen

Eines der bisher bekannten Großprojekte der touristischen Entwicklung von Kep ist der Ausbau des Fährhafens, von dem bisher die Touristen Boote nach Rabbit Island (Koh Tonsai) ausgelaufen sind. Die Bezeichnung Hafen war ja auch eher eine Übertreibung, vielmehr handelte es sich um einen einfachen Betonsteg, der ziemlich weit ins Meer reichte.

Geplant ist, dass nach Fertigstellung hier ein Mal auch Boote mit Touristen aus Vietnam und Thailand anlegen sollen. Jedoch, nachdem nun schon eine ganze Weile daran gearbeitet wurde und man sich die bisherigen Baufortschritte ansieht, wird das wohl noch einige Zeit dauern. In der momentanen Situation gibt es ja auch keinen Grund zur Eile.

Baustelle des neuen Fährhafens in Kep.
Der ehemalige Landungssteg für Touristenboote schon seit langem eine Baustelle.
Die Planungstafel des neuen Fährhafens.
Auch hier eine vielversprechende Planungstafel, was aber nicht viel zu sagen hat, wie man bei der neuen Promenade sehen kann.

Neuer Strand

Hier nun das absolute Highlight von Keps Tourismus-Entwicklung, der neue Strand, der sich zukünftig über 2 km vom bisherigen Strand bis nach Prey Kong Kang erstrecken soll. Dies ist wahrhaftig ein Großprojekt und sollte dies gelingen, eine klare Aufwertung von Kep zu einem Anlaufziel für internationale Touristen.

Die Küste von Kep City ist steinig und bisher gibt es nur einen einzigen kleinen Abschnitt mit Sandstrand. Selbstverständlich findet man in der Provinz Kep auch traumhafte Natursandstrände, aber die sind weniger bekannt und befinden sich auch ein ganzes Stück entfernt von Kep City, wo sich Touristen normalerweise aufhalten.

Kambodschaner handeln meist pragmatisch, was in diesem Fall heißt, wenn die Touristen nicht zum Strand kommen, bringt man den Strand eben zu den Touristen. Wie sie das genau machen wollen, war mir bisher ein Rätzel, aber wenn man sich die Planungstafel genauer ansieht, kann man erkennen, dass dies kein Strand im herkömmlichen Sinne werden wird, sondern eher einer, von dem man über Treppen ins Wasser gelangt.

Die Bauarbeiten für den neuen Strand in Kep haben begonnen.
So sieht der neue Strand auf der Planungstafel aus.
Das ist der offizielle Masterplan für den Bau des neuen Strandes vom National Committee for Management and Development of the Coastal Area of Cambodia (C.O.C.O.C).

Man darf gespannt sein, was bei all dem herauskommt. Es scheint jedenfalls so, dass wenn der Tourismus jemals wieder in Gang kommen sollte, die Besucher ein weitestgehend neues Kep vorfinden werden.

7 Antworten

  1. Danke, recht informativ. Was da wirklich einmal wird, ist wohl ziemlich unsicher.
    Als ich vor nunmehr zwei Jahren einige Zeit in Kep und Kampot verbracht habe, war ich eher enttäuscht was den kleinen aufgeschütteten Sandstrand von Kelp, die Wasserqualität, und die spärlichen Restaurants anbelangt. Kein Vergleich mit den ehemals lebendigen Strände von Sihanoukville, die bedauerlicherweise an die Chinesen verscherbelt worden waren.

  2. Ah, ein neuer Strand an der Westküste, vom Crabmarket bis hoch zum Mangrove Forest. Ein langer Abschnitt. Wenn das gelingt wäre das eine klare Verbesserung. Na dann nur zu!

  3. Sicher wäre es schön, in Kep einen Strand zu haben. Aber woher kommt der Sand? Auf den Insel schwindet der Strand jedes Jahr mehr, da das Meer leer gebaggert und der Sand verkauft wird. Daher freue ich mich nicht über die Idee, einen 2 km langen Strand aufzuschuetten, wo von der Natur eigentlich keiner vorgesehen ist.

  4. Hallöchen, es ist April 2024 (wir sind grad aktuell für ein paar Tage hier) und es hat sich fast gar nichts getan in Kep. Am neuen Strand ist nichts passiert. Man sieht ganz vereinzelt angefangene Bauprojekte, wo wohl schon länger nichts mehr passiert ist. Man sieht die abgteilten Baugrundstücke, die durch Zäune oder Mauern abgetrennt sind, auf denen zu 90% nichts steht. Man kann aber wenigstens schonmal einen Strandspaziergang machen aber die touristische Infrastruktur fehlt komplett. Auch die beschriebenen kleinen Strandläden sind alle zu, bis auf eine Bar und ein kleines Massagestudio. Ich glaube, das kann hier nicht n paar Jahre dauern. LG Viola

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Der Autor

Aufnahme von Don Kong in Kep, Kambodscha.

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte. Viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

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