Die Entwicklung des Juniors

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Als wir damals von Thailand nach Kambodscha gezogen sind, war der Junior 5 Jahre alt. Mittlerweile ist er 17 Jahre und ein ganzes Stück größer wie ich. Nächsten Monat wird er die 10 Klasse, einer in den USA ansässigen High-School, mit einem Notendurchschnitt zwischen 1 und 2 beenden.

Er könnte locker noch bis zur 12. Klasse durchziehen, aber darauf hat er momentan keine Lust, weil er lieber arbeiten und Erfahrungen sammeln möchte. Das Abitur könne er später immer noch nachholen, sagt er. Was er genau machen will, ist ihm aber wohl noch nicht so ganz klar.

Von Bundesmarine und Feuerwehr, über Flugbegleiter, bis hin zu einem Job in der Hotel/Tourismusbranche, war alles schon im Gespräch gewesen. Ich bin in dieser Frage nur beratend tätig und korrigiere im Bedarfsfall, ich mache ihm weder Druck, noch beeinflusse ich ihn. Er muss selber lernen, wovon ihm schlecht wird. Egal wofür er sich im Endeffekt entscheidet, meine Unterstützung hat in jedem Fall.

Ob das dann ein Job im Ausland sein wird, oder am Anfang hier in Kambodscha, wird sich noch zeigen. Im Grunde kann er auch nach Europa gehen, denn er hat einen deutschen Reisepass. Sprachlich sehe ich weder für Europa noch für Asien Schwierigkeiten, seine Hauptsprache ist Englisch, aber er spricht auch Deutsch, Khmer und Thai.

Ärger hatte ich noch nie mit ihm. Wir trainieren täglich zusammen, oder machen gemeinsame Trekking-Touren durch den Dschungel. Seine Interessen sind Motorräder, warum wir plötzlich auch eine 600er Yamaha haben, und allem voran Video-Spiele. Wenn er nicht schläft, mit mir trainiert, oder Schule macht, sitzt der Junge vor dem PC und spielt.

Ich kann das gut verstehen, denn Kep bietet nicht gerade viel Abwechslung für einen 17-Jährigen. Der nächste Freund wohnt in Kampot, die anderen in Sihanoukville und Phnom Penh. Sie treffen sich nur alle paar Monate in Siem Reap, oder Phnom Penh, um einige Tage miteinander abzuhängen.

Was er da im Einzelnen am Computer macht, kann ich nicht sagen. Nur soviel, dass es dazu geführt hat, dass er fast nur noch nachts aktiv ist. Er spielt da auf einer internationalen Ebene, wo er sogar schon ein paar Dollar mit verdient hat. Neulich hat er mir erzählt, dass er auch selber irgendwelche Applikationen programmiert, was ich ganz interessant fand.

Mal schauen, wie es weitergeht mit dem Junior. Wichtig ist, dass man sich keinen Stress macht, denn alles wird sich fügen.

3 Kommentare zu “Die Entwicklung des Juniors”

  1. Moin!

    Schön wieder von dir zu lesen!
    Habe zur Zeit leider nicht die Möglichkeit zu Reisen und Kambodscha mal wieder zu besuchen.
    Mit deinem Blog ist man dann trotzdem ein wenig da.
    Alles Gute!

    Klaus

  2. Schön, Klaus, wieder von dir und über dich zu lesen; habe dich vermisst, Weill ich altersbedingt nicht mehr nach Kambodscha. Auch ist das Heim in Kampot, das wir unterstütz haben geschlossen worden.
    alles Gute für dich
    Nils

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