Leben in Kambodscha

Covid-19 Impfaktion in Kep City.

COVID-19-Impfaktion in Kep City

Trotzdem es in Kambodscha ziemlich zügig vorangeht mit den COVID-19-Impfungen, scheint die allgemeine Situation sich nicht zu bessern. Die Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle sind gleichbleibend hoch. Das mag sicherlich auch daran liegen, dass landesweit mehr Tests durchgeführt werden, wodurch zwangsläufig mehr Infektionsfälle aufgedeckt werden.

Aber auch infizierte Wanderarbeiter, die aus Thailand zurückkehren, tragen erheblich dazu bei, dass sich das Virus immer weiter ausbreitet. Es bleibt nun abzuwarten, ob durch die groß angelegten Impfaktionen die angestrebte Herdenimmunität der Bevölkerung erreicht werden kann.

Das jetzt auch hier in der Provinz Kep die COVID-19-Impfaktion begonnen hat, habe ich nur durch Zufall erfahren. Als ich vor ein paar Tagen an dem kleinen Krankenhaus in Kep City vorbeigekommen bin, viel mir die Menschenansammlung vor der Toreinfahrt auf. Ich hielt an und fragte einen Polizisten, der mir mitteilte, dass hier nun drei Tage lang geimpft wird.

Covid-19-Impfaktion im Krankenhaus in Kep City

Auch meine Nachbarn wussten nichts davon und waren froh, dies zu erfahren. Wir verabredeten uns am nächsten Tag gegen 10:00 Uhr dort hinzugehen, um unsere erste Spritze zu erhalten. Allerdings trotzdem wir tags darauf alle im Krankenhaus waren, wurde daraus nichts.

Zunächst mussten wir unsere Namen und Telefonnummern in eine Liste eintragen lassen. Dies wurde von zwei ziemlich betagten uniformierten Damen erledigt. Danach sollten wir uns in einen Wartebereich begeben, in dem es brechend voll war. Zum Glück befand sich dieser draußen an der frischen Luft, denn von Sicherheitsabstand konnte keine Rede sein.

Hier wurden nun die einzelnen Namen mittels Megafon ausgerufen. Wer aufgerufen wurde, musste nach vorne kommen, wo die Identität der Personen überprüft wurde. Bei Kambodschanern durch die ID-Karte, bei Ausländern, von denen neben uns vielleicht noch 4 weitere anwesend waren, durch den Reisepass.

Dort warteten wir 2 Stunden, ohne aufgerufen zu werden, bis die Meldung durchgegeben wurde, dass nun Feierabend war, weil die Liste abgearbeitet sei. Wir sowie etwa 30 Kambodschaner waren erstaunt. Sofort begannen sich die Ersten lautstark zu beschweren. Nun merkte auch das medizinische Personal, das etwas nicht stimmte. Wir wurden aufgefordert zu warten, bis die Sache geklärt war.

Erste Covid-19 Impfung

Es stellte sich heraus, dass die beiden älteren Damen, die am Eingang die Namen aufschrieben, die Listen nur unvollständig weitergegeben haben. Es wurde gesagt, dass wir alle am nächsten Tag noch ein Mal vorbeikommen sollen.

Also sind wir heute erneut ins Krankenhaus gefahren, dieses Mal allerdings schon um 08:00 Uhr. Wieder war es sehr voll, allerdings mussten wir uns nicht erneut in eine Liste eintragen lassen, sondern konnten sofort in den Wartebereich. Nach etwa einer halben Stunde, wurde endlich mein Name und der vom Junior aufgerufen.

Von da an verlief alles reibungslos. Nachdem unsere Namen in den Reisepässen kontrolliert wurden, mussten wir in einen zweiten Wartebereich. Dort wurden nun alle Angaben für unsere Impfkarten aufgenommen und nach etwa 10 Minuten konnten wir in den Behandlungsraum, wo wir die Spritze mit dem chinesischen „Sinopharm“ Wirkstoff erhielten.

Meine Impfkarte

Beim Hinausgehen bekamen wir unsere Impfkarten, auf denen auch der Termin für die 2. Impfung aufgeführt ist. Uns wurde empfohlen, noch etwa 30 Minuten dortzubleiben, falls sich etwas Unerwartetes einstellt, aber das haben wir ignoriert, weil wir endlich da raus wollten.

Es bleibt noch zu erwähnen, dass das medizinische Personal, welches die Impfaktion geleitet und begleitet hat, durchweg superfreundlich gewesen ist.

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9 Antworten

  1. Andy, in Sihanoukville verlief die Impfung ganz anders. Hier wurde strickte auf Abstand geschaut und wir wurden sehr freundlich begleitet. Alles war professional aufgebaut. Die 2. Impfung hatten wir gestern, alles normal verlaufen. Der Regierung danken wir dafür.
    Gruss Ueli

  2. In phnom penh ist es etwas anders gelaufen.die impfbescheinigungen.werden vom Bürgermeister des sankat an die Anwohner ausgehändigt.da wir uns als Nachbarn immer freundlich begegnen.bekam auch ich die Vorladung zur Impfung mit Astra Zenika.2 Monate später. zur 2ten Impfung ging alles sehr professionell zu mit Humor und viel Freude bei allen Anwesenden.Auch ich bedanke mich für die Impfungen.ferdi

  3. Hi Andreas,
    nach den Zahlen die ich hier via „Die Zeit“ verfolgen kann, ist die Welle bei euch gestoppt. Was ich mir sehr wünsche als potentieller Tourist….
    Im kleinen Rahmen gibt es auch hier durcheinander beim Impfen aber jetzt ist das grösste Problem die Abnahme der Impfbereitschaft.
    Danke für die immer wieder interessanten Einblicke in dein Leben dort. Ich hoffe ihr fühlt euch alle wohl und behaltet die anscheinend vorhandene Gelassenheit!

  4. Bei uns in der Schweiz haben ca. 50% die Impfung erhalten – Tendenz sinkend. Die Nebenwirkungen die auftreten können sind erheblich was die Mainstream-Medien jedoch auf Teufel komm raus nicht berichten wollen od. dürfen. Europa verkommt leider od. ist bereits zu einer Diktatur verkommen – ausgehend von DE und GBR. Jedoch sickert immer mehr durch was die Impfbereitschaft schwächt. In Israel, dem Impfrekordhalter-Land, steigen die Zahlen erneut. Was erstaunt, dass 60% der neu Infizierten alle duchgeimpft sind. Somit heisst das für uns – Finger weg vom Piks.

    Gruss aus der Schweiz

    1. So wie sich das für mich als Laien darstellt, gibt es zwei unterschiedliche Impfstoff-Varianten. Der eine ist ein Live-Impfstoff und der andere ein Tot-Impfstoff, der so funktioniert wie auch andere herkömmliche Präparate. Die Probleme sind wohl immer nur bei Leuten aufgetreten, die den Live-Impfstoff verabreicht bekommen haben. Insofern bin ich ganz froh, dass hier bei uns das chinesische Sinopharm verwendet wird, welcher ein Tot-Impfstoff ist.

      1. Ja, wenn schon dann Sinopharm. Merkwürdigerweise wollen die (Obrigkeit) Sinopharm in Europa nicht zulassen. Wird wohl mit den Diskrepanzen mit China zu tun haben. Keine Ahnung, aber die fahren zurzeit alles an die Wand. Erschreckend ist, wie die Menschen sich alles gefallen lassen! Die lassen sich das Gift spritzen mit der Hoffnung die alte Freiheit zurück zu bekommen was aber nicht geschieht. Unglaublich traurig was abgeht!

  5. Einfach mal impfen lassen gegen Covid-19 in Kambodscha, ein Bericht:

    Erstimpfungen gab es in Phnom Penh nur bis. 6. Juli, jetzt wird wieder seit 12. August geimpft.

    Tag 1)
    Gegen 10:30 Uhr in zwei Krankenhäuser gewesen in denen Impfungen vorgenommen werden, in einem hieß es das es schon zu spät sei, im anderen sollte ich Nachmittags nochmal wiederkommen. Um 13:30 erneut aufgekreuzt, stehend in der Sonne wartend und nachdem der Ablauf dort nicht voran ging die Aktion abgebrochen.

    Tag 2)
    Um 8:00 Uhr neuen Versuch gestartet. In dem einen Krankenhaus sagte man mir ich soll am nächsten Tag wiederkommen, in dem anderen meinte man das hier nur Drittimpfungen erfolgen. Ich soll ein anderes Krankenhaus aufsuchen. Dort sagte man mir ich soll am nächsten Tag um 6:30 Uhr wiederkommen und mir eine Nummer geben lassen.

    Tag 3)
    Um 6:30 in zwei Krankenhäuser gewesen. Mir wurde mitgeteilt das alle Nummern für den Tag bereits vergeben sind und ich soll morgen nochmal wiederkommen.

    Tag 4)
    3:30 nachts, warten auf eine Nummer, bereits circa 20 Leute in der Schlange. Noch zum anderen Krankenhaus in der Nähe gucken, da waren schon circa 70 Leute, also schnell wieder zurück.
    Um 4:30 Uhr bereits circa 80 Leute hinter mir in der Schlange, leichter Regen, zum Glück Schirm dabei.
    6:00 Uhr, es ist soweit, habe meine Nummer und soll um 8:00 Uhr wiederkommen. Muss einen Fragebogen in Khmer Schrift ausfüllen, zum Glück ist meine kambodschanische Freundin dabei die heute auch ihre Erstimpfung erhält.
    8:00 Uhr, sieht vielversprechend aus, circa 30 Leute warten bei der Impfstation darauf das ihre Nummer aufgerufen wird.
    9:40 Uhr fertig geimpft mit Sinopharm, in drei Wochen die zweite Impfung 🙂

    Die Impfkarte verfügt über einen QR-Code mit dem man online seine Daten mit Foto abrufen kann.

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Der Autor

Aufnahme von Don Kong in Kep, Kambodscha.

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte. Viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

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