Kriminalität in Kambodscha

Veröffentlicht am

Neulich fragte mich ein Leser, wie es in Kambodscha mit der Kriminalität aussieht. Eine Frage, die sich in solch turbulenten Zeiten, nicht pauschal beantworten lässt. Bisher war Kambodscha immer ein relativ sicheres Reiseland gewesen. Meinem Empfinden nach, ist es hier im Laufe der Jahre auch immer sicherer geworden. Ob es so bleibt, kann niemand sagen.

Laut westlichen Medien steuert das Königreich auf eine schwere Rezession zu. Wie in allen anderen Ländern auch, haben die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19 Ausbreitung, Kambodschas Wirtschaft schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Arbeitslosenzahlen sind in die Höhe geschossen, genauso wie die Zahlen der kleinen Firmen und Geschäfte, die ums Überleben kämpfen, oder bereits pleite sind.

Folglich wird die überwiegend arme Bevölkerung noch ärmer und auch der sich gerade bildende Mittelstand könnte sich teilweise wieder auflösen. Diese Umstände können in der Zukunft durchaus zu steigender Kriminalität führen, was aber sicherlich nicht nur für Kambodscha gilt.

An den Orten, wo sich Touristen aufhalten, haben bisher immer ganz normale Vorsichtsmaßnahmen ausgereicht, um sicher durch den Urlaub zu kommen. Wie sich das in Zukunft entwickelt, muss man abwarten. Die meisten Straftaten, in denen Ausländer involviert sind, sowohl als Opfer, wie auch als Täter, werden in der Hauptstadt Phnom Penh begangen.

Aus Siem Reap hört man nur sehr selten von Verbrechen in Verbindung mit Ausländern. Und, seitdem keine Touristen mehr da sind, fallen auch die Meldungen über durchgeknallte Urlauber weg, die in der Pub-Street plötzlich Amok laufen. So auch in Kampot, wo sich ebenfalls sehr viele Ausländer aufhalten, keine besonderen Vorkommnisse.

In Sihanoukville, wo sich noch vor nicht allzulanger Zeit, chinesische Banden, zur wöchentlichen Schießerei auf der Straße getroffen haben, ist weitestgehend wieder Ruhe und Frieden eingekehrt. Aber, auch während dieser Zeit war es für westliche Touristen dort nicht wirklich gefährlich gewesen.

Die chinesischen Gangster haben es ausschließlich auf ihre eigenen Landsleute abgesehen. Selbst die Gefahr, dass man unverhofft von einem Querschläger getroffen, oder von einem Fluchtfahrzeug überfahren wird, war sehr gering. 😀

Persönlich habe ich mich in nun über 12 Jahren in Kambodscha noch nie unsicher gefühlt, nicht in Sihanoukville, meinem früheren Wohnort, und schon gar nicht hier in Kep. In all der Zeit wurde ich zwei Mal bestohlen und beide Male war ich selber Schuld gewesen. Es heißt ja nicht umsonst, Gelegenheit, macht Diebe.

2 Kommentare zu “Kriminalität in Kambodscha”

  1. bin praktisch in Phnom Penh zuhause.
    seit einiger Zeit sind die Bettler.denen ich gerne was zusteckte.weil sie unter Behinderungen leiden.verschwunden.

    das Nachtleben meide ich.auch stelle ich fest dass viele Geschäfte pleite gehen.alles andere läuft in pp. wie immer locker ab.
    mich interessiert.welcher art an verbrechen hier zugenommen haben?

    1. Hallo ferdi, vielen Dank für deine persönlichen Eindrücke vor Ort. Bitte ließ noch ein Mal genau nach. Ich habe nicht geschrieben, dass die Kriminalität in Phnom Penh zugenommen hat, sondern, dass dort die meisten Verbrechen in Verbindung mit Ausländern begangen werden. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.